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Solawatt

Webinar: Solarwatt Dachintegration – Modern, ästhetisch und nachhaltig

Das Webinar zeigt unter anderem die Vorteile der Integration von Solaranlagen in die Dachhaut von Gebäuden und beantwortet die Frage, warum die dachintegrierte Montage viel öfter in Betracht gezogen werden sollte. Denn sie ist abhängig vom Dach nicht teurer, sieht besser aus als eine Aufdachanlage und dank des patentierten Rahmensystems von Solarwatt einfach in der Montage.

Die Themen des Webinars im Überblick:
allgemeine Einführung in das Thema Bauwerkintegration von Photovoltaikanlagen,
Lebensdauer, Brandsicherheit und Montage von bauwerkintegrierten Solaranlagen,
Anforderungen an die Planung von Indach-Solaranlagen,
Glas-Glas-Technologie als Garant für höchste Leistung und Lebensdauer,
Kostenvergleich von Indach- und Aufdach-Photovoltaikanlagen.

Das Webinar richtet sich an Architekten, Bauherren, Immobilienunternehmen, Planer und Installateure.

Profitieren Sie vom Fachwissen unseres Experten! Es referiert:
Peter Schumann, Produktmanager im Bereich Solarmodule, Spezialgebiet Gebäudeintegration bei Solarwatt.

Moderation: Sven Ullrich, Redakteur für bauwerkintegrierte Photovoltaik des Magazins photovoltaik und Chefredakteur des Architekturportals Solar Age

Wann? 16. Juli 2019, 16 bis 17 Uhr

Kosten: kostenfrei

Das Webinar ist eine gemeinsame Veranstaltung der Solarwatt GmbH, des Genter Verlags, Haustec.de, von photovoltaik und Solar Age.

Hier können Sie sich kostenlos anmelden.

Vorabinformationen:
Webseite von Solarwatt (mit Video)

Praxisreports:
Projektbericht: Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes mit Indachsolaranlage
Mieterstromprojekt mit Indachsystem

Produkt:
Indachlösung von Solarwatt bekommt Designpreis
Indachmodul auf der Dachlatte
Komplettangebot mit Speicher von Solarwatt

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Goldbeck

Product: Design energy concepts for buildings more easily

The Fraunhofer Institute for Industrial Mathematics (IWTM) has developed a software for the optimization of energy concepts for office buildings together with the project developer of solar systems Goldbeck.

This Goldbeck Energy Optimization System (GEOS) can be used by planners and consultants in the future to calculate hundreds of energy scenarios in the shortest possible time and then use them to plan the energy supply and use in the building.

The software considers all energy flows in the house and compares them with the generators. These calculations are compared with a reference scenario. This in turn is the concept with the lowest investment costs. In this way, the planner can filter out the most economical concept over the service life.

Club Member of Solar Age find a detailed description of this system and other products in the database of the webportal.

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Goldbeck

Produkt: Energiekonzepte für Gebäude einfacher entwerfen

Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (IWTM) hat zusammen mit dem Projektierer von Solaranlagen Goldbeck eine Software zur Optimierung von Energiekonzepten für Bürogebäude entwickelt.

Dieses Goldbeck Energie Optimierungssystem (GEOS) können Planer und Berater einsetzen, um in kürzester Zeit hunderte von Energieszenarien durchzurechnen und dies anschließend für die Planung der Energieversorgung und der Energienutzung im Gebäude zu nutzen.

Die Software berücksichtigt alle Energieströme im Haus und gleicht sie mit den Erzeugern ab. Diese Berechnungen werden mit einem Referenzszenario verglichen. Das wiederum ist das Konzept mit den geringsten Investitionskosten. Auf diese Weise kann der Planer das über die Lebensdauer tatsächlich wirtschaftlichste Konzept herausfiltern.

Die Einzelheiten zum System und weitere Produkte finden Club Member von Solar Age in der Produktdatenbank des Webportals.

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BYD

Alle Dächer nutzen: BYD in Pingshan, China

BYD hat in Pingshan eine moderne Fabrik für Lithiumspeicher aufgebaut. Die Fertigung erfolgt nahezu vollautomatisch, in hoher Qualität. Wie in der Photovoltaik zuvor schicken sich die Asiaten an, die Produktion von Zellen und Batteriemodulen zu dominieren. Der Sonnenstrom vom Dach wird im Werk verwendet.

Das neue Batteriewerk wurde 2015 angefahren, läuft seitdem auf Hochtouren. Rund 600 Meter lang ist das Werk, in dem bereits die zweite Linie installiert wurde – mit Anlagentechnik aus Deutschland.

720 Zellen pro Stunde

Mehr als 50 Tonnen Pulver werden jeden Tag gemischt, für die positiven Elektroden, die aus Lithium und Eisenphosphat bestehen. Die daraus entstehende Slurry wird auf die Metallfolien aufgebracht (Coating). Als negative Elektrode dient Grafit, das auf Kupferfolie abgeschieden wird. Die Dicke der Beschichtung variiert höchstens um zwölf Mikrometer, so präzise laufen die Maschinen.

Pro Minute werden 100 Meter beschichten, jede Rolle fasst 6.000 Meter. Nach der Trocknung werden die Elektroden gewickelt, mit einem Separator zur Trennung. Das Sandwich wird in eine Alubox eingeführt. Es folgt ein Vakuumprozess, um Luft und Wasserdampf zu entfernen.

Anschließend wird die Zelle mit organischem Lösungsmittel als Elektrolyt verfüllt und mit einem Laser luftdicht verschweißt. Auch die Lasertechnik stammt aus Deutschland.

Eigenes Testcenter errichtet

Zur Qualitätskontrolle der Lithiumzellen und der Batteriespeicher wurde ein eigenes Testcenter errichtet, mit Mittelspannungsanschluss (zehn Kilovolt). Auch die Montage der Batteriemodule erfolgt weitgehend automatisch. Die Steuerung ist dreistufig aufgebaut. Jede Zelle hat eine eigene Überwachung, eine zweite Ebene kontrolliert die Batteriestrings, obenauf sitzt das Managementsystem des Batteriesystems.

Im Testcenter werden die Batterien vielfältigen Prüfungen unterzogen, beispielsweise Rütteltests, Temperaturwechseltests von minus 60 bis plus 150 Grad Celsius oder Schlagtests. Elektrisch werden die Zellen und Batterien mit bis zu 300 Ampere überprüft. Rund 150 Ingenieure sind damit beschäftigt, die stationäre Batterietechnik immer weiter zu verbessern. (HS)

Eine ausführliche Beschreibung dieses Objekts und weitere Referenzgebäude der solaren Architektur und Gebäudeversorgung finden Sie im Webportal Solar Age.

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Senertec

Product: Small fuel cell for single-family homes

The smallest Dachs works completely without burning engine, as it is usual with CHP units. Instead, a PEM fuel cell delivers the electricity and heat. With an electrical power of 750 watts, it is particularly suitable for residential homes and other smaller applications.

Fuel cells actually have the advantage that they produce less waste heat than CHP units with conventional burners. This reduces the amount of heat required for the units to run as long as possible per year. This makes them more efficient and, above all, they achieve maximum electricity production even with a high energy building standard, as is common in passive or plus-energy houses. This is also the case with the small fuel cell Dachs. With a thermal power of 1.1 kilowatts, heat production is relatively low. The heat that is not immediately used is temporarily stored in a buffer tank with a volume of 300 litres.

The Dachs 0.8 is a continued development of the Dachs Innogen. It will be available from October 2019. It contains a hydraulic module with up to two regulated heating circuits and a domestic hot water station. In addition, it comes to the customer with an energy manager, via which it can be integrated into the house network. The manufacturer assumes maintenance intervals for the fuel cell part of the CHP to be five years. Like all condensing boilers, the peak load boiler must be serviced and inspected annually.

Club Member of Solar Age find a detailed description of this system and other products in the database of the webportal.

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Senertec

Produkt: Kleine Brennstoffzelle fürs Eigenheim

Der kleinste Dachs, den es gibt, kommt komplett ohne Verbrennungsmotor aus, wie er bei Blockheizkraftwerken (BHKW) üblich ist. Statt dessen stellt eine PEM-Brennstoffzelle den Strom und die Wärme bereit. Mit einer elektrischen Leistung von 750 Watt ist er vor allem für Eigenheime und andere kleinere Anwendungen geeignet.

Die Brennstoffzellen haben eigentlich den Vorteil, dass sie weniger Abwärme produzieren als die Blockheizkraftwerke mit Verbrenner. Dadurch ist die notwendige Wärmeabnahme geringer, damit die Geräte möglichst hohe Laufzeiten pro Jahr erreichen. Dadurch werden sie effizienter und vor allem erreichen sie so die maximale Stromproduktion auch bei einem hohen energetischen Gebäudestandard wie er bei Passiv- oder Plusenergiehäusern üblich ist. Das ist auch beim kleinen Brennstoffzellen-Dachs so. Denn mit einer thermischen Leistung von 1,1 Kilowatt ist die Wärmeproduktion relativ gering. Die nicht sofort gebrauchte Wärme wird in einem Pufferspeicher mit einem Volumen von 300 Litern zwischengelagert.

Der Dachs 0.8 ist eine Weiterentwicklung des Dachs Innogen. Er ist ab Oktober 2019 erhältlich. Er enthält ein Hydraulikmodul mit bis zu zwei geregelten Heizkreisen und eine Trinkwarmwasserstation. Außerdem kommt er mit einem Energiemanager zum Kunden, über den er in die Hausversorgung eingebunden werden kann. Der Hersteller geht von Wartungsintervallen für den Brennstoffzellenteil des BHKW von fünf Jahren aus. Der Spitzenlastkessel muss wie alle Brennwertkessel jährlich gewartet und überprüft werden.

Die Einzelheiten zum System und weitere Produkte finden Club Member von Solar Age in der Produktdatenbank des Webportals.

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HS

„BIPV funktioniert am besten in freien Märkten“

In Europa sind die Märkte für solare Indachsysteme sehr verschieden gereift. Aber sie kommen langsam in Schwung. Bernhard Weilharter von CS Wismar schätzt sie im Gespräch mit Solar Age ein.

Welche Erfahrungen haben Sie bei der Sonnenstromfabrik in Wismar mit der gebäudeintegrierten Photovoltaik (BIPV)?
Bernhard Weilharter: Wir sind seinerzeit mit Solrif in die gebäudeintegrierte Photovoltaik gestartet, mit dem Indachsystem von Ernst Schweizer. Darin werden die Solarmodule als Dachhaut installiert.

Welche Module kommen zum Einsatz?
Für Solrif setzen wir grundsätzlich Glas-Glas-Module ein, in verschiedenen Formaten: als 60-Zeller, 54-Zeller oder 48-Zeller.

In welchen Märkten wird es bereits installiert?
Es wird eher in Frankreich oder Italien verwendet. Auch in der Schweiz wird das System sehr erfolgreich verbaut. In Deutschland ist das Solrif-System nicht so geläufig.

Welcher Markt ist in der BIPV vorneweg?
Das Solrif-System wird sehr viel in der Schweiz installiert. Ernst Schweizer hat dort einen eigenen Vertrieb aufgebaut, mit unseren Glas-Glas-Modulen. Zukünftig werden wir in der Schweiz mit drei wichtigen Großhändlern aktiv sein.

Welche Mechanismen treiben solche Märkte?
In Schweden haben wir beispielsweise einen Vertriebspartner gefunden, der solche Indachsysteme unter die Leute bringt. Man kann sagen, dass sich der Markt dreht. Die staatlich garantierte Vergütung spielt eine geringere Rolle. Die BIPV funktioniert am besten in Ländern, die freie Märkte haben. Wo die Kunden nach ästhetischen Ansprüchen entscheiden.

Welche Möglichkeiten für die BIPV sehen Sie als Modulhersteller außerdem?
Wenn wir vom Schrägdach oder vom Satteldach weggehen, sind natürlich vor allem die Fassaden interessant. In Frankreich haben wir mit Miramas einen für uns wichtigen Meilenstein setzen können. Aktuell planen wir weitere Projekte in Holland und Skandinavien. In Deutschland ist das regulatorische Umfeld kompliziert. In Stuttgart haben wir mit der Firma Galaxy einen Partner gefunden, der uns bei der Planung solcher Solarfassaden hilft und das notwendige Wissen aufbaut.

Wie entwickelt sich die Nachfrage durch die Architekten?
Das Interesse bei den Architekten wächst. Aber sie machen nur ungern Kompromisse bei der Gestaltung. Das schränkt den Kreis der möglichen Projektpartner und Lieferanten ein, und es treibt die Preise in die Höhe.

Das Gespräch führte Heiko Schwarzburger.

Dr. Bernhard Weilharter ist seit 2016 Geschäftsführer der CS Wismar GmbH.

Eine große Auswahl von solaren Gebäuden finden Sie in der Datenbank von Solar Age.
Lesen Sie auch unser einführendes Dossier zu Indachsystemen für Solarmodule.

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Solarwatt

Mit Gottes Segen: Dachsanierung einer Kirche mit integrierten Modulen

Das Dach der katholischen Kirche in Georgensgmünd wurde vollständig mit einer Solaranlage eingedeckt. Aus ästhetischen Gründen kam nur eine Indachlösung in Frage.

Georgensgmünd ist ein malerischer Ort in Mittelfranken, nur wenige Kilometer südlich von Nürnberg. Wie üblich ist Franken dominiert hier die evangelische Konfession. Doch der Ort hat sein 1932 auch ein Gotteshaus für die kleine katholische Gemeinde, benannt nach dem heiligen Wunibald. Das ursprüngliche Gebäude wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ersetzt, als die katholische Bevölkerung durch Neuankömmlinge aus Ostpreußen, Brandenburg und Schlesien schlagartig größer wurde. Die 120 Plätze der einstigen St. Wunibald Kirche reichten nicht mehr aus. Der Neubau wurde 1966 endlich fertig wurde. Hier finden jetzt 400 Gläubige Platz.

Die neue Kirche war ein architektonisches Kleinod im Ort. Neben dem frei stehenden Glockenturm ist das hohe und steile Dach nicht der übliche Bau für eine Kirche. „Sie ist in einem typisch Stil errichtet, wie fränkische Bauernhäuser vor 250 Jahren gebaut wurden“, erklärt Johannes Wunram. Er ist Architekt in Georgensgmünd und hat von der Kirchenverwaltung den Auftrag bekommen, das Bauwerk aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts vollständig zu sanieren.

Aufdachanlage abgelehnt

Tatsächlich musste die Hülle der Kirche ebenfalls komplett runderneuert werden. Denn das gesamte Dach war mit den für die 1960er Jahre durchaus gängigen Betonfaserplatten mit Asbest gedeckt, die inzwischen aber als Sondermüll eingestuft werden und nicht mehr als Baumaterial. Die Kirchenverwaltung hatte schon Erfahrungen mit der Technologie. Denn auf dem Pfarramt stromt schon seit Jahren eine Aufdachanlage. „Eine solche aufgesattelte Dachanlage kam für mich aber nicht in Frage, das passte nicht zum Gebäude“, betont Wunram. „Prinzipiell habe ich die Idee einer Solaranlage tatkräftig unterstützt. Aber für mich kam nur eine Indachlösung in Frage.“

Deshalb hat sich Johannes Wunram auf die Such nach einer Indachlösung gemacht. Einige Umwege über verschiedene Anbieter und Installationsunternehmen, die aber alle entweder nicht dir richtige Lösung parat hatten oder sich gar nicht zurückmeldeten, waren notwendig, um fündig zu werden. In Rothenburg ob der Tauber, etwa 70 Kilometer westlich von Georgensgmünd hat er mit Oliver Hille, Abteilungsleiter Solartechnik bei Baumann, über das Projekt gesprochen. „Ich habe ihm das Easy In System von Solarwatt gezeigt“, erinnert sich der Solarfachmann. „Ein entsprechendes Muster des Systems kam auch bei der Kirchenverwaltung gut an“, ergänzt Johannes Wunram.

Homogene Dachfläche geschaffen

Das System des Dresdner Herstellers erfüllte nämlich genau die Vorgaben, die sowohl der Architekt als auch die Kirchenverwaltung an die Solaranlage hatten. Die monokristallinen, vollkommen schwarzen Module verstecken die Solartechnologie gut. Sie haben zudem einen nur sehr schmalen Aluminiumrahmen, der schwarz eloxiert ist. Damit erreicht der Architekt die gewünschte homogene Dachfläche. „Außerdem lässt sich das System gut handhaben und schnell installieren“, weiß Oliver Hille.

Auf diese Weise wurde auch die Anlage in Georgensgmünd aufgebaut. „Wir haben die Anlage für das komplette Dach ausgelegt, vom First bis zu Traufe“, sagt Oliver Hille. Doch am Ende blieben an der Traufe etwa 1,20 Meter übrig. Da die Module von Solarwatt aber fast 1,63 Meter hoch sind, hätten der Dresdner Hersteller entweder Sonderanfertigungen oder Dummymodule herstellen müssen. „Da das nicht ging, haben wir an der Traufe die normalen Faserzementplatten installiert, mit denen auch die nach Nordwesten ausgerichtete Dachhälfte gedeckt ist. Erst darüber beginnt die Solaranlage“, erklärt Johannes Wunram. „Selbst damit ist die Photovoltaik in die gesamte Dachoptik gut integriert und die Module stellen im Verbunde mit den Zementfaserplatten keinen Fremdkörper dar.“ Die Höhe der Faserplatten ist dabei so berechnet, dass die darüber liegende Solaranlage bündig am Dachfirst abschließt.

Mit insgesamt 280 Modulen hat Baumann Solartechnik das Dach eingedeckt. Sie leisten zusammen 78,4 Kilowatt. Den produzierten Solarstrom wandeln vier Symo-Wechselrichter von Fronius mit einer jeweiligen Eingangsleistung von 20 Kilowatt in Wechselstrom um. Da es kaum Verschattungen zu beachten galt, war auch die Verschaltung der einzelnen Strings eher Routine. Einzig eine Linde vor der Kirche könnte hier in den frühen Morgenstunden stören. Doch sie wurde schon etwas gestutzt.

Details zum Indachsystem EasyIn von Solarwatt erfahren Sie im Webniar: Solarwatt Dachintegration – Modern, ästhetisch und nachhaltig. Es findet am 16. Juli 2019 von 16 bis 17 Uhr statt. Hier können Sie sich kostenlos anmelden.

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Heiko Schwarzburger

Product: The impossible made possible: white modules

Actually, it is physically impossible to produce white solar modules that still produce electricity. Because if a module appears white, then only if it reflects the entire sunlight spectrum. Then there is nothing left for electricity production.

However, researchers at the Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique in Neuchâtel have found the solution. They have developed a light filter that reflects only the visible part of the light spectrum and is transparent to the invisible parts. The latter are still used to produce electricity, while the visible part is sent back in the previously defined wavelength. Thus the surface appears in this colour. This makes white, light grey or anthracite solar modules possible. These are the colours in which Solaxess has specialised.

The company has taken over the production and marketing of the special film. It does not produce any modules itself, but supplies the film to module manufacturers, who apply it to the panels during production. In the meantime, Solaxess has also found a way of equipping aluminium elements fitted with solar cells with the foil. A white aluminium façade element that produces electricity becomes possible.

Club Member of Solar Age find a detailed description of this light filter and other products in the database of the webportal.

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Heiko Schwarzburger

Produkt: Das Unmögliche möglich gemacht: weiße Module

Eigentlich ist es physikalisch nicht möglich, weiße Solarmodule herzustellen, die noch Strom produzieren. Denn wenn ein Modul weiß erscheint, dann nur, wenn es das gesamte Sonnenlichtspektrum reflektiert. Dann bleibt nichts mehr für die Stromproduktion übrig.

Forscher am Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique in Neuchâtel haben allerdings die Lösung gefunden. Sie haben einen Lichtfilter entwickelt, der nur den sichtbaren Teil des Lichtspektrums reflektiert und für die unsichtbaren Anteile durchlässig ist. Letztere werden weiterhin zur Stromproduktion genutzt, während der sichtbare Teil in der vorher definierten Wellenlänge zurückgeschickt wird. Dadurch erscheint die Oberfläche in dieser Farbe. Auf diese Weise werden weiße, hellgraue oder anthrazitfarbene Solarmodule möglich. Das sind die Farben, auf die sich Solaxess spezialisiert hat.

Das Unternehmen hat die Produktion und Vermarktung der Spezialfolie übernommen. Es stellt selbst keine Module her, sondern liefert die Folie an Modulhersteller, die diese dann in der Produktion auf die Paneele aufbringen. Inzwischen hat Solaxess auch eine Möglichkeit gefunden, Aluminiumelemente, die mit Solarzellen versehen sind, mit der Folie zu bestücken. So ist auch ein weißes Aluminium-Fassadenelement möglich, das Strom produziert.

Die Einzelheiten zum Lichtfilter und weitere Produkte finden Club Member von Solar Age in der Produktdatenbank des Webportals.

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Goldbeck Solar

Sonnenstrom für Parkhaus der Sick AG in Waldkirch

Parkhäuser eignen sich wegen ihrer großen Fläche, Stabilität und Wirtschaftlichkeit als regenerative Stromlieferanten. Noch wird die Sonnenenergie meist ins öffentliche Netz eingespeist. Clevere Firmen lassen jetzt die Option einbauen, den Solarstrom irgendwann selbst zu verbrauchen und sich damit weniger abhängig vom Stromlieferanten zu machen.

Heiko Frey vom Generalunternehmer Goldbeck plant mit seinem Team aus Architekten, Bauingenieuren, Zeichnern und Elektromeistern etwa 50 Parkhäuser im Jahr. Diese stehen bis jetzt zu drei Vierteln in Deutschland.

Aber die internationale Nachfrage aus England, Dänemark, Österreich und der Schweiz steigt. Genauso wie der Wunsch nach einem Photovoltaikdach, was bisher bei etwa zehn Prozent der Gebäude vorkommt.

Ein solches lässt sich vor allem dann leicht realisieren, wenn sich Bauherren in einer frühen Planungsphase der Stahlbauten dafür entscheiden. „Wissen wir vor Planungsbeginn Bescheid, dass ein Solardach gewünscht ist, berücksichtigen wir Gewicht und Windlasten von Anfang an“, weiß der Leiter des Planungsteams Parkhaus mit 40 Mitarbeitern.

Ein Parkhaus für die Mitarbeiter

Beim Mitarbeiter-Parkhaus der Sick AG in Waldkirch beispielsweise wurde das Gebäude in einem Zug gebaut und mit Solarpanels bestückt. 375 Kilowatt leistet die Anlage. Der damit erzeugte Sonnenstrom macht das Gebäude energieautark, Überschüsse soll die benachbarte Produktionsanlage für Sensoren verbrauchen.

Den Mitarbeitern stehen damit 1.160 neue Stellplätze zur Verfügung. Investitionssumme waren 6,8 Millionen Euro. Die Nutzfläche liegt bei 30.000 Quadratmetern, womit das Parkhaus eines der größten der Region sein dürfte. Die Stellplätze in dem 77 mal 65 Meter großen und 17 Meter hohen Gebäude sind auf sechs Ebenen verteilt. (HS)

Eine ausführliche Beschreibung dieses Objekts und weitere Referenzgebäude der solaren Architektur und Gebäudeversorgung finden Sie im Webportal Solar Age.

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Kioto Solar

Product: Solar square becomes part of the house

The in-roof system of the Austrian manufacturer Kioto Solar from St. Veit an der Glaan consists of almost square modules with an area of about one square meter, which are installed with only two components on the roof battens.

Due to the handy format and the comparatively low weight of only 19 kilograms for frameless double glass modules, the laminates can be easily installed. In addition, the roof area can be used more optimally than with larger modules.

For mounting, the installer attaches a metal rail to the battens of the roof substructure. This has an EPDM lip so that the roof is also securely sealed. On this rail the installer mounts retaining brackets with which the modules themselves are fixed. The modules are laid overlapping like roof shingles so that the entire module surface forms the water-bearing layer.

Club Member of Solar Age find a detailed description of this system and other products in the database of the webportal.

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Kioto Solar

Produkt: Solarquadrat wird Teil des Hauses

Das Indachsystem des österreichischen Herstellers Kioto Solar aus St. Veit an der Glaan besteht aus fast quadratischen Modulen mit einer Fläche von etwa einem Quadratmeter, die mit nur drei Komponenten auf der Dachlattung installiert werden.

Durch das handliche Format und das für rahmenlose Doppelglasmodule vergleichsweise geringe Gewicht von nur 19 Kilogramm können die Laminate einfach verlegt werden. Zudem kann die Dachfläche optimaler ausgenutzt werden als mit größeren Modulen.

Zur Installation befestigt der Handwerker eine Metallschiene auf der Lattung der Dachunterkonstruktion. Diese hat eine EPDM-Lippe, damit das Dach auch sicher dicht wird. Auf dieser Schiene montiert der Handwerker Haltebügel, mit denen die Module selbst fixiert werden. Die Module werden wie Dachschindeln überlappend verlegt, so dass die gesamte Modulfläche die wasserführende Schicht ergibt.

Die Einzelheiten zum System und weitere Produkte finden Club Member von Solar Age in der Produktdatenbank des Webportals.

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MyPV

Solar Power Europe launches campaign for solar obligation

The European Solar Association wants to persuade the EU institutions to make solar systems an obligation on all new and renovated buildings. Solar Power Europe is currently collecting signatures supporting the initiative.

Solar Power Europe (SPE) has launched a campaign to make solar energy obligatory for all buildings in the EU. This should not only cover new buildings, but also existing buildings. „We must take urgent action on climate change“, says Walburga Hemetsberger, CEO of SPE. „Installing solar on all new and renovated buildings in the EU makes perfect sense as it can save more than four million tonnes of CO2 annually and help lighten the electricity bills of European households.“

90 percent of roofs and façades are still unused

Nevertheless, buildings are still being built or renovated without a solar system. „In fact, more than 90% of roofs in the EU go unused at a time when we need much more solar“, Hemetsberger explains the necessity to finally introduce a solar obligation throughout Europe. That is why the SPE wants to introduce a petition to this effect in the European Parliament in November of this year. To this end, SPE currently collects signatures in order to give more prominence to the topic.

Support comes from a prominent source. Not only Pia Heidenmark Cook, responsible for sustainability at the Ikea Group, supports the campaign. „Solar panels are a very easy solution because you can put them on the roof, the installation is more and more easy, so I think that they will play an increasingly important role and I expect that we will see them more and more across Europe“, says Maroš Šefčovič, European Commissioner for the Energy Union. (su)

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MyPV

Solar Power Europe startet Kampagne für Solarpflicht

Der europäische Solarverband will die EU-Institutionen dazu bringen, dass Solaranlagen auf allen Neubauten und sanierten Gebäuden zur Pflicht werden. Derzeit sammelt Solar Power Europe Unterschriften für das Anliegen.

Solar Power Europe (SPE) hat eine Kampagne für eine Solarpflicht für alle Gebäude in der EU gestartet. Diese soll nicht nur für Neubauten, sondern auch für Bestandsgebäude gelten. „Wir müssen schnell handeln“, sagt Walburga Hemetsberger, Geschäftsführerin von SPE, mit Blick auf den Energiewandel. „Die Installation von Solaranlagen auf neue und sanierte Gebäude in der EU ist dabei sinnvoll, weil dadurch jedes Jahr vier Millionen Tonnen CO2 eingespart werden können und die Stromrechnungen für die europäischen Haushalte sinken“, rechnet sie vor.

90 Prozent der Hausdächer sind noch ungenutzt

Dennoch werden immer noch Gebäude ohne Solaranlage gebaut oder saniert. „Tatsächlich bleiben mehr als 90 Prozent der Hausdächer in der EU ungenutzt und das in einer Zeit, in der wir mehr Solarenergie brauchen“, begründet Hemetsberger die Notwendigkeit, endlich europaweit eine Solarpflicht einzuführen. Deshalb will SPE im November dieses Jahres eine entsprechende Petition in das Europaparlament einbringen. Dazu sammeln die Branchenvertreter derzeit Unterschriften, um dem Thema mehr Nachdruck zu verleihen.

Unterstützung kommt von prominenter Stelle. Denn nicht nur Pia Heidenmark Cook, für Nachhaltigkeit beim Möbelkonzern Ikea zuständig, unterstützt die Kampagne. „Solarmodule sind eine sehr einfache Lösung und ich denke, sie werden eine immer wichtigere Rolle spielen“, ist sich auch Maroš Šefčovič, Europäischer Kommissar für die Energieunion. „Ich erwarte, dass wir in Zukunft immer mehr von ihnen überall in Europa sehen werden.“ (su)

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Nelskamp

Verbände fordern Steuerförderung für energetische Sanierung

Eine steuerliche Förderung der energetischen Sanierung kann zum Hebel für die Energiewende im Gebäudesektor werden. Denn die ist dringend notwendig. Dazu muss auch der Gebäudebestand endlich weniger Treibhausgase ausstoßen.

Über 40 Verbände und Organisationen in Deutschland fordern, die energetische Gebäudesanierung steuerlich anzureizen. In einem offenen Brief an die Wirtschaftsminister der Bundesländer kritisieren sie, dass die steuerlichen Fördermöglichkeiten zwar immer wieder diskutiert werden und sogar im Vertrag der großen Koalition zu finden sind. Doch bisher wurde nicht zur Umsetzung getan.

Die Bundesregierung scheint das Instrument immer wieder auf die lange Bank zu schieben, auch wenn in Person von Horst Seehofer inzwischen sogar die CSU diesem Unterstützungsinstrument offen gegenüber steht. Immerhin war es die bayerische Partei, die den ersten Anlauf einer steuerlichen Förderung der energetischen Sanierung torpediert hat. Doch „das absehbare Verfehlen der Energie- und Klimaziele für 2020 ist nicht verwunderlich, wenn angekündigte Vorhaben nicht umgesetzt werden“, schreiben die Verbände in ihrem offenen Brief an die Wirtschaftsminister. „Eine Maßnahme, über die so breiter Konsens besteht wie die Steuerförderung für Gebäudesanierungen, duldet keinen weiteren Aufschub.“

Der Bundesrat ist gefordert

Deshalb fordern die Verbände die Wirtschaftsminister der Bundesländer auf, eine entsprechende Bundesratsinitiative zu starten. „Mit Ankündigungspolitik muss endlich Schluss sein. Wer Klimaschutz ernst meint, muss jetzt handeln! Über Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit besteht längst Konsens. Kaum ein Klimaschutzinstrument genießt bei Verbrauchern und Unternehmern so hohe Sympathiewerte und verspricht eine so leichte CO2-Vermeidung“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW Solar). Der Branchenverband der Solarwirtschaft ist neben beispielsweise der Allianz BIPV, der Bundesarchitektenkammer, dem Bunde der Energieverbraucher, dem Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle, dem Bundesverband Wärmepumpe, dem Verband der Wohnungswirtschaft Haus und Grund, dem Bundesverband der Gebäudeenergieberater und vielen anderen Unterzeichner des offenen Briefes.

Sie betonen, dass vor allem der Bestand endlich energetisch auf den neusten Stand gebracht werden muss, sei es mit Hilfe höherer Effizienzwerte oder durch die energetische Aktivierung der Gebäudehülle, wenn die Bundesregierung ihre Klimaschutzziele einhalten will. Aber ohne steuerlichen Anreiz bleibt die Sanierungsrat in Deutschland auf zu niedrigem Niveau. „Mit Hilfe von Steuervorteilen beispielsweise für Solarheizungen ließe sich der Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern endlich auflösen“, betont Carsten Körnig vom BSW Solar.

Energiewende im Gebäude wird zum Konjunkturmotor

Körnig sieht hier aber nicht nur ein Instrument der reinen Förderung. Auch wirtschafts- und finanzpolitisch seien die Steueranreize nach seiner vernünftig. „Denn die Energiewende im Wärmesektor kann zum Konjunkturmotor werden und macht Deutschland unabhängiger von Energieimporten“, erklärt er. „Bleiben wirksame Klimaschutzinstrumente im Gebäudesektor weiter aus, drohen Deutschland hingegen aufgrund internationaler Verpflichtungen und Klimaschäden schon bald Strafzahlungen und Kosten in Milliardenhöhe. “

Schließlich sind die Gebäude ein Hebel, um die Treibhausgasemissionen schnell zu senken. Denn mehr als ein Drittel des Endenergiebedarfs in Deutschland entfällt auf Gebäude. Doch der Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmesektor dümpelt derzeit bei gerade einmal rund 14 Prozent herum und stagnierte in den letzten Jahren weitgehend. Auch die energetische Aktivierung der Gebäude kommt nicht vorwärts, weil die entsprechenden Anreize und Anforderungen fehlen. (su)

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Hochschule Luzern

Gebäude und Quartiere zukunftsfähig bauen

Wie kann man Gebäude, Quartiere und Stadtteile nachhaltig entwickeln und bauen. Auf diese Frage suchten die 120 Teilnehmer des Schweizer Bauforums eine schlüssige Antwort.

Die Gebäude der Zukunft müssen nachhaltiger werden. Dabei dürfen die sozialen Aspekte aber nicht unter den Tisch fallen. Der Planer muss sich überlegen, wo ein Gebäude gebaut werden soll und für wen. Das war der Tenor des zweiten Schweizer Bauforums, das jüngst in Luzern stattfand. Mehr als 120 Bau- und Immobilienfachleute suchten nach Antworten auf die Frage: Wie kann man nicht nur einzelne Häuser, sondern auch Quartiere, ganze Städte oder sogar Regionen nachhaltig bauen?

Dabei fassten manche Referenten den Begriff der Nachhaltigkeit sehr weit. Aber alle waren sich darin einig, dass Nachhaltigkeit in der Architektur und Stadtentwicklung ein immer wichtigerer Aspekt wird. „Nachhaltigkeit ist eine Wettbewerbsvorteil“, betont Hans Peter Wehrli von Swiss Prime Site, einer Immobiliengesellschaft mit Sitz in Olten, Kanton Solothurn.

Eigenes Gebäudelabel entwickelt

Wie Immobilienunternehmen mit der Nachhaltigkeit ihres Gebäudebestandes umgehen können, hat Urs Frey von Credit Suisse Asset Management beschrieben. Denn das Immobilienmanagement des riesigen Finanzdienstleisters hat mit Greenproperty ein eigenes Label für die Gebäude im eigenen Bestand entwickelt. Das geht über die bisherigen, in der Schweiz gültigen Nachhaltigkeitslabel für Gebäude hinaus. Anhand von fünf Kategorien wird jedes Gebäude bewertet, wobei die Nutzung und Erzeugung von erneuerbaren Energien nur ein Teil der Gesamteinschätzung ist.

Energieverbrauch runter, Erneuerbare integrieren

Die Referenten zeigten aber auch deutlich, dass nachhaltige Gebäude kein Neuland mehr sind. Die Technologien sind alle vorhanden und müssen nur intelligent eingesetzt werden. Denn der Gebäudesektor muss den Ressourcenverbrauch dringend minimieren. Das heiß, nicht nur nachhaltige Baumaterialien einsetzen, sondern auch die Gebäude so ressourcenschonend wie möglich betreiben. Da reicht eine dicke Dämmung allein nicht aus. „Die Minimierung des Ressourcenverbrauchs erfordert sowohl eine Reduzierung des Energieverbrauchs als auch die Integration erneuerbarer Energiequellen“, betont Kristina Orehounig vom Urban Energy Systems Laboratory der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA). „Die optimale Lösung ist allerdings stark vom Gebäude und den Quartieren abhängig“, sagt sie.

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Zukunft Altbau Baden-Württemberg

Wasserturm zum Nullenergiehaus umgebaut

Der Architekt Norman Räffle hat einen einstigen Wasserturm zu einem Nullenergiehochhaus umgebaut. Dank Solarfassade und Kleinwindkraftanlage deckt das Gebäude seinen Energieverbrauch komplett selbst ab.

Ein alter Wasserturm in Radolfzell am Bodensee hat es auf Passivhausstandard gebracht. Das bestätigen die Erzeugungs- und Verbrauchsdaten nach dem ersten kompletten Betriebsjahr des Hotels, das in dem Gebäude untergebracht ist. Die Gebäudetechnik verbraucht mit 31 Kilowattstunden Strom pro Quadratmeter und Jahr nur rund 45 Prozent des vor Ort produzierten Ökostroms. Die CO2-Emissionen liegen dank der ausschließlichen Nutzung selbsterzeugter erneuerbarer Energien und der geringen Verbrauchswerte bei null.

Solarfassade mit Dünnschichtmodulen

Um den Standard zu erreichen, hat der Architekt das alte Bauwerk zwischen 2008 und 2017 komplett saniert und mit modernster Technik ausgestattet. Er hat dabei nicht nur auf möglichst geringe Verbrauchswerte geachtet, sondern auch auf die Aktivierung der Gebäudehülle. So wurden an den Fassaden des Turmes mehr als 1.000 Dünnschichtmodule angebracht, die zusammen mit einer kleinen Windkraftanlage auf dem Dach die Stromversorgung des Gebäudes übernehmen. Sie liefern auch den Strom für eine Wärmepumpe, die für die Raumheizung und die Warmwasserbereitung verantwortlich ist. Sie wird unterstützt von einer Solarthermieanlage, die ebenfalls Teil der Gebäudehülle ist.

Eine detaillierte Beschreibung des Gebäudes lesen Sie in der Projektdatenbank von Solar Age.

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Viridén + Partner

3 Wege zur aktiven Gebäudehülle

Solar Power Europe hat die BIPV bei der EU Kommission auf die Tagesordnung gesetzt. Im Rahmen der Woche der nachhaltigen Energie hat sie mit Vertretern der Kommission die Chancen der BIPV für die Klimaschutzziele beraten. Dabei kamen auch die Hürden und Lösungsansätze zur Sprache.

Im Rahmen der Woche der nachhaltigen Energie der Europäischen Kommission hat Solar Power Europe auch das Thema der Bauwerkintegration von Photovoltaikanlagen (BIPV) auf die Tagesordnung gehoben. Zusammen mit Vertretern der Energiedirektion der EU Kommission diskutierten die europäischen Branchenvertreter, welche Chancen die BIPV bietet und vor welchen Hürden sie noch steht.

1. Sanierungsquote erhöhen

Zweifellos ist die Aktivierung der Gebäudehülle notwendig, wenn Europa seine Ziele zur Emissionsminderung erreichen will. Schließlich sind Gebäude für 36 Prozent des Kohledioxidausstoßes und für 50 Prozent des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich, wie Walburga Hemetsberger, Geschäftsführerin von Solar Power Europe, betont. Dabei reicht es nicht aus, nur die Neubauten in den Blick zu nehmen. „Denn 75 Prozent der Gebäude in der EU wurden gebaut, bevor die Energieeffizienz überhaupt eine Rolle gespielt hat“, sagt Hemetsberger. „Deshalb muss die Sanierungsquote in der ganzen EU von derzeit einem auf mindestens drei Prozent pro Jahr angehoben werden. Bis 2050 müssen 200 Millionen Häuser zu Nullenergiegebäuden werden.“

2. Gebäudezertifikate einführen

Das wird zumindest im Neubau Vorschrift. „Wir bekommen im März des kommenden Jahres ein mächtiges Instrument in die Hand. Denn dann müssen alle Neubauten mit dem nahezu Nullenergiestandard errichtet werden“, sagt Paula Abreu-Marques, Leiterin der Direktion Erneuerbare Energien und CCS-Politik bei der EU Kommission. Als weitere Treiber für die BIPV nennt sie eine höhere Sanierungsrate und die Einführung von Gebäudezertifikaten. Zudem werden die Gebäude in Zukunft intelligenter. Immer mehr Verbraucher können auf die Energieerzeugung durch das Gebäude abgestimmt werden. Damit steigt der Eigenverbrauch und es sinken die Amortisationszeiten der Mehrkosten gegenüber einer herkömmlichen passiven Fassade.

3. Keine Wünsche bleiben unerfüllt

Dass diese Amortisationszeiten immer kürzer werden, betont Eric Scotto, Leiter der Taskforce BIPV bei Solar Power Europe. „Die BIPV brauchte lange Zeit, um wettbewerbsfähig zu werden“, sagt er. „Doch jetzt ist es so weit. Die Photvoltaik ist zu preiswert geworden, dass gegenüber den herkömmlichen Bauteilen konkurrenzfähig ist.“ Zudem sieht er auch die Hürden für die Architektur nicht mehr. Denn inzwischen gibt es keine Wünsche von Architekten mehr, die die BIPV-Industrie offen lässt. „Es gibt keine gestalterischen Grenzen mehr“, sagt Scotto. „Der größte Schritt, den wir in diese Richtung getan haben, war die Entwicklung von farbigen Solarmodulen“, weiß er. Dadurch kann die Photovoltaik nicht nur in Neubauten integriert werden, sondern auch in historische Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen.“ Er sieht das Jahr 2019 als das Jahr der BIPV. (su)

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Calyxo TS GmbH

Calyxo achieves 16.5 percent module efficiency

Module manufacturer Calyxo has increased the efficiency of its thin-film panels. The modules are now even better suited for façade integration.

The manufacturer of thin-film solar modules with cadmium telluride (CaTe) as the semiconductor material has increased the efficiency of its panels to 16.5 percent. The modules from the company based in Bitterfeld-Wolfen in Saxony-Anhalt have so far had an efficiency of 13 percent. This is an increase of 25 percent. Instead of 90 watts, the Calyxo modules now have an average power output of 118 watts.
Calyxo achieves the higher efficiency with an improved spectral efficiency. In addition, the modules are now even less dependent on perfect orientation to the sun. This makes them even more suitable for integration into the façade. This is further supported by the good temperature resistance.

30 percent are possible

With the new efficiency, Calyxo is entering the efficiency range of crystalline solar modules, which currently averages 19.8 percent. „The increase in efficiency shows that thin-film solar modules are no longer a niche technology in the photovoltaic industry,“ stresses Stephan Köhne, Managing Director of TS Group, Clayxo’s parent company. „Not only can we already compete with commercially available crystalline modules. We are also convinced that the potential of CdTe modules is far from exhausted“.
Michael Bauer, Chief Technical Officer at Calyxo, also believes this to be the case. „Our goal is to achieve a further increase in efficiency by the end of the year. There’s even more to it,“ he says. Indeed, research assumes that the relatively new thin-film technology can achieve efficiencies of up to 30 percent. (su)

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Calyxo TS GmbH

Calyxo schafft 16,5 Prozent Moduleffizienz

Der Modulhersteller Calyxo hat den Wirkungsgrad seiner Dünnschichtpaneele nach oben geschraubt. Die Module sind jetzt noch besser für die Fassadenintegration geeignet.

Der Hersteller von Dünnschichtsolarmodulen mit Cadmiumtellurid (CaTe) als Halbleitermaterial hat den Wirkungsgrad seiner Paneele auf 16,5 Prozent gesteigert. Die Module des Unternehmen mit Sitz in sachsen-anhaltinischen Bitterfeld-Wolfen hatten bisher einen Wirkungsgrad von 13 Prozent. Das ist eine Steigerung um 25 Prozent. Statt 90 Watt schaffen die Module von Calyxo jetzt durchschnittlich 118 Watt Leistung.

Den höheren Wirkungsgrad erreicht Calyxo mit einer verbesserten spektralen Effizienz. Außerdem sind die Module jetzt noch weniger von der perfekten Ausrichtung zur Sonne abhängig. Damit sind sie noch besser für die Integration in die Fassade geeignet. Das wird auch durch die gute Temperaturbeständigkeit weiter unterstützt.

30 Prozent sind möglich

Mit dem neuen Wirkungsgrad kommt Calyxo in die Bereiche der Effizienz von kristallinen Solarmodulen, die derzeit bei durchschnittlich 19,8 Prozent liegt. „Die Effizienzsteigerung zeigt, dass Dünnschichtsolarmodule in der Photovoltaikindustrie längst keine Nischentechnologie mehr sind“, betont Stephan Köhne, Geschäftsführer der TS Group, der Muttergesellschaft von Clayxo. „Nicht nur, dass wir jetzt schon mit handelsüblichen kristallinen Modulen mithalten können. Wir sind überdies davon überzeugt, dass das Potenzial von CdTe-Modulen noch lange nicht ausgeschöpft ist.“

Davon geht auch Michael Bauer, Technikchef bei Calyxo aus. „Unser Ziel ist es, bis zum Ende des Jahres einen weiteren Effizienzsprung zu schaffen. Da ist noch mehr drin!“, sagt er. In der Tat geht die Forschung davon aus, dass die relativ junge Dünnschichttechnologie Wirkungsgrade von bis zu 30 Prozent erzielen kann. (su)

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TPPV

Österreich startet zweiten Wettbewerb Bauwerkintegration

PV Austria und die TPPV starten im November 2019 die Ausschreibung für den zweiten Innovationsaward bauwerkintegrierte Photovoltaik. Interessenten können sich aber schon jetzt auf die Teilnahme vorbereiten.

Am 5. November starten PV Austria und die Technologieplattform Photovoltaik (TPPV) auf ihrer gemeinsamen Fachtagung Photovoltaik und Stromspeicher den zweiten Innovationsaward bauwerkintegrierte Photovoltaik. Bewerben können sich Planer, Architekten, Bauherren und Immobilienunternehmen, die mit der Integration von Solaranlagen in die Gebäudehülle ein herausragendes Projekt umgesetzt haben. Voraussetzung dabei ist, dass Unternehmen aus Österreich am Projekt beteiligt waren – sei es bei der Planung, bei der Umsetzung oder bei der Lieferung von Komponenten.

Die Einreichung der Projekte ist erst nach dem Start des Wettbewerbs möglich. Doch können sich potenzielle Interessenten schon jetzt auf die Teilnahme vorbereiten. Eine internationale Expertenjury wird die eingereichten Projekte bewerten und in drei Kategorien die Sieger auswählen. Diese werden auf dem Photovoltaikkongress am 20. März 2020 in Wien prämiert. (su)

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Heiko Schwarzburger

Ernst Schweizer AG |

„Die Skandinavier gehen pragmatisch an die BIPV“

Solarmodule ins Dach zu integrieren, spart die Eindeckung und liefert obendrein sauberen Strom. Helge Hartwig von der Ernst Schweizer AG beurteilt die aktuellen Marktaussichten.

Wie schätzen Sie die Marktentwicklung bei Ihrem Indachsystem Solrif ein?

Helge Hartwig: Das Geschäft läuft gut, wir haben direkte Anfragen von Endkunden, die Interesse verraten. Ein Großteil unseres Verkaufs erfolgt über unsere Partner unter den Modulherstellern. Dort hängt es davon ab, wie aktiv die Hersteller ihre Indachsysteme vertreiben. Und natürlich von den Eigenheiten der über Europa verteilten Regionalmärkte.

Sind Sie mit Solrif hauptsächlich in Europa aktiv?

Kann man sagen, ja. In Europa ist der deutsche Markt sehr unterrepräsentiert, hier bestehen historisch bedingt erhebliche Vorurteile gegenüber den Indachsystemen.

Wo läuft es gut?

Die Skandinavier gehen an das Thema pragmatischer heran. In Großbritannien, Norwegen und Schweden sehen wir ein sehr spürbares Wachstum, obwohl es keine spezielle Förderung für BIPV gibt. Auch aus den Niederlanden melden die Kunden verstärkt Interesse, vereinzelt in den baltischen Staaten. Neuerdings wird auch in z.B. die Ukraine verkauft.

Bislang gab es im französischen Markt üppige Förderung für solche Systeme. Damit ist Schluss. Kommt dieser Markt zum Stillstand?

Aufgrund der Förderung wurde in Frankreich eine Menge und leider auch Mist gebaut. Wenn eine Förderung wegfällt, dauert es eine Weile, bis sich der Markt neu einpendelt. Einerseits gibt es viel Erfahrung mit der Dachintegration. Andererseits sind schlecht ausgeführte Dächer, wenn auch vereinzelt, nicht hilfreich.

Wird es eine Anschlussförderung geben?

Das sehe ich nicht, und ich würde es mir auch nicht wünschen. Überall in Europa sehen wir, dass sich die freien Märkte am besten entwickeln, bei den Aufdachanlagen, aber auch in der BIPV. Zudem galt die Förderung ohnehin nur noch für kleine Anlagen.

Das Gespräch führte Heiko Schwarzburger.

Dr. Helge Hartwig leitet den Verkauf und die Technik für die Montagesysteme (Photovoltaik) bei der Ernst Schweizer AG in Hedingen bei Zürich.

Eine große Auswahl von solaren Gebäuden finden Sie in der Datenbank von Solar Age.

Lesen Sie auch unser einführendes Dossier zu Indachsystemen für Solarmodule.

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Heiko Schwarzburger

„The Scandinavians are approaching BIPV pragmatically.“

Integrating solar modules into the roof saves covering and also provides clean electricity. Helge Hartwig of Ernst Schweizer AG assesses the current market prospects.

How do you assess the market development for your Solrif in-roof system?

Helge Hartwig: The business is going well, we have direct enquiries from end customers who are showing interest. A large part of our sales is made through our partners among the module manufacturers. It depends on how actively the manufacturers sell their in-roof systems. And, of course, by the peculiarities of the regional markets spread across Europe.

Are you mainly active in Europe with Solrif?

You could say yes. In Europe, the German market is very underrepresented; for historical reasons, there are considerable prejudices against in-roof systems here.

Where is it going well?

The Scandinavians are taking a more pragmatic approach to the issue. In Great Britain, Norway and Sweden we see very noticeable growth, although there is no special subsidy for BIPV. Customers from the Netherlands are also reporting increased interest, occasionally in the Baltic states. Recently, sales have also started in the Ukraine, for example.

So far there has been lavish support for such systems in the French market. This is the end of the story. Will this market stagnate?

Due to the subsidy, a lot was built in France and unfortunately also crap. If a subsidy is abolished, it takes a while for the market to stabilise again. On the one hand, there is a lot of experience with roof integration. On the other hand, poorly constructed roofs, even if isolated, are not helpful.

Will there be follow-up funding?

I don’t see that, and I wouldn’t wish for it either. Everywhere in Europe we can see that the free markets are developing best, not only for roof-mounted installations, but also for BIPV. What is more, the subsidy only applied to small installations anyway.

The interview was led by Heiko Schwarzburger.

Dr. Helge Hartwig is head of sales and technology for the mounting systems (photovoltaics) at Ernst Schweizer AG in Hedingen near Zurich.

You will find a large selection of solar buildings in the Solar Age database.

Please also read our introductory dossier on in-roof systems for solar modules.

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Heliatek

Heliatek integriert Solarfolien in koreanischem Bürogebäude

Der Dresdner Hersteller organischer Solarfolien hat sein erstes Projekt in Südkorea umgesetzt. Die Module wurden in das Dach eines Übergangs zwischen zwei Bürohochhäusern integriert.

Der Hersteller organischer Photovoltaik Heliatek hat ein Projekt in Südkorea abgeschlossen. Zusammen mit den Partnerunternehmen PETA Engineering und Samsung Engineering hat das Dresdner Unternehmen 160 Quadratmeter seiner Solarfolien in das Dach einer Gangway zwischen zwei Bürogebäuden integriert. Die beiden großen Bürohochhäuser stehen auf dem renommierten Campus Suwon City bei Seoul.

Nachfrage nach Photovoltaik steigt

Damit hat Heliatek das erste große Projekt mit organischer Photovoltaik in Südkorea umgesetzt. Die Dresdner sehen das Land als einen der zentralen Absatzmärkte für ihre Solarfolien an. Denn nach Angaben von Heliatek bestehe dort ein hoher Bedarf an dezentral erzeugtem Ökostrom. Damit können sich Produktions- und Immobilienunternehmen gegen die stetig steigenden Stromkosten absichern. Der Vorteil: Südkorea hat eine günstige Sonneneinstrahlung, so dass ein hoher solarer Ertrag garantiert ist.

Einen Überblick über die Technologie der organischen Photovoltaik finden Sie in der Bibliothek von Solar Age. (su)

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Heliatek

Heliatek integrates solar films in Korean office building

The Dresden-based manufacturer of organic solar films has realised its first project in South Korea. The modules were integrated into the roof of a crossing between two high-rise office buildings.

The manufacturer of organic photovoltaics Heliatek has finished a project in South Korea. Together with its partner companies PETA Engineering and Samsung Engineering, the Dresden-based company has integrated 160 square meters of its solar films into the roof of a gangway between two office buildings. The two large office towers are located on the prestigious Suwon City campus near Seoul.

This is Heliatek’s first major organic photovoltaic project in South Korea. The people of Dresden regard the country as one of the central sales markets for their solar films. According to Heliatek, there is a high demand for decentrally generated green electricity. This enables production and real estate companies to protect themselves against constantly rising energy costs. The advantage: South Korea has favourable solar radiation, so that a high solar yield is guaranteed.

You can find an overview of organic photovoltaic technology in the Solar Age library.

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Générale du Solaire

Solar façade for office building in Miramas

For the façade of an office building in Miramas in southern France, the architect, together with the solar company Générale du Solaire, opted for transparent double glass modules from CS Wismar.

In the multi-storey building, various administrations are located, including the local employment office. Three sides of the facade were equipped with pre-built photovoltaic modules, a total of 58 kilowatts of power come together.

High transparency for daylight in the building

Project Manager Pierre Briere explains: „We chose the transparent double-glass modules from CS Wismar because they offer high light transmission with 32 cells. 30 percent transparency: so much light can still fall into the building.“

There is plenty of room between the wall of the building and the solar shell: one meter in between. The support structure for the modules was fixed to the walls with metal supports. On module optimizer has been omitted.

Solar energy used in the building

The wiring concept is relatively simple: For each façade side, a Huawei inverter was installed. The system was planned and simulated with the software program PVSyst, a common program for the planning of photovoltaic systems. The façade modules with a 90 degrees inclination and the corresponding orientation in the program were simulated. On the roof, there is also a smaller system with 13 kilowatts of power. The energy generated is used to 100 percent in the building itself. Around 50,000 kilowatt hours of solar power are expected each year. (HS)

A detailed description of this project and further reference buildings of solar architecture and building systems can be found in the web portal Solar Age.

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Générale du Solaire

Solarfassade für Bürogebäude in Miramas

Für die Fassade eines Bürogebäudes in Miramas in Südfrankreich entschied sich der Architekt zusammen mit dem Solarunternehmen Générale du Solaire für transparente Doppelglasmodule von CS Wismar.

In dem mehrstöckigen Gebäude haben verschiedene Verwaltungen ihren Sitz, unter anderem das örtliche Arbeitsamt. Drei Seiten der Fassade wurden mit vorgebauten Photovoltaikmodulen ausgestattet, insgesamt 58 Kilowatt Leistung kommen so zusammen.

Transparente Module für Tageslicht im Gebäude

Projektleiter Pierre Briere erläutert: „Wir haben uns für die transparenten Doppelglasmodule von CS Wismar entschieden, weil sie mit 32 Zellen eine hohe Lichtdurchlässigkeit bieten. 30 Prozent Transparenz: So kann noch viel Licht ins Gebäude fallen.“ Zwischen der Gebäudewand und der solaren Hülle ist jede Menge Platz: Ein Meter Abstand liegt dazwischen. Die Tragkonstruktion für die Module wurde mit Metallträgern an den Wänden befestigt. Auf Moduloptimierer wurde verzichtet.

Sonnenstrom im Gebäude genutzt

Das Verschaltungskonzept ist relativ simpel: Für jede Fassadenseite wurde ein Huawei-Wechselrichter eingebaut. Geplant und simuliert wurde die Anlage mit PVSyst.

Dabei wurden die Fassadenmodule mit 90 Grad Neigung und der entsprechenden Ausrichtung im Programm simuliert. Auf dem Dach gibt es zusätzlich eine kleinere Anlage mit 13 Kilowatt Leistung. Die erzeugte Energie wird zu 100 Prozent im Gebäude selbst genutzt. Pro Jahr werden rund 50.000 Kilowattstunden Sonnenstrom erwartet. (HS)

Eine ausführliche Beschreibung dieses Objekts und weitere Referenzgebäude der solaren Architektur und Gebäudeversorgung finden Sie im Webportal Solar Age.

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Sonnenhaus-Institut/Arno Witt

Informationen über Photovoltaik: Architekten sind gefragt

Nur die Hälfte der Bauherren in Deutschland werden über die Möglichkeiten der Photovoltaik aufgeklärt. Sie erwarten vor allem von Architekten und Bauberatern, dass diese entsprechende Lösungen im Blick haben.

In Deutschland wurden zwischen 2016 und 2018 nur sieben Prozent aller neuen Ein- und Zweifamilienhäuser mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Das liegt vor allem daran, dass die Bauherren nicht über die Möglichkeit der Integration oder Installation einer Photovoltaikanlage informiert wurden. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Marktforschungsunternehmen EuPD Research mit Sitz in Bonn unter 887 Bauherren durchgeführt hat, die ihre Häuser seit 2010 gebaut haben oder aktuell bauen.

Informationsangebot ausbauen

So haben die Analysten die Bauherren gefragt, ob sie während der Planung ihres Gebäudes auf Photovoltaik angesprochen wurden. Nur die Hälfte der Befragten haben eine solche Information bekommen. Die andere Hälfte wurde über die Möglichkeiten der Installation einer Solaranlage nicht informiert, obwohl die Mehrheit dieses Wissen gern gehabt hätte. Dabei erwarten die Bauherren, das ihnen vor allem die Architekten und Bauberater solche Informationen liefern. Aber auch die Energieversorger und Energieberater müssten ihr Informationsangebot diesbezüglich noch ausbauen.

Niedrige Betriebskosten mit Photovoltaik

Dabei ist es noch nicht einmal die Investitionshürde, die die Bauherren nehmen müssten. Zwar legen 82 Prozent der Hauseigentümer Wert auf möglichst geringe Kosten und die Installation von erneuerbaren Energien ist nur für 64 Prozent wichtig. Doch 91 Prozent der Befragten legen großen Wert auf niedrige Betriebskosten. „Doch gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase stellt die Installation einer Photovoltaikanlage nicht nur eine ökologische, sondern auch eine ökonomisch sinnvolle Investition dar“, betont Hanna Schmole, Projektleiterin bei EuPD Research, die die Studie erstellt hat. „Mittels Eigenverbrauch des durch eine Photovoltaikanlage erzeugten Solarstroms können die Energiekosten des Haushalts langfristig reduziert und eine attraktive Rendite erreicht werden.“ (su)

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Lechwerke/Timian Hopf

Heliatek klebt Solarfolie auf raue Betonoberfläche

Heliatek hat zusammen mit den Lechwerken ein Pilotprojekt zur Integration von organischen Solarfolien auf raue Betonoberflächen umgesetzt. Die Erfahrungen sollen in die Produktentwicklung von Heliatek einfließen. Die Serienproduktion wird im kommenden Jahr beginnen.

Der Energieversorger Lechwerke und der Hersteller von organischen Solarfolien Heliatek aus Dresden haben ein gemeinsames Pilotprojekt umgesetzt. Auf einem Getreidesilo in Donauwörth haben die Dresdner in 20 Metern Höhe 120 ihrer Solarfolien installiert. Dazu wurde die Oberfläche des Silos zunächst gereinigt. Da die Solarfolien erstmals auf rauem Beton aufgebracht werden sollte, musste zuerst die Gebäudehülle mit einer speziellen Grundierung versehen werden. Danach konnten die Handwerker die Solarfolien installierten. Dazu haben sie sechs Meter lange und 32 Zentimeter breite Stücke des Solarfilms von Heliatek, der mit Kleber beschichtet ist, wie beim Tapezieren von oben nach unten abgerollt und so auf die Fassade geklebt.

6,700 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr

Insgesamt bedeckt die Anlage 230 Quadratmeter der Oberfläche des Silos. Ziel des Projekts ist nicht nur die Stromproduktion, sondern im Rahmen eines Langzeittests das Verhalten und die Stabilität der Solarfolie auf rauem Beton, in einer solchen Höhe und auf so großer Fläche zu untersuchen. Die Ergebnisse fließen direkt in die Produktentwicklung von Heliatek ein, um die organischen Solarfolien weiter zu optimieren. Denn die Serienproduktion soll im nächsten Jahr starten.

Zehn Kilowatt leistet die Anlage und produziert trotz des im Vergleich zu anderen Technologien vergleichsweise geringen Wirkungsgrades der organischen Halbleiter jedes Jahr etwa 6.700 Kilowattstunden Strom. Denn die Solarfolien kommen mit indirekter Sonneneinstrahlung besser zurecht als die kristallinen und die Dünnschichtmodule der anorganischen Photovoltaik. Damit fangen sie früher an, Strom zu produzieren und erzeugen ihn auch bis spät in die Abendstunden hinein. Außerdem sind sie in der Lage, auch bei wolkenverhangenem Himmel noch üppig Stromausbeute zu liefern.

Mehr Fassadenflächen nutzen

Die Schneller Mühle, der das Silo gehört, wird den erzeugten Strom für das Mahlen des Getreides nutzen. Außerdem versprechen sich die Projektpartner Erkenntnisse zu den weiteren Einsatzmöglichkeiten. „Gerade für Industrie- und Gewerbebauten sind Fassadeninstallationen eine Möglichkeit zur Eigenstromerzeugung aus Sonnenenergie: Fabrik- oder Lagerhallen beispielsweise verfügen oft über große Fassadenflächen, deren Photovoltaikpotential bisher viel zu wenig genutzt wird“, sagt Martin Krammer, Projektverantwortlicher bei den Lechwerken.

Dafür eignen sich die organischen Solarfolien bestens. Schließlich sind sie sehr leicht und biegsam. Dadurch kann sie auf unterschiedlichste Fassadenformen und -oberflächen angebracht werden. Außerdem verlieren sie nicht bei steigenden Temperaturen an Leistung. Dadurch erübrigt sich die Hinterlüftung der Module, die so problemlos direkt auf die Außenhaut von Gebäuden aufgebracht oder in Bauteile integriert werden können. „Unsere bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass Aufwand und Kosten für die energetische Aufwertung von Gebäuden geringer sind als bei herkömmlichen Photovoltaikmodulen“, erklärt Michael Meißner, Ingenieur Produktentwicklung bei Heliatek. „In der Vergangenheit kam es aber immer wieder vor, dass wir Projekte wegen Problemen mit der Dachstatik der Gebäude nicht umsetzen konnten“, ergänzt Martin Krammer von den Lechwerken. „Mit der Folientechnologie und den Erkenntnissen aus dem Pilotversuch wollen wir künftig die Photovoltaikpotentiale von Fassaden oder Dächern mit schwieriger Statik intensiver nutzen und Kunden entsprechende Lösungen anbieten.“

An die Tradition anknüpfen

Auch die Art der Installation hat ihre Vorteile. „Bei gewöhnlichen Photovoltaikmodulen hätten wir aufwendige Bohrungen vornehmen müssen und die hätten das Gebäude womöglich nachhaltig beschädigt“, begründet Michael Schneller, Inhaber der Mühle, dass er bisher den Plan, einse Solaranlage zu installieren, erst jetzt umgesetzt hat. „Bei Heliasol ist das nicht der Fall. Die Module werden einfach angeklebt. Für uns ist das die ideale Möglichkeit, um selbst Strom zu erzeugen.“ Schließlich haben Mühlen schon in weiter Vergangenheit erneuerbare Energien genutzt. An diese Tradition will Schneller anknüpfen. (su)

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Viridén + Partner

Architekten beschließen Paradigmenwechsel

Mit seinem Positionspapier „Das Haus der Erde“ hat der Bunde Deutscher Architekten die Herausforderungen durch den Klimawandel auf die berufliche Relevanz für Architekten und Stadtplaner heruntergebrochen.

Der Bund Deutscher Architekten (BDA) hat auf dem diesjährigen BDA-Tag radikal Position für eine klimagerechte Architektur bezogen. Die Teilnehmer beschließen mit ihrem Papier „Das Haus der Erde“ einen echten Paradigmenwechsel hin zur nachhaltigen Bauweise. „Wir haben nur dieses eine Habitat. Für seinen Erhalt tun wir als Architektinnen und Architekten, als Stadtplanerinnen und Stadtplaner zu wenig“, schreibt der BDA selbstkritisch in sein Positionspapier. „Wir müssen mehr tun, um der Verantwortung unserer Profession und der Relevanz von Architektur für den Klimawandel gerecht zu werden. Unsere Mitverantwortung für die globalen Folgen des Klimawandels fordert uns jetzt als Vorreiter einer klimagerechten Architektur.“

Gebäude entkarbonisieren

Den Architekten geht es vor allem um eine vollständige Entkarbonisierung von Gebäuden. Das bedeutet nicht nur eine Wende hin zur vollständigen Nutzung von erneuerbaren Energien, sondern auch ein Umdenken hinsichtlich der Gebäudehülle. „Die technische Aufrüstung zu ‚intelligenten Gebäuden‘ und das Übermaß an Dämmmaterialien haben nicht zu langlebigen und energetisch nachhaltigen Bauten geführt“, schreibt der BDA in seinem Positionspapier. „Beide Konzepte sind in eine Sackgasse geraten.“ Statt die Gebäude dick in Styropor einzupacken, muss das Haus der Zukunft eine energetisch aktivierte Hülle in Verbindung mit natürlichen Dämmmaterialien besitzen.

Klimawandel in den Mittelpunkt stellen

Um das zu realisieren, fordert der BDA eine klare Ausrichtung aller politischen Entscheidungen auf den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Dazu gehört unter anderem eine klare Anreizstruktur, um Gebäude nachhaltiger zu gestalten, wie beispielsweise eine CO2-Steuer, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Der BDA sieht aber auch die öffentliche Hand in der Pflicht, bei sämtlichen Bauaufgaben vor allem die Herausforderungen des Klimawandels in den Mittelpunkt zu stellen. (su)

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Sunovation Produktion GmbH

Coloured solar roofs for Mecca

Solar cells are not only blue or black like the various crystallites of silicon. Sunovation has already realized several architectural solar solutions - in the customer's desired colours.

For example green for the holy places of Islam in Mecca. Heribert Ley from Sunovation explains the challenges that had to be overcome: „We manufacture the modules according to the customer’s wishes. The glasses are dyed using the tried and tested screen printing process.“

Green cells and curved modules

Cell colours are specially developed for the respective application. In one project, Sunovation even supplied green cells. The company produced curved modules for the roof of a mosque in the Middle East, with a total area of almost 13,000 square meters. Each module has an area of around two square meters. „The cells were coated in such a way that they match the green-printed glass perfectly,“ explains Ley. „Undoubtedly a particularly exclusive product. Such a thing can hardly be realized with classic processes for module production.“

Modules filled with silicone gel

Sunovation no longer laminates at all with the usual films. The modules are filled with a specially developed silicone gel. „This is a technology that is also used in the space industry for the solar arms of satellites,“ says Ley. „This process does not require vacuum, pressure or high temperatures, which in turn protects the solar cells. We have a patent on our filling process, and the modules are protected by design or utility patent“. (HS)

A detailed description of this project and further reference buildings of solar architecture and building systems can be found in the web portal Solar Age.

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Sunovation Produktion GmbH

Farbige Solardächer für Mekka

Solarzellen sind nicht nur blau oder schwarz wie die verschiedenen Kristallite des Siliziums. Die Firma Sunovation hat bereits mehrere anspruchsvolle architektonische Solarlösungen realisiert – in den Wunschfarben der Kunden.

Etwa Grün für die heiligen Stätten des Islam in Mekka. Welche Herausforderungen dabei zu bewältigen waren, erläutert Heribert Ley von Sunovation: „Wir stellen die Module nach den Wünschen des Kunden her. Die Gläser werden im bewährten Siebdruck eingefärbt“.

Grüne Zellen und gewölbte Module

Zellfarben werden für die jeweilige Anwendung speziell entwickelt. Im einem Projekt lieferte Sunovation sogar grüne Zellen. Die Firma produzierte gewölbte Module für das Dach einer Moschee im Mittleren Osten, insgesamt fast 13.000 Quadratmeter Fläche. Jedes Modul hat eine Fläche von rund zwei Quadratmetern. „Die Zellen wurden so beschichtet, dass sie optimal zum grün bedruckten Glas passen“, erklärt Ley. „Sicherlich ein besonders exklusives Produkt. So etwas ist mit klassischen Verfahren zur Modulfertigung kaum zu leisten.“

Module mit Silikongel verfüllt

Sunovation laminiert überhaupt nicht mehr mit den üblichen Folien. Die Module werden mit einem speziell entwickelten Silikongel verfüllt. „Das ist eine Technik, die auch in der Raumfahrt für die Solarausleger der Satelliten angewendet wird“, sagt Ley. „Dieser Prozess kommt ohne Vakuum, Druck und hohe Temperaturen aus, was wiederum die Solarzellen schont. Auf unser Füllverfahren haben wir ein Patent, die Module sind als Geschmacks- oder Gebrauchsmuster geschützt.“ (HS)

Eine ausführliche Beschreibung dieses Objekts und weitere Referenzgebäude der solaren Architektur und Gebäudeversorgung finden Sie im Webportal Solar Age.

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Dieter Arbeiter

Österreich: 600 Gebäude auf höchstem Energiestandard

In Ludmannsdorf/Bilčovs wurde ein Bildungszentrum auf den neusten Energiestandard gebracht, den Österreich zu bieten hat. Nach der kompletten Sanierung versorgt eine Solaranlage das gesamte Gebäude mit Energie.

Bereits 600 Gebäude in Österreich haben den höchsten Energiestandard „klimaaktiv Gold“ erreicht, den das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus anlegt. Denn das frisch sanierte Bildungszentrum in Ludmannsdorf/Bilčovs in Kärnten, direkt an der Grenze zu Slowenien erzeugt in Zukunft mehr Energie als es verbraucht. Damit wird das Gebäude vom einstigen Klimasünder zu einem echten Vorzeigeprojekt.

Um das zu erreichen, hat der Bauherr das Gebäude zunächst komplett thermisch sanieren lassen.„Eine solche Mustersanierung ist ein Gesamtkonzept, das den neuesten Stand der Technik heranzieht, um die größtmögliche Energieeinsparung für die Umwelt und den bestmöglichen Komfort für den Benutzer zu gewährleisten. Wir machen zukunftsfitte Gebäude für kommende Generationen.“, erklärt Gerhard Köpeinig, der als Architekt den gesamten Umbau des Gebäudes entworfen und geleitet hat.

Solaranlage erzeugt Überschuss

Deshalb hat er auf ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung gesetzt. Eine außenliegende Verschattung sorgt dafür, dass sich im Sommer der Kühlbedarf in Grenzen hält. Um den Stromverbrauch zu verringern, wurde auch das gesamte Beleuchtungssystem optimiert und ein Energieverbrauchsmonitoring sorgt dafür, dass die Nutzer des Gebäudes weiter zum sorgsamen Verbrauch von Energie angehalten werden.

Doch das allein reicht nicht. Denn um den höchsten Gebäudestandard zu erreichen, muss der Bauherr nicht nur die Energieeffizienz sowie den thermischen Komfort erhöhen und ökologische Baustoffe nutzen, sondern auch erneuerbare Energien nutzen. Im Falle des Bildungszentrums in Ludmannsdorf/Bilčovs wurde deshalb eine Photovoltaikanlage installiert. Die deckt nicht nur den gesamten Strombedarf im Gebäude, sondern liefert jedes Jahr einen Überschuss von etwa 15.000 Kilowattstunden, der in Stromnetz eingespeist wird.

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Dieter Moor/Ertex Solar

Der BIPV-Markt wächst weiter

Um fast 500 Prozent wird die Nachfrage nach gebäudeintegrierten Photovoltaikanlagen in den nächsten fünf Jahren wachsen. Denn immer mehr Hauseigentümer und Architekten lernen die Möglichkeiten kennen, die die Industrie für die Gebäudeintegration zu bieten hat.

Immer mehr Bauherren wollen eine Solaranlage in ihre Gebäude integrieren. Das ist das Ergebnis einer Marktstudie der Analysten von Bloomberg New Energy Finance (BNEF). Die Marktforscher rechnen damit, dass das Marktvolumen der gebäudeintegrierten Photovoltaik von 6,7 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr auf 32,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 steigt.

Die Gründe für dieses Marktwachstum sind vielfältig. Zum einen leben immer mehr Menschen in Städten. Dort werden inzwischen zum Beispiel in Europa 60 bis 80 Prozent der gesamten Energie verbraucht. Zudem wächst die Bauindustrie stetig weiter und damit steigt auch die Nachfrage nach BIPV-Produkten. Dazu kommt noch, dass die Möglichkeiten immer vielfältiger werden. Die fortschreitende Digitalisierung sorgt außerdem dafür, dass der Strom aus der Fassade oder der Dacheindeckung auch direkt vor Ort verbraucht werden kann.

Der Trend geht hin zu mehr Solarstrom

Damit folgt die gebäudeintegrierte Photovoltaik dem allgemeinen Trend zu mehr Solarstrom. Wie der Bundesverband Solarwirtschaft auf der heute beginnenden Energiemesse Smarter E bekannt gegeben hat, ist das Geschäftsklima der Photovoltaikbranche auf einem Allzeithoch. Zumindest für Deutschland kann die Industrie optimistisch in die Zukunft blicken. Aber auch international rechnen die Branchenexperten mit weiterem Wachstum. So geht Solar Power Europe davon aus, dass der europäische Markt in diesem Jahr auf über 20 Gigawatt Zubau steigt. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurden europaweit etwa elf Gigawatt neue Solarstromanlagen errichtet.

Von diesem Marktwachstum kann auch die BIPV-Branche profitieren – nicht nur im Segment der großen Bürohochhäuser, sondern auch im Eigenheimsegment. Jeder zweite Eigenheimbesitzer will Solarstrom vom Hausdach, haben die Branchenvertreter des BSW Solar herausgefunden. Im Neubau bietet sich hier die Integration der Solaranlage ins Dach an. Denn dann spart sich der Bauherr die eigentliche Dacheindeckung.

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Velka Botička

Unsere neuen Produkte in der Datenbank

Mit der Modulplattform Skala geht Avancis auf die Anforderungen von Architekten hinsichtlich der Größe und der Farbvariationen ein. Die neuen Stringwechselrichter Primo und Symo von Fronius kommen jetzt als Hybridwechselrichter mit Notstromfunktion zum Kunden

Farbe für die Fassade

Avancis hat mit dem Skala ein Modul im Portfolio, das den Anforderungen der Architekten entspricht. Es ist in verschiedenen Farben und Größen zu haben und bringt auch gleich noch Montageschienen auf der Rückseite mit, an denen es in gängigen Fassadenkonstruktionen eingehängt werden kann. Es hat außerdem eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung.

Wechselrichter mit allem Drum und Dran

Der österreichische Wechselrichterhersteller hat seine kleinen Stringgeräte zwischen drei und zehn Kilowatt Leistung jetzt zu einer Hybridversion mit Batterieanschluss ausgebaut. Ein zusätzlich integrierter Energiemanagement sorgt für mehr Anschlussmöglichkeiten von externen Geräten wie Ladesäulen, Wärmeerzeugern oder Smart-Home-Anwendungen. Außerdem kann an zwei zusätzlichen Kontakten einen Notstromsteckdose mit einer Leistung von drei Kilowatt angeschlossen werden.

Weitere Details zu den hier vorgestellten Produkten lesen Club Member von Solar Age unserer Produktdatenbank.

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Velka Botička

Our new products in the database

With the modul-platform Skala, Avancis responds to the requirements of architects in terms of size and colour variations. The new string inverters Primo and Symo from Fronius are now available as hybrid inverters with emergency power function.

Colour for the façade

With the Skala, Avancis has a module in its portfolio that meets the requirements of architects. It is available in various colours and sizes and also comes with mounting rails on the back, on which it can be hung in standard façade constructions. It also has a German general building approval.

Inverters with all the trimmings

The Austrian inverter manufacturer has now expanded its small string devices with power outputs between three and ten kilowatts to a hybrid version with battery connection. An additionally integrated energy management system provides more connection options for external devices such as charging stations, heat generators or smart home applications. In addition, an emergency power socket with an power output of three kilowatts can be connected to two additional contacts.

Further details about the products presented here can be read by Club Members of Solar Age in our product database.

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Merck

Organische PV: Opvius und Armor kooperieren

Die beiden Hersteller organischer Solarfolien wollen sich zusammen auf dem Markt aufstellen. Jedes der beiden Unternehmen bringt seine speziellen Kompetenzen in die Kooperation ein.

Die beiden Hersteller organischer Solarfolien Opvius und Armor wollen enger kooperieren. Ziel ist es, die Stärken der beiden Unternehmen zu bündeln. Denn der französische Hersteller Armor mit Sitz in Nates hat derzeit etwa einer Million Quadratmeter Produktionskapazität pro Jahr. So viel schafft in der Branche kaum ein anderer. Außerdem bringt Armor viel Erfahrung mit dem homogenen Aufbringen von feinen Schichten auf dünnen Folien im Rolle-zu-Rolle-Verfahren mit, wie es für das Drucken der organischen Solarfolien notwendig ist.

Kompetenzen bündeln

Der Hersteller Opvius aus dem fränkischen Kitzingen hingegen kann eine ganze Reihe von Kooperationen mit verschiedenen Produzenten von Baumaterialien vorweisen, die organische Solarfolien in ihre Produkte integrieren. Außerdem hat Opvius selbst viel Erfahrung gesammelt, wie die flexiblen Module in unterschiedlichste Materialien integrierbar sind. „Die Zusammenführung von Opvius‘ OPV-Freiformfertigungstechnologie und Produktintegrations-Know-how mit der industriellen Stärke und den Fertigungskapazitäten von Armor ist eine einmalige Gelegenheit“, ergänzt Ralph Pätzold, Geschäftsführer von Opvius. „Dank der sich ergänzenden Fähigkeiten beider Partner wird es dem neuen Unternehmen gelingen, das OPV-Geschäft auf die nächste Stufe zu heben und in naher Zukunft in den Volumenmarkt einzusteigen.“

Umsatzziel: Über 100 Millionen Euro bis 2025

Noch ist die Kooperation noch keine beschlossene Sache. Aber bis zum Juli dieses Jahres soll eine Entscheidung fallen, ob die beiden Unternehmen in Zukunft ihre Kompetenzen bündeln. „Ein solcher deutsch-französischer Zusammenschluss würde zweifellos den neuen Weltmarktführer für flexible organische Solarfolien hervorbringen“, gibt Hubert de Boisredon, Geschäftsführer von Armor, die Marschroute vor. Das Ziel: Zusammen mit Opvius wollen die Franzosen bis 2025 einen Umsatz von über 100 Millionen Euro erreichen. (su)

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HS

Touren für Architekten über die Intersolar 2019 – Anmeldung auf unsere Startseite

Zur Intersolar im Mai wird es erstmals geführte Rundgänge zur solaren Architektur geben. Wir bringen Sie zu den Brennpunkten der Innovation: solare Indachsysteme, Solardachziegel und solaraktive Fassadensysteme. Die Anmeldung ist ab sofort über einen Button auf der Startseite von Solar Age möglich.

Vier Fachmessen zur Energiewende: The smarter E Europe in München bietet im Mai vielfältige Innovationen zur Photovoltaik, Stromspeichern, Elektromobilität und komplexen Versorgungssystemen. Die Fachmesse Intersolar zeigt unter anderem Neuheiten für die Gestaltung und Nutzung von Fassaden, Dächern, Carports, Terrassenüberdachungen oder Balkone. Das führende Fachmedium PV Europe sowie The Smarter E Europe bieten Gebäudeplanern, Architekten und Immobilienexperten geführte Rundgänge an.

Teilnahme ist kostenfrei

Diese Rundgänge sind themenbezogen, die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Rundgänge zur solaren Gebäudeintegration (BIPV) werden in englischer und deutscher Sprache am Mittwoch (15. Mai 2019) und am Donnerstag (16. Mai 2019) angeboten. Am Freitag (17. Mai) ist eine weitere Tour in deutscher Sprache in Angebot.

Denn langsam kommt die solare Energiewende auch in den Kommunen und Städten an. Für die Architekten sind Indachsysteme, solare Dachziegel und großflächige Fassadensysteme wichtig. Sie erweitern die gestalterische Vielfalt beim Gebäudeentwurf und senken die Betriebskosten der Gebäude. Wir stellen die wichtigsten Innovationen in diesem jungen, aber sehr spannenden Fachgebiet der Photovoltaik vor.

Geführt von Sven Ullrich, Chefredakteur von Solar Age

Unser Tourguide ist Sven Ullrich, Chefredakteur des Architekturportals Solar Age. An den Messeständen der Anbieter stehen Experten bereit, um die Innovationen vorzustellen und die Fragen der Teilnehmer zu beantworten. Jeder Rundgang dauert etwa zwei Stunden.

Start ist am Messestand von photovoltaik und PV Europe (Halle B1, Stand 209). Die Teilnahme erfolgt nach vorheriger Anmeldung. Mit der Anmeldung verbunden ist der kostenfreie Zugang zu den vier Messen von The smarter E Europe. Für die Führungen stehen den Teilnehmern Headsets zur Verfügung.

Hier können Sie sich anmelden.

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HS

Tours for architects on the Intersolar 2019 – Registration on our home page

For the first time there will be guided tours of solar architecture at Intersolar in May. We will take you to the hot spots of innovation: solar in-roof systems, solar roof tiles and solar-active façade systems. Registration is now possible via a button on the Solar Age homepage.

Four trade fairs on the energy change: In May, The smarter E Europe in Munich offers a wide range of innovations for photovoltaics, electricity storage, electromobility and complex supply systems. The Intersolar trade fair will show innovations for the design and use of façades, roofs, carports, terrace roofs and balconies. The leading trade medium PV Europe and The Smarter E Europe offer guided tours for building planners, architects and real estate experts.

Free of charge

These tours are themed, the number of participants is limited. Participation is free of charge. The tours on solar building integration (BIPV) will be offered in English and German on Wednesday (15 May 2019) and Thursday (16 May 2019). On Friday (17 May) another tour in German is on offer.

Because the solar energy change is slowly arriving in the municipalities and cities. For architects, in-roof systems, solar roof tiles and large-scale façade systems are important. They increase the design variety in building concepts and reduce the operating costs of buildings. We introduce the most important innovations in this young but very exciting field of photovoltaics.

Guided by Sven Ullrich, Editor-in-Chief of Solar Age

Our tour guide is Sven Ullrich, editor-in-chief of the architecture portal Solar Age. Experts will be ready at the suppliers‘ stands to present the innovations and answer the participants‘ questions. Each tour lasts about two hours.

The tour starts at the booth of photovoltaik and PV Europe (Hall B1, Booth 209). Participation is subject to prior registration. Registration includes free access to the four trade fairs of The smarter E Europe. Headsets are available for the guided tours.

You can register here.

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Ecovolta

Schweizer Architekten bauen energieautarke Siedlung mit Photovoltaik

In Bouchs im Schweizer Kanton Nidwalden entsteht ein neues Wohnquartier für Familien mit einem innovativen Energiekonzept. Es wird sich komplett mit Ökoenergie selbst versorgen. Nur Überschüsse fließen ins Netz.

Eine Siedlung, die sich komplett selbst mit Ökostrom versorgt, baut Sani Immobilien und das Architekturbüro „Architektur 3“ in Bouchs, einem kleinen Ort im Schweizer Kanton Nidwalden, direkt am Vierwaldstädter See. Das funktioniert, indem die Planer Photovoltaik mit einer Methanolbrennstoffzelle und einem Wasserkraftwerk als Energieerzeuger für die Gebäude verbinden. Schließlich stehen diese direkt an der Engelberger Aa, einem Fluss, der sich 38 Kilometer aus dem Schweizer Hochgebirge schlängelt, bevor er bei Bouchs im Vierwaldstädter See mündet.

Mit diesen Erzeugern kann sich die Siedlung komplett autark und erneuerbar mit Energie versorgen. Die Photovoltaikanlagen kann mit ihrer Leistung etwa die Hälfte des Strombedarfs in den Häusern decken. Den Rest liefert die schon bestehende Wasserkraftanlage, die unmittelbar an die Wohnbebauung angrenzt. Jeder Jahr fließen immerhin 70 Millionen Kubikmeter durch die Turbine der Anlage und produzieren dabei 380 Megawattstunden Strom – mehr als genügend Energie, um die 26 Wohnungen der Siedlung zu versorgen.

Energiemanagement übernimmt Steuerung und Abrechnung

Dazu kommen noch fünf Stromspeicher mit einer Kapazität von jeweils 65 Kilowattstunden, die die Energie zwischenlagert, die aus den Solaranlagen kommt und nicht sofort verbraucht wird. Er wenn diese voll sind, wird der Strom eingespeist. Die Wärmeversorgung übernimmt eine Wärmepumpenanlage mit einer Leistung von 100 Kilowatt.

Um die Energieerzeuger, die Speicher und die Verbraucher aufeinander abzustimmen, integrieren die Installateure von Ecocoach aus Brunnen, einem Ort auf der gegenüberliegenden Seite des Vierwaldstädter Sees, ein modernes Energiemanagementsystem in die Stromspeicher. Über Industrie-PCs wird so die gesamte Energie- und Gebäudetechnik gesteuert. Dazu kommen noch Smart-Home-Lösungen, die die Verbraucher in den Wohnungen lenken.Auf diese Weise können auch alle Energieflüsse – sowohl Wärme als auch Strom – zentral erfasst und abgerechnet werden. Das gilt auch für den Strom, den die Bewohner jeweils an den zehn vorhandenen Ladesäulen für Elektroautos verbrauchen. (su)

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Alfen BV

Ladesäulen für Elektroautos: Neue Marktübersicht erschienen

Die Fachmesse Power2Drive hat eine aktuelle Übersicht über die derzeit erhältlichen Ladesysteme für Elektroautos veröffentlicht.

Die Elektromobilität nimmt Fahrt auf. Die Die Zulassungszahlen von Autos mit Elektromotor steigt weiter an. Die zentrale Frage von interessierten Kunden ist aber, wo sie ihr Auto laden können. Das ist vor allem in Städten immer wieder ein Problem. Eigentümer von Mehrfamilienhäusern können hier Vorreiter sein, wenn sie ihre Immobilie mit einer Solaranlage ausstatten – sei es im Dach oder in der Fassade – und diesen Strom zum Laden des Elektroautos zur Verfügung stellen.

Daten von 90 Ladesystemen

Um die passende Ladestation zu finden, hat die Dachmesse Power2Drive eine aktuelle Übersicht über die derzeit am Markt erhältlichen Ladesysteme für Elektrofahrzeuge veröffentlicht. Sie enthält Informationen über etwa 90 Ladesäulen, Wallboxen und flexibel einsetzbare Ladekabel. Das Portfolio reicht von Schnellladesäulen über Gleichstromsysteme für Einfamilienhäuser und Gewerbebetriebe, die direkt den Gleichstrom aus der Solaranlage in die Akkus der Autos pumpen, bis hin zu ein- und dreiphasigen Ladesäulen, die den Wechselstrom aus dem Netz zunächst in Gleichstrom für die Autobatterien umwandeln. Außerdem werden hier die dazu passenden Apps, Softwarelösungen und Photovoltaik-Carports vorgestellt.

Hier sind auch mehrere Trends zu erkennen. Am Markt für Wechselstromladesäulen etablieren sich immer mehr dreiphasige Systeme mit immer höherer Ladeleistung. Die einphasigen Lösungen verlieren weiter an Bedeutung. Außerdem spielt immer öfter ein dynamisches Lademanagement eine Rolle, vor allem bei Systemen, die mehrere Ladepunkte miteinander verknüpfen.

Die Marktübersicht steht zum kostenlosen Download auf der Internetseite der Power2Drive bereit. (su)

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Velka Botička

DGS eröffnet Beratungszentrum für Solarenergie in Berlin

Mit dem Solarzentrum hat der Landesverband Berlin der Gesellschaft für Sonnenenergie eine Beratungsstelle für Interessenten an einer Photovoltaikanlagen geschaffen. Die vier Mitarbeiter unterstützen bei der Beurteilung von Planungen und Angeboten.

Unter der Trägerschaft der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) Berlin ist mit dem Solarzentrum eine neue Beratungsstelle für Hauseigentümer, Energieberater und Architekten entstanden. „Das ist ein zentraler Baustein für unseren Masterplan Solar City Berlin“, erklärt Christian Rickerts, Staatsekretär im Berliner Wirtschaftssenat, anlässlich der offiziellen Eröffnung des Solarzentrums Berlin.

Er verweist darauf, dass Berlin beim Ausbau der Photovoltaik noch viel Nachholbedarf hat. „Berlin muss sei Potenzial nutzen“, betont er. Schließlich will die Stadt bis 2050 klimaneutral werden. Da gibt es noch viel zu tun. „Wir haben die Dächer und die Fassaden. Aber bisher ist weniger als ein Prozent der nutzbaren Dachfläche mit Photovoltaikanlagen belegt“, sagt Rickerts. „Bisher sind aber in Berlin nur etwa 110 Megawatt Photovoltaikleistung installiert“, ergänzt Uwe Hartmann, Vorstand bei der DGS Berlin. Er zitiert eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, wonach in der Stadt das 50fache der bisher genutzten Flächen vorhanden ist, um sie mit Solaranlagen zu belegen.

Aktiv beraten

Mit dem Solarzentrum will die Stadt ein niedrigschwelliges, kostenloses und herstellerneutrales Beratungsangebot machen, um die drängendsten Fragen der anvisierten Zielgruppe zu beantworten. Das sind vor allem Eigentümer von Ein- und Mehrfamilienhäusern, Wohnungsunternehmen, Wohnungsbaugenossenschaften, Planer, Architekten, Energieberater und Industriebetriebe. Die vier Mitarbeiter des Solarzentrums wollen aber auch die Bauämter der Berliner Bezirke aktiv beraten um die Nutzung der Photovoltaik voranzutreiben. Man wolle aber auch erreichen, dass mehr Photovoltaikanlagen auf Schuldächern und öffentlichen Gebäuden errichtet werden. Zu den Aufgaben des Beratungszentrums gehört aber auch die Erstellung einer diskriminierungsfreien Liste von Handwerksbetrieben, die solche Solaranlagen planen und errichten können. (su)

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TÜV Nord

Elektromobilität: Ladeinfrastruktur in Deutschland wächst weiter

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland geht weiter voran. Aber die Schritte sind nicht groß genug, um der Elektromobilität endlich zum Durchbruch zu verhelfen.

In Deutschland sind inzwischen 17.400 öffentliche und teilweise öffentliche Ladepunkte für Elektroautos installiert. Das gibt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bekannt. Damit geht der Ausbau zwar weiter. Ende 2018 waren im BDEW-Ladesäulenregister 16.100 öffentliche Ladepunkte erfasst. Ende Juli 2018 waren es noch 13.500.

Allerdings ist er noch längst nicht in den Größenordnungen angekommen, die für den Durchbruch der Elektromobilität notwendig sind. Die Nationale Plattform Elektromobilität geht davon aus, dass bis 2020 mindestens 70.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte notwendig sind, um den Bedarf abzudecken und den Markt für Elektroautos nicht zu behindern.

Gebäudeeigentümer müssen aktiv werden

Vor allem in den Städten ist die öffentliche Ladeinfrastruktur in der Regel noch die einzige Möglichkeit, ein Elektroauto zu laden. Deshalb sind hier auch die Eigentümer von Mehrfamilienhäusern gefragt. Ein Angebot an den Mieter, dass er sein Elektroauto an einer Ladestation tanken kann, die zum Gebäude gehört und die mit Solarstrom vom eigenen Dach gefüttert wird, kann der Energiewende im Verkehrssektor einen kräftigen Schub verleihen. Denn viele Mieter stellen sich die Frage: Wo lade ich mein Auto auf, während es vor dem Haus steht? Anders als der Einfamilienhausbesitzer ist er nicht in der Lage, das Auto einfach an einer Ladestation in der Garage zu laden.

Nach Angaben des BDEW sind die Mieter in Hamburg am besten versorgt mit Ladesäulen – zumindest im Vergleich zu den anderen Großstädten in Deutschland. Denn in der Hansestadt sind inzwischen 882 öffentliche Ladepunkte installiert. Platz 2 belegt Berlin mit 779 Ladepunkten. Allerdings holt auch München langsam auf. In der bayerischen Landeshauptstadt existieren derzeit 762 Ladepunkte.

Miet- und Wohnungseigentumsrecht anpassen

Bayern holt nicht nur im Städteranking auf, sondern hat auch unter den Flächenländern die Nase vorn. Denn hier sind 4.052 Ladepunkte installiert. Das ist etwa die Hälfte mehr als im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen, wo es nur 2.814 Ladepunkte gibt. Auf Platz Drei folgt Baden-Württemberg mit 2.796 Ladepunkten.

Um den Ausbau zu beschleunigen, fordert der BDEW, endliche die Hürden für den Ausbau zu beseitigen. „Es ist nicht nur wünschenswert, sondern notwendig, dass Bundesjustizministerin Barley ihren Worten schnell Taten folgen lässt und das Miet- und Wohnungseigentumsrecht anpasst“, sagt Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Es muss künftig jedem Mieter und Wohnungseigentümer möglich sein, Ladeinfrastruktur einzubauen, wenn er die Finanzierung sicherstellt. Die gleiche Regel sollte dann auch für Gewerbekunden auf gemieteten Grundstücken gelten“, fordert er. (su)

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My PV

My PV baut solare Wärmeanlage in Namibia

Der österreichische Anbieter hat in Namibia eine Forschungsstation mit Heizstäben ausgerüstet, so dass die Warmwasserbereitung ausschließlich mit Photovoltaik gelingt. Eine Solarthermieanlage hätte den rauen Bedingungen in der Wüste an der Küste des Atlantik nicht standgehalten.

Der österreichische Anbieter von Steuersystemen für Elektroheizstäbe, die mit Solarstrom betrieben werden, hat in einer Forschungsstation Namibia ein Warmwassersystem errichtet. Damit wird die gesamte Wärme im Gebäude ausschließlich mit Photovoltaik betrieben. Dazu hat das Unternehmen aus Neuzeug in Oberösterreich mehrere seiner Elwa-Heizstäbe geliefert. Diese haben die Monteure von Calpak Solar Energy – ein Projektierer, der sich auf solche Anwendungen spezialisiert hat – vor Ort in eine Solaranlage mit einer Leistung von 1,6 Kilowatt eingebunden.

Der Solarstrom fließt jetzt in die Heizstäbe, die wiederum einen Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 100 Litern aufheizen. Damit bekommen die Forscher im abgelegenen Desert Lion Conservation Research Centre an der namibischen Skelettküste können sich nun an dem unwirtlichen Ort autark mit Warmwasser versorgen. Eine Versorgung mit fossilen Brennstoffen oder Holz wäre im Vergleich zur Energieerzeugung mit Solarstrom weitaus kostspieliger gewesen.

Sektorkopplung in Afrika

Für My PV ist das Projekt ein wichtiger Meilenstein. „Das Projekt eröffnet nun auch in Afrika das Feld der Strom-Wärme-Kopplung aus Photovoltaik“, erklärt Gerhard Rimpler, Geschäftsfüherer von My PV. Sinkende Modulpreise würden solche Projekte immer wirtschaftlicher machen. Die namibischen Forscher haben sich für die ELWA-Lösung entschieden, da ein Einsatz von solarthermischen Produkten mit freiliegenden Wasserspeichern aufgrund der vorherrschenden kalten Atlantikwinde nicht möglich war. Zudem hätten die salz- und sandhaltige Luft den verwendeten Materialien stark zugesetzt. „Der Warmwasserspeicher und die ELWA-Elektronik befinden sich in einem Lagebehälter neben der Forschungsstation, wodurch sie vor allen Umwelteinflüssen geschützt sind“, beschreibt Rimpler den Vorteil dieser Lösung.

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Tyrol PV

Wien schafft Sonnensteuer ab

Wenn es nach den derzeitigen Plänen der österreichischen Bundesregierung geht, fällt im Jahr 2020 die Steuer auf selbst verbrauchten Solarstrom. Zumindest steht diese Streichung in den Eckpunkten der Struktursteuerreform, die das Finanzministerium gerade vorgelegt hat.

Österreich schafft 2020 die Steuer auf selbst produzierten und vor Ort verbrauchten Solarstrom vollständig ab. Zumindest sehen das die gerade vorgelegten Eckpunkte der Steuerstrukturreform vor. „Seit Jahren setzt sich Photovoltaic Austria für eine Abschaffung der Eigenstromsteuer ein“, kommentiert Vera immitzer, Geschäftsführerin von PV Austria, die längst überfällige Streichung der Eigenverbrauchssteuer. „Es ist eine wichtige Chance für den weiteren Photovoltaikausbau, vor allem da aktuelle Förderungen verstärkt auf Eigenverbrauch abzielen.“ Vor allem für Mieterstrom- oder Gemeinschaftsanlagen wird die Streichung der Abgabe essenziell. Aber auch das gewerbliche Segment wird dadurch einen Schub bekommen.

Ein längst fälliger Schritt

Die Eigenverbrauchssteuer wurde im Jahr 2014 von der damaligen Bundesregierung eingeführt. Zunächst war eine Bagatellgrenze von 5.000 Kilowattstunden pro Jahr geplant. Doch der Branchenverband konnte diese zumindest auf 25.000 Kilowattstunden pro Jahr nach oben drücken. Bis zu dieser Grenze ist der Eigenverbrauch steuerfrei. Steigt er darüber hinaus, muss der Anlagenbetreiber für jede selbst genutzte Kilowattstunde 1,5 Cent an den Fiskus bezahlen. „Für den angestrebten weiteren Zubau der erneuerbaren Energien ist die Belastung des Eigenverbrauchs nicht mehr zeitgemäß“, betont Immitzer. „Dementsprechend hat die gänzliche Streichung der Belastung von vor Ort und Stelle erzeugtem und verbrauchtem Strom oberste Priorität.“

Weitere Maßnahmen sind notwendig

Es seien aber noch weitere steuerliche Veränderungen notwendig, um bis 2030 die installierte Leistung in Österreich auf 15 Gigawatt zu erhöhen, betonen die Branchenvertreter. Denn so viel braucht die Alpenrepublik, um bis dahin die Stromversorgung komplett auf Erneuerbare umzustellen. PV Austria nennt hier unter anderem die Senkung der Mehrwertsteuer auf die Solaranlagen, eine Anpassung und Flexibilisierung der Abschreibedauer und eine grundsätzliche Ökologisierung des Steuersystems. (su)

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Goldbeck

Fraunhofer IWTM und Goldbeck haben Gebäudeenergiesoftware entwickelt

Das Fraunhofer IWTM und Goldbeck haben gemeinsam eine Software entwickelt, mit der Planer und Berater Energiekonzepte für Gebäude einfacher und schneller entwerfen können.

Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (IWTM) hat zusammen mit dem Projektierer von Solaranlagen Goldbeck eine Software zur Optimierung von Energiekonzepten für Bürogebäude entwickelt. Dieses Goldbeck Energie Optimierungssystem (GEOS) können Planer und Berater künftig einsetzen, um in kürzester Zeit hunderte von Energieszenarien durchzurechnen und dies anschließend für die Planung der Energieversorgung und der Energienutzung im Gebäude zu nutzen.

Alle Energieströme berücksichtigt

Die Software berücksichtigt alle Energieströme im Haus und gleicht sie mit den Erzeugern ab. Letztere sind nicht nur Solaranlagen. Auch Fernwärme und Blockheizkraftwerke mit Brennwertkesseln und Fernkälte fließen in die Berechnung mit ein. Dabei werden auch Investitions-, Verbrauchs- und Betriebskosten sowie Einsparungen beim Kohlendioxidausstoß mit berücksichtigt. Diese Berechnungen werden mit einem Referenzszenario verglichen. Das wiederum ist das Konzept mit den geringsten Investitionskosten. Auf diese Weise kann der Planer das über die Lebensdauer tatsächlich wirtschaftlichste Konzept herausfiltern. „So stellen wir Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gegenüber und bieten dem Käufer bereits frühzeitig die Möglichkeit, die Vor- und Nachteile der diversen Möglichkeiten zu verstehen und zu einander in Relation zu setzen“, erklärt Lukas Romanowski, Innovationsmanager bei Goldbeck.

Den Kunden mit einbeziehen

Zudem bekommt der Bauherr mehr Transparenz im Entscheidungsprozess, weil die Lösung für Laien verständlich dargestellt wird. „Gerade unsere mittelständischen Kunden sind sehr offen für die Vorschläge des GEOS“, weiß Romanowski. „Selbst sind sie Experten in ihrem Gebiet, selten Profis für Gebäude- oder Energietechnik. Mit mehr Visualisierung und Plausibilisierung können wir Unternehmer besser abholen.“ Zumindest sind das die erste Rückmeldungen der Nutzer der Software, die gerade in den Markt eingeführt wird.

Die Lösung hat es ins Finale des diesjährigen Smarter-E-Awards geschafft. Mit diesem Preis prämiert der Veranstalter einer der größten Energiemessen Europas, die vom 15. bis 17. Mai in München stattfindet, Lösungen und Konzepte, die mit erneuerbaren Energien, Dezentralisierung und Digitalisierung alle Energiebereiche aus den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr intelligent miteinander verbinden. (su)

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Goldbeck

Fraunhofer IWTM and Goldbeck developed building energy software

Fraunhofer IWTM and Goldbeck have jointly developed software that allows planners and consultants to design energy concepts for buildings more easily and quickly.

The Fraunhofer Institute for Industrial- and Economical Mathematics (IWTM), together with the Goldbeck solar system project planner, has developed a software for optimizing energy concepts for office buildings. This Goldbeck Energy Optimization System (GEOS) can be used by planners and engineers in the future to calculate hundreds of energy scenarios in the shortest time and then use them to plan the energy supply and use in the building.

All energy flows considered

The software considers all energy flows in the building and compares them with the generators. The last ones are not only solar systems. District heating and combined heat and power plants with condensing boilers and district cooling are also included in the calculation. Investment, consumption and operating costs as well as savings in carbon dioxide emissions are also taken into account. These calculations are compared with a reference scenario. This in turn is the concept with the lowest investment costs. In this way, the planner can filter out the most economical concept over the entire life time of the building. „In this way, we compare sustainability and cost-effectiveness and offer the buyer the opportunity at an early stage to understand the advantages and disadvantages of the various options and put them in relation to each other,“ explains Lukas Romanowski, innovation manager at Goldbeck.

Involve the customer

In addition, the client gains more transparence in the decision-making process because the solution is presented in a way that is understandable for laypersons. „Especially our mid-sized customers are very open to GEOS‘ suggestions,“ says Romanowski. „They themselves are experts in their field, rarely professionals in building or energy technology. With more visualization and plausibility checks, we can better meet the needs of companies“. At least this is the first feedback from the users of the software that is currently being launched on the market.

The solution has made it into the finals of this year’s Smarter-E-Award. With this award, the organiser of one of the largest energy trade fairs in Europe, which will take place from 15 to 17 May in Munich, is honouring solutions and concepts that intelligently combine all energy sectors from the electricity, heat and transport sectors with renewable energies, decentralisation and digitisation. (su)

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Loxone

Indikator für die Intelligenz von Gebäuden entwickelt

Ein neu entwickelter Indikator zeigt Eigentümern, Mietern und Investoren, wie intelligent ein Gebäude ist. Er bewertet die technologischen Fähigkeiten eines Hauses mit den Bewohnern und dem Netz zu kommunizieren.

Die Energiewende wird das gesamte Stromsystem auf den Kopf stellen. In Zukunft wird es nicht mehr Standard sein, dass sich die Erzeugungsanlagen allein auf die Verbraucher einstellen.Vielmehr werden die Verbraucher Teil des gesamten Systems, um dieses stabil zu halten. Das geht auch gar nicht anders, wenn volatile und wetterabhängige Energieformen wie Photovoltaik und Windkraft den größten Teil der Erzeugerstruktur ausmachen.

Um sich auf diese Änderung einzustellen, sind schon lange Begriffe wie Smart Grid oder Smart Home in aller Munde. Doch was ist ein smartes Gebäude ist und wie viel Intelligenz bringt ein Bestandsgebäude mit, um schon auf die Anforderungen der künftigen Energiewelt reagieren zu können? Das sind Fragen, die der jüngst entwickelte Smart Readiness Indicator (SRI) beantworten soll.

Elektroladestation und Stromspeicher steigern die Intelligenz

Entwickelt hat den SRI die HEA Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendungen mit Unterstützung durch den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). „Der SRI soll bewerten, inwieweit smarte Applikationen in einem Gebäude integriert sind und wie gut das Gebäude vorbereitet ist, mögliche Funktionen zu integrieren“, beschreiben die Autoren den Ansatz. Dabei wird jedes Gebäude einzeln bewertet. Je höher der SRI ist, desto besser ist es auf die Energiezukunft vorbereitet. In die Bewertung fließen unter anderem die schon installierten, smarten Anwendungen Geräte und Informationsstrukturen ein. Es geht nicht nur um den Einsatz von intelligenten Messsystemen, sondern auch um weitere Anwendungen wie die Einbindung von Elektroladestationen, Energiespeichern und Energiemanagementsystemen, die auf die Anforderungen im Gebäude und die Zustände im angeschlossenen Verteilnetz reagieren können.

Kommunikative Systeme sind im Vorteil

Aber auch die Vorbereitung der Infrastruktur, um solche intelligenten Anwendungen zu installieren, fließen in die Bewertung mit ein. Das reicht von den Kommunikationsmöglichkeiten über eine entsprechende Stromversorgung beispielsweise mit einer Solaranlage für den Eigenverbrauch bis hin zur Anbindung an das Internet. Ein weitere Bewertungskriterien ist, wie offen die Systeme mit Anwendungen und Netzen kommunizieren. Hier kommen separat entwickelte, sogenannte proprietäre Systeme schlechter weg als solche, die sich einfach mit anderen Systeme und Anwendungen oder dem Netz verbinden lassen. Auch Cloudlösungen und Anwendungen zur Netzdienlichkeit fließen in die Bewertung mit ein.

Nachfrage nach Gebäudeintelligenz ankurbeln

Auf diese Weise wird der Indikator zur praktischen Orientierung für Gebäudeeigentümer, Mieter und Investoren, inwieweit bestehende oder neu zu errichtende Häuser zeitgemäßen technologischen Anforderungen gerecht werden.

„Der Indikator wird dazu beitragen, dass sich der Wert eines Gebäudes in Zukunft auch daran messen lassen muss, wie intelligent das Haus vernetzt ist“, erklärt Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Der ‚Intelligenzindikator‘ könnte die Nachfrage nach smarten Immobilien ankurbeln. Energieunternehmen haben hier eine große Chance, ihre Kompetenz als Zuhause-Branche Nummer Eins einzubringen und neue Dienstleistungen zu entwickeln, die Gebäude effizienter und intelligenter machen.“

Die Entwicklung des SRI wurde nach der Novellierung der europäischen Richtlinie über die Gesamteffizienz von Gebäuden notwendig und sie wurde von der EU-Kommission so vorgegeben. Der Indikator ist in den Mitgliedsstaaten frei verwendbar. Der Indikator steht auf der Internetseite der HEA Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung kostenlos bereit.

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Heiko Schwarzburger

Architekten werden auf der Intersolar fündig

Auf der diesjährigen Intersolar rückt die Gebäudeintegration von Solarmodulen stärker in den Mittelpunkt als in den vergangenen Jahren. Neben anderen Produkten können sich Architekten hier erklären lassen, wie extrem helle oder sogar weiße Module möglich werden.

Produkte für die Integration von Solaranlagen in die Gebäudehülle waren bisher auf der Intersolar, der größten Solarmesse Europas, selten. Das ändert sich in diesem Jahr. Vom 15. bis 17. Mai 2019 werden Architekten, die auf der Suche nach Solarfassaden sind, auf dem Messegelände in München fündig.

Eine innovative und ästhetisch extrem flexible Lösung bietet beispielsweise Solaxess. Das Schweizer Unternehmen beschäftigt sich seit vier Jahren mit der Markteinführung einer Spezialfolie, mit der Module in ganz unterschiedlichsten Farben – und sogar in Weiß – hergestellt werden können. Sehr helle Fassaden und Dächer sind vor allem in Städten von Vorteil, die sich in den heißen Sommern extrem aufheizen. Hier sorgen die hellen Module dafür, dass die Erwärmung nicht durch die Photovoltaik zusätzlich verstärkt wird.

Eine optisch homogene Fläche

Ein zweiter Vorteil der Folie ist: Die eigentliche Solartechnologie verschwindet aus der optischen Wahrnehmung des Betrachters. Selbst die Zellverbinder sind nicht mehr zu sehen. Es etsteht eine farblich homogene Oberfläche, die wie ein Baumaterial aussieht und dabei noch respektable Strom produziert. Die Technologie wurde von Forschern des Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM) entwickelt. Inzwischen kooperiert Solaxess mit verschiedenen Modulherstellern, die diese Spezialfolie einsetzen. Ein erstes Projekt ist auch schon realisiert.

Wie die Technologie genau funktioniert, können die Spezialisten von Solaxess auf der Intersolar zeigen. Solar Age wird Sie im Rahmen der geführten Touren unter anderem auch zum Stand des Schweizer Unternehmens begleiten. Anmeldungen sind hier noch möglich. (su)

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Heiko Schwarzburger

Architects find the perfect solution at Intersolar

At this year's Intersolar, the integration of solar modules into buildings is becoming more important than in previous years. In addition to other products, architects can learn how extremely bright or even white modules can be made possible.

Products for integrating solar systems into the building envelope have so far been rare at Intersolar, Europe’s largest solar trade fair. This will change this year. From 15 to 17 May 2019, architects looking for solar façades will find what they are looking for at the Munich Exhibition Centre.

Solaxess, for example, offers an innovative and aesthetically extremely flexible solution. The Swiss company has been working for four years on the market launch of a special film that can be used to produce modules in a wide variety of colours – and even in white. Very bright façades and roofs are particularly advantageous in cities, which heat up extremely in hot summers. Here, the bright modules ensure that the heating is not further increased by photovoltaics.

An optically homogeneous surface

A second advantage of the film is that the solar technology itself vanishes from the viewer’s visual perception. Even the cell connectors are no longer visible. The result is a homogeneously coloured surface that looks like a building material and at the same time produces respectable electricity. The technology was developed by researchers at the Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM). Solaxess now cooperates with various module manufacturers who use this special film. An initial project has already been completed.

At Intersolar, Solaxess specialists will be able to show how the technology works. During the guided tours, Solar Age will also take You to the booth of the Swiss company. Registrations are still possible here. (su)

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Kostal Solar Electric

Our new products in the database

With the Piko MP plus, Kostal has developed a small inverter that is ideal for building-integrated systems. With the new solar app from the Hagen-based company, it can even be remote-controlled. At this year's Intersolar in Munich, Ernst Schweizer will present improvements for his Solrif roof integration system.

Small inverter for short strings

The Piko MP plus from Kostal is an inverter for smaller or temporarily shaded systems. With its low input power and low starting voltage, the strings can be optimally adapted to the daily shading conditions. In addition, the inverters have integrated shadow management. This enables them to get to know the shading process in the first year and adapt their mode of operation to it from the second year onwards.

App for remote control

In the meantime, the Piko MP plus – like all other inverters from Kostal – can be remote controlled using a special app. This allows plant operators to call up the specific generation data of their generator at any time and compare it with historical data. The app also simulates whether a storage tank, an electric vehicle or a heat pump would be useful in order to increase the share of self consumption.

News for the Solrif

The Solrif mounting system from Ernst Schweizer has already proven itself over many years for the integration of solar modules on the roof. This year, the company has further developed the system. Variable connections of the solar system to the roof environment are now available for complete module groups.

Further details about the products presented here can be read by Club Members of Solar Age in our product database.

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Kostal Solar Electric

Unsere neuen Produkte in der Datenbank

Mit dem Piko MP plus hat Kostal einen kleinen Wechselrichter entwickelt, der sich sehr gut für gebäudeintegrierte Anlagen eignet. Mit der neuen Solar App des Hagener Unternehmens kann dieser sogar ferngesteuert werden. Auf der diesjährigen Intersolar in München wird Ernst Schweizer Verbesserungen für sein System zur Dachintegration Solrif vorstellen.

Kleiner Wechselrichter für kurze Strings

Der Piko MP plus von Kostal ist ein Wechselrichter für kleinere oder zeitweise verschattete Anlagen. Denn mit der geringen Eingangsleistung und der niedrigen Startspannung können die Strings optimal an den täglichen Verschattungsverlauf angepasst werden. Zusätzlich haben die Wechselrichter ein Schattenmanagement integriert. Dadurch lernen sie im ersten Jahr den Verschattungsverlauf kennen und passen ihre Betriebsweise ab dem zweiten Jahr diesem an.

App zur Fernsteuerung

Inzwischen lässt sich der Piko MP plus – wie auch alle anderen Wechselrichter von Kostal – mit einer speziellen App fernsteuern. Dadurch können die Anlagenbetreiber die konkreten Erzeugungsdaten ihres Generators jederzeit abfragen und mit historischen Daten vergleichen. Die App simuliert auch, ob sich ein Speicher, ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe lohnen würde, damit sich der Eigenverbrauchsanteil erhöht.

Neues fürs Solrif

Das Montagesystem Solrif von Ernst Schweizer hat sich schon seit Jahren für die Integration von Solarmodulen auf dem Dach bewährt. In diesem Jahr hat das Unternehmen das System weiterentwickelt. Jetzt sind variable Anbindungen des Solarsystems an die Dachumgebung für ganze Modulgruppen zu haben.

Weitere Details zu den hier vorgestellten Produkten lesen Club Member von Solar Age unserer Produktdatenbank.

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Alexander Heimann/Akasol

Effizienzleitfaden für Heimspeicher aktualisiert

Der Effizienzleitfaden für Heimspeicher wurde der aktuellen Markt- und technischen Entwicklung angepasst. Er bleibt aber ein Instrument, um die einzelnen Systeme für den Kunden vergleichbar zu machen.

Der Bundesverband Energiespeicher (BVES) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar) haben gemeinsam mit weiteren Projektpartnern wie dem AIT Austrian Institut for Technology den Effizienzleitfaden für Heimspeicher aktualisiert. Der Effizienzleitfaden ist eigentlich eine Vorgabe für die Industrie, wie die Performance von Heimspeichern zu messen und auf dem Datenblatt anzugeben sind.

Die Hersteller müssen sich nicht daran halten, da es keine rechtlich verbindliche Norm ist, sondern nur eine Einigung der Speicherbranche auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner. „Die stark wachsende Speicherbranche braucht ein stabiles Fundament aus technischen und rechtlichen Regularien“, fasst Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer des BVES, die Notwendigkeit eines solchen Effizienzleitfadens zusammen. „Qualität, Transparenz und Vertrauen sind wichtige Voraussetzungen für den weiteren Markthochlauf von Speichern“, ergänzt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW Solar.

Das Ziel: Ein gemeinsames Label schaffen

So prüfen schon eine ganze Reihe von Herstellern die Effizienz ihrer Geräte nach den Vorgaben aus diesem Leitfaden und bekommen so einen Vorteil am Markt. Denn der Kunde will Transparenz, was sein Speicher tatsächlich leistet und wie er einen guten von einem schlechten Speicher unterscheiden kann. Das ist zumindest das Ziel der an der Erarbeitung des Effizienzleitfadens beteiligten Verbände: Ein Label zu schaffen, mit dem der Kunde schnell erkennen kann, wie gut der Speicher ist. „Der Leitfaden hilft, die Potenziale unterschiedlicher Speichersysteme sicht- und vergleichbarer zu machen“, sagt Carsten Körnig.

Kleine Anpassungen an die Prüfung

Die neue Version des Effizienzleitfadens hält für die Hersteller einige kleine Änderungen bei der Prüfung und Bewertung der Speichersysteme bereit. So wird beispielsweise jetzt die Nutzbare Batteriekapazität bei den Bewertungen zugrunde gelegt und nicht mehr die nominelle Batteriekapazität. Diese muss in Zukunft in Ampere- und in Wattstunden angegeben werden. Sie wird gemessen, indem die Batterie zunächst vollständig mit ihrer vollen Leistung entladen wird. Danach wird sie wieder geladen und mit der Hälfte der Entladeleistung entladen und dann wieder aufgeladen. Die dritte Entladung erfolgt mit einem Viertel der Leistung. Danach wird ein Mittelwert über die drei Entladevorgänge gebildet. Das ist die nutzbare Batteriekapazität.

Energiemanagementsysteme verbrauchen auch Strom

Außerdem reagieren die Verbände und Institute auf die aktuelle Entwicklung auf dem Speichermarkt. Denn in Zukunft wird nicht nur die Photovoltaikanlage und der Solarwechselrichter in die Bewertung der Gesamteffizienz mit einbezogen, sondern auch weitere Komponenten, die immer mehr auf dem Markt nachgefragt und in das gesamte Haussystem integriert werden. So müssen die Hersteller den Verbrauch – in Fachjargong ist das die Leistungsaufnahme – beispielsweise von Energiemanagementsystemen oder Umschaltern auf den Inselbetrieb stärker berücksichtigen. (su)

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Sonnenhaus-Institut/Arno Witt

Burgenland: Private Dach- und Fassadenanlagen sind genehmigungsfrei

Das Parlament im österreichischen Eisenstadt hat mehrheitlich eine Änderung des Baugesetzes des Burgenlandes beschlossen, mit dem die Leistung von genehmigungsfreien Solaranlagen verdoppelt wird. In Zukunft müssen Generatoren mit zehn Kilowatt nur noch gemeldet werden – mit Einschränkungen.

Das burgenländische Baugesetz wurde geändert. In Zukunft ist der Bau von Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von bis zu zehn Kilowatt komplett genehmigungsfrei. Bisher galt diese Regelung nur für Solarstromanlagen mit einer Leistung von fünf Kilowatt. Der zuständige Rechtsausschuss hat die Verdopplung der Freigrenze mit den ständigen Qualitätsverbesserungen der Module begründet.

70 Quadratmeter Fläche

Insgesamt rechnet der Gesetzgeber damit, dass die Anlagen bei dieser Leistung eine Fläche von maximal 70 Quadratmetern erreichen. Bis zu dieser Fläche können die Gebäudeeigentümer auch solarthermische Kollektoren ohne vorherige Genehmigung installieren. „In dieser Größenordnung ist mit keiner Beeinträchtigung baupolizeilicher Interessen zu rechnen“, begründet der zuständige Rechtsausschuss die neue Regelung. Diese gilt aber nur für Gebäude der Klassen 1, 2 und 3, wie sie in den Richtlinien des Österreichischen Instituts für Bautechnik definiert sind. Das sind Häuser mit nicht mehr als drei Geschossen und einer maximalen Grundfläche von 400 Quadratmetern. Für höhere Gebäude ist weiterhin eine Genehmigung für den Bau notwendig.

Aufgeständerte Anlage ausgenommen

Eine weitere Einschränkung betrifft die Art der Installation. Denn auf Flachdächern aufgeständerte Solaranlagen sind weiterhin genehmigungspflichtig. Frei sind nur Anlagen, die parallel zum Dach oder zur Fassade installiert oder sogar in diese integriert sind. Für die Grünen im Landtag in Eisenstadt geht das nicht weit genug. Sie hatten sich mit den Neuregelungen mehr erhofft. Sie haben zum Beispiel gefordert, dass die Verlegung von Leerrohren in neuen öffentlichen Gebäude für die spätere Installation von Ladesäulen für Elektroautos vorgeschrieben werden. Außerdem wäre nach Ansicht des Grünen-Abgeordneten Wolfgang Spitzmüller endlich ein Verbot von Gasheizungen in Neubauten angesagt gewesen. (su)

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Ben Gierig / Solarwatt

Solarwatt |

Solaranlage liefert Strom für Betriebshof der Dresdner Verkehrsbetriebe

Einen großen Teil des Stroms für den Betriebshof Trachenberge der Dresdner Verkehrsbetriebe liefert eine Solaranlage auf dem neuen Werkstattgebäude. Die Module kommen ebenfalls aus Dresden – eine weitere Vorteil für die Umwelt.

Der Dresdner Photovoltaikanbieter Solarwatt hat einen Betriebshof der Verkehrsbetriebe der sächsischen Landeshauptstadt mit einer Solaranlage ausgestattet. Das Installationsunternehmen Gexx Aerosol hat die gut 1.000 Glas-Glas-Module mit einer Gesamtleistung von 300 Kilowatt auf das Dach des neuen Betriebshofes Trachenberge errichtet. Der Vorteil dieser Module ist die längere Haltbarkeit. Die höheren Investitionskosten im Vergleich zum Standardmodul mit Folienrückseite haben die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) in Kauf genommen und die Doppelglasmodule von Anfang an eingeplant.

Mit der Entscheidung für Solarwatt als Modullieferanten haben die DVB noch einen weiteren Vorteil. Die DVB profitiert zusätzlich von der regionalen Nähe“, betont Jochen Drepper, Vertriebsleiter von Gexx Aerosol. „Die Solarmodule konnten innerhalb der Stadt, direkt aus der Fertigung zur Baustelle geliefert werden. Solche kurzen Transportwege machen die Photovoltaikanlage insgesamt noch umweltfreundlicher.“

Anlage verbessert Energieeffizienz des Unternehmens

In dem Betriebshof werden Straßenbahnen der DVB abgestellt, gereinigt und gewartet. Mit der neuen Halle, auf deren Dächer die Module installiert sind, sollen diese Arbeiten in Zukunft erleichtert und vor allem unabhängig von der Witterung ausgeführt werden. Den Strom für den gesamten Betriebshof Trachenberge – dazu gehören neben dem Straßenbahnhof noch das Verwaltungsgebäude der DVB – liefert die Solaranlage im Verbund mit einem schon vorhandenen Blockheizkraftwerk. „Gemeinsam mit den DVB machen wir vor, wie die Stromversorgung mit selbst erzeugter Energie auch in einem großen Gewerbebetrieb vorangehen kann“, sagt Detlef Neuhaus, Geschäftsführer von Solarwatt. „Eine eigene Anlage spart nicht nur Kosten, sondern verbessert auch nachhaltig die Energieeffizienz des gesamten Unternehmens. Wieso also die Dachflächen ungenutzt lassen?“ (su)

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Nelskamp

Solare Dachziegel leichter integrieren

Die Hersteller haben daran gearbeitet, den Installateuren das Leben so einfach wie möglich zu machen. Damit beseitigen sie eine Hürde für die kleinen Solarelemente, die optisch in der Dacheindeckung verschwinden.

Solare Dachziegel führten bisher noch ein Nischendasein. Doch spätestens seit der Ankündigung von Tesla, solare Dachziegel auf den Markt zu bringen, rückt diese Lösung wieder stärker in den Blick der Planer, Architekten und Installateure. Der Markt wächst.

Die Branche kennt viele Gründe dafür, dass es die Kombination aus einem normalen Dachziegel mit darauf aufgebrachten Solarzellen bisher schwer am Markt hatte. Neben dem höheren Preis im Vergleich zum herkömmlichen Photovoltaikmodul wird immer wieder der Installationsaufwand als Argument gegen eine solche kleinteilige Photovoltaikanlage ins Feld geführt.

Perfekt für Neubau und Sanierung

Doch wie das in der gesamten bauwerkintegrierten Photovoltaik ist: Der direkte Preisvergleich zwischen konventionellen Produkten und den Spezialprodukten der Branche hinkt. Denn zum einen sind die solaren Dachziegel zwar durchaus teurer, wenn man den Preis auf das Watt Leistung bezieht. Doch dafür ist keine weitere Dacheindeckung notwendig. Das ist ein Vorteil, den alle dachintegrierten Solaranlagen gegenüber der einfachen Aufdachanlage ausspielen können. Gegenüber dem Verzicht auf eine Solaranlage zieht hier das Argument, dass die Dachhaut dann Strom produziert. Das spielt locker den höheren Preis gegenüber einer konventionellen, energetisch passiven Dacheindeckung wieder ein. Damit wird der solare Dachziegel vor allem im Neubau und bei der Dachsanierung zu einer durchaus preiswerten Option.

Der solare Dachziegel bringt aber gleich noch einen zweiten Vorteil mit. Zwar fügen sich dachintegrierte Photovoltaikmodule mit Systemen wie Solrif oder Easy In sehr gut in die Dachoptik ein, vor allem wenn das gesamte Dach damit eingedeckt wird. Doch eine wirkliche Ziegeloptik bleiben sie trotzdem schuldig. In der Regel ist das kein Problem, wenn diese nicht unbedingt notwendig ist.

Kaum zu sehen

Doch gerade in den Denkmalschutzbehörden rümpft man immer wieder die Nase, wenn solche Lösungen für historische Gebäude in Innenstädten vorgeschlagen werden. Hier kann der Rückgriff auf den solaren Dachziegel die Lösung sein, überhaupt eine Photovoltaikanlage installieren zu können. Schließlich verstecken sie die Solartechnolologie sehr gut, sodass nur noch der Fachmann bei genauem Hinschauen erkennen kann, dass das alte, historische Gebäude ein modernes Solardach trägt. Aber auch für andere Gebäude ist das eine Variante, das Dach photovoltaisch zu aktivieren, wenn auf die Ziegeloptik Wert gelegt wird.

Doch Installateure waren in der Vergangenheit immer vorsichtig, so etwas den Kunden anzubieten. Denn damit ist ein Planungs- und Installationsaufwand verbunden, den sie nicht überblicken konnten. Doch genau daran haben die Hersteller intensiv gearbeitet. So hat Nelskamp bei der Entwicklung seines Solardachziegels G10 PV auf einfachste Installation und vor allem gute Anbindung an die restliche Eindeckung geachtet.

Wie diese Dachziegel installiert werden und welche Lösungen es noch gibt, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift photovoltaik, die am 18.4.2019 erscheint.

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Solar World

Modulpreise bleiben stabil

Die Kostendegression bei Solarmodulen geht sein Januar dieses Jahres noch weiter – zumindest in Deutschland. Hier werden die Paneele im März zu den gleichen Preisen gehandelt wie zum Anfang des Jahres.

An den Preisen für Solarmodule hat sich in den vergangenen Wochen kaum etwas geändert. Das zeigt das aktuelle Preisbarometer des Onlinemarktplatzes für Solarmodule PV Xchange für den Monat April 2019. So haben sich vor allem die Preise für effiziente Module mit hoher Leistung überhaupt nicht verändert. In diese Kategorie fallen Module mit einer Leistung ab 290 Watt oder Module mit PERC-, HIT-, N-Typ- oder rückseitig kontaktierten Solarzellen. Diese werden durchschnittlich weiterhin mit 35 Cent pro Watt Leistung gehandelt. Damit bleibt dieser Preis seit Januar dieses Jahres stabil.

Abwärtsbewegung wieder ausgeglichen

Mit nur einem Cent mehr werden im Schnitt die vollständige schwarzen Module gehandelt. Hier handelt es sich um Module mit schwarzen Zellen, schwarzer Rückseitenfolie und schwarzem Rahmen. Diese ästhetisch ansprechende Variante leistet in der Regel zwischen 200 und 320 Watt. Immerhin hat es hier im März eine Bewegung nach oben gegeben, die aber nur einen Cent pro Watt ausmacht und die Abwärtsbewegung im Januar dieses Jahres wieder ausgleicht.

Stabil sind auch die Preise für Standardmodule mit 60 Zellen, Alurahmen, weißer Rückseitenfolie und einer Leistung zwischen 260 und 285 Watt. Diese Module wurden im März für einen Preis von durchschnittlich 0,26 Cent pro Watt gehandelt – ein Preisrückgang um einen Cent pro Watt. Preisstabilität herrscht auch bei den Billigmodulen. Hier handelt es sich um Module inselvent gewordener Hersteller, Gebrauchtmodule, Paneele ohne oder mit nur eingeschränkter Garantie und um Module zweiter Wahl. Für diese zahlte der Kunde im März durchschnittlich 20 Cent pro Watt.

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Ch. Heilig www.foto-heilig.ch

Schweiz: Kataster für Solarfassaden veröffentlicht

Das eidgenössische Bundesamt für Energie hat ein interaktives Kataster für Solarfassade veröffentlicht. In der Onlineanwendung sind alle Gebäude und jede einzelne Fassade der Schweiz verzeichnet.

Die Schweiz könnte allein mit Solaranlagen auf und an Gebäuden jedes Jahr 67 Terawattstunden sauberen Sonnenstrom produzieren. Damit könnte sich die Schweiz mit den existierenden Gebäudeflächen – zumindest bilanziell – komplett mit Sonnenstrom versorgen. Vorausgesetzt, es werden alle nutzbaren und ausschöpfbaren Flächen für die Installation von Photovoltaikanlagen genutzt. Allein die existierenden Fassaden in der Schweiz, die für Photovoltaikgeneratoren geeignet sind, könnten jährlich 17 Terawattstunden Strom liefern. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des eidgenössischen Bundesamtes für Energie auf der Basis einer neuen, interaktiven Karte, die sämtliche Gebäude der Schweiz mit ihrem Solarstrompotenzial zeigt.

Alle Gebäude erfasst

Das Bundesamt für Landestopografie (Swisstopo) und das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) haben die erste Version des interaktiven Solarkatasters der Schweiz schon 2017 veröffentlicht. Allerdings war damals nur die Hälfte der existierenden Gebäude erfasst. Jetzt sind alle Gebäude in der Schweiz abrufbar. Für jede einzelne Fassade kann der Nutzer das Eignungspotenzial abrufen. Mit einer Abschätzung des Gewinns durch die Integration von Solarmodulen kann der Hauseigentümer näherungsweise ausrechnen, in wie viel Jahren sich eventuelle Zusatzkosten einer Solarfassade im Vergleich zu einer herkömmlichen Gebäudehülle rentieren.

Fassaden gut für Winterstrom geeignet

Das neu ermittelte Fassadenpotenzial sei von besonderem Interesse, da auf diesen Flächen aufgrund der senkrechten Ausrichtung vergleichsweise hohe Wintererträge zu erwarten sind, betonen die Branchenvertreter von Swissolar. „Deren Nutzung stoße auch bei Architekten auf immer größeres Interesse, da die Vielfalt der verfügbaren Photovoltaikmodule bezüglich Farben, Texturen und Größen rasch zunehme.

Erste Orientierung für Hauseigentümer

Da bei der Erstellung des Solarfassadenkatasters keine Fenster, Türen, Balkone oder Dachvorsprünge mit erfasst wurden, wird die in der Tat nutzbare Fassadenfläche kleiner ausfallen. Deshalb sind im Ergebnis der Abfrage auch die möglichen Erträge angegeben, die durch die Nutzung der Hälfte oder eines Viertels der Fassadenfläche möglich sind. Damit bleiben die Angaben im Solarfassadenkataster nur eine erste Orientierung für den Hausbesitzer, ob sich sein Gebäude überhaupt für die Installation einer fassadenintegrierten Anlage eignet.

Das Solarfassadenkataster finden Sie hier. (su)

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SFL Technologies

Für Architekten und Planer: EM Power wird Mekka der solaren Architektur

Auf der Fachmesse EM Power in München bildet die bauwerksintegrierte Photovoltaik in diesem Jahr erstmals einen thematischen Schwerpunkt. Mit einem eigenen Messestand präsentiert sich der Branchenverband Allianz BIPV. Für Architekten, Gebäudeplaner und Immobilienexperten gibt es geführte Touren zu den Neuheiten der solaren Architektur.

Auf der Fachmesse EM Power (15. Mai 2019 bis 17. Mai 2019) in München zeigt sich die Branche der solaren Architektur selbstbewusst und im Aufwind. Unter dem Fachbegriff „Bauwerkintegrierte Photovoltaik“ präsentieren verschiedene Anbieter ihre neuen Produkte für Solarfassaden, dachintegrierte Solargeneratoren und solare Dachziegel oder Schindeln.

Gemeinschaftsstand in Halle C4

Erstmals in diesem Jahr wird die Allianz BIPV, der Branchenverband für bauwerkintegrierte Photovoltaik, mit einem eigenen Messestand vertreten sein. In Halle C4 am Stand C4.171/C4.173 erläutern Mitglieder des Vereins ihre Angebote. Dort zu sehen ist die Wanderausstellung des Solarenergiefördervereins Bayern, die Produkte der Firma NICE Solar Energy und Opvius, Forschungen des Zentrums für Wasserstoff- und Solarenergieforschung (ZSW), die Firma WALTER Konzept, das Architekturportal Solar Age und die Projektkanzlei aus Potsdam, die auf erneuerbare Energien spezialisiert ist. Am Infostand der Allianz BIPV präsentiert sich zudem die neue Beratungsstelle für bauwerkintegrierte Photovoltaik des Helmholtz-Zentrums in Berlin.

Fachvorträge und Rundgänge zur solaren Architektur

Darüber hinaus organisiert die Allianz BIPV einen Vortragsblock zur bauwerkintegrierten Photovoltaik. Die Vorträge finden am 15. Mai 2019 zwischen 14.30 Uhr und 16.30 Uhr im Forum der EM Power am Stand C4.550 statt.

Um die vielfältigen Neuheiten und Innovationen zu präsentieren, veranstalten die Fachmedien photovoltaik und PV Europe des Gentner Verlages in diesem Jahr erstmals geführte Rundgänge zur Solaren Architektur/BIPV. Diese Rundgänge werden auf deutsch und englisch gehalten und dauern jeweils rund zwei Stunden. (HS)

Das Vortragsprogramm zur BIPV finden Sie hier.

Anmeldung zu den Rundgängen zur solaren Architektur:

www.photovoltaik.eu/guidedtours

www.pveurope.eu/guidedtours

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Calyxo

Verbrauch von Solarstrom vor Ort bleibt in Deutschland weiter steuerfrei

Der Stromverbrauch aus Solaranlagen vor Ort bleibt weiterhin von der Stromsteuer befreit. Das wird durch die Neuregelung des Stromsteuergesetzes jetzt auch behilferechtlich auf europäischer Ebene abgesichert.

Der Bundestag in Berlin hat beschlossen, dass der Eigenverbrauch von Solarstrom weiterhin von der Zahlung der Stromsteuer ausgenommen bleibt, wie das bisher der Fall war. Eine Neuregelung wurde notwendig, weil die Europäische Kommission diese Befreiung beihilferechtlich als Subvention eingestuft hat. Damit können Hauseigentümer, die ihre Gebäudehülle mit einer Solaranlage ausstatten, den erzeugten Strom auch weiterhin verbrauchen, ohne dass für diesen Stromsteuer anfallen würde. Das gilt auch für Strom, der im Speicher zwischengelagert und dann im Gebäude verbraucht wird. Speist der Speicher den Strom ins Netz ein, wird hingegen für diesen Strom beim Verbraucher Stromsteuer fällig.

Die Regelung ist mit Blick auf das Beihilferecht auf Anlagen mit einer Leistung von zwei Megawatt begrenzt. Diese Grenze dürfte aber für die Betreiber von Solarfassaden oder Indachanlagen kaum von Relevanz sein, da die Anlagen in der Regel ohnehin darunter liegen. Wichtig für Mehrfamilienhäuser und Gewerbebauten mit Solaranlagen ist hier allerdings, dass die Regelung nicht für den Eigenverbrauch des Anlagenbetreibers gilt. Die Befreiung von der Stromsteuer gilt auch, wenn der Anlagenbetreiber den Strom an andere Verbraucher im Gebäude verkauft. Dabei darf der Strom allerdings niemals über das allgemeine Versorgungsnetz fließen. (su)

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Solaxess

Projekt Be-Smart will preiswerte und zuverlässige BIPV-Module entwickeln

Ein Konsortium aus 15 Unternehmen und Forschungsinstituten hat sich zum Ziel gesetzt, preiswertere und zuverlässige Solarelemente für die Gebäudeintegration zu einwickeln. Zusätzliche Vereinfachungen für Architekten und die Bauwirtschaft soll den Markt weiter ankurbeln.

Ein Konsortium aus 15 Herstellern von Komponenten für die gebäudeintegrierte Photovoltaik, aus der Bauindustrie und aus Forschungsinstituten will mit dem Projekt Be-Smart neue, solare Bauelemente zu noch geringeren Preisen entwickeln. Unter Federführung der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) wollen die Projektpartner aus Österreich, der Schweiz, Norwegen, Frankreich, Italien, Belgien und Spanien zudem eine Methode für Architekten und die Bauindustrie entwickeln, diese Bauelemente noch einfacher und preiswerter in die Gebäude zu integrieren.

Ein Segen für die Bauindustrie

Projektkoordinator und Leiter des Labors für Dünnschichtelektronik am EPFL Laure-Emmanuelle Perret-Aebi verweist darauf, dass dank der bisherigen Entwicklungen auf dem Sektor die Anwendung der BIPV derzeit rapide wächst. „Aber wir müssen diese Technologie noch mehr verfügbar machen, so dass sie umfangreicher eingesetzt werden und nicht nur in Leuchtturmprojekten“, erklärt er das Ziel von Be-Smart. Das würde auch zu einer noch größeren Nachfrage führen, sind die sich Projektbeteiligten sicher, was ein Segen für die gesamte Bauindustrie in Europa wäre. „Die Technologie unterscheidet sich von der, die in normalen Solarmodulen genutzt wird, die für die Massenproduktion entwickelt wurde und jetzt hauptsächlich in China hergestellt wird“, das Perret-Aebi. „Die BIPV-Technologie wird die europäische Industrie wieder nach vorn bringen.“

Zuverlässigkeit ist essentiell

Die Projektpartner wollen sich bei ihrer Entwicklung hauptsächlich auf die kristalline Siliziumtechnologie konzentrieren, da dies die am weitesten verbreitete Technologie ist. Allerdings müssen die Module 30 bis 50 Jahre halten – im Gegensatz zu den herkömmlichen Solarmodulen, für die die Hersteller Leistungsgarantien von bis zu 25 Jahren geben.. Das heißt: Zuverlässigkeit ist hier extrem wichtig – und eines der Projektziele. Dabei ist noch nicht einmal entscheidend für den gesamten CO2-Fußabdruck eines Gebäudes, dass die Module für die Solarfassade hergestellt werden müssen. Das machen die Paneele innerhalb von zwei bis drei Jahren Stromproduktion wieder wett.

Vorbehalte abbauen

Grundsätzlich ist es jetzt schon möglich, Gebäude mit Solarfassaden und Solardächern auszustatten. Die Schweiz sei hier als Vorreiter genannt. Immerhin sind in dem kleinen Land schon mehr als 10.000 Dächer mit Photovoltaikmodulen unterschiedlichster Form und Farbe eingedeckt. Aber immer noch gibt es Vorbehalte und der Markt wächst langsamer als der der herkömmlichen Photovoltaik. Zwar treibt die Photovoltaik die Baukosten zunächst nach oben. Doch diese zusätzlichen Kosten im Vergleich zu konventionellen Bauprodukten amortisieren sich innerhalb von zehn bis 30 Jahren – je nach Anwendung und Zusatzaufwand. Und das sogar auch ohne irgendwelche Förderungen, weil der Strom in der Regel direkt vor Ort genutzt und nicht in ein Netz eingespeist wird. Außerdem trägt die BIPV zur Reduzierung der CO2-Emissionen eines Gebäudes bei, was immer noch zu wenig in Betracht gezogen wird. „Es gibt wirklich keinen Grund, Photovoltaikmodule nicht in die Fassade neuer Gebäude zu integrieren – das sollte vielmehr die Norm sein“, betont Christophe Ballif, Leiter des PV-Lab am EPFL und Direktor des PV-Centers am Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM) in Neuchâtel. (su)

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Solaxess

Project Be-Smart to develop low-cost and reliable BIPV modules

A consortium of 15 companies and research institutes has set itself the goal of developing cheaper and more reliable solar elements for building integration. Additional simplifications for architects and the construction industry should further stimulate the market.

With the Be-Smart project, a consortium of 15 manufacturers of components for building-integrated photovoltaics, the construction industry and research institutes intends to develop new solar components at even lower prices. Under the auspices of the École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL), the project partners from Austria, Switzerland, Norway, France, Italy, Belgium and Spain also want to develop a method for architects and the construction industry to integrate these components into buildings even more easily and cheaply.

A benefit for the construction industry

Project coordinator and head of the Thin Film Electronics Laboratory at EPFL Laure-Emmanuelle Perret-Aebi points out that, thanks to developments in the sector to date, the application of BIPV is currently growing rapidly. „But we need to make this technology more available so that it can be used more extensively and not just in lighthouse projects,“ he says, explaining Be-Smart’s goal. That would also lead to even greater demand, the project participants are sure, which would be a benefit for the entire construction industry in Europe. „The technology is different from that used in normal solar modules, which was developed for mass production and is now mainly manufactured in China,“ says Perret-Aebi. „The BIPV technology will bring the European industry back on track.

Reliability is essential

The project partners intend to concentrate their development efforts mainly on crystalline silicon technology, as this is the most widely used technology. However, the modules have to last 30 to 50 years – in contrast to conventional solar modules, for which manufacturers give performance guarantees of up to 25 years. This means that reliability is extremely important here – and one of the project goals. The fact that the modules have to be manufactured for the solar façade is not even decisive for the total CO2 footprint of a building. The panels make up for this within two to three years of electricity production.

Diminish reservations

In principle, it is already possible to equip buildings with solar façades and solar roofs. Switzerland should be mentioned as a pioneer here. After all, more than 10,000 roofs in this small country are already covered with photovoltaic modules of various shapes and colours. But there are still doubts and the market is growing more slowly than that of conventional photovoltaics. Photovoltaics is initially driving up construction costs. But these additional costs compared to conventional building products pay for themselves within ten to 30 years – depending on the application and additional expenditure. And even without any subsidies, because the electricity is usually used locally and not fed into the grid. In addition, BIPV helps to reduce a building’s CO2 emissions, which is still too little considered. „There is really no reason not to integrate photovoltaic modules into the façade of new buildings – that should be the norm,“ stresses Christophe Ballif, head of the PV Lab at EPFL and director of the PV Center at the Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM) in Neuchâtel. (su)

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Lithodecor

Unsere neuen Produkte in der Datenbank

Mit dem System Airtec Glassic PV von Lithodecor können extrem einfach hinterlüftete Solarfassaden montiert werden. Die Solarmodule von Sunman und DAS Energy sind vor allem für die Installation von Anlagen auf leichten Industriedächern gedacht. Der Solardachziegel Hantile von Hanergy hat es ins Finale des Intersolar Awards geschafft.

Das Airtec Glassic PV Montagesystem von Lithodecor wurde auf der Basis des Montagesystems für herkömmliche Glasfassaden entwickelt. Mit ihm lassen sich einfach und schnell hinterlüftete Solarfassaden installieren. Durch die Flexibilität des Systems können Module mit unterschiedlichen Größen nebeneinander montiert werden.

Leichte Module für leichte Dächer

Auf Industriedächer mit geringer Resttragfähigkeit zielen die Lösungen von Sunman auch China und DAS Energy aus Österreich. Denn beide Hersteller nutzen keine Solargläser mehr in ihren Modulen. Die Frontseite besteht aus Kunststoffen, die für ein geringes Modulgewicht sorgen. DAS Energy bietet sogar eine flexible Bahn aus Solarmodulen an, die direkt auf die Gebäudehülle geklebt werden kann. Die Module können auch mit Ösen versehen in Leichtbaukonstruktionen integriert werden.

Solardachziegel mit Dünnschichthalbleiter

Der Solardachziegel von Bejing Hanergy PV Investment ist ein Glaselement in Form eines Hohlziegels, das mit einer Halbleiterschicht aus Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) versehen ist. Den Ziegel gibt es in zwei unterschiedlich großen Ausführungen, die jeweils in schwarz und grau zu haben sind.

Weitere Details zu den hier vorgestellten Produkten lesen Club Member von Solar Age unserer Produktdatenbank.

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Lithodecor

Our new products in the database

With the Airtec Glassic PV system from Lithodecor, ventilated solar façades can be installed extremely easily. Sunman and DAS Energy solar modules are primarily designed for installation on light industrial roofs. The Hantile solar roof tile from Hanergy has been nominated for the Intersolar Award.

The Airtec Glassic PV mounting system from Lithodecor was developed on the basis of the mounting system for conventional glass façades. With it, ventilated solar façades can be installed quickly and easily. Due to the flexibility of the system, modules of different sizes can be mounted side by side.

Lightweight modules for lightweight roofs

On industrial roofs with low residual load capacity, the solutions from Sunman from China and DAS Energy from Austria targeting. Both manufacturers no longer use solar glasses in their modules. The front side is made of plastic, which ensures a low module weight. DAS Energy even offers a flexible sheet of solar modules that can be glued directly to the building envelope. The modules can also be integrated into lightweight constructions with eyelets.

Solar roof tiles with thin-film semiconductors

The Bejing Hanergy PV Investment solar roof tile is a glass element in the form of a hollow tile with a semiconductor layer of copper indium gallium diselenide (CIGS). The brick is available in two different sizes, each in black and grey.

Further details about the products presented here can be found by Club Member of Solar Age in our product database.

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Bejing Hanergy PV Investment

Solardachziegel im Finale des Intersolar Awards

Hantile heißt der solare Dachziegel, der es ins Finale des diesjährigen Intersolar Awards geschafft hat. Es sei ein wegweisendes Beispiel für die Möglichkeit, Photovoltaik ins Dach zu integrieren, befindet die Jury.

Der Solardachziegel Hantile von Bejing Hanergy PV Investment hat es ins Finale des diesjährigen Intersolar Awards geschafft. Mit der Auszeichnung werden herausragende, neue Lösungen rund um die Photovoltaik prämiert, die auf der großen Branchenmesse in München vom 15 bis 17. Mai 2019 ausgestellt werden. Eines davon ist der Solardachziegel des chinesischen Herstellers. Er besteht aus einer Solarzelle mit CIGS-Dünnschicht als Halbleitermaterial. Da das Material nicht so starr ist wie kristalline Solarzellen, kann es der Hersteller aus Bejing auf runden Glaselementen aufbringen. Jeder dieser Ziegel erreicht eine Leistung von 30 Watt.

Dacheindeckung komplett ersetzen

Die Solarelemente werden wie normale Dachziegel verlegt. Sie können die herkömmliche Dacheindeckung komplett ersetzen – zumindest die Flächen des Daches, die nicht verschattet sind. Denn Dünnschichtmaterial nutzt zwar diffuses Licht besser als die kristallinen Zellen. Allerdings kommt es nicht ohne Sonnenlicht aus, um Strom zu produzieren.

Nach Angaben der Jury des Intersolar Award erfüllen die solaren Dachziegel der Chinesen hohe Anforderungen in Bezug auf Konstruktion, Brandschutz, Abdichtung und mechanische Festigkeit. „Der Solardachziegel Hatile ist ein wegweisendes Beispiel dafür, wie sich Solarzellen elegant in Dächer integrieren lassen“, begründet die Jury ihre Entscheidung, die Lösung von aus Bejing als eine der zehn herausragenden Neuheiten in diesem Jahr zu nominieren.

Der Intersolar Award wird am 15. Mai 2019 am Stand B3.570 verliehen. Weitere innovative Produkte für die Integration der Photovoltaik in Gebäuden zeigt Solar Age den Architekten im Rahmen eines geführten Rundgangs über die Messe zu den Höhepunkten der BIPV. Hier können Sie sich kostenlos anmelden.

Club Member von Solar Age finden eine ausführliche Beschreibung des Solardachziegels in unserer Produktdatenbank. (su)

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Sunman

Sunman führt flexible Solarmodule in den europäischen Markt ein

Der chinesische Anbieter Sunman führt seine leichten Solarmodule in den europäischen Markt ein. Er konzentriert sich dabei vor allem auf Dächer mit nur geringer Traglastreserve.

Mit der Einführung der leichten und flexiblen Modulen mit kristallinen Solarzellen will Sunman vor allem das Segment der Industriedächer mit geringen Lastreserven bedienen – ein Segment, das der österreichische Hersteller DAS Energy ebenfalls im Blick hat. Denn diese Dächer sind mit herkömmlichen Modulen kaum für die Photovoltaik geeignet. Sunman verzichtet aus Gewichtsgründen auf Gläser für seine Module. Statt dessen sind sie in ein transparente Kompositmaterial eingeschweist.

Erstes Projekt realisiert

Das sorgt nach Angaben des Unternehmens für die gleichen Erträge, die auch mit normalen Solarmodulen möglich sind. Gleichzeitig sorge die Folie, in die die Zellen eingebettet sind, für lange Lebensdauer und sie reduziert vor allem das Gewicht erheblich. Mit von 3,5 bis fünf Kilogramm pro Quadratmeter sind die Module für die Installation auf Dächern geeignet, die Anlagen mit schweren, herkömmlichen Solarmodulen nicht tragen können.

Sunman hat mit den Modulen auch schon die ersten Projekte in Süddeutschland realisiert. Die Stadtwerke im badischen Waldkirch haben auf der örtlichen Stadthalle eine Anlage mit einer Leistung von 200 Kilowatt mit den leichten Modulen von Sunman errichtet. „Die Installation von schwereren Solarmodulen mit Glasscheibe war auf dem Titanzinkdach nicht möglich“, erklärt Thorsten Ruprecht, Geschäftsführer der Stadtwerke Waldkirch. „Wir sind jetzt in der Lage unsere geplanten Projekte umzusetzen, die aufgrund von statischen Problemen bisher gescheitert sind.“

Eine detaillierte Beschreibung der Module von Sunman und von DAS Energy finden Club Memeber von Solar Age in der Datenbank. (su)

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Second Sol

Second Sol startet Branchenverzeichnis für Solarhandwerker und Dienstleister

Im Branchenverzeichnis finden Architekten und Bauherren fachkundige Photovoltaik- und Solarthermiehandwerker und entsprechende Dienstleister ihrer Region. Auch die Elektromobilität ist mit abgebildet.

Der Onlinemarktplatz Second Sol hat ein Verzeichnis gestartet, in dem sich alle Servicedienstleister rund um die Photovoltaik, Solarthermie und Elektromobilität kostenlos registrieren können. Es richtet sich zunächst an Installateure, Gutachter und Serviceunternehmen rund um die Wartung, Reparatur und Reinigung von Solaranlagen. „Wir freuen uns sehr, pünktlich zur Intersolar 2019, unseren Kunden das neue Branchenbuch vorstellen zu können“, sagt Stefan Wippich, Gründer des Onlineportals Second Sol. „Mit dem Branchenbuch wollen wir Anbieter und Anlagenbetreiber zusammenführen. Vor allem wollen wir Nutzern, deren Installateur oder Hersteller nicht mehr existent ist, den schnellen und einfachen Weg zu einem neuen Ansprechpartner ermöglichen.“

Auf das Branchenverzeichnis können also auch Architekten und Bauherren zurückgreifen, die einen Installateur für eine Solaranlage oder die Ladeinfrastruktur für Elektroautos suchen. Genauso können Bauherren hier fachkundigen Servicedienstleister in ihrer Region finden.

Schnell zum Fachmann kommen

Denn jeder Eintrag im Branchenbuch von Second Sol enthält die kompletten Kontaktdaten, das Firmenlogo sowie einen Link zur Website. Darüber hinaus wird das Unternehmen mit einem ausführlichen Porträt präsentiert, so dass sich der Kunde einen Eindruck über das Angebot und die Erfahrungen machen kann. Um schneller zum jeweiligen Fachmann zu kommen, ist die Webseite in branchenspezifische Rubriken und Unterrubriken aufgeteilt. Unterschiedliche Suchoptionen liefern sehr genaue Treffer. Die Suchergebnisse lassen sich überdies durch regionale Filter und eine Umkreissuche zusätzlich einschränken.

Das Branchenbuch bildet aber nicht nur die technische Seite der Solarenergie und Elektromobilität ab. Es umfasst auch Informationen über fachlich spezialisierte Anwälte und Versicherungsmakler, führt Interessierte beispielsweise auch zu diversen Blogs und enthält eine Übersicht von branchentypischen Magazinen.

Eine Registrieung ist auf der Internetseite von Second Sol möglich. (su)

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Viridian Solar

Unsere neuen Produkte in der Datenbank

Das Modul Elegante von Aleo Solar wurde speziell für die Überkopfverglasung entwickelt. Der Speicher Pro Hybrid 10 von Fenecon speist seinen Strom mit sehr hoher Leistung ins Hausnetz ein. Viridian Solar hat seine Indachlösung auf möglichst einfache Installation ausgelegt.

Das Elegante von Aleo Solar ist semitransparent und wurde direkt für die Überkopfverglasung entwickelt. Die Entwickler des Unternehmens im brandenburgischen Prenzlau haben sich auch etwas Spezielles für die Anschlussdose einfallen lassen – sie ist seitlich angebracht und verschwindet so zusammen mit den Kabeln in der Dachkonstruktion.

Leistungsstarkes Speicherpaket

Das Speichersystem Pro Hybrid 10 hat Fenecon vor allem für hohe Leistungen ausgelegt. Diesen Vorteil kann es vor allem ausspielen, wenn ein Elektroauto mit dem gespeicherten Strom geladen werden soll. Es kann zwischen 6,4 und 10,2 Kilowattstunden stufenweise skaliert werden.

Indachsystem für alle Eindeckungen

Der britische Hersteller von Indachsolaranlagen Viridian hat mit dem Clearline Fusion ein System auf dem Markt, das bisher vor allem in Großbritannien verbaut wurde. Mit der Kooperation mit Krannich Solar ist es jetzt auch in Mitteleuropa zu haben. Es ist so ausgelegt, dass die Module sowohl hochkant als auch quer installiert werden können. Viridian Solar liefert die Module gleich mit.

Weitere Details zu den hier vorgestellten Produkten lesen Club Member von Solar Age unserer Produktdatenbank.

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Oxford PV

Meyer Burger kauft Anteile von Oxford PV

Der Schweizer Equipmenthersteller wird zum größten Anteilseigner von Oxford PV, einem zukünftigen Produzenten von Solarzellen aus kristallinem Silizium und Perowskiten. Eine neue Linie aus der Schweiz soll 200 Megawatt Modulleistung pro Jahr produzieren.

Der Schweizer Herstellen von Maschinen für die Produktion von Photovoltaikkomponenten Meyer Burger hat 18,8 Prozent von Oxford PV gekauft. Damit wird das Unternehmen der größte Anteilseigner des Herstellers von Solarmodulen mit Tandemsolarzellen aus kristallinem Silizium und Perowskiten.

Produktionslinie geordert

Oxford PV baut derzeit eine Produktionslinie in Brandenburg an der Havel auf, mit der die Perowskitmodule mit höherer Effizienz und Leistung hergestellt werden sollen. Diese sind auch für Solarfassaden geeignet gelten als eine der Zukunftstechnologien der Photovoltaik. Denn durch die Verbindung von verschiedenen Technologien können die Module jeweils bei unterschiedlichen Sonneneinstrahlungen ihre Stärken ausspielen. So produzieren die kristallinen Solarzellen den meisten Strom, wenn die Sonne direkt auf sie scheint. Die durchsichtige Schicht aus Perowskiten – einem Halbleitermaterial aus organischen Methylammoniumverbindungen und anorganischen Bleihalogeniden – ist wiederum für die Stromproduktion zuständig, wenn die Sonne aus einem ungünstigerem Winkel auf die Module scheint.

27 Prozent Wirkungsgrad angestrebt

Zudem kann die Perowskitschicht mehr Sonnenlicht im energiereichen blauen Spektralbereich nutzen, was die Leistung jeder einzelnen Zelle drastisch nach oben treibt. Insgesamt soll der Wirkungsgrad dieser Tandemzellen schon zu Beginn der Serienfertigung 27 Prozent betragen. Um diese Produktion aufzubauen, hat Oxford PV eine entsprechende Herstellungslinie von Meyer Burger gekauft. Sie soll bis Ende des nächsten Jahres aufgebaut sein und dann jedes Jahr 200 Megawatt Modulleistung ausstoßen. Mit der Kooperation versprechen sich die beiden Unternehmen eine schnellere Markteinführung der Module mit den Perowskit-Tandemsolarzellen. (su)

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Solar Age

Neu: Einstrahlungskarte auf Solar Age

Die Internetseite von Solar Age hat eine neue Funktionalität: Rechts neben den News finden Sie jetzt die Einstrahlungskarte von Metoetest. Anhand dieser können die Erträgen von Solaranlagen errechnet werden.

Solar Age und der Schweizer Datenspezialist Meteotest bieten eine interaktive Karte für Architekten und Gebäudeplaner. Dieser Service liefert den Interessenten die monatlichen Summendaten der Sonneneinstrahlung in Ihrer Region. Anhand farbiger Abstufungen werden die jeweiligen, monatlichen Einstrahlungswerte des vergangenen Monats angezeigt. Die Karte bleibt immer auf dem neusten Stand. Der Nutzer kann sich aber auch die vergangenen Werte anzeigen lassen, indem er über ein Eingabefeld monatlich zurückspringen kann – bis April 2015. So kann er seine eigene Zeitleiste für eine Region aufbauen.

Der Nutzer kann die Ansicht der Karte vergrößern und verkleinern, über Europa in eine andere Region springen, in der Sie oder Ihre Geschäftspartner möglicherweise arbeiten. Oder arbeiten wollen. Genauere Daten findet der Nutzer über einen Link direkt bei Meteotest.

Leser von Solar Age finden die neue Einstrahlungskarte im Newsroom von Solar Age recht neben den Neuigkeiten aus der Branche. Bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten Sie unseren wöchentlichen Useletter. Hier registrieren. (su)

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Viridian Solar

Krannich Solar vertreibt Indachsystem von Viridian Solar

Der Photovoltaikgroßhändler Krannich Solar hat jetzt auch das Indachsystem des britischen Herstellers Viridian Solar im Portfolio. Damit bietet das Unternehmen jetzt auch eine ästhetisch anspruchsvolle Lösung an.

Der Photovoltaikgroßhändler Kranich Solar in Weil der Stadt erweitert sein Angebot für Architekten. Denn neu im Portfolio sind jetzt auch das Indachsystem Clearline Fusion von Viridian Solar mit Sitz im britischen Camebridge. Krannich Solar will damit eine ästhetische Alternative zum normalen Aufdachsystem bieten. Das System kann sowohl mit Schiefer- als auch mit Ziegeleindeckungen kombiniert werden. Die Module werden mit Klammern befestigt, die nicht zu sehen sind. Außerdem verfügt es über steckbare Verbinder, die für eine wetterfeste und sichere Befestigung sorgen.

Ergänzung für anspruchsvolle Kunden

Dabei sei es preislich vergleichbar mit Aufdachsystemen, betonen die Großhändler von Krannich Solar. „Wir sehen Clearline Fusion als perfekte Ergänzung für viele unserer Kunden in den Ländern, in denen wir tätig sind“, erklärt Jan Brunner, Vertriebsleiter von Krannich Solar. „Die globale Präsenz von Krannich Solar eräffnet uns für Clearline Fusion interessante neue Geschäftsfelder im Hinblich auf unser Ziel, ästhetisch ansprechende Solaranlagen in ganz Europa und darüber hinaus anzubieten“, ergänzt Jamie Berryman, Verkaufsdirektor von Viridian Solar, den Vorteil, den die Briten mit der Kooperation mit Krannich Solar bekommen. Schließlich ist das Unternehmen bisher vor allem im Heimatmarkt unterwegs.

Club Member von Solar Age lesen eine detaillierte Beschreibung des Systems in der Produktdatenbank.

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Dieter Moor/Ertex Solar

Ertex Solar für Energy Globe Award nominiert

Ertex Solar hat es in die engere Auswahl für einen der sechs Energy Globe Awards geschafft. Das Unternehmen konnte mit einem Projekt in Fürstenfeld in der Steiermark überzeugen, das im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde.

Der österreichische Spezialist für gebäudeintegrierte Photovoltaikmodule Ertex Solar hat es in die engere Auswahl für einen der sechs diesjährigen Energy Globe Awards geschafft. Der Hersteller von kundenspezifisch angefertigten Modulen hat die Jury mit einem seiner jüngsten Projekte überzeugt. In Fürstenfeld in der Steiermark hat das Unternehmen aus dem niederösterreichischen Amstetten eine Parkplatzüberdachung für einen neuen Baumarkt errichtet.

Riesige Module geliefert

Herausragend ist vor allem die Größe der Module, die mit 3,67 und fünf Metern Breite speziell angefertigt wurden. Kleinere Module waren nicht möglich, da die Unterkonstruktion, in die die semitransparenten Module integriert sind, auf Stützpfeilern steht. Damit diese Pfeiler so weit auseinanderstehen können, dass auch Autos noch dazwischen hindurch passen, mussten entsprechend große Module integriert werden. Eine detaillierte Beschreibung des Projekts finden Club Member von Solar Age in der Datenbank.

Eisspeicher gewinnt den Award

Der Energy Globe Award wird seit 1999 jedes Jahr in sechs Kategorien vergeben: Feuer, Wasser, Luft, Erde, Jugend und Nachhaltige Plastik. Ertex Solar hat es ins Finale der Kathegorie Feuer geschafft. Gewonnen hat allerdings der Wiener Elektrogerätehändler Audio Tuning Vertrieb mit einem Eisspeicher im Industriemaßstab, der mit Solarenergie betrieben wird. Ertex Solar ist schon zum dritten Mal erfolgreich. Im Jahr 2005 holte das Unternehmen den Gesamtsieg für Österreich und 2009 bekam es eine Anerkennung für ein Projekt im sudanesischen Karthum. (su)

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Wien Energie

Österreich: Neuer Mustervertrag für Mieterstrom bereitgestellt

Im österreichischen Onlineportal PV Gemeinschaft steht den Nutzern ein neuer Mustervertrag für Mieterstromanlagen zur Verfügung. Es regelt das vertragliche Verhältnis zwischen Anlagenbetreiber beziehungsweise Hauseigentümer und den Mietern, die den Solarstrom nutzen.

Das Beratungsunternehmen Energie Tirol hat der österreichischen Plattform PV Gemeinschaft einen neuen Mustervertrag für die Nutzung von Solarstrom aus Photovoltaikanlagen in Mehrfamilienhäusern zur Verfügung gestellt. Der Mustervertrag steht in der Kategorie „Verträge zwischen Anlagenbetreiber und Teilnehmern“ zum Download bereit. Darin wird das Vertragsverhältnis zwischen dem Vermieter als Versorger und den Mietern als Abnehmer des Photovoltaikstroms geregelt. Voraussetzung: Der Vermieter ist alleiniger Eigentümer des Gebäudes oder Alleineigentümer der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Mehrfamilienhauses.

Dynamisches Abrechungsmodell geregelt

Der Mustervertrag bezieht sich auf das sogenannte dynamische Abrechnungsmodell der Stromlieferung innerhalb des Hauses an die Mieter. Das heißt, die vorher festgelegte Strommenge vom Dach wird so weit wie möglich den beteiligten Mietern zur Verfügung gestellt und abgerechnet. Das erhöht im Vergleich zum statischen Modell den Eigenverbrauch. Denn im statischen Modell wird vorher vereinbart, wie viel Solarstrom jeder Teilnehmer am Mieterstrommodell verbraucht. Nutzt er ihn nicht, wird dieser überschüssige Anteil ins Netz eingespeist.

PV Gemeinschaft ist ein Onlineportal, das das Mieterstrommodell in Österreich detailliert erklärt und beispielhaft zeigt, wie solche Projekte unter den aktuell geltenden Regelungen umgesetzt werden können. Es wurde entwickelt von PV Austria in Zusammenarbeit mit der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich, dem Klima- und Energiefonds, der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik und Energy Changes Projektentwicklung ins Leben gerufen. (su)

Weiter Informationen finden Sie hier.

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Aromapflege

Sonnenhaus-Institut e.V. |

Solarhaus gewinnt Tiroler Holzbaupreis

Ein Haus, das zu über 70 Prozent mit Solarenergie versorgt wird, hat den diesjährigen Tiroler Holzbaupreis in der Kategorie Gewerbliche Bauten gewonnen. Eine Kombination aus Solarfassade und Dachanlage sorgt für einen hohen solaren Deckungsgrad.

Mit dem neuen Firmensitz des österreichischen Naturkosmetikherstellers Aromapflege hat das Sonnenhausinstitut einen der fünf diesjährigen Tiroler Holzbaupreise gewonnen. In der Kategorie „Gewerbliche Bauten” setzte sich das Gebäude klar gegen die Konkurrenz durch.

Der Holzbaupreis wird jährlich von den Vereinen Pro Holz in Tirol und Salzburg vergeben. Mit ihm zeichnet eine Expertenjury herausragende Holzbauprojekte in der Region aus. Entscheidende Kriterien sind der Umgang mit Ressourcen, regionale Wertschöpfung, die handwerkliche Umsetzung und die Ästhetik der Gebäude. Mit seinem durchdachten Energiekonzept in Verbindung mit einer Gebäudekonstruktion, die komplett aus Holz besteht, konnte das neue Domizil von Aromapflege überzeugen.

Sonnenstrom komplett im Gebäude verbrauchen

Für die Energieversorgung sorgen eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hauses und eine solarthermische Anlage an der Südfassade. Der Sonnenstrom wird komplett im Gebäude genutzt. Nicht nur die Elektrogeräte werden damit betrieben, sondern auch zwei Heizpatronen, die die Solarthermie bei der Bereitstellung der Raumwärme unterstützen. Ein großes Speichersystem sorgt dafür, dass der gesamte Strom aus der Photovoltaikanlage im Gebäude verbraucht werden kann.

Eine detaillierte Beschreibung des Energiekonzepts und der Gebäudearchitektur finden Club Member von Solar Age in der Projektdatenbank. (su)

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Schweizer Solarpreis 2018

Neues Projekt in der Datenbank: Neubau solarer Mehrfamilienhäuser in der Schweiz

In Reichenburg wurden gleich zwei Mehrfamilienhäuser gebaut, die ihren Energiebedarf zu zwei Dritteln mit der Sonne abdecken.

Das Herz der gesamten Energieinfrastruktur sind zwei Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern der Gebäude. Sie sind relativ flach in Ost-West-Richtung aufgeständert, um den Eigenverbrauch zu erhöhen. Zusätzlichen Strom liefern Solarmodule auf einer Lärmschutzwand, die neben den beiden Mehrfamilienhäusern errichtet wurde. Außerdem bestehen alle Balkonbrüstungen aus monokristallinen Solarmodulen, die sich ästhetisch perfekt in die ansonsten backsteinrote Fassade einfügen.

Solarthermie und Wärmepumpe arbeiten zusammen

Die gesamte Warmwasserbereitung übernehmen zwei verglaste solarthermische Anlagen, die ihre Überschüsse im Sommer in Energiepfählen zwischenlagern. Diese dienen im Winterhalbjahr als Wärmequelle für die Wärmepumpen, die für die Raumheizung zuständig sind. Insgesamt kann die Solarwärme im Zusammenspiel mit den Wärmepumpen die den gesamten Wärmebedarf der Gebäude abdecken.

Ausgeklügeltes Energiekonzept

Nur für den Stromverbrauch reicht die von den Gebäuden produzierte Energie nicht aus. Das Gebäude erreicht dennoch einen hohen Autarkiegrad. Immerhin 66 Prozent der gesamten benötigten Energie produziert es selbst. Um den Eigenverbrauch des Solarstroms zu garantieren, sind zudem Ladesäulen für Elektroautos, E-Bikes und Scooter installiert. Aufgrund seines ausgeklügelten Energiekonzepts und der Kombination einer ästhetisch ansprechenden Solararchitektur mit nachhaltiger Energieversorgung wurde es im Jahr 2018 mit dem Schweizer Solarpreis ausgezeichnet. Eine detaillierte Beschreibung stehen für Club Member von Solar Age zum Download in der Projektdatenbank bereit.

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Heiko Schwarzburger

Solaxess |

BIPV: Neue farbige Module für Fassaden

Das diesjährige Forum BIPV in Bad Staffelstein ist zu Ende. Kleines Bonbon zum Abschluss: Die Präsentation von Solaxess, einem Schweizer Anbieter von speziellen Modulen für Fassaden.

Momentan treibt der Schweizer Mark die BIPV, ist der Motor der Architektur mit solaraktiven Fassaden. In einem Vortrag referierte Peter Roethlisberger von Solaxess seine Erfahrungen mit den Architekten und der Baubranche. Solaxess hat seinen Sitz in Neuchatel. Die Firma hat mittlerweile erste Projekte mit weißen Solarmodulen realisiert. „Das Problem ist, dass man diesen weißen Paneelen nicht ansieht, was sie können“, sagt Roethlisberger. Das sei jedoch der eigentliche Vorteil, weil auf diese Weise die Solarmodule zu ganz normalen Bauprodukten werden.

Elf Prozent Wirkungsgrad

Die kristallinen Module haben einen Wirkungsgrad von elf Prozent. Sie sind komplett weiß, niemand würde darin Solartechnik vermuten. Denn die Zellen bleiben völlig unsichtbar. Damit sind weiße Fassaden möglich, die zudem sauberen Strom liefern. „Die Einstiegsangst muss man den Architekten nehmen“, sagt Peter Roethlisberger. „Sie kennen die Photovoltaik nur als schwarze Scheiben oder kristalline Zellen, da stehen ihnen die Haare zu Berge.“

Weiße und farbige Module werden die BIPV deutlich beflügeln. „Aus diesen Fassaden kommt auf alle Fälle mehr Strom raus, als aus einer normalen, weißen Wand“, urteilt der Schweizer Experte. „Daraus kriegen sie nämlich gar keinen Strom.“

Zellen bleiben unsichtbar

Unsichtbarkeit ist für Roethlisberger ein entscheidendes Kriterium: „Die Solarzellen müssen unsichtbar bleiben.“ Solaxess entwickelt derzeit Module mit beiger, grauer und Terrakotta Farbgebung, in verschiedenen Helligkeitsstufen. Wichtig ist zudem, dass die Solarfassaden wenn möglich keine oder nur wenig Blendwirkung ausüben.

Ein weiterer Effekt: Strom produzierende Fassaden kühlen das dahinterliegende Gebäude. Denn ein Teil der Solarenergie wird als elektrischer Strom aufgefangen, heizt also nicht die Fassade auf. Dadurch sinkt der Strombedarf, um die Gebäude im Sommer zu kühlen. Das spielt vor allem in warmen Regionen eine wesentliche Rolle. (HS)

Solaxess wird seine Innovationen im Rahmen unserer PV Guided Tours BIPV in München präsentieren. Melden Sie sich hier an!

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Heiko Schwarzburger

Avancis GmbH, Aleo Solar |

BIPV-Forum: Neue Produkte treiben Wirtschaftlichkeit

Solare Fassaden rechnen sich nicht, sind viel zu teuer. Dieses Vorurteil ist unter Architekten, Bauherren und der Branche selbst nach wie vor weit verbreitet. Dabei gibt es durchaus Solarprodukte, die mit den klassischen Fassadenelementen konkurrieren können.

Denn eines sind Fassaden aus Glas, Stahl oder Aluminium ganz sicher nicht: billig. Die Quadratmeterpreise steigen, summieren sich angesichts der großen Fassadenflächen zu enormen Summen. Die Kosten für Solarfassaden müssen sich damit messen, nicht mit der Einspeisevergütung wie bei der Freilandanlagen oder Aufdachsystemen. Die BIPV rechnet in Quadratmeterpreise, nicht vordergründig in Eurocent pro Kilowattstunde.

Neu für die Architekten und ihre Kunden ist vor allem, dass das Gebäude mit seinen Flächen selbst zum Erzeuger von sauberem Strom und Wärme mutiert. Das muss erst einmal in Köpfe hinein: „Eine reine Glasfassade rechnet sich eigentlich nie“, sagt Wolfgang Willkomm, Architekturprofessor an der Hafen University in Hamburg. „Erst durch die Stromerzeugung kann man überhaupt eine Amortisationszeit berechnen.“

Mehrere Technologien sind aussichtsreich

Organische Solarzellen, Perowskite-Module oder Dünnschichtmodule aus Kupfer-Indium-Kompositen bereiten derzeit interessant Innovationen für die BIPV vor. Auch die Anbieter von Glas-Glas-Modulen mit kristallinen Siliziumzellen stellen sich auf den neuen Markt ein.

Denn langsam steigt die Nachfrage von spezialisierten Architekturbüros, Ingenieuren und Bauträgern. Zudem beginnen Energieversorger und Stadtwerke, sich für das Thema zu interessieren.

Semitransparentes Modul von Aleo

So zeigte Aleo Solar in Bad Staffelstein semitransparente Glas-Glas-Module Elegante, das Sonnenstrom erzeugt und teilweise lichtdurchlässig ist. Dadurch lassen sich dahinterliegende Räume abschatten, um sie vor sommerlicher Verschattung zu schützen.

Es wird aus teilvorgespanntem Verbundsicherheitsglas hergestellt, je vier Millimeter vorn und hinten. Die Anschlussdosen sind seitlich angeordnet, um die Optik nicht zu stören, auch nicht auf der Unterseite. Das spielt bei Überkopfverglasung eine wichtige Rolle. Aleo bietet ein eigenes Montagesystem an, das sich vielfältig anpassen lässt.

Das Elegante wird 2019 auch als Isolierglas angeboten, für Warmfassaden. Dieses Modul ist 33 Millimeter dick und hat einen U-Wert von 1,1 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Das entspricht durchaus gängigen Isolierglasfenstern.

Skala-Module in vielen Farben

Die Solarfassaden bringen vor allem für die Dünnschichtmodule neue Chancen. Wer eine solar aktive Fassade plant, muss Elektrik, Bauphysik und Optik zusammen denken. „Unsere CIGS-Module mit ihren Backrails zur Montage haben die bauaufsichtliche Zulassung bekommen“, erläutert Peter Borowski, Teamleitung für Produktcharakterisierung bei Avancis in München.

Avancis bietet seine Fassadenmodule unter dem Markennamen Skala an, in verschiedenen Farben. „Der Minderertrag beträgt maximal 15 Prozent gegenüber einem schwarzen Module“, analysiert Peter Borowski.

Diese Module lassen sich mit dem DC-Optimierer P405 von Solaredge anschließen, oder mit Stringwechselrichtern, die für die hohen Spannungen der Dünnschichtmodule zugelassen sind. Ein Problem ist immer, dass möglichst wenig Elektronik in der Fassade eingebaut werden sollte. Denn nach der Montage kann es sehr aufwändig sein, einzelne Module abzunehmen, um an die DC-Optimierer zu gelangen – falls diese schwächeln.

Allerdings bieten die DC-Optimierer einige Vorteile beim Brandschutz (Freischaltung bei Netztrennung) und beim Monitoring der Module. Die Auflösung der Betriebsdaten erfolgt modulgenau. Anders bei der klassischen Stringverschaltung: Hier kann der Wechselrichter lediglich Stringdaten auswerten.

Solibro bringt Systemlösung für die Fassade

Mit CIGS-Modulen befasst sich auch die Solibro Hi-Tech GmbH in Bitterfeld/Wolfen. Im doppelten Sinne: als Modulhersteller für Fassaden und als Lieferant für schlüsselfertige Modulfabriken. Bei seinem Vortrag in Bad Staffelstein präsentierte Mathias Fischer, Projektleiter für BIPV bei Solibro, eine Systemlösung an: aus Glas-Glas-Modulen mit elektrischem Anschluss je nach Anforderung des Gebäudes.

Das DIBt hat bereits genickt

Das Fassadenelement besteht hinten aus zertifiziertem Verbundsicherheitsglas (VSG) mit bauaufsichtlichzugelassener EVA-Folie mit dem proaktiven Substratglas nach vorn. Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) hat diese Version bereits abgenickt, als VSG mit appliziertem Funktionsglas. Denn das VSG verleiht dem Element ausreichend Stabilität, das Funktionsglas auf der Front ist dafür faktisch nicht notwendig. Die Montage erfolgt durch Backrails auf dem VSG. Allein dSie soll vorerst an Kaltfassaden zum Einsatz kommen.

Neuer Mikrowechselrichter für CIGS-Module

Der Anschluss erfolgt über den eigens entwickelten Invertino TF-300, den ersten netzgekoppelten Mikrowechselrichter für Dünnschichtmodule. Er wandelt die DC-Spannung direkt am Modul in Wechselspannung um, hat die automatische Abschaltung im Fehlerfall integriert und erhöht den Ertrag aus dem Solarfeld. Denn Verschattung, Mismatch oder andere Probleme können sich nicht auf einem String ausbreiten, sondern bleiben aufs Modul begrenzt.

Auch das Monitoring ist auf Modulebene möglich, war die Wartung und den Austausch sehr vereinfacht. Der Mikrowechselrichter ist komplett vergossen, um ihn gegen äußere Einflüsse zu imprägnieren.

Avancis will Ende Q3 oder Anfang Q4 damit in den Markt gehen, zunächst mit einer standardisierten Modulgröße. „Ab 2020 wollen wir alle Größen von 3,20 bis 1,60 Metern bedienen und die Frontglasdicken den spezifischen Lastfällen anpassen können.“ (HS)

Avancis wird seine Skala-Module im Rahmen unserer PV Guided Tours BIPV in München präsentieren. Melden Sie sich hier an!

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Heiko Schwarzburger

BIPV: Strategien aus der Nische

Im Kloster Banz bei Bad Staffelstein begann das diesjährige Fachsymposium zur Photovoltaik. Auftakt machte das Forum Bauwerkintegration. Tenor: Langsam kommt Bewegung in die solare Architektur.

Obwohl die Photovoltaikmärkte weltweit und in Europa auf starkes Wachstum eingestellt sind, kommt die bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV) kaum aus den Kinderschuhen. Maria Roos vom BSW Solar kritisierte, dass das Gebäudeenergiegesetz (GEG) der Bundesregierung weiterhin auf Eis liegt. „Die geplante externe Kommission wurde abgesagt, weil das Bundeswirtschaftsministerium eigene Kompetenz habe“, kommentierte Roos. „Man fragt sich aber, warum das Gesetz trotzdem nicht kommt.“ Das in Aussicht gestellte GEG soll es künftig zumindest erlauben, dass Photovoltaik mit Wärme verrechnet werden kann.

Leistung von Solarfassaden angerechnet

Die Anlagenleistung von Solarfassaden wird im Entwurf des neuen GEG mit den Dachanlagen gleichgestellt, auch wenn der Ertrag der vertikalen Module nur rund 70 Prozent von optimal ausgerichteten Dachgeneratoren. Das könnte den Solarfassaden einen gewissen Schub verleihen.

Klar ist: Die Fassaden solar zu aktivieren, wird immer dringender. Denn eigentlich braucht Deutschland im Jahr rund zehn Gigawatt Zubau, statt drei Gigawatt wie 2018. Diesen Zubau mit Solarparks auf der freien Fläche zu erreichen, dürfte sehr bald auf Akzeptanzprobleme stoßen.

Zwei Standbeine der BIPV

Rechtsanwalt Sebastian Lange von der Allianz für Bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV) e.V. mahnte an, dass sich die solare Architektur nicht zu sehr auf die Förderung durch den Staat verlassen soll. Anders als die Photovoltaik durch das EEG steht die BIPV nur mit einem Bein in der Energiewirtschaft, mit dem andern jedoch im Baugeschäft. Beide Branchen sind bislang strikt getrennt, haben kaum Berührungspunkte. „Anlagen der BIPV erzeugen Strom und sind damit Gegenstand des Energierechts“, erläuterte er in seinem Vortrag. „Das deutsche Energierecht ist so komplex, dass der Betrieb einer Photovoltaikanlage erheblichen rechtlichen Risiken unterliegt.“

Energierecht und Baurecht

Zum anderen sind die Anlagen auch bauliche Anlagen, die dem Bauplanungsrecht und dem Bauordnungsrecht unterliegen. Hinzu komme das Steuerrecht: Stromsteuer, Mehrwertsteuer, Abschreibungen und so weiter.

Das Energierecht liegt weitgehend bei der Europäischen Union und beim Bund. Das Steuerrecht und das Bauplanungsrechts liegt gleichfalls in Bundeshand. Das Bauordnungsrecht hingegen ist Sache der Bundesländer. Hinzu kommen die Gremien der technischen Normung in Europa und auf Bundesebene, beispielsweise VDI, VDE oder Deutsches Institut für Bautechnik (DIBt).

Er forderte, den Strom aus integrierten Anlagen (Solarfassaden oder Indachanlagen) von Umlagen zu befreien. Das würde den Vorgaben der EU entsprechen, die dezentrale Solaranlagen von Strafsteuerung und Umlagen entlasten will, um die Prosumer zu stärken.

Zudem gehe es bei den Solarfassaden nicht vorrangig um möglichst hohe Leistungen und Erträge, sondern in erster Linie um gestalterische Aspekte und die Schutzfunktionen der Fassadentechnik. Die Stromerzeugung ist demgegenüber nachrangig. (HS)

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Velka Botička

Conexio |

BIPV-Forum: Architekten treffen auf Photovoltaik

Am 18. und 19. März 2019 lädt Conexio Architekten, Bau- und Solarindustrie nach Bad Staffelstein zum alljährlichen Symposium „Gebäudeintegrierte Photovoltaik“ ein.

Das BIPV Forum im Kloster Banz richtet sich an alle innovativen Marktakteure, die in Zukunft mit der Sonne bauen, aber auch an Planer, Wohnbaugesellschaften, Forschungsinstitute, Energiedienstleister und moderne Bauherrn.

Beispiele und Rahmenbedingungen

Die Teilnehmer erwartet ein informatives Programm rund um die Integration von Photovoltaikanlagen in die Gebäudehülle. So wird Maria Roos vom BSW Solar die aktuellen Rahmenbedingungen für die BIPV aufzeigen, bevor Sebastian Lange von der Allianz Bauwerkintegrierte Photovoltaik die energierechtlichen Fragen rund um die BIPV erläutert.

Im Anschluss daran stehen die gestalterischen Möglichkeiten von Solaranlagen in der Fassade und im Dach sowie die entsprechenden Systemlösungen auf dem Programm. Hier wird es auch um spezielle Herausforderungen und auch die Kosten einer solar aktiven Gebäudehülle im Vergleich zu herkömmlichen Materialien gehen. Die Referenten zeigen aber auch, welche technischen Möglichkeiten es inzwischen gibt, eine Photovoltaikfassade zu errichten – sei es mit herkömmlichen oder mit neuen Technologien wie die organische Photovoltaik.

Planung und Optimierung von Solarfassaden

In den weiteren Vorträgen werden die Referenten zeigen, wie Architekten und Fachplaner eine Solarfassade planen und optimieren können. Hier geht es nicht nur um Fragen der Elektrik und der Bauphysik, sondern auch um die konkrete Systemtechnik. Um Innovationen und die künftige Entwicklung geht es am zweiten Tag der Konferenz. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion, bei der es um die Bedeutung der BIPV für die Energiewende geht.

Das BIPV-Forum 2019 findet erstmals zweitätig im Vorfeld und parallel zum PV Symposium in Kloster Banz am 19. und 19. März statt. Club Member von Solar Age bekommen zehn Prozent Rabatt auf das Konferenzticket. (su)

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Fraunhofer ISE/Foto: Michael Eckmann

Empfehlungen für die europäische BIPV-Industrie vorgelegt

Damit nicht nur die gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) vorankommt, sondern sich die europäischen Unternehmen gut am Markt platzieren können, haben die Forscher des Fraunhofer ISE entsprechende Empfehlungen erarbeitet.

Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg sehen in der Gebäudeintegration die Zukunft für die Photovoltaik. Sie haben deshalb Empfehlungen vorgelegt, wie sich europäische Hersteller erfolgreicher am Markt positionieren können. Ein zentrales Element ist die industrielle Fertigung kundenspezifisch produzierter solarer Bauprodukte. Das ermögliche eine nachhaltige Wertschöpfung, da Produkte mit einheitlicher Größe und standardisiertem Design in vielen Fällen von Architekten häufig nicht verwendet werden können, betont Tilmann E. Kuhn, der Gruppenleiter Solare Gebäudehüllen am Fraunhofer ISE. „Aufgrund der engen Verflechtung mit dem Bauprozess und der individuellen Herstellung nach Kundenwunsch ist in diesem Markt eine Abwanderung der Produktion in das Ausland keine Gefahr“, prognostiziert er.

Solarfassaden leichter planen

Ein zweiter Baustein ist die die Integration in die Planungswerkzeuge und Prozesse der Architekten und Bauplaner – inklusive Wartung. „Planer und Architekten müssen solare Gebäudebestandteile in der alltäglichen Arbeit einfach nutzen können, im Zweifel mit wenigen Klicks“, betont Kuhn. Ein sieht den Schlüssel für die Marktentwicklung in digitalen Planungswerkzeugen wie der Bauwerksdatenmodellierung (Building Information Modelling – BIM). Das ist eine Methode der datenbasierten optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden und anderen Bauwerken mit Hilfe von Software.

Bisher ist der Anteil der Photovoltaikanlagen, die in Gebäude integriert sind, noch gering, was die Freiburger Forscher erstaunlich finden. Bietet doch die Photovoltaik im Vergleich zu den konventionellen Bauprodukten für Fassade und Dach einen Mehrwert: Sie übernehmen neben den eigentlichen Funktionen der Gebäudehülle wie Schallschutz, Wärmedämmung, Wind- und Wetterschutz auch einen Teil der Energieversorgung für die Gebäude. Dazu kommen noch weitere Vorteile. So ist Schneefall für die vertikal integrierten Fassadenanlagen kein Problem. Außerdem sind diese Anlagen ausgelegt für die Nutzung der tiefer stehenden Sonne im Winter und erwirtschaften im Vergleich zu den Dach- oder Freiflächenanlagen gerade dann bessere Erträge, wenn der Energieverbrauch am höchsten ist.

Der Markt wächst

Doch sie sehen den Markt wachsen. Sie verweisen dazu auf die schärferen gesetzlichen Vorgaben. So wirke sich die EU-Gebäuderichtlinie positiv auf die Nachfrage nach gebäudeintegrierten Anlagen aus, die ab 2021 nur noch Neubauten zulässt, die eine weitgehend ausgeglichene Energiebilanz vorweisen. Auch in Deutschland sehen sie klare Signale, will doch die Bundesregierung, dass bis 2050 der gesamte Gebäudebestand klimaneutral ist. „Vor diesem Hintergrund könnte BIPV von Architekten und Planern verstärkt eingesetzt werden und damit den großflächigen Einsatz von Photovoltaik bei hoher Nutzerakzeptanz ermöglichen“, betonen die Forscher des Fraunhofer ISE.

2.000 Gigawatt möglich

Denn das Potenzial ist riesig. Nach ersten Schätzungen der Freiburger Forscher können allein in Deutschland in Fassaden oder Dächer Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 2.000 Gigawatt integriert werden. Dabei werden nur die Gebäude berücksichtigt, die hinsichtlich Verschattung auch dafür geeignet sind. Zum Vergleich: Man geht davon aus, dass für den kompletten Umstieg auf erneuerbare Energien in Deutschland 150 bis 300 Gigawatt Photovoltaik notwendig sind. „Die bauwerkintegrierte Photovoltaik birgt nicht nur eine große Chance für den verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien im bebauten Raum, sie öffnet zugleich eine Nische für die europäische Photovoltaikproduktion“, sagt Andreas Bett, Leiter des Fraunhofer ISE.

Thomas E. Kuhn wird auf dem Forum „Bauwerkintegrierte Photovoltaik“ neuartige, teiltransparente Solarmodule für die Gebäudeintegration mit höherem Gestaltungsspielraum vorstellen. Club Member von Solar Age erhalten 10 Prozent Rabatt auf die Tagungsgebühr.

Jetzt anmelden: PV Guided Tours zur Intersolar und EES Europe in München zum Thema BIPV.

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Solar Age

So planen Sie Ihre Solarfassade

Solar Age hat ein Planungstool für Solarfassaden und Indachanlagen von Valentin Software in seine Internetseite integriert. Es ist in der rechten Spalte neben den News des Architekturportals zu finden.

Solar Age hat eine neue Funktionalität eingebunden. Zusammen mit Valentin Software ermöglicht das Architekturportal eine erste grobe Planung von Solarfassaden und solaren Dachanlagen. Über einen Link kommt der Planer und Architekt direkt zur Seite von PV Sol, dem Planungstool von Valentin Software.

Dort kann der Planer die Standortdaten des Gebäudes eingeben sowie die Ausrichtung der Solaranlage. Dadurch erhält er schon die Einstrahlungsdaten des gesamten Jahres. Nach der Eingabe des Verbrauchsprofils im Gebäude – hier sind unter anderem die standardisierten Lastprofile vom Einpersonenhaushalt bis zum Mehrfamilienhaus und Gewerbebetrieb hinterlegt – bekommt er den Lastgang im Gebäude angezeigt. Danach muss er noch den Modultypen eingeben, der für die Installation geplant ist und den Wechselrichter. Hier sind alle am Markt erhältlichen Produkte aufgeführt. Für die Indachanlage gibt der Planer dann die Neigung des Daches ein. Soll eine Solarfassade geplant werden, kann er den Neigungswinkel einfach auf 90 Grad setzen. Anschließen kann er das gesamte Photovoltaiksystem simulieren – inklusive der Stromproduktion und des Eigenverbrauchs im Gebäude.

Sie finden die entsprechende Funktionalität neben dem Newsroom auf der Internetseite von Solar Age.

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Solarwatt

Unsere neuen Produkte in der Datenbank

Das Easy In 60 M von Solarwatt ist mehr als nur ein Modul. Solid Power hat die nächste Generation seines Brennstoffzellen-BHKW auf den Markt gebracht. Axitec hat einen Lithium-Ionen-Speicher mit einer Kapazität von 5,4 Kilowattstunden entwickelt, der modular erweitert werden kann.

Das Easy In 60M Style von Solarwatt ist nicht nur ein Glas-Glas-Modul zur Dachintegration, sondern ein gesamten Indachsystem. Denn es bringt nicht nur das Montagesystem mit, sondern auch gleich eine Möglichkeit, die Abluft hinter der Anlage abzuführen. Dadurch ist es schnell und einfach installiert und der Dachstuhl ist sicher von zu hohen Temperaturen.

Hauskraftwerk mit Brennstoffzelle

Der Blugen BG15 von Solid Power ist die Weiterentwicklung des bisherigen BHKW mit Brennstoffzelle des Herstellers aus dem nordrhein-westfälischen Heinsberg. Das Hauskraftwerk hat eine elektrische Leistung von 1,5 Kilowatt und kann so, wenn es das ganze Jahr über durchläuft – mehr als 13.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Es läuft sowohl mit Erdgas als auch mit Bio-Erdgas (Methan). Die Wärmeleistung ist zwar niedriger als bei einem herkömmlichen BHKW mit Verbrennungsmotor. Aber es ist gut mit weiteren Wärmequellen wie Solarthermie und einer mit Photovoltaik angetriebenen Wärmepumpe kombinierbar.

Bis zu 259 Kilowattstunden speichern

Der Axistorage Li 7S des Böblinger Modul- und Speicherherstellers Axitec hat eine nutzbare Speicherkapazität von 5,4 Kilowattstunden. Er kann aber in 5,4-Kilowattstunden-Schritten modular erweitert werden. Netzgebunden können bis zu 48 einzelne dieser Geräte zusammengeschaltet werden. Das Gesamtsystem erreicht so ein maximales Speichervolumen von 259,2 Kilowattstunden. Der Gesamtwirkungsgrad liegt laut Hersteller bei 97 Prozent.

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Jürgen Hüpohl

Sonnige Finca auf Mallorca

Ein deutscher Unternehmer erfüllt sich auf Mallorca einen Traum: Er baut zwei Fincas, beide energieautark. Mit Hilfe eines intelligenten Energiespeichers wurde der Dieselgenerator beinahe überflüssig.

Was die Finca in der hügeligen Inselmitte von Mallorca nahe der Ortschaft Sant Llorenc des Cardassar interessant macht, sind das Energiekonzept und die Haustechnik: Eigentümer Peter Sievers hat ein Energiespeichersystem von E3/DC an eine Photovoltaikanlage und den Dieselgenerator angeschlossen. Die stationäre Batterie besteht aus Lithium-Ionen-Akkus. Mit dem Speichersystem wird die gesamte Stromversorgung im Hausnetz der Finca automatisch geregelt. Auf der Sonneninsel ist dieses intelligente Inselsystem für den Eigenverbrauch ein Novum.

Das Herzstück der Haustechnik benötigt lediglich einen Quadratmeter Wandfläche und ist vierzig Zentimeter tief. Bis zu acht Kilowattstunden beträgt die Speicherkapazität der Akkus im Hauskraftwerk S10 E8-H, die Batterie leistet drei Kilowatt.

Wie Strom aus der Steckdose

In der Finca werden bis zu vier Personen versorgt. Drei Kilowatt sind dafür großzügig berechnet. Die Photovoltaikanlage wurde auf acht Kilowatt festgelegt, um auch bei schlechtem Wetter ausreichend Sonnenstrom zu ernten und den Autarkiegrad zu erhöhen.

Für Engpässe ist ein Dieselgenerator vorgesehen. Bisher kam er kaum zum Einsatz. „Für mich ist das Hauskraftwerk wie Strom aus der Steckdose“, sagt Peter Sievers, gibt aber zu: „Anfangs war ich schon etwas skeptisch. Doch inzwischen bin ich von diesem System überzeugt.“

Betriebsdaten immer im Blick – 1.500 Kilometer entfernt

Wenn Sievers in Deutschland weilt und die Fincas vermietet sind, kann er auf seinem Tablet-PC die Systemleistung abrufen, aus rund 1.500 Kilometer Entfernung. Der Hersteller E3/DC kann überdies bei Bedarf eine Fernwartung durchführen und die Software optimieren, oder bei Störungen eingreifen.

Bisher war das nicht nötig. Mit dem selbst erzeugten Strom werden alle wichtigen Verbraucher im neuen Haus versorgt. Dazu gehören die Waschmaschine, Beleuchtung und Fernseher. (HS)

Eine ausführliche Beschreibung dieses Objekts und weitere Referenzgebäude der solaren Architektur und Gebäudeversorgung finden Sie im Webportal Solar Age.

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CSEM

Schweizer Solartagung wirft Blick auf die Gebäudeintegration

Ein zentraler Schwerpunkt der diesjährigen Schweizer Photovoltaiktagung ist die Gebäudeintegration von Solaranlagen. Dabei kommen auch die Architekten und Planer zu Wort. Swissolar veranstaltet die Tagung am 26. und 27. März im Kursaal in Bern.

Am 26. und 27. März findet in Bern die diesjährige Photovoltaiktagung von Swissolar statt. Hier erfahren die Teilnehmer alles Neue über die Entwicklung rund um die Nutzung der Solarenergie in der Schweiz. Doch es wird nicht nur um neue Förderrichtlinien und administrative Vereinfachungen beim Bau von Photovoltaikanlagen gehen. Vor allem am zweiten Tag kommen die Architekten und Gebäudeplaner auf ihre Kosten. Denn an diesem Tag ist der Schwerpunkt die gebäudeintegrierte Photovoltaik.

Schweiz ist Vorreiter

So werden Francesco Frontini vom SUPSI und Cannobio Laure-Emmanuelle Perret vom CSEM über die Rolle der Schweiz bei der Entwicklung einer neuen BIPV-Industrie sprechen. Dass die Schweiz hier schon seit Jahren eine Vorreiterrolle einnimmt, zeigen nicht nur die viele BIPV-Projekte, die inzwischen realisiert wurden, sondern auch die technologischen Entwicklungen. So ist das Team um Francesco Frontini maßgeblich an der Entwicklung von Terracottamodulen beteiligt gewesen, wie sie in das Dach eines historischen Bauernhauses in der Schweiz integriert wurden. Perret hingegen hat die Spezialfolie mitentwickelt, mit der sogar weiße Solarmodule möglich werden. Ein erstes Projekt hat Solaxess – das Unternehmen, das die Markteinführung und den Vertrieb der Folie erfolgreich übernommen hat – in der Schweiz gebaut.

Die Sicht von Architekten und Planern

Aber auch die Architekten und Planer selbst kommen zu Wort. Die Sicht des Architekten erläutern Stefano de Angelis und Maria Mazza vom Architekturbüro Delta Zero anhand eines Gebäudes. Wie die Erfahrungen in der Praxis von Planern von BIPV-Projekten aussehen, beschreibt Christian Roeske, Geschäftsführer von Sundesign, einem unabhänigen Planungsbüro für Photovoltaikanlagen mit Sitz in Stallikon, Kanton Zürich. Der Geschäftsführer von 3S Solar Plus, Patrick Hofer-Noser, stellt die Frage, ob die BIPV eine Chance für die Schweizer Photovoltaikindustrie ist. 3S Solar Plus hat die BIPV-Sparte des Equipmentherstellers von Meyer Burger übernommen und verteibt vor allem das Indachsystem Megaslate, das schon mehr als 10.000 Mal in der Schweiz verbaut wurde. Einen Einblick in die Sicht der Immobilienwirtschaft auf die Photovoltaik bietet Martin Rauber, Abteilungsleiter Immobilienbuchhaltung bei der Livit AG Real Estate Management in Zürich. (su)

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Lang Consulting

Gebäude ohne Emissionen brauchen Erneuerbare

Ein möglichst niedriger Energieverbrauch in Gebäuden ist möglich und eine Voraussetzung für Städte ohne Ausstoß von Treibhausgasen. Aber ohne dezentrale Erzeugung von erneuerbaren Energien wird das nicht gehen.

Städte mit Gebäuden, die ohne den Ausstoß von Treibhausgasen auskommen, sind durchaus möglich. Dabei ist ein möglichst hoher Energiestandard der Gebäude nur ein Teil der Lösung. Es ist die Voraussetzung für die komplette Versorgung mit erneuerbaren Energien. Das zeigt eine Studie des österreichischen Beratungsinstituts Lang Consulting. Die Analysten haben sich dazu zwei Wohnquartiere in Wien und in Innsbruck vorgenommen und sich angesehen, wie ein besserer Energiestandard der Gebäude zunächst zur Senkung des Energieverbrauchs führen kann.

Wachsende Städte brauchen mehr Energie

Wie die Analyse des Quartiers in Wien gezeigt hat, führt zwar eine energetische Sanierung des Gebäudebestandes bis 2050 nur zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs der Gebäude um 39 Prozent, auch wenn dann alle Gebäude energetisch saniert und neue Gebäude ausschließlich mit dem Niedrigstenergiestandard errichtet werden. Danach pendelt sich der Energieverbrauch auf das erreichte Niveau ein. Zum einen weil der Niedrigstenergiestandard unzureichend ist. Zum anderen weil der Neubau von Gebäuden zu einem höheren Energieverbrauch im Quartier führt, durch den alle energetischen Sanierungsmaßnahmen wieder aufgefressen werden.

Energieverbrauch pendelt sich ein

In Innsbruck ist die Sanierungsrate zwar geringer, doch dafür die Energieeinsparung aufgrund des Passivhausstandards, mit dem dort gebaut wird, viel höher. So kann dort der Energieverbrauch der Gebäude bis 2050 um 52 Prozent gesenkt werden, obwohl bis dahin noch nicht alle Gebäude energetische saniert sind. Trotz der neu hinzukommenden Gebäudefläche kann in Innsbruck der gesamten Energieverbrauch der Gebäude auch danach noch weiter gesenkt werden, ehe er sich auf einem niedrigen Niveau einpendelt.

Gebäude brauchen weiterhin Energie

Das zeigt deutlich: alle Maßnahmen zur Energieeinsparung haben einen sogenannten abnehmenden Grenznutzen. Um die Quartiere vollständig zu dekarbonisieren, sind die erneuerbaren Energien notwendig. Anhand des Quartiers in Innsbruck gehen die Autoren der Studie davon aus, dass es vollständig mit Erneuerbaren versorgt werden kann. Ein hoher Energiestandard ist dabei die Voraussetzung für die dezentrale Energieerzeugung und Energienutzung ohne Belastung der bestehenden Versorgungsnetze. (su)

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Solargaps

Solarjalousien: Markteinführung in Mitteleuropa vereinbart

Die Solarjalousien von Solargaps sind in Zukunft auch in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz zu haben. Das ukrainische Unternehmen hat mit Plissee einen Vertriebspartner in diesen Ländern gefunden.

Der Anbieter von Verschattungssystemen Plissee Partner aus Düsseldorf wird die Solarjalousien von Solargaps in sein Portfolio aufnehmen. Der ukrainische Hersteller hat mit Plissee Partner eine entsprechende Vereinbarung getroffen, dass die Düsseldorfer den Import der Solarjalousien übernimmt und die Bestellungen für Handels- und Installationspartner zentral abwickelt. Plissee Partner wird auch die Garantieabwicklung und andere Leistungen für Solargaps in Deutschland, Österreich und in der Schweiz übernehmen. Damit ist die Lösung der Ukrainer in Zukunft auch in diesen Ländern erhältlich.

Diese besteht aus einer Jalousie, in deren Lamellen Solarzellen einlaminiert sind. Der Strom wird über ein Kabel innerhalb des Jalousienkastens abgeführt. Er wird teilweise für die Verschattungsautomatik verbraucht, kann aber auch direkt in das Hausnetz eingespeist oder in einem Speicher zwischengelagert werden. Nähere Informationen finden Club Member von Solar Age in der Produktdatenbank. (su)

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Linea Trovata

Solar power for the Flemish regional parliament

The Flemish regional parliament has been given a new domicile in Brussels. This not only looks fantastic, but also impresses with a ingenious energy system. Its heart is a gigantic solar system on the roof of the building complex.

With its new premises, the Flemish regional parliament in Brussels has implemented requirements that it has specified for other buildings. The parliament not only achieves the Passive House standard with the building, but also the highest score according to its own Office Building Valuation Handbook.

Even the impressive and well thought-out architecture ensures that the building with its beautiful brick façade consumes as little energy as possible. In addition, the new building complex impresses with its sophisticated energy system. The concrete walls are energetically activated and ensure a pleasant and constant interior climate. The active concrete cores are fed by a geothermal heat pump. This in turn uses the solar power supplied by two giant solar systems on the roof.

316 megawatt hours of electricity per year

A total of 1,268 modules from Panasonic Solar have been installed on the roof by Linea Trovata, the photovoltaic planners from Brussels. Some of the modules were inclined at an angle of 15 degrees to the southwest. The remaining panels were mounted by the installers on special substructures at an angle of three degrees. With an output of 412.2 kilowatts, the system thus delivers 316 megawatt hours of clean solar power every year, most of which is consumed by the building.

In this way, Neutelings Riedijk Architects from Rotterdam in the Netherlands, together with their colleagues from the Brussels architecture company Conix RDBM, have created what is currently largest passive house in Belgium. Club Members of Solar Age can read a detailed description of the architecture of the building and the energy concept in the project database. (su/mfo)

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Velka Botička

Neue Produkte in der Datenbank

Neu in der Produktdatenbank von Solar Age: Ein solarer Dachziegel von Nelskamp, ein Glas-Glas-Modul von CS Wismar und ein großer Stromspeicher mit Schnellladeanschluss von Kreisel Electric.

Der Solardachziegel G10 PV der Dachziegelwerke Nelskamp passt sowohl farblich als auch in Größe und Form perfekt zum konventionellen Flachziegel G10. Dabei ist er einfacher zu installieren und zu verschalten als herkömmliche solare Dachziegel. Denn der G10 PV kommt als schwarzes Modul mit monokristallinen Solarzellen auf die Baustelle. Das ist exakt so breit wie acht der konventionellen Flachziegel von Nelskamp. Beide Varianten können deshalb problemlos parallel auf einem Dach installiert werden.

Die Brillant-Serie des Modulhersteller CS Wismar ist vor allem als Verglasung entwickelt, die gleichzeitig als Verschattung dient. Es ist in zwei verschiedenne Varianten mit unterschiedlich vielen Solarzellen zu haben. Dadurch entsteht auch eine unterschiedlich hohe Semitransparenz der Module.

Eine Schnellladestation, die unabhängig von der Netzanschlussleistung oder vom Solarertrag funktioniert, hat Kreisel Electric entwickelt. Denn reicht die Leistung fürs schnelle Laden von Elektroautos nuich aus, springt der integrierte Lithium-Ionen-Akku ein. Damit kann auch schnell geladen werden, wenn die Photovoltaikanlagen auf dem Dach oder an der Fassade nicht genügend Strom liefern.

Detaillierte Informationen zu den Produkten finden Club Member von Solar Age in der Datenbank.

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Linea Trovata

Solarstrom fürs flämische Regionalparlament

In Brüssel hat das flämische Regionalparlament ein neues Domizil bekommen. Das sieht nicht nur phantastisch aus, sondern besticht auch mit einem ausgeklügelten Energiesystem. Dessen Herz ist eine riesige Solaranlage auf dem Dach des Gebäudekomplexes.

Mit seinem neuen Sitz hat das flämische Regionalparlament in Brüssel Vorgaben umgesetzt, die sie selbst auch an andere Gebäude legt. Das Parlament erreicht mit dem Gebäude nicht nur den Passivhausstandard, sondern auch die höchste Punktzahl nach den Vorgaben des eigenen Office Building Valuation Handbuchs.

Schon die eindrucksvolle und durchdachte Architektur sorgt dafür, dass so das Gebäude mit der schönen Klinkerfassade so wenig wie möglich Energie verbraucht. Zusätzlich besticht der neue Gebäudekomplex mit seinem ausgeklügelten Energiesystem. Denn die Betonwände sind energetisch aktiviert und sorgen für ein angenehmes und gleichbleibendes Raumklima. Die aktiven Betonkerne werden mit einer Erdwärmesonde versorgt. Diese wiederum nutzt den Solarstrom, den zwei riesige Solaranlagen auf dem Dach liefern.

316 Megawattstunden Strom pro Jahr

Insgesamt 1.268 Module von Panasonic Solar haben die Brüsseler Photovoltaikplaner von Linea Trovata auf das Dach montiert. Ein Teil der Module wurde mit 15 Grad nach Südwesten aufgeständert. Die restlichen Paneele haben die Installateure auf speziellen Unterkonstruktionen mit einem Anstellwinkel von drei Grad montiert. Dadurch liefert die Anlage mit ihrer Leistung von 412,2 Kilowatt jedes Jahr 316 Megawattstunden sauberen Solarstrom, der zum größten Teil im Gebäude verbraucht wird.

Auf diese Weise haben die Neutelings Riedijk Architekten aus dem niederländischen Rotterdam zusammen mit ihren Kollegen vom Brüsseler Architekturbüro Conix RDBM das derzeit größte Passivhaus in Belgien geschaffen. Club Member von Solar Age finden eine ausführliche Beschreibung des Gebäudes und des Energiekonzepts in der Projektdatenbank. (su)

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Solarimo

Solarimo baut Mieterstromprojekte in Herford

In der Herforder Straße in Herford stattet die WWS fünf Mehrfamilienhäuser mit Photovoltaikanlagen aus. Den Solarstrom verbrauchen die Mieter vor Ort. Den Bau und den Betrieb der Generatoren hat Solarimo übernommen. Damit bleibt der Hauseigentümer von zusätzlichem Arbeitsaufwand verschont.

Die Wohnungsbaugesellschaft WWS Herford wird gleich fünf Mehrfamilienhäuser in der westfälischen Hansestadt mit Solarstromanlagen ausstatten. Den Strom bietet die WWS den Mietern in den Gebäuden direkt zum Verbrauch an. Den Reststrom wird der Berliner Energiedienstleister Solarimo liefern.

Die Kosten für die gesamte Stromlieferung – Solarstrom vom Dach und Ökostrom aus dem Netz – soll so gering sein, dass sie für einen durchschnittlichen Haushalt, der an dem Mieterstromprojekt teilnimmt, um bis zu 140 Euro unter dem örtlichen Grundversorgertarif liegen wird. Dabei unterliegt nur der Netzstrom den üblichen marktbedingten Schwankungen. Der Preis für den Solarstrom bleibt über 20 Jahre hinweg konstant. „Denn wird der Sonnenstrom direkt im Haus verbraucht fallen dafür keine Netznutzungsgebühren an und er ist damit unschlagbar günstig“, sagt Franziska Ivens, Vertriebsleiterin von Solarimo. „Je höher der lokale Absatz, desto mehr können die Mieter sparen.

Mieterstrom ohne Risiko

Solarimo baut und betreibt auch die Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 48 Kilowatt in der Halberstädter Straße in Herford. Die WWS verpachtet die Dachflächen an die Berliner. Dadurch braucht die WWS auch nicht das wirtschaftliche Risiko zu übernehmen. Außerdem ist sie nicht mit den permanenten Aufgaben eines Energieversorger befasst, sondern kann sich voll auf ihr Kerngeschäft, der Vermietung von Wohnungen, konzentrieren. Sie kann aber gleichzeitig den energetischen Standard des Gebäudes ohne Aufwand drastisch erhöhen und auf diese Weise ihren Mietern zusätzlich auch umweltfreundlichen und kostengünstigen Strom anbieten, von dem der Mieter zumindest teilweise weiß, woher er kommt. „Dass Solarimo die gesamte Abwicklung für uns übernimmt, kommt uns natürlich sehr entgegen“, sagt WWS Geschäftsführer Magnus Kasner. „Wenn das Pilotprojekt in der Halberstädter Straße gut klappt, wollen wir auch noch weitere unserer Immobilien mit Photovoltaikanlagen ausstatten.” (su)

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My PV

Wiener Mehrfamilienhaus wird mit Solarstrom geheizt

Eine Photovoltaikanlage unterstützt die Fernwärmeversorgung eines neuen Mehrfamilienhauses in Wien. Denn der überschüssige Solarstrom wird komplett für den Betrieb von Elektroheizstäben genutzt. Dafür sorgen zwölf Leistungsregler im Keller des Hauses.

In Wien ist ein neue Mehrfamilienhaus mit einer elektrischen Heizungsunterstützung entstanden. Den Strom dafür liefert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Zusätzlich sind im Keller des Gebäudes zwölf Leistungssteller vom Typ AC Thor des österreichischen Herstellers My PV installiert. Jeder regelt stufenlos jeweils einen Elektroheizstab wenn überschüssiger Solarstrom vorhanden ist.

Weniger Material – niedrigere Baukosten

Für My PV ist es ein echtes Leuchtturmprojekt. Denn es sei das erste Mal, dass eine rein auf Solarstrom fußende dezentrale Warmwassererzeugung ein Fernwärmenetz in dieser Größenordnung unterstütze. „Das gemeinsam mit dem Unternehmen Kelag Energie und Wärme umgesetzte Projekt wird Schule machen“, sagt Gerhard Rimpler, Geschäftsführer von My PV. „Es bedeutet einen großen Erfolg für die ganze Sektorenkopplung, da der sinkende Preis für Solarmodule inzwischen weitere Power-to-Heat-Anwendungen wirtschaftlich macht.“

Er betont die Vorteile einer solchen Lösung. Denn gegenüber der Solarthermie, die bisher in der Regel als solare Unterstützung der Fernwärmeversorgung in Mehrfamilienhäusern eingesetzt wird, ist die solarelektrische Wärmetechnik viel einfacher zu installieren und zu bedienen. Außerdem sinkt der Materialverbrauch und damit auch die Baukosten. Denn die Verkabelung des gesamten Systems braucht 90 Prozent weniger Kupfer als die Anbindung einer Solarthermieanlage über Kupferrohre.

Kein Neubau ohne Photovoltaik mehr

Auch der Einsatz von Wärmepumpen zur Unterstützung von Fernwärmenetzen sei nicht immer möglich, da sie die hohen Temperaturen in den Netzen nicht erreichen können und in Kombination mit Solarstrom nicht stufenlos skalierbar sei, betont Rimpler.

Ungeregelte Heizstäbe wiederum scheitern im Vergleich zu den Einschraubheizkörpern und dem Leistungssteller AC Thor an der fehlenden linearen Leistungssteuerung, die für eine optimale Energienutzung im Fernwärmenetz notwendig ist. „Dank der exakten Leistungsregelung mehrerer kleinerer Wärmeerzeuger ist es aber möglich, mit den Überschüssen dezentraler Photovoltaiksysteme auch in größeren Systemen Wärme zu erzeugen“, sagt Rimpler. „So wird in dem Wiener Neubau 100 Prozent der Solarenergie vor Ort als Strom und Wärme genutzt.“ Das komme letztlich auch dem öffentlichen Netz zugute, das die Überschüsse aus der Solaranlage nicht mehr aufnehmen müsse. Rimpler fordert daher, dass die Photovoltaik ein integrierter Bestandteil beim Neubau von Wohnanlagen werden muss.

Eine detaillierte Beschreibung des Projekts finden Club Member von Solar Age in der Projektdatenbank. (su)

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E3/DC

Neue Produkte in der Datenbank

Solar Age hat seine Datenbank um drei neue Produkte erweitert. Dem Club Member stehen jetzt Produktinformationen über ein nagelneues Speichersystem von E3/DC, eine Komplettlösung für die Hausversorgung von Home Power Solutions und ein Einlegesystem für die Schrägdachmontage von IBC Solar zur Verfügung.

E3/DC hat seinen Speicher S10 um einen integrierten Solarwechselrichter und ein Energiemanagementsystem. Mit dem S10 Pro bekommt der Hauseigentümer komplette Notstromfunktionalität. Denn der Speicher ist in der Lage, ein eigenes Inselnetz selbständig aufzubauen und aufrecht zu erhalten.

Eine Komplettlösung für die Vollversorgung von Gebäuden hat Home Power Solutions entwickelt. Das Picea des Berliner Herstellers beinhaltet nicht nur einen Stromspeicher, sondern auch einen Elektrolyseur, einen Wasserstoffspeicher und ein Brennstoffzelle-BHKW. Damit ist es in der Lage, die komplette Stromversorgung über das ganze Jahr hinweg abzudecken.

Der fänkische Systemanbieter IBC Solar hat eine Lösung entwickelt, bestehende Schrägdächer mit ästhetisch anspruchsvollen Solaranlagen zu bestücken. Denn die neu entwickelte, schwarz eloxierte Einlegeschiene sorgt dafür, dass die Modulfläche homogener erscheint als das mit Montagesystemen möglich ist, bei denen die Module mit Klemmen befestigt werden. Die Schiene ist kompatibel mit den anderen Komponenten des Top Fix 200 von IBC Solar.

Diese und weitere Produkte finden Sie in der Datenbank von Solar Age. (su)

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Lichtblick

Ladestation macht Immobilien attraktiver

Für zwei Drittel der Deutschen steht der Aufbau einer Ladeinfrastruktur am Wohnhaus vor der Entscheidung, sich ein Elektroauto anzuschaffen. Auch das Laden am Arbeitsplatz wird nachgefragt. Nur wenige wollen von einem öffentlich zugänglichen Ladepunkt abhängig sein.

Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Prolytics im Auftrag des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat ergeben: 65 Prozent der Besitzer von Elektroautos wollen ihr Fahrzeug zu Hause laden. Die Nutzung von öffentliche Ladesäulen ist nur für 15 Prozent der Befragten eine Option. Sieben Prozent bevorzugen es, ihr Auto an der Arbeitsstelle zu laden. Die restlichen 13 Prozent sind noch unentschlossen.

Was im Eigenheim schon Gang und Gäbe ist, wird zum Hindernis der Verkehrswende in den Städten. Denn dort taucht immer wieder die Frage auf, wo man sein Elektroauto laden kann. Der einfache Zugang zur Ladeinfrastruktur vor dem Wohnhaus ist ein entscheidender Faktor bei der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs und damit auch für den Erfolg der Elektromobilität.

Dankbare Abnehmer für Solarstrom

Für die Eigentümer von Mehrfamilienhäusern ist dieses Ergebnis ein klares Zeichen: Ihre Immobilie wird attraktiver, wenn eine Ladestationen in oder vor der Immobilie installiert ist. Dazu kommt, dass sie dann einen dankbaren Abnehmer des Solarstroms vom Dach oder aus der Fassade des Gebäudes haben. Das gilt auch für Gewerbe- und Bürohäuser. Denn auch sie werden attraktiver, wenn die Mieter ihre Elektroautos während ihrer Arbeitszeit laden können.

Die Hürde ist derzeit aber noch die rechtliche Situation. Bisher haben Mieter oft keine Möglichkeit, eine eigene private Ladestation an ihrem Stellplatz zu installierten. Der BDEW fordert deshalb, die Hindernisse zu beseitigen und vor allem das Miet- und Wohneigentumsrecht entsprechend anzupassen. Zwar habe das Bundesjustizministerium bereits einen ersten Entwurf für eine entsprechende Novelle vorgelegt. Diesen gelte es nun aber auch zeitnah umzusetzen, betont der BDEW. (su)

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Sonnenhaus-Institut/Arno Witt

Sonnenhaus gewinnt Baupreis

Ein Gebäude aus Holz mit Strohdämmung, einer Solarthermiefassade und zwei dachintegrierten Photovoltaikanlagen hat im Holzbau-Plus-Wettbewerb als bestes Wohnhaus abgeschlossen. Die Wärmeversorgung ist komplett erneuerbar. Außerdem wird das Haus zu einem großen Teil mit Solarstrom versorgt.

Im schwäbischen Wurmlingen, einem Ortsteil von Tuttlingen, ist im vergangenen Jahr ein einzigartiges Gebäude entstanden. Es besteht komplett aus Holz, Lehm, Stroh und Glas – abgesehen von einem Betonfundament. Die Grundstruktur ist ein Holzständerbau mit Lehmwänden. Diese sind mit gepressten Strohballen gefüllt, die nicht nur für eine Wärmedämmung sorgen, sondern auch für ein angenehmes Raumklima.

Dachintegrierte Solaranlage liefert Strom fürs Gebäude

Sie speichern zudem die Wärme, die zur Hälfte von solarthermischen Kollektoren geliefert wird. Diese sind in die nach Süden ausgerichtete Giebelwand integriert. Die Spitzenlast deckt ein Naturholzvergaserofen ab. Einen Großteil der Stromversorgung übernehmen zwei dachintegrierte Photovoltaikanlagen. Das Energiekonzept stammt vom Sonnenhaus-Institut. Mit dem Gebäude hat Architekt Otto Merz beim diesjährigen Holzbau-Plus-Wettbewerb in der Kategorie Wohnungsbau den ersten Platz belegt. Zum vierten Mal hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den Wettbewerb ausgelobt.

Die Jury hat Preise in zehn Kategorien vergeben. Insgesamt wurden 137 Projekte eingereicht. „Der Wettbewerb zeigt herausragende Beispiele, die CO2mindernd, energiesparend und dennoch mit einer ansprechenden Optik ausgestattet sind“, sagt Otto Merz zum Wettbewerb.

Club Member von Solar Age finden eine ausführliche Beschreibung des Projekts in der Gebäudedatenbank. (su)

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Velka Botička

Österreichs Speicherförderung beginnt am 11. März

In Kürze startet die österreichische Abwicklungsstelle für Ökostrom die diesjährige Speicherförderung des Bundes. Die Interessenten sollten gut vorbereitet sein, wenn sie zum Zuge kommen wollen.

Am 11. März startet die Oemag, die österreichisches Abwicklungsstelle für Ökostrom, die diesjährige Bundesförderung von Speichersystemen. Sie nimmt an diesem Tag ab 17 Uhr Anträge entgegen. Interessenten sollten rechtzeitig ihre Tickets für die Förderung ziehen. Denn die Nachfrage ist groß.

Im vergangenen Jahr war das gesamte Kontingent in gut einer Minute ausgebucht. Nur elf Prozent der Antragsteller kamen zum Zuge. In diesem Jahr könnte der Andrang noch größer werden. Denn diejenigen, die im vergangenen Jahr leer ausgegangen sind, können einen neuen Antrag stellen. Dazu kommen noch Interessenten, die sich erst in den letzten zwölf Monaten für die Integration eines Speichers in ihre Solaranlage entschieden haben.

Anmeldung gut vorbereiten

Deshalb sollten die Antragsteller gut vorbereitet sein. Um ein Ticket zu bekommen, der erste Schritt auf dem Weg zum Investitionszuschuss, müssen sie die 31stellige Nummer des Zählpunktes bereit halten, an dem der Speicher angeschlossen wird. Diese muss mit der Zählpunktbezeichnung der Solaranlage übereinstimmen, in die der Speicher integriert wird. Außerdem muss schon im ersten Schritt die Leistung des geplanten Stromspeichers angegeben werden. Entscheidend ist hier die nutzbare Speicherkapazität. Der Antragsteller darf hier auf keinen Fall die Leistung einer bestehenden Solaranlage angeben, die er mit einem Speicher nachrüsten will.

Nachdem der Antragsteller seine Zustimmung gegeben hat, dass sein Speicher nach den Richtlinien des Ökostromgesetzes gefördert wird, kann er ein Ticket erzeugen. Danach hat er zehn Tage Zeit, seinen Förderantrag zu vervollständigen. Der Speicher muss innerhalb von zwölf Monaten errichtet werden. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Internetseite der Oemag.

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Solartektor

Webinar: PV-Fehlerortung mit Lasertechnik bei Tag und Nacht

Das Webinar erläutert die lasergestützte Fehlerortung in PV-Systemen und vertieft das Fachwissen anhand von Praxisbeispielen. Es zeigt die Vorteile des tageszeitunabhängigen Einsatzes von Lasertechnik für die Bestandsaufnahme und die Wartung. Zudem werden Fachfragen der Teilnehmer diskutiert.

Die Themen des Webinars im Überblick:
Orten der Module im String (Modulplan erstellen oder kontrollieren),
Orten von Leitungsunterbrechungen innerhalb des Moduls,
Orten von kurzgeschlossenen Bypass-Dioden,
Orten von Leitungsunterbrechungen zwischen den Modulen,
Orten der Polaritäten im String,
Orten von Isolationsfehlern.

Das Webinar richtet sich an Installateure, Architekten, Planer und PV-Gutachter.

Profitieren Sie vom Fachwissen unserer Experten! Es referieren:
Elektromeister Klaus Terlinden, Solartektor GmbH
Elektromeister Oliver Lenckowsi, Solartektor GmbH

Moderation:
Heiko Schwarzburger, Chefredakteur photovoltaik

Wann? 28.2.2019, 11 Uhr bis 12.30 Uhr
Kosten: kostenfrei

Das Webinar ist eine gemeinsame Veranstaltung der Conexio GmbH, der Solartektor GmbH, von photovoltaik und Solar Age.

Anmeldung bei Conexio hier.

Vorabinformationen:
Website von Solartektor (mit Video)
Video auf der Website des Fachmagazins photovoltaik
Video der PV Guided Tour DC-Solargenerator auf der Intersolar 2018

Webartikel: „Strings mit dem Laser messen

Interview: „Isofehler schnell finden“ (nur für Abonnenten der photovoltaik lesbar)

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Woche der Sonne

Neuer Wegweise durch den Förderdschungel erschienen

CO2online hat einen aktualisierten Ratgeber veröffentlicht, in dem die Fördermittel für die energieeffiziente Gestaltung von Gebäuden und die Ausstattung mit erneuerbaren Energien beschrieben sind. Es ist bereits die vierte Aktualisierung.

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft CO2online hat einen aktualisierten Wegweiser durch den Dschungel der Förderung für die Gebäudemodernisierung in Deutschland veröffentlicht. Sie richtet sich an Privathaushalte, Kommunen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, die ihr Gebäude Energieeffizient und mit erneuerbaren Energien ausstatten wollen.

In der Broschüre, die immerhin 100 Seiten umfasst, werden 47 Förderprogramme des Bundes zum Thema Energieeffizienz, Klimaschutz und erneuerbare Energien in und an Gebäuden beschrieben. Außerdem sind 240 regionale Angebote nach Bundesländern sortiert aufgelistet. Sie sollen es den Bauherren und Hauseigentümern erleichtern, einen schnellen Einstieg in die Thematik und vor allem rasch das passende Förderprogramm zu finden.

Auch online das richtige Förderprogramm finden

Die Broschüre wurde von Co2online komplett aktualisiert und gibt den Stand vom Januar 2019 wieder. Es ist bereits die vierte Auflage des Förderratgebers. Um dem Hauseigentümer und dem Bauherr den Weg noch einfacher zu machen, kann er auch online auf der Internetseite von CO2online direkt nach der passenden Förderung suchen. Auch hier findet er alle Unterstützungsprogramme, die auch im gedruckten Heft und in der digitalen Version beschrieben und aufgelistet sind. (su)

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Solaxess

Neues Projekt: Mehrfamilienhaus mit weißen Modulen

Das Schweizer Unternehmen Solaxess hat die erste Fassade mit weißen Solarmodulen ausgestattet. Installateure haben 32 diese Paneele an die weiße Putzfassade eines Mehrfamilienhauses montiert. Die Anlage fügt sich optisch perfekt in das Gesamtbild der Gebäudehülle ein.

Bisher galt es als physikalisch unmöglich, überhaupt Photovoltaik in weiß anzubieten. Doch die Entwickler des Forschungs- und Technologieinstituts CSEM in Neuchâtel haben in Zusammenarbeit mit Solaxess eine Folie entwickelt, die vor dem Laminieren auf das Modul gelegt und dann mit ihm verschmolzen wird.

Die Folie hat die Eigenschaft, nur das sichtbare Lichtspektrum zu reflektieren. Der infrarote Lichtanteil wird für die Stromproduktion genutzt. Denn er ist für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar und damit auch nicht verantwortlich für die Farbgebung des Moduls. Auf diese Weise kann das gesamte sichtbare Lichtspektrum von der Moduloberfläche reflektiert werden und es entsteht ein weißes Modul.

Nach Vorgaben des Architekten produziert

Vor wenigen Wochen haben Solarteure 32 speziell angefertigte Paneele an eine weiße Fassade eines Mehrfamilienhauses in Boudry, südwestlich von Neuchâtel, installiert. Der Freiburger Hersteller SI Module hat diese mit der Spezialfolie von Solaxess versehen und auf die Größenvorgabe des Architekten hin produziert. Da die Module ebenfalls in weißer Farbe erscheinen, fügen sie sich perfekt in die bestehende Fassade ein.

Die Module erzeugen jedes Jahr bis zu 2.900 Kilowattstunden Strom. Mit der Ausbeute werden die Wärmepumpe betrieben und die Gemeinschaftsräume sowie sämtliche Hauselektronik mit Strom versorgt. Dadurch erreicht das Gebäude nicht nur einen hohen Energiestandard, sondern auch die teilweise Unabhängigkeit von Versorger – inklusive Heizung.

 

Ein ausführliches Dossier über das Projekt finden Club Memeber von Solar Age in unserer Gebäudedatenbank.

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Meine Solar

Deutschland legt Energiewende im Gebäude auf Eis

Die Bundesregierung hat die Einsetzung einer Kommission für Klimaschutz in Gebäuden von der Tagesordnung gestrichen. Nicht nur die Opposition, sondern auch die Immobilienbranche ist entsetzt über die Ignoranz in Berlin.

Nachdem die Bundesregierung im ersten Aufschlag die Verabschiedung eines modernen Gebäudeenergiegesetzes vergeigt hat, sollte sich nun eine Expertenkommission dem Thema annehmen. Die Einsetzung der Kommission für Klimaschutz bei Gebäuden sollte vom Kabinett in der Sitzung am Mittwoch, 20. Februar 2019 beraten – und vielleicht auch beschlossen – werden. Jetzt hat die Bundesregierung dieses Thema aber kurzfristig von der Tagesordnung gestrichen.

Nicht nur der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (B90/Grüne) kritisiert dieses Nichthandeln der Bundesregierung. „Energieeffizienz und Energieeinsparung im Gebäudesektor sind ein Schlüssel für erfolgreichen Klimaschutz und um unsere Klimaschutzziele zu erreichen“, betont er. „Eine auch mit externen Experten besetzte Kommission hätte diesem Thema mehr Nachdruck verliehen. Jetzt droht die Gefahr, dass die dringend erforderlichen Fortschritte beim Klimaschutz im Gebäudesektor – wie in den vergangenen Jahren auch – bereits im Ansatz stecken bleiben.“

Unsicherheit bei allen Akteuren

Auch die Immobilienbranche ist entsetzt, dass sich die Bundesregierung beratungsresitent zeigt und sich statt dessen auf die eigenen Kompetenzen verlassen will. Ob diese im Beamtenstab der zuständigen Bundesministerium tatsächlich vorhanden sind, lässt sich schwerlich bestimmen. Dass es da mangelt, zeigt aber schon der erste Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes vom November 2018. „Wenn die Gebäudekommission nicht eingesetzt wird, würde komplett die Einbindung von Fachleuten und der Branche fehlen“, schimpft Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). „Nicht zuletzt sorgt dieses Vorhaben erneut für Unsicherheit bei allen beteiligten Akteuren“, warnt der Chef des Spitzenverbands der Immobilienwirtschaft. „Wenn wir die Klimaschutzziele im Gebäudesektor erreichen wollen, brauchen wir sinnvolle und wirtschaftsverträgliche Maßnahmen. Dies kann nur auf Basis des Dialogs geschehen. Mit der Energie- und Verkehrsbranche wurde dieser geführt – die Immobilienwirtschaft bleibt hier außen vor. So sieht keine verantwortungsvolle Politik aus.“

Ehrgeizige Ziele erreichen

Was mit derweil mit dem Gebäudeenergiegesetz passiert, weiß niemand. Es steht immerhin im Koalitionsvertrag und sollte im Januar dieses Jahres verabschiedet werden. „Jetzt erst recht braucht es die Einführung des Gebäudeenergiegesetzes und eine Fortführung der wichtigen Innovationspartnerschaft, in die die Vorschläge unserer Branche einfließen, um die ehrgeizigen CO2-Einsparungsziele zu erreichen“, fordert Mattner. „Zudem fehlt noch vollständig die gemeinschaftliche Erarbeitung einer CO2-Bepreisung auf internationaler Ebene. Da stecken wir noch in den Anfängen, obwohl dies dringend erforderlich ist“, kritisiert er.

„Die Hängepartie beim Klimaschutz im Gebäudesektor geht weiter“, sagt auch Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz. „Nach dem schwachen Entwurf für ein Gebäudeenergiegesetz werden mit der Absage der Gebäude-Kommission Klimaschutz und Energiewende mal wieder vertagt“, schimpft er. „Es bleibt zu hoffen, dass die große Koalition mit der Streichung der Kommission nicht auch das gesamte Thema gestrichen hat“, betont Franz Untersteller. (su)

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Calyxo

Dünnschicht: Die Nachfrage steigt

Die Dünnschicht hatte bisher einen stabilen Marktanteil. Doch die Hersteller spüren eine steigende Nachfrage. Das liegt am ästhetischen Anspruch der Kunden und den sinkenden Preisen.

Die Nachfrage nach Dünnschichtprodukten in Deutschland steigt. Das sagte Michael Bauer bei der Vorstellung der aktuellen Studie zum ökonomischen Potenzial der Dünnschichtphotovoltaik von DIW Econ im Auftrag PV Thin in Berlin. Bauer leitet beim Modulhersteller Calyxo TS im sachsen-anhaltinischen Thalheim das operative Geschäft. Calyxo ist im Jahr 2005 mit der Herstellung von Cadmium-Tellurid-Modulen gestartet und hat nach einer Insolvenz im vergangenen Jahr mit der Technologie einen Neustart hingelegt. Zwar sei der Anteil der Dünnschichtphotovoltaik am globalen Markt gering, aber gerade in Deutschland sei er in absoluten Zahlen gerechnet sehr groß, betont Bauer.

Produktionskosten reduziert

Das ist auch das Ergebnis der Studie von DIW Econ. Studienautor Anselm Mattes führt das auf drei Faktoren zurück. So sei die Technologie preisgünstig. Zwar liegen die Kosten für ein Dünnschichtmodul im Vergleich zum kristallinen Modul höher. „Wir sind im vergangenen Jahr bei einem Produktionspreis vom 50 Cent pro Watt gestartet“, erklärt Bauer. „Wir haben aber die Produktionskosten schon reduziert und streben bis Jahresende 20 Cent pro Watt an.“

Das zeigt, wie groß die Möglichkeiten der Preissenkung im Dünnschichtbereich sind. „Das geht vor allem über Innovationen“, weiß Michael Bauer. Schließlich ist der Anteil der Materialkosten bei der Herstellung höher als der Arbeits- und Personalkosten. Deshalb funktioniert die Preissenkung vor allem über Innovation und weniger über Aufskalierung der Produktion, wie es im Bereich der kristallinen Photovoltaik passiert. Dadurch ist auch eine Produktion in Europa wirtschaftlich möglich, da hier das Forschungspotenzial vorhanden ist, wie Andreas Wade, Präsident von PV Thin, betont.

Der Ertrag ist entscheidend

Außerdem entscheidet am Ende nicht der Modulpreis, sondern der Preis, zu dem die Module den Strom produzieren. Hier holt die Dünnschicht gegenüber der kristallinen Photovoltaik auf. Denn das bessere Schwachlichtverhalten führt dazu, dass mit dem Dünnschichtmodul mehr Strom mit der gleichen Leistung produziert wird. Bauer rechnet hier mit bis zu zehn Prozent Mehrertrag. Das ist vor allem für die Installation an der Fassade von Vorteil, da hier die Module nicht optimal zur Sonne ausgerichtet sind. Dazu kommt noch ein ästhetischer Vorteil. Denn mit der Dünnschicht erhält man eine homogene Fläche ohne dass die Technologie sichtbar ist. Das geht bei kristallinen Modulen nur mit farbigen Frontgläsern, die allerdings für Ertragsverluste sorgen. (su)

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Marzari Technik

Neues Produkt: Metalldachplatte für Solaranlagen auf Ziegeldächern

Die neue Metalldachplatte von Marzari Technik schützt die Ziegeldacheindeckung vor Schäden, wen eine Solaranlage installiert wird. Vor allem bei hohen Schnee- und Windlasten beugt sie möglichem Ziegelbruch vor.

Der Allgäuer Solartechnikhersteller Marzari hat eine Metalldachplatte für die Installation von Solaranlagen auf Ziegeldächern entwickelt. Diese ist vorgesehen für die Montage von Photovoltaikanlagen auf Schrägdächern. Sie wird statt eines Dachziegels auf dem Sparren befestigt. Dadurch erspart sich der Solarteur, aus den vorhandenen Dachziegel ein Stück heraus zu flexen, um Platz für den Dachhaken zu schaffen, der in der Regel für die Befestigung der Solaranlage genutzt wird.

Unnötige Kosten sparen

Beim Beschneiden des Ziegels ist das Risiko nicht ausgeschlossen, dass vor allem bei höheren Schnee- und Windlasten Ziegel brechen. Auch wenn nicht genügend Abstand zwischen dem Dachhaken und dem darunter liegenden Ziegel gelassen wird, besteht Bruchgefahr. Dadurch kann das Dach undicht werden. Regen- und Tauwasser können so bis in die Isolationsschicht des Gebäudes sickern und kostspielige Schäden anrichten. „Wie es unter der Solaranlage aussieht, bemerken viele Betreiber erst, wenn es schon zu spät ist“, sagt Geschäftsführer Siegfried Marzari. „Meist bleiben sie auf den unnötigen Kosten dann auch noch sitzen: Denn zum einen geben die Dachziegelhersteller für bearbeitete Ziegel keine Garantie mehr. Zum anderen achten die wenigsten Hausbesitzer darauf, Schäden durch Schneedruck mit ihren Wohngebäude- und Hausratsversicherungen abzudecken.“

Wie die Dachplatte montiert wird und welche Dacheindeckungen damit abgedeckt werden, lesen Club Member von Solar Age in der Produktbeschreibung, die jetzt verfügbar ist.

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Heiko Schwarzburger

„Es geht um ästhetische Dachprodukte“

Solare Dachziegel sind in unserer Branche schon länger als Produkte bekannt, werden aber nur selten verbaut. Ulrich Nelskamp von den Dachziegelwerken Nelskamp analysiert den Markt, seine Hürden und Chancen.

Solare Dachziegel sind in der Photovoltaikbranche schon länger bekannt, führen dennoch ein Nischendasein. Wie schätzen Sie das Interesse ein?

Ulrich Nelskamp: Wir haben das Suchverhalten von potenziellen Interessenten im Internet untersuchen lassen. Dabei zeigte sich, dass es ein sehr großes Interesse an solaren Dachziegeln gibt. Die Messungen ergaben, dass es etwa zehn Mal höher lag als bei unseren klassischen Dachprodukten. Anhand dieser Auswertung kann man zwar nicht abschätzen, wie viele Interessenten den konkreten Einbau planen oder ob dies ein reines Informationsinteresse ist. Gleichwohl kann man aber sagen, dass die Leute nach anderen als den klassischen zumeist aufgeständerten Solarkollekten suchen.

Worauf führen Sie das zurück?

Zum einen auf die Marketingkampagne von Tesla, die mit Solar City deren System mit photovoltaischen Bitumenschindeln übernommen haben und in den USA verbreiten wollen. Das hat Tesla großartig verkündet, aber in Deutschland schlecht umgesetzt. Die in Amerika üblichen Bitumenschindeln sind bei uns im Hausbau nahezu unbekannt. Das Produkt von Tesla wurde nicht an die Erfordernisse des deutschen Marktes angepasst. Zum anderen gibt es den Wunsch von Bauherren und Planern nach ästhetischen Solarsystemen, bei denen der Focus nicht allein auf der Wirtschaftlichkeit liegt.

Immerhin: Viele Menschen haben darüber geredet, oder tun es noch …

Klar, das war gut für uns, denn wir sind mit intelligenten Produkten im deutschen Markt und in Europa unterwegs. Für uns bietet sich nun die Lücke, um bei den Solarkunden mit ästhetischen Dachsystemen weiterzukommen. Unser G10PV-System erschließt uns neue Kundenkreise.

Wie groß ist der Anteil des Solargeschäfts an Ihrem Umsatz?

Wir haben ja verschiedene Systeme im Angebot, auch solarthermische oder gekoppelte Dachprodukte aus Photovoltaik und Solarthermie. Im Jahr 2000 haben wir uns erstmals mit solar befasst, 2008 haben wir dann das erste eigene Produkt gebracht. Heute machen die Solarsysteme vielleicht zwei oder drei Prozent unseres Umsatzes aus.

Weil wir gerade von Preisen sprechen: Wie viel muss der Kunde für ein Dach mit photovoltaischen Dachziegel von Ihnen einplanen?

Lassen Sie uns vom Endkunden sprechen, also vom Kunden des Solarteurs, Dachdeckers oder Zimmermeisters. Grob über den Daumen gepeilt kostet das Kilowatt Photovoltaik mit unseren G10PV rund 2.300 Euro netto. Das ist natürlich teurer als reine Aufdachsysteme, die Sie schon für 1.300 Euro das Kilowatt bekommen, wenn wir vom klassischen Endkundenmarkt reden. Aber: Sie haben die Optik eines fachgerechten Ziegeldaches und sie haben die Eindeckung gleich mit.

Wo haben Sie bislang die meisten Projekte gebaut?

Ganz klar in den Einfamilienhäusern, das waren alles Anlagen unter zehn Kilowatt. Nur wenige Ausnahmen waren anders gelagert. Wir vertreiben unsere G10PV vor allem in Deutschland und in Holland. In Alkmaar haben wir die Solarziegel an der Fassade eines Supermarktes installiert. Auf dem Flachdach stromt eine normale Aufdachanlage. Dem Bauherrn ging es vor allem darum, sein Engagement für die Umwelt zu zeigen, also sichtbar zu machen. In Alkmaar haben wir normale G10-Glattziegel und die Solarziegel an der Fassade kombiniert.

Bisher sind es vor allem Privatkunden, die sich ihre Dächer mit Solarziegeln decken lassen. Wie kann der Sprung in den Markt der Gewerbekunden gelingen?

Dazu brauchen wir die Architekten und die Wohnungsbaugesellschaften. Das sind für uns sehr wichtige Zielgruppen. In Holland zeichnet sich ein besonders starkes Interesse ab, weil dort andere Bauvorschriften gelten. Und die Baumessen in den Niederlanden sind mehr auf Design und Profikunden orientiert, als bei uns in Deutschland. Dort haben wir mit dem G10PV schon sehr gute Erfahrungen gemacht.

Das Gespräch führte Heiko Schwarzburger.

Ulrich Nelskamp ist Rechtsanwalt und seit 2014 Geschäftsführender Gesellschafter der Dachziegelwerke Nelskamp in Schermbeck. Er leitet den Vertrieb und das Marketing.

Eine große Auswahl von solaren Gebäuden finden Sie in der Datenbank von Solar Age.

Lesen Sie auch unser einführendes Dossier zu Solaren Ziegeleindeckungen und Schindeln.

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Jürgen Hüpohl

Sonnige Finca auf Mallorca

Ein deutscher Unternehmer erfüllt sich auf Mallorca einen Traum: Er baut zwei Fincas, beide energieautark. Mit Hilfe eines intelligenten Energiespeichers wurde der Dieselgenerator beinahe überflüssig.

Was die Finca in der hügeligen Inselmitte von Mallorca nahe der Ortschaft Sant Llorenc des Cardassar interessant macht, sind das Energiekonzept und die Haustechnik: Eigentümer Peter Sievers hat ein Energiespeichersystem von E3/DC an eine Photovoltaikanlage und den Dieselgenerator angeschlossen. Die stationäre Batterie besteht aus Lithium-Ionen-Akkus. Mit dem Speichersystem wird die gesamte Stromversorgung im Hausnetz der Finca automatisch geregelt. Auf der Sonneninsel ist dieses intelligente Inselsystem für den Eigenverbrauch ein Novum.

Das Herzstück der Haustechnik benötigt lediglich einen Quadratmeter Wandfläche und ist vierzig Zentimeter tief. Bis zu acht Kilowattstunden beträgt die Speicherkapazität der Akkus im Hauskraftwerk S10 E8-H, die Batterie leistet drei Kilowatt.

Wie Strom aus der Steckdose

In der Finca werden bis zu vier Personen versorgt. Drei Kilowatt sind dafür großzügig berechnet. Die Photovoltaikanlage wurde auf acht Kilowatt festgelegt, um auch bei schlechtem Wetter ausreichend Sonnenstrom zu ernten und den Autarkiegrad zu erhöhen.

Für Engpässe ist ein Dieselgenerator vorgesehen. Bisher kam er kaum zum Einsatz. „Für mich ist das Hauskraftwerk wie Strom aus der Steckdose“, sagt Peter Sievers, gibt aber zu: „Anfangs war ich schon etwas skeptisch. Doch inzwischen bin ich von diesem System überzeugt.“

Betriebsdaten immer im Blick – 1.500 Kilometer entfernt

Wenn Sievers in Deutschland weilt und die Fincas vermietet sind, kann er auf seinem Tablet-PC die Systemleistung abrufen, aus rund 1.500 Kilometer Entfernung. Der Hersteller E3/DC kann überdies bei Bedarf eine Fernwartung durchführen und die Software optimieren, oder bei Störungen eingreifen.

Bisher war das nicht nötig. Mit dem selbst erzeugten Strom werden alle wichtigen Verbraucher im neuen Haus versorgt. Dazu gehören die Waschmaschine, Beleuchtung und Fernseher. (HS)

Eine ausführliche Beschreibung dieses Objekts und weitere Referenzgebäude der solaren Architektur und Gebäudeversorgung finden Sie im Webportal Solar Age.

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VEGG

Verband Energieerzeugende Gebäude gegründet

Der Verband besteht aus Herstellern, Dienstleistern und Installationsbetrieben der Gebäudetechnik, die Energiekonzepte für Gebäude auf Basis regenerativer Quellen entwickeln wollen.

Mit dem Slogan „Mach dein Haus fit für die Zukunft – innovativ, unabhängig, bezahlbar“ haben verschiedene Gebäudetechnikhersteller, Energie- und Gebäudetechnikdienstleister sowie Installationsbetriebe den Verband Energieerzeugende Gebäude (VEEG) gegründet. Sie wollen die besten energetischen Gesamtkonzepte für energieeffizientes Bauen und Sanieren definieren und in der Bau- und Immobilienwirtschaft etablieren.

Gebäude erwirtschaften Vorteile

Im Mittelpunkt steht dabei neben die Entwicklung von dezentralen Konzepten auf Basis erneuerbarer Energien zur Strom-und Wärmeversorgung, die durch intelligente Vernetzung eine maximale Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und steigenden Energiepreisen im Neu- und Altbau garantieren. Schließlich lasse sich so nicht nur ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz realisieren, sondern über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes ein deutlicher wirtschaftlicher Vorteil darstellen.

Installateure setzen die Konzepte um

Der VEEG übernimmt in diesem Zusammenhang nicht nur die Aufgabe der Definition dieser Energiekonzepte, sondern vor allem auch die Verbreitung durch Publikationen, Podcasts, Veranstaltungen sowie die Zusammenarbeit mit Institutionen und Multiplikatoren in den entsprechenden Branchen. Die Realisierung dieser Konzepte erfolgt wiederum durch qualifizierte Installationsbetriebe, die durch die Einbindung in die Vereinsarbeit frühzeitig Ihre praktischen Erfahrungen einbringen können. (su)

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Matthias Oldani

BIPV-Weltmarkt wächst jährlich um 15 Prozent

Die Nachfrage nach gebäudeintegrierten Solaranlagen wird bis 2024 jedes Jahr um 15 Prozent wachsen. Markttreiber sind unter anderem die flexiblen Angebote der Solarbranche an die Architekten und die Nachfrage nach energieeffizienten Gebäuden.

Der globale Markt für gebäudeintegrierte Photovoltaik wird bis 2024 durchschnittlich um 15 Prozent jährlich bis auf ein Volumen von etwa sieben Milliarden US-Dollar wachsen. Das ist eines der Ergebnisse einer Marktanalyse von Reportlinker. Die amerikanischen Marktforscher haben vor allem die Treiber des Wachstums untersucht.

So haben sie herausgefunden, dass es unter anderem die üppigen Möglichkeiten sind, die die Solarbranche den Architekten inzwischen für die Solarfassade und die Dachintegration anbietet. Die Module erfüllen die Anforderungen der Architektur- und Baubranche nach einfach zu integrierenden Bauprodukten, die zudem die gesamte ästhetische Bandbreite abdecken.

BIPV-Anlagen werde preiswerter

Dazu kommt noch die Preisentwicklung der vergangenen Jahre und die Richtung, in die sich die Kosten für die Solarfassade in Zukunft hinbewegen – nach unten. Ein dritter Punkt sind die Kundenanforderungen. Denn immer mehr Bauherren werden auf ein effizientes Gebäude Wert legen – sei es durch die rechtlichen Vorgaben oder durch die Vorteile, die sie mit dieser Effizienz bekommen. Bei kleineren Gebäuden sorgt zudem noch der Eigenverbrauch des Solarstroms für ein Wachstum, das vor allem im Neubau auch die gebäudeintegrierte Photovoltaik vorantreiben wird. Auch die Weiterentwicklung von Smart-Home-Anwendungen werden sich positiv auf die Photovoltaik im Allgemeinen und die gebäudeintegrierte Photovoltaik im Besonderen auswirken.

Konventionelle Module werden immer mehr genutzt

Technologisch wird die gebäudeintegrierte Photovoltaik derzeit von den kristallinen Modulen dominiert. Nach Angaben der Marktanalysten von Reportlinker wurden 2018 größtenteils diese Modulen in den Projekten verbaut. In Zukunft wird die kristalline Technologie noch wichtiger für den Markt. Aber auch die Hersteller von Dünnschichtmodulen werden einen großen Teil des Marktes abdecken. Denn sie bieten ein hohes Maß an Flexibilität, das sich die Architekten wünschen. Ein interessanter Aspekt ist allerdings, dass die Bauherren immer stärker auf konventionelle Photovoltaikmaterialien setzen, wie die Marktanalysten prognostizieren.

Die bisher größte Zielgruppe für die BIPV sind die Investoren in Geschäftsgebäude. Bis 2024 wird diese Nachfrage um durchschnittlich 14 Prozent pro Jahr wachsen. Hier geht es vor allem um die Reduzierung des Netzbezugs von Strom. Dazu kommt noch die Integration von Solarmodulen in öffentlichen Gemeinschaftsbereichen wie Überdachungen in Parks, Beschattung von Bushaltestellen, landwirtschaftliche Gebäude, Beschattung von Parkplätzen, Fußgängerwege und Fußgängerüberwegen. (su)

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Generale du Solaire

HZB eröffnet Beratungsstelle für gebäudeintegrierte Photovoltaik

Das Helmholz-Zentrum Berlin will den Architekten, Bauherren und Stadtplanern die energetische Aktivierung der Gebäudehülle erleichtern. Dazu baut es eine Beratungsstelle in Berlin-Adlershof auf.

Das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) eröffnet im Frühjahr eine Beratungsstelle für Architekten, Bauherren und Stadtplaner, die Photovoltaik in ihre Bauwerke integrieren wollen. „Aus unseren Diskussionen mit Akteuren im Baubereich wissen wir, dass es vielen Architekturbüros schwerfällt, das dazu nötige Spezialwissen vorzuhalten“, begründet Björn Rau, stellvertretender Leiter am Kompetenzzentrum Dünnschicht- und Nanotechnologie für Photovoltaik (PV Com B) des HZB. Dort ist er für das Projekt verantwortlich.

Neutralität ist entscheidend

Das HZB-Institut wird zur neutralen Anlaufstelle, die aktuelle Informationen aufbereitet, bewertet und einordnet und eine unabhängige Beratung für Architekten, Planer, Bauherren, Investoren und Stadtentwickler anbietet. Dabei legt das HZB Wert auf Produktneutralität und finanzielle Unabhängigkeit. Schließlich ist genau das entscheidend für die Akzeptanz des Angebots.

Es geht um die Solarfassade

Ziel des Beratungsangebots ist es natürlich, die gebäudeintegrierte Photovoltaik voran zu bringen. Schließlich muss der Gebäudebestand bis 2050 nahezu klimaneutral sein, damit Deutschland seine Klimaschutzziele erreicht. Das sei ehrgeizig, aber möglich, sind sich die HZB-Forscher sicher. Dafür müssen die Gebäudehüllen aber möglichst energetisch aktiviert werden, wo es geht. Da Dachflächen in den Städten nur begrenzt zur Verfügung stehen, aber dort der höchste Stromverbrauch anfällt, wird es vor allem um Solarfassaden gehen, die für die Stromerzeugung aktiviert werden müssen.

Partner sitzen mit im Boot

Das HZB arbeitet im Rahmen der Architekten- und Bauherrenberatung unter anderem mit der Bundesarchitektenkammer, der Architektenkammer Berlin, der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB), dem Reiner Lemoine Institut, der Hochschule für Technik und Wirtschaft sowie der Allianz Bauwerkintegrierte Photovoltaik zusammen. Die Beratungsstelle wird am Campus Adlershof eingerichtet.

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Heiko Schwarzburger

Für Architekten: Mit uns finden Sie Innovationen für die solaraktive Gebäudehülle!

Neu: Zur Intersolar im Mai wird es erstmals geführte Rundgänge zur solaren Architektur geben. Wir bringen Sie zu den Brennpunkten der Innovation: solare Indachsysteme, Solardachziegel und solaraktive Fassadensysteme. Die Anmeldung im Internet ist ab sofort möglich.

Vier Fachmessen zur Energiewende: The smarter E Europe in München bietet im Mai vielfältige Innovationen zur Photovoltaik, Stromspeichern, Elektromobilität und komplexen Versorgungssystemen. Die Fachmesse Intersolar zeigt unter anderem Neuheiten für die Gestaltung und Nutzung von Fassaden, Dächern, Carports, Terrassenüberdachungen oder Balkone. Das führende Fachmedium PV Europe sowie The Smarter E Europe bieten Gebäudeplanern, Architekten und Immobilienexperten geführte Rundgänge an.

Teilnahme ist kostenfrei

Diese Rundgänge sind themenbezogen, die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Rundgänge zur solaren Gebäudeintegration (BIPV) werden in englischer Sprache am Mittwoch (15. Mai 2019) und am Donnerstag (16. Mai 2019) angeboten.

Denn langsam kommt die solare Energiewende auch in den Kommunen und Städten an. Für die Architekten sind Indachsysteme, solare Dachziegel und großflächige Fassadensysteme wichtig. Sie erweitern die gestalterische Vielfalt beim Gebäudeentwurf und senken die Betriebskosten der Gebäude. Wir stellen die wichtigsten Innovationen in diesem jungen, aber sehr spannenden Fachgebiet der Photovoltaik vor.

Geführt von Sven Ullrich, Chefredakteur von Solar Age

Unser Tourguide ist Sven Ullrich, Chefredakteur des Architekturportals Solar Age. An den Messeständen der Anbieter stehen Experten bereit, um die Innovationen vorzustellen und die Fragen der Teilnehmer zu beantworten. Jeder Rundgang dauert etwa zwei Stunden.

Start ist am Messestand von PV Europe (Halle B1, Stand 209). Die Teilnahme erfolgt nach vorheriger Anmeldung. Mit der Anmeldung verbunden ist der kostenfreie Zugang zu den vier Messen von The smarter E Europe. Für die Führungen stehen den Teilnehmern Headsets zur Verfügung.

Anmeldung unter: www.pveurope.eu/GuidedTours

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Stadtwerke Tübingen

Deutschland registriert Solaranlagen

Mit mehreren Jahren Verspätung ist in Deutschland das Marktstammdatenregister gestartet. Hier müssen alle Solaranlagen sowie alle Batteriespeicher eingetragen werden. Das gilt auch für Solarfassaden.

Deutschland wird in Zukunft alle Solaranlagen in einem Register listen. Das gilt auch für Solarfassaden und ins Dach integrierte Solaranlagen. Dazu hat die Bundesnetzagentur ein Marktstammdatenregister aufgebaut. Es enthält schon einen Großteil der Generatoren, die in Betrieb sind. So sind derzeit auch 1.728.779 Photovoltaikanlagen im Register eingetragen. Ob das tatsächlich alle Anlagen sind, die derzeit in Deutschland existieren, ist nicht klar.

Deshalb sollten Anlagenbetreiber auf jeden Fall nachschauen, ob sie im Register gelistet sind. Sie müssen sich ohnehin als Marktteilnehmer registrieren. Sollte ihr Generator noch nicht im Register stehen, haben sie bis zu zwei Jahre Zeit für eine Nachmeldung, also bis 31. Januar 2021. Anlagen, die bis zum 1. Juli 2017 ans Netz gegangen sind, müssen innerhalb eines halben Jahres nachgemeldet werden. Da die Bundesnetzagentur erwartet, dass das Onlineportal zu Beginn stark frequentiert ist, empfiehlt die Bonner Behörde den Anlagenbetreibern zunächst auf das Informationsschreiben des Netzbetreibers zu warten.

Einen Monat für die Registrierung

So viel Zeit haben die Betreiber neuer Anlagen nicht. Sie müssen ihre Generatoren innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahmen im Register eintragen. Dazu hat die Bundesnetzagentur eine eigene Plattform im Internet entwickelt. Zu finden sind im Marktstammdatenregister eine ganze Reihe von Angaben, die allerdings teilweise nicht veröffentlicht werden.So sind Standortdaten in der Regel bei kleineren Privatanlagen nicht öffentlich einsehbar. Allerdings muss der Standort der Anlage genauso gemeldet werden wie die installierte Leistung, die technischen Eingenschaften und die Daten zum Netz, an das die Anlage angeschlossen ist.

Auch Batteriespeicher melden

Batteriespeicher müssen separat als eigene Anlage im Stammregister eingetragen werden, wenn sie ausschließlich erneuerbare Energien laden. Dafür haben die Betreiber bestehender Speichersystem allerdings nur bis zum 31. Dezember 2019 Zeit, ihre Geräte nachzumelden. Für neue Speicher gelten die gleichen Registrierungsfristen wie für die Solaranlagen. Also einen Monat nach Inbetriebnahmen müssen sie eingetragen werden.

Änderungen werden erfasst

Das Marktregister erfasst auch Änderungen der Anlagendaten und Stilllegungen. So muss beispielsweise der Tausch von Modulen gemeldet werden, wenn sich dadurch die Anlagenleistung ändert. Auch ein neuer Wechselrichter muss registriert werden, wenn sich dadurch die technischen Eigenschaften der Anlage ändern.

Weitere Informationen zum Marktstammdatenregister finden Sie hier.

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Solargaps

Drei neue Produkte in der Datenbank

Die Produktdatenbank von Solar Age hat Zuwachs bekommen. Neben einem neuen Speichersystem stehen jetzt auch Produktbeschreibungen für ein weiteres Doppelglasmodul und eine Solarjalousie zur Verfügung.

Solargaps, ein ukrainisches Startup, das seine Produktionslinie in Amerika betreibt, hat eine Jalousie mit Doppelnutzen entwickelt. Denn neben dem herkömmlichen Zweck – der Verschattung von Räumen – produziert sie auch Solarstrom. Denn in die Lamellen sind monokristalliene Solarzellen einlaminiert.

Doppelglasmodul mit mehr Leistung

Für den Architekten interessant ist auch ein weiterentwickeltes Doppelglasmosu. Der schwäbische Hersteller Axsun hat nämlich seine Produktion komplett auf 5 Busbars umgestellt. Das heißt, die Leitungsbändchen, die den Strom durch das Modul zur Anschlussdose transportieren, sind dünner geworden, liegen aber dafür enger zusammen. Damit steigt nicht nur die Ästhetik, da die Modultechnologie besser versteckt wird, sondern auch die Leistung der Module.

Speicher zur Nachrüstung

Der Speicher- und Wechselrichterhersteller Solarmax hat zum Jahreswechsel ein neues Speichersystem auf den Markt gebracht. Das Gerät enthält nicht nur die Batterie, sondern auch die Leistungselektronik. Mit dem Batteriewechselrichter ist es geeignet für die Nachrüstung von bestehenden Solaranlagen mit einem Speicher.

Weitere Produktdetails erfahren Club Member von Solar Age in der Produktdatenbank des Architekurportals. (su)

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Team Rooftop

Solar Decathlon Europe 2021: Wuppertal wird Austragungsort

Die Auswahljury des Solar Decathlon Europe hat sich für die deutsche Stadt Wuppertal entschieden. Zudem soll der Schwerpunkt der Wettbewerbsbeiträge auf dem urbanen Raum liegen.

Der Solar Decathlon Europe wird 2021 in Deutschland stattfinden. Die Expertenjury, die sich jüngst in Paris getroffen hat, wählte die nordrhein-westfälische Stadt Wuppertal als Austragungsort für den Wettbewerb von Architekturstudenten um das schönste energieeffiziente Haus.

Im Mittelpunkt stehen Wohngebäude, die nicht nur so wenig wie möglich Energie verbrauchen, sondern auch diesen Energieverbrauch selbst mit Erzeugungsanlagen abdecken. Allerdings sollen auch die architektonischen Belange nicht zu kurz kommen. Deshalb bewertet die Jury auch das Design und die Funktionalität des Gebäudes. Am Ende gewinnt das architektonisch schönste Haus, das seinen Energiebedarf zum größtmöglichen Teil selbst abdecken kann.

Städtebaulicher Wettbewerb

Mit der Wahl von Wuppertal legt die Auswahljury den Schwerpunkt des Wettbewerbs im Jahr 2021 auf urbane Regionen. Denn bisher waren es vor allem Einfamilienhäuser, mit denen die Architektur- und Haustechnikstudenten angetreten sind. Die Aufgabe im Jahr 2021 wird es sein, nachhaltige Architektur für größere Städte zu entwickeln. Schwerpunkt wird vor allem die Ausstattung des Gebäudebestandes mit modernster Technik sein. Aber auch Auf- und Umbauten auf Brachflächen stehen im Mittelpunkt des Wettbewerbs. Dazu kommen noch Themen wie Ressourceneffizienz, Suffizienz und Klimaschutz, die die Bewerber um den Solar Decathlon Award beachten müssen.

Anders als in den vergangenen Jahren wird der Solar Decathlon Europe zu einem echten städtebaulichen Wettbewerb. Der Standort befindet sich mitten in der Stadt. Damit wird der Wettbewerb zu einem groß angelegte Reallabor. (su)

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ZSW Stuttgart

ZSW’s prize-winning solar façade

The ZSW in Stuttgart has been awarded for the energy concept at its new research and office building. At the heart of the system is a large solar façade that the people at the ZSW have designed entirely in-house.

The Centre for Solar Energy and Hydrogen Research (ZSW) in Stuttgart in Baden Wurttemberg has been awarded for its new building. The State Ministry for the Environment, Climate and Energy in Stuttgart has rewarded the ZSW for the development of climate-friendly technologies as well as the implementation of same in their own building.

Large parts of the outer shell of the research and office building are covered with solar modules. The solar system provides the majority of the building’s electricity needs. The Stuttgart-based company also uses solar power to provide heat, since it feeds directly a heat pump, which is served by 32 geothermal boreholes. Surplus warmth in the summer dissipates the heat pump back into the soil and to recharge the heat source. Additionally, the activation of the concrete core supports the air conditioning: It covers the heating and cooling requirements especially in the office and technical areas. The concrete core is charged at night when no additional loads accrue in the building.

Heat demand covered by regenerative sources

In total, the ZSW covers about half of the heat demand with renewable energy. The researchers also use geothermal energy to provide a large share of the process cooling required. Despite the high energy demand of the research laboratories, the building complies with the KfW55 standard according to the current Energy Saving Ordinance (Energieeinsparverordnung – EnEV) from 2016 and, thanks to its large solar façade, exceeds the legal requirements.

The ZSW was solely resonsible for the designing this façade. Modules in various sizes were used. Solar Age Club Members can download a dossier that includes detailed description of the solar installation. Also, this project will be presented at this year’s BIPV Forum in Bad Staffelstein on 18 and 19 March, 2019. Solar Age Club Members are egible for a discount on the admission fee. (su)

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ZSW Stuttgart

Solarfassade des ZSW ausgezeichnet

Das ZSW in Stuttgart wurde für das Energiekonzept seines neuen Forschungs- und Bürogebäudes ausgezeichnet. Das Herz des gesamten Systems ist eine große Solarfassade, die die Stuttgarter selbst projektiert haben.

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Württemberg (ZSW) wurde für sein neues Gebäude ausgezeichnet. Damit ehrt das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Stuttgart die Entwicklung klimaschonender Technologien und deren Einsatz im eigenen Gebäude.

Denn die Hülle des Forschungs- und Bürogebäudes ist zu einem großen Teil mit Solarmodulen eingekleidet. Diese decken den größten Teil des Strombedarfs im Haus. Auf für die Deckung des Wärmebedarfs nutzen die Stuttgarter den Solarstrom. Denn er fließt direkt in die Wärmepumpe, die von 32 Erdwärmesonden versorgt wird. Überschüssige Wärme im Sommer führt die Wärmepumpe wiederum ins Erdreich ab und lädt so die Wärmequelle wieder auf. Eine Betonkernaktivierung unterstützt die Klimatisierung: Sie deckt den Wärme- und Kühlbedarf vor allem in den Büro- und Technikbereichen. Der Betonkern wird nachts aufgeladen, wenn keine zusätzlichen Lasten im Gebäude anfallen.

Wärmebedarf regenerativ gedeckt

Insgesamt deckt das ZSW rund die Hälfte des Wärmebedarfs regenerativ. Auch einen guten Teil der benötigten Prozesskälte stellen die Forscher mit Hilfe der Geothermie bereit. Das Gebäude entspricht trotz des hohen Energiebedarfs der Forschungslabore dem KfW55-Standard nach der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2016 und liegt damit dank der großen Solarfassade über den gesetzlichen Anforderungen.

Die Solarfassade hat das ZSW selbst projektiert. Dabei kamen Module in verschiedenen Größen zum Einsatz. Club Member von Solar Age können eine detaillierte Beschreibung der Solaranlage als Dossier downloaden. Das Projekt wird zudem auf dem diesjährigen BIPV-Forum am 18. und 19. März in Bad Staffelstein vorgestellt. Club Member von Solar Age bekommen einen Rabatt auf das Tagungsticket.

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Felix Tarantik/Filsom

BIPV Boost: Die Preise für Fassadenmodule senken

Insgesamt 19 Partner aus sieben europäischen Ländern haben sich zusammengeschlossen, um im Rahmen eines Entwicklungsprojekts die Preise für Fassadenmodule zu senken. Unter anderem ist die Entwicklung einer flexiblen Produktionslinie geplant.

Wie das Webportal EE-News mitteilt, macht sich ein Konsortium aus 19 Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen aus sieben europäischen Ländern daran, die Angebote für Solarfassaden zu verbessern. Die Projektpartner nehmen dazu die gesamte Wertschöpfungskette unter die Lupe. Überall, wo es möglich ist, sollen Kostensenkungspotenziale gehoben werden. Damit wollen sie den Architekten eine Möglichkeit bieten, mit der Solartechnik die geforderten Nahezu-Nul-Energie-Gebäude zu entwerfen, wie sie die EU seit Anfang dieses Jahres fordert.

Alle Anforderungen unter einen Hut bringen

Grundlage des Projekts sei die Annahme, dass die BIPV-Industrie in den vergangenen Jahren kaum komplette Lösungen anbieten konnte, die den Ansprüchen der Kunden entsprechen. Dabei geht es vor allem um Ästhetik, flexible Modulgrößen und Modulgeometrien, aber auch um Wirtschaftlichkeit und einfache Anwendung. Deshalb wollen die Projektpartner eine Lösung finden, wie diese Anforderungen unter einen Hut gebracht und dann auch industriell umgesetzt werden können.

Am Ende des Entwicklungsprozesses soll ein multifunktionaler, energieerzeugender Baustoff heraus kommen, der sich am Markt gegen die konventionellen Baustoffe behaupten kann. Dazu wollen die Unternehmen zusammen mit dem SUPSI einen automatisierten, flexiblen und digitalisierten Fertigungsprozess für Module entwickeln. Dadurch sollen die Mehrkosten für BIPV-Module bis 2020 auf die Hälfte sinken. Bis 2030 ist eine Senkung der Mehrkosten um 75 Prozent angepeilt. (su)

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my-PV GmbH

New project: Wood-frame construction with an innovative energy concept

A single-family house in Upper Austria is completely heated only using electricity. The power comes from a solar array on the roof. An smart system distributes the energy throughout the building. This lowers construction costs considerably.

The new building in Ried in the Riedmark in Upper Austria is build with a modern wood-frame construction. But it is not only this hip, because inexpensive construction form that ensures minimal costs for both: the construction and the operation of the building. A solar array is installed on the roof. The solar power is almost completely used in the building. Because the residents heat with the electricity from the roof.

Self-consumption on its maximum

In this way, they increase their self-consumption. This is because a so-called power meter constantly analyses the electricity flows within the building. The meter send these datas to a photovoltaic performance manager, an AC Thor from My PV fomt the Austrian town Neuzeug. This power controller distribute the whole electricity to the device that need it. If there is too much solar power or too little consumption in the building, the power manager activates an electric boiler that supplies the residents with hot water. If there is still too much solar power left, it is fed into the grid during the summer months. In the winter, the power controller runs electric heating mats under the floor planks.

Construction and operating costs drastically reduced

Compared to the already low energy standard house achieved by the manufacturer of the prefabricated houses, who supplied the new domicile for the Upper Austrian family, the planners managed to achieve an additional operating cost saving of 30 percent. The construction costs are also lowered considerably. While the building technologies do not cost much more than a conventional heating system such as a heat pump, the building owner completely saves the pipe work of the building to heat it. The heat comes through thin electric cables.

Club members of Solar Age can download the complete description the project in Ried in der Riedmark „Wood-frame construction with an innovative energy concept“ at the website of the architecture portal.

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my-PV GmbH

Neues Projekt: Holzriegelbau mit innovativem Energiekonzept

Ein Einfamilienhaus in Oberösterreich wird vollständig elektrisch beheizt. Den Strom liefert eine Solaranlage vom Dach. Eine intelligente Steuerung verteilt ihn im gesamten Gebäude. Dadurch sinken die Baukosten drastisch.

Das neue Gebäude in Ried in der Riedmark in Oberösterreich besteht aus einem modernen Holzriegelbau. Doch nicht nur diese angesagt, weil preiswerte Bauform sorgt dafür, dass die Kosten sowohl für die Errichtung als auch den Betrieb des Gebäudes minimal blieben. Denn auf dem Dach in eine Solaranlage installiert. Der Solarstrom wird fast vollständig im Gebäude genutzt. Denn die Bewohner „verheizen“ den Strom.

Eigenverbrauch gesteigert

Auf diese Weise steigern sie den Eigenverbrauch. Denn ein sogenanntes Power Meter analysiert ständig die Stromflüsse im Gebäude. Diese Daten gibt es an einen Photovoltaik-Leistungsmanager weiter, einen AC Thor von My PV aus dem österreichischen Neuzeug. Dieser Leistungssteller schiebt den Strom dorthin, wo er gebraucht wird. Ist gerade zu viel Solarstrom im Angebot oder zu wenig Verbrauch im Gebäude, wirft der Leistungsmanager einen Elektroboiler an, der die Bewohner mit warmem Brauchwasser versorgt. Ist dann immer noch zu viel Solarstrom übrig, wird dieser in den Sommermonaten eingespeist. In den Wintermonaten betreibt der Leistungssteller elektrische Heizmatten, die unter den Fußbodendielen liegen.

Bau- und Betriebskosten drastisch gesenkt

Im Vergleich zum ohnehin schon niedrigen Energiestandard, den der Fertighaushersteller mit seinen Gebäuden erreicht, der das neue Domizil der oberösterreichischen Familie geliefert hat, schaffen es die Planer auf eine zusätzliche Betriebskosteneinsparung von 30 Prozent. Auch die Errichtungskosten sinken drastisch. Denn während die Haustechnik nicht sehr viel mehr kostet als eine herkömmliche Heiztechnik wie eine Wärmepumpe, spart sich der Bauherr komplett die Verrohrung des Gebäudes, um es zu beheizen. Die Wärme kommt durch dünne Stromkabel.

Das komplette neue Dossier „Moderner Holzriegelbau mit innovativem Energiekonzept“ über das Gebäude in Ried in der Riedmark steht Club-Mitglieder von Solar Age jetzt zur Verfügung. (su)

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Velka Botička

Energy transition: Construction research presents new results

At the second Congress "Energiewendebauen", the focus will be on the solar-active building skin. Researchers from the construction sector will also show how urban energy systems can be planned more easily. The congress will take place on 28th and 29th January 2019.

On 28th and 29th January 2019, Projektträger Jülich and scientists accompanying research into energy-optimised buildings and neighbourhoods will present their latest findings on cross-sector solutions in buildings and neighbourhoods. In the medium and long term, these will contribute to the transformation of energy supply in cities.

Solar activation of building envelopes

Among other things, the two-day congress will focus on the solar activation of building skins of residential high-rise buildings for decentralised energy generation. Further topics are the digitalisation of energy supply in buildings and its flexibilisation. The focus will be on how these two approaches can be used to achieve energy savings. However, the latest research results in the field of sector coupling will also be presented.
On the second day, the speakers will focus on the optimized analysis of urban energy systems with three-dimensional simulations. They will also explore the role of systemic approaches for energy system transformation in urban space. In addition, researchers will present the new key technologies of energy system transformation.
The event will also include presentations by startups from the energy sector. An accompanying poster exhibition with competition as well as various panel discussions round off the program. The second congress „Energiewendebauen“ will take place at Deutsche Telekom’s representative office in Berlin-Mitte. You can find the complete program here. (su)

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Velka Botička

American scientist developes switchable solar glass

Research scientists at NREL has developed a glass that provides shade and produces electricity. He is now working on improving his invention before it is available as a product.

American researchers have developed a glass that both provides shade and generates electricity – and only when the sun is actually shining. The group led by Lance Wheeler, a researcher at the National Renewable Energy Laboratory (NREL), has developed this solution based on the class of semiconductor materials called the perovskites. It is a hybrid of organic methylammonium compounds and inorganic lead halides, which can be made very thin and above all transparent. The perovskites also have the advantage that they can potentially achieve higher efficiencies than crystalline modules and also cope well with shading.

Glass darkens when the sun shines

Wheelers version of the switchable solar window also uses single-walled carbon nanotubes to capture the light, along with layers of titanium dioxide and tin oxide. When light hits this transparent glass, it prompts the release of molecules of methylamine. In turn, the glass darkens and as that happens, electricity is generated. When the sun isn’t shining, the molecules are reabsorbed, and the glass becomes clear again.

Commercial Skylines are the target market

Currently it is not yet available as a product. Wheeler will now improve his solar window. One part of his continuing research will center on better ways to make the switch from shading to transparent glass. He sees the biggest potencial for his switchable solar windows in big commercial buildings, particularly high-rises. The advantage for the archtitect by using such solar windows is to generate enough electricity to reach a high energy standard with the building. High buildings can‘t do that with generators on their roofs, because there‘s not enough space, but enough windows. (su)

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Velka Botička

BAU Munich: Solar manufacturers showcase what is possible

At the BAU trade fair in Munich, the manufacturers of solar components show their solutions for facades and in-roof systems. The main focus will be on different colours realized with different technologies.

In Munich, architects, planners and builders can currently inform themselves about the latest developments in building materials. At the BAU trade fair in the Bavarian provincial capital, manufacturers of components for solar facades and in-roof solar systems demonste what is already possible with their technologies.

Thus the roof tile manufacturer Nelskamp presents its solar roof tile, which is installed like a normal roof element and only must be wired. The module manufacturer Ertex Solar from the Austrian town Amstetten will be demonstrating all the possibilities of covering facades with crystalline solar technology. Here it is important to show that the standard module is not the last word when it comes to aesthetics. Thus, the individual solar cells can be integrated into the module according to customer requirements. In any case, all geometries and sizes are possible. There are hardly any limits to the colours either.

Metal optics for the power generator

A module in various colours with a metallic look has brought Avancis from Torgau in Saxony to Munich. The thin-film module with the CIGS semiconductor is available in various colours. The viewer can hardly see that it is a solar module. Only the thin ribbons that transport the power from the semiconductor to the junction box remind him that the facade component not only looks good, but also produces power.

Nice also relies on a wide variety of colors for the modules. The company from Schwäbisch Hall has already implemented a real flagship project. The huge office building in Basel towers above everything that surrounds it. The fact that the façade was built entirely with solar modules can no longer be seen at all.

Low-reflection module for urban space

In addition to other manufacturers presenting their solar solutions, the Swiss manufacturer Eternit has also brought its Swisspearl modules to Munich. The crystalline panels have a particularly low-reflection surface. One module even has such a dense coating that the solar cells under the Frontglas become invisible, creating a glass element in a matt dark grey.

Refined with organic solar elements

Organic photovoltaics also offers endless possibilities. In Munich, not only the two manufacturers Opvius and Heliatek are demonstrating the advantages of the technology, but also, in cooperation with project partners, what possibilities there are for refining surfaces with it. For example, Laukien is showing a lightweight construction element made of aluminium that is equipped with Heliatek’s organic solar foils. The dark blue photovoltaic elements blend aesthetically perfectly into the golden facade cassette. These were developed by Heliatek and Laukien together with colleagues from RWTH Aachen University as part of the Ilem project.

Solar shading equipped with power generators

Opvius will also be exhibiting another possibility to integrate organic solar foils into components at the chemical company Merck’s booth. The Kitzingen-based manufacturer has produced many round solar elements that match the Lisicon logo in color. This is the name of the organic semiconductor material that Merck developed and with which Opvius manufactures most of its products. These small solar elements are woven into a fibreglass net that serves not only as a sunscreen but also as a power generator. (su)

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Solar Age

Club Member sparen das halbe Abo

Club Member von Solar Age bekommen von unserem Partner Conexio einen Rabatt von 10 Prozent auf die Teilnahmegebühren am diesjährigen Forum Bauwerkintegrierte Photovoltaik im Kloster Banz.

Im fränkischen Bad Staffelstein treffen sich auch in diesem Jahr wieder Architekten, Bauherren und Planer mit der Solarindustrie, um sich über die neusten Entwicklungen der gebäudeintegrierten Photovoltaik zu informieren. Das IPV-Forum findet am 18. und 19. März im Kloster Banz statt. Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

Unsere Mitglieder bekommen einen Nachlass auf den Teilnahmepreis in Höhe von zehn Prozent. Das sind immerhin 44 Euro. Damit haben die Club Member von Soalr Age schon die Hälfte ihres Abopreises gespart. Die Vorteil gilt auch für neue Abonnenten. Weitere Informationen finden Sie auf der Startseite von Solar Age unter dem Button „10% Rabatt BIPV-Forum‘19“ (su)

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Velka Botička

Solarhersteller zeigen ihre Möglichkeiten in München

Auf der Messe BAU in München zeigen die Hersteller von Solarkomponenten ihre Lösungen für Fassaden und Indachanlagen. Im Mittelpunkt stehen vor allem verschiedene Farben, realisiert mit unterschiedlichen Technologien.

In München informieren sich derzeit können sich Architekten, Planer und Bauherren über die neusten Entwicklungen von Baumaterialien. Auf der Messe BAU in der bayerischen Landeshauptstadt zeigen auch die Hersteller von Komponenten für Solarfassaden, was alles schon mit ihrer Technologie möglich ist.

So präsentiert der Dachziegelhersteller Nelskamp seinen solaren Dachziegel, der wie ein normales Dachelement installiert wird und nur noch verkabelt werden muss. Der Modulhersteller Ertex Solar aus dem österreichischen Amstetten zeigt. sämtliche Möglichkeiten, mit kristalliner Technologie Fassaden zu belegen. Hier spielt vor allem eine Rolle zu zeigen, dass das Standardmodule nicht der Weisheit letzter Schluss ist, wenn es um Ästhetik geht. So können die einzelnen Solarzellen nach Kundenwünschen in das Modul integriert werden. Ohnehin sind sämtliche Geometrien und Größen möglich. Auch bei den Farben gibt es kaum Grenzen.

Metalloptik für den Stromerzeuger

Ein Modul in verschiedenen Farben mit einer metallischen Optik hat Avancis aus dem sächsischen Torgau mit nach München gebracht. Das Dünnschichtmodul mit dem CIGS-Halbleiter ist in verschiednen Farben zu haben. Dass es sich um ein Solarmodul handelt, sieht der Betrachter kaum. Nur noch die dünnen Leitungsbändchen, die den Straom aus dem Halbleiter zur Anschlussdose transportieren, erinnern daran, dass das Fassadenbauteil nicht nur gut aussieht, sondern auch Strom produziert.

Auf unterschiedlichste Farbgebung der Module setzt auch Nice. Das Unternehmen aus Schwäbisch Hall hat damit schon ein echtes Leuchtturmprojekt realisiert. Das riesige Bürogebäude überragt in Basel alles, was sich drum herum befindet. Dass die Fassade komplett mit Solarmodulen gebaut wurde, ist überhaupt nicht mehr zu sehen.

Reflexionsarmes Modul für den urbanen Raum

Neben weiteren Herstellern, die ihre Solarlösungen präsentieren, hat auch der schweizerische Hersteller Eternit seine Swisspearl-Module mit nach München gebracht. Die kristallinen Paneele sind mit einer besonders reflexionsarmen Oberfläche versehen. Ein Modul hat sogar eine so dichte Beschichtung, dass die darunter liegenden Solarzellen unsichtbar werden und dadurch ein Glaselement im matten Dunkelgrau entsteht.

Mit organische Solarelemente veredelt

Unendliche Möglichkeiten bietet auch die organische Photovoltaik. In München zeigen nicht nur die beiden Hersteller Opvius und Heliatek die Vorteile der Technologie, sondern in Kooperation mit Projektpartnern auch, welche Möglichkeiten es gibt, damit Oberflächen zu veredeln. So zeigt Laukien ein Leichtbauelement aus Aluminium, das mit den organischen Solarfolien von Heliatek versehen sind. Ästhetisch perfekt fügen sich die dunkelblauen Photovoltaikelemente in die goldene Fassadenkassette ein. Diese haben Heliatek und Laukien zusammen mit Kollegen der RWTH Aachen im Rahmen des Projekts Ilem entwickelt.

Sonnenschutz mit Stromerzeugern versehen

Auch Opvius zeigt auf dem Messestand des Chemieunternehmens Merck eine weitere Möglichkeit, organische Solarfolien in Bauelemente zu integrieren. Der Kitzinger Hersteller hat viele runde Solarelemente produziert, die farblich auf das Logo von Lisicon abgestimmt sind. Das ist der Name des organischen Halbleitermaterials, das Merck entwickelt hat und mit dem Opvius den größten Teil seiner Produkte herstellt. Diese kleinen Solarelemente sind in ein Netz aus Fiberglas eingewebt, das damit nicht nur als Sonnenschutz, sondern auch als Stromerzeuger dient. Das Fiberglasnetz kann je nach Kundenwünsche lockerer oder dichter gewebt werden, wobei die Dichte die Lichtdurchlässigkeit und damit die Stromproduktion beeinflusst. (su)

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Dennis Schroeder / NREL

California makes solar mandatory

The Californian Energy Commission has decided on a solar duty for new buildings from 2020. The new Californian Building Energy Efficiency Standard will effect the architecture in California.

In California, the new building energy standard came into force at the turn of the year. The central change compared to the previous building energy standard is the duty to build every new residential and commercial building with a solar system on the roof or facade. This solar obligation will apply from 2020 and will have an impact on the architectural design of buildings, as the solar façade will explicitly be required on higher buildings.
The regulation does not include an obligation to install an additional solar storage. However, the Energy Commission wants homeowners to opt for solar batteries, heat pumps and other technologies in order to increase their self consumption of the solar energy in the buildings.
At the same time, energy consumption in buildings has to be reduced. For this purpose, the new Building Energy Efficiency Standard defines lower values for the permissible exchange of heat with the environment. „With these new standards, buildings will perform better in terms of energy consumption and at the same time contribute to a stable grid“, said Andrew McAllister, responsible for energy efficiency in the Energy Commission. „The buildings the Californians buy and live in will work very efficiently while producing their own clean energy.“

Reduce energy consumption to zero – on balance

With the new standard, the Californian Energy Commission (CEC) wants to make a contribution to California’s goal of supplying half of its energy supply with renewables by 2030. In addition, the energy consumption of residential buildings has to be zero in 2020 on the balance sheet – considered over the year as a whole. The commercial buildings are expected to achieve the same goal in 2030. In addition, commercial enterprises should then obtain at least 50 percent of their energy consumption from renewable resources.

Plant pays for itself

Critics complain that real estate prices will continue to rise as a result of mandatory solar energy. But the CEC estimates an average of 9,500 dollars for a solar system. In addition, many studies have shown that high energy standards do not necessarily lead to higher real estate costs, as this is a free market driven by supply and demand. In addition, the solar system will pay for itself through lower operating costs for the house, because less energy is consumed and some of it is generated by the house itself.

Balance found

As a result of this and other efficiency measures, the energy consumption of new commercial buildings is reduced by 30 percent compared with a building built to the 2016 standard. The energy consumption of residential buildings will then even fall by 53 percent. The CEC stresses that the 9,500 dollars for the solar system must be offset by savings of 19,000 dollars – over a period of 30 years. „By adopting the new regulations, the CEC has struck a fair balance between reducing greenhouse gas emissions and limiting construction costs,“ says Dan Dunmoyer, president of the California Construction Industry Association. (su)

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Solar Heating & Cooling Programme/IEA

Interaktive Karte für solare Stadtplanung veröffentlicht

Eine neue, interaktive Karte präsentiert Vorzeigeprojekte moderner Stadtplanung mit Solarsystemen. Sie richtet sich an Stadtplaner und Architekten, die sich mit der Realisierung moderner Stadtteile beschäftigen.

Die internationale Forschungsplattform „Solar Energy in Urban Planning“ hat eine interaktive Karte mit 34 Vorzeigeprojekten nachhaltiger Stadtplanung entwickelt. Sie richtet sich an Stadtplaner und Energieberater, die vor der Aufgabe stehen, neue Ortsteile mit einem modernen Energiekonzept zu entwickeln oder bestehende Stadtteile entsprechend umzugestalten. Denn letztlich entstehen zwar die großen Erzeugungsanlagen erneuerbarer Energien vor allem auf preiswerten Flächen, die in der Regel weit weg von urbanen Zentren liegen. Doch die Städte und Gemeinden müssen eine Vorreiterrolle übernehmen, wenn es darum geht, diese Energie zu nutzen und die Solarenergie dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird.

Solarenergie in die Städte bringen
Deshalb haben Stadtplaner und Architekten die Aufgabe, Sonnenenergie in neue und modernisierte Stadtteile zu integrieren, um die Energiewende tatsächlich zu dem zu machen, was sie sein soll: Ein Umstieg von zentral mit großen Kraftwerken erzeugter, fossiler Energie hin zu einer dezentralen Erzeugung von Strom und Wärme dort, wo sie direkt genutzt werden. Das bedeutet auf der einen Seite, dass entsprechende Erzeugungsanlagen sinnvoll und ästhetisch ansprechend vor Ort installiert werden müssen. Aber auch auf der anderen Seite, dass die erzeugte Energie in das vor Ort existierende und an die Erneuerbaren angepasste Energiesystem integriert werden muss.

Architektonische Gestaltung berücksichtigt
Die Planung und Realisierung von CO2-armen Stadtteilen mit moderner Architektur ist hochkomplex. Deshalb können Stadtplaner und Architekten für jedes der 24 Projektbeispiele ein umfangreiches Dossier downloaden, in dem neben den verwendeten Technologien und wie diese in das Gesamtsystem eingebunden und architektonisch gestaltet wurden, auch die Realisierungsmöglichkeiten beschrieben sind. „Stadtplaner, Architekten und Beratungsunternehmen erhalten so durch unsere detailliert beschriebenen Fallstudien neue Ideen für mögliche Planungsprozesse und Entscheidungsstrategien“, sagt Maria Wall, Leiterin von Solar Energy in Urban Planning und Wissenschaftlerin am Fachbereich Energie- und Gebäudeplanung der Lund Universität in Schweden. (su)

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Fraunhofer ISE

Fraunhofer ISE |

Homogene Fassadenmodule weiterentwickelt

Wissenschaftler des Fraunhofer ISE in Freiburg im Breisgau haben eine neue Möglichkeit gefunden, sogenannte Schindelmodule herzustellen. Sie verkleben die Zellstreifen miteinander. Dadurch entstehen farblich homogene, kristalline Solarmodule.

Die Forscher des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) haben eine Möglichkeit gefunden, Solarzellen in Modulen überlappend anzuordnen und zu verschalten. Durch diese sogenannte Schindeltechnologie fallen die bisherigen Zellverbinder und sogenannten Busbars weg, die die Ästhetik von kristallinen Solarmodulen bestimmt haben. Damit ergibt sich eine farblich weitgehend homogene Moduloberfläche. Nur wer genau hinschaut, kann die Kanten, an denen die Zellen überlappen, noch erahnen. Außerdem werden dadurch die Verschattungsverluste durch die Zellverbinder verhindert, was zu einer erheblichen Steigerung der Modulleistung führt.

Zudem fallen die Zwischenräume zwischen den einzelnen Zellen komplett weg. Das hat nicht nur den Vorteil, dass mehr Zellleistung auf die gleiche Modulfläche passt. Vielmehr verändert sich der optische Eindruck, mit dem die kristallinen Solarmodule bisher daher kamen, komplett zugunsten einer ästhetisch ansprechenden Variante.

Zellstreifen werden verklebt

Um dies zu erreichen, werden nicht mehr einzelne Zellen nebeneinander platziert, sondern schmale Zellstreifen. Diese überlappen einander. Bisher war allerdings die Verschaltung der Zellstreifen eine Herausforderung. Denn sie lassen sich aufgrund der mechanischen Spannung nicht miteinander verlöten. Die Wissenschaftler des Fraunhofer ISE haben deshalb ein Verfahren entwickelt, um die Zellstreifen miteinander leitfähig zu verkleben. Der Kleber kann die thermische Ausdehnung des Modulglases bei wechselnden Umgebungstemperaturen ausgleichen und ist außerdem bleifrei.

Verschiedene Modulformate möglich

Die Freiburger Forscher haben auch schon ausgerechnet, dass die Moduleffizienz durch die Schindeltechnologie bei gleichem Zellwirkungsgrad um zwei Prozent steigt. Außerdem können mit den schmalen Zellstreifen verschiedene Modulformate realisiert werden, was viel Spielraum für unterschiedliche Designvarianten schafft. Die Forscher arbeiten jetzt an der Optimierung der Klebstoffmenge in der Massenfertigung und des Zelldesigns. Eine entsprechende Produktionstechnologie hat der Equipmenthersteller Teamtechnik Maschinen und Anlagen schon entwickelt. (su)

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Solargaps

Solargaps bringt Solarjalousien auf den deutschen Markt

Der amerikanische Hersteller von kundenspezifisch angefertigten Solarjalousien will auch auf dem Markt in Deutschland Fuß fassen. Dafür sucht das Unternehmen noch Partner vor Ort.

Der Hersteller von Solarjalousien Solargaps will seinen Vertrieb auf Deutschland ausdehnen. Bisher ist das amerikanische Unternehmen vor allem auf dem Heimatmarkt USA und in Spanien erfolgreich unterwegs. Die Solarjalousien aus San Francisco haben nach Angaben von Solargaps die Marktreife für Deutschland erreicht.

Solarzellen in die Lamellen laminiert

Das System besteht aus einer Jalousie, die nach Kundenmaß gefertigt werden kann. In die Lamellen sind kleine Solarzellen von Sunpower mit Sitz im kalifornischen San Jose einlaminiert. Diese werden mit dem selbst produzierten Solarstrom dem Lauf der Sonne nachgeführt und sammeln auf diese Weise das Maximum an Energie ein. Sie lassen sich zudem aus der Ferne steuern und sorgen auf diese Weise für eine optimale Abschattung der Räume und damit für eine Senkung des Kühlbedarfs.

Für den Markteintritt in Deutschland sucht das Unternehmen jetzt passende Partner für den Verkauf, die Beratung, die Importabwicklung und auch für die Installation. Die Unternehmen müssen in Deutschland ansässig sein. (su)

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Viridén + Partner

Fachkongress: Österreichs Architekten treffen auf Photovoltaik

Am 24. und 25. Januar dieses Jahres informiert die österreichische und schweizerische Solarbranche Architekten über herausragende Lösungen, Photovoltaikanlagen in Dächer und Fassaden zu integrieren.

Die österreichische Photovoltaik- und Baubranche lädt Architekten und Fachplaner zum Fachkongress „Energie aus der Gebäudehülle“ ein. Der Kongress findet in der Blumenhalle in St.Veit an der Glan statt. Dort informieren die Referenten in ihren Vorträgen unter anderem über herausragende Lösungen der Gebäudeintegration von Solaranlagen. Sie zeigen auf diese Weise, wie Solaranlagen in Fassaden und Dächer integriert werden können, mit welchen bautechnischen Lösungen sie ihre Projekte realisiert haben und vor allem, welche gestalterischen Möglichkeiten die Photovoltaik inzwischen für die Architekten bereithält.

Konkrete Lösungen zeigen

Es werden auch konkrete Produkte und Lösungen vorgestellt, mit denen Architekten und Fachplaner Solarfassaden und Indachsolaranlagen entwerfen und bauen können. Das Spektrum reicht über die Unterkonstruktion bis hin zu blendarmen Moduloberflächen, die speziell für Solaranlagen in Städten entwickelt wurden. Zwischen den einzelnen Vorträgen haben die Teilnehmer genügend Zeit, ihre Erfahrungen mit der Gebäudeintegration von Photovoltaikanlagen auszutauschen.

Der Fachkongress „Energie aus der Gebäudehülle findet am 24. und 25. Januar 2019 in der Blumenhalle in St. Veit an der Glan statt. Das gesamte Programm finden Sie hier. (su)

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Mainova

Patent für Leichtbauphotovoltaik widerrufen

Das Deutsche Patent- und Markenamt in München hat das Patent von Solartension für Leichtbaukonstruktionen mit Solarfolien einkassiert. Damit können solche architektonische Elemente einfacher errichtet werden.

Mit einer Entscheidung des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) können in Zukunft Solaranlagen mit Photovoltaikfolien ohne Patenteinschränkungen gebaut werden. Denn Solartension, ein Hersteller von Leichtbauphotovoltaik als Element der Architektur mit Sitz in Stuttgart, hat sein im Jahr 2015 erteiltes Patent für „Solaranlagen mit mehreren stromerzeugenden Folienelementen“ verloren.

Lösung ist nicht neu

Grund dafür war ein Einspruch des Herstellers organischer Photovoltaikfolien Opvius. Das Unternehmen mit Sitz in Kitzingen hatte bemängelt, dass die von Solartension zum Patent angemeldete Lösung bereits Stand der Technik ist. Vor allem die undefinierte Bezeichnung „stromerzeugende Folienelemente“ hatte Opvius kritisiert und damit das gesamte Patent angefochten. Tatsächlich hat das DPMA dies anerkannt. Mit Verweis auf eine ähnliche Lösung, die bereits seit 2006 in den USA beschrieben wurde, haben die zuständigen Prüfer im DPMA festgestellt, dass die von Solartension entwickelte Technologie keineswegs neu ist.

Solartension verliert Schutzrechte

Damit hat Solartension, nachdem am 5. Januar 2019 die Einspruchsfrist gegen die Entscheidung des DPMA abgelaufen ist, kein Schutzrecht mehr an seiner Entwicklung. Das Unternehmen kann das Patent nicht mehr dazu benutzen, anderen Anbietern den Bau von Solaranlagen mit solchen speziellen Befestigungen zu verbieten. Das wirkt sich wiederum auf Produzenten von Solarfolien wie Opvius sowie auf die Bauherren aus. Denn sie sind jetzt nicht mehr darauf angewiesen, dass Solartension die Befestigung der Module liefert, was die Umsetzung von Projekten einfacher macht. (su)

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Team Rooftop

Solar Decathlon Europe findet in Ungarn statt

Im Juli 2019 richtet Ungarn den diesjährigen Solar Decathlon Europe aus. Es ist der vierte Architekturwettbewerb dieser Art in Europa.

Im Juli 2019 wetteifern Architektur- und Technikstudenten beim Solar Decathlon Europe um den Titel für das energieeffizienteste, innovativste und dabei architektonisch schönste Gebäude. Der diesjährige Wettbewerb findet in Szentendre statt. In der Kleinstadt vor den Toren der ungarischen Hauptstadt Budapest entsteht in den kommenden Monaten das Solar Village, in dem alle 16 ausgewählten Teams europäischer Hochschulen ihre Gebäude errichten. Es ist auch jeweils ein Team aus den USA und aus Thailand mit im Wettbewerb.

Ästhetik gepaart mit Solarenergie
Danach müssen sie zehn Bewährungsproben überstehen. Dabei geht es unter anderem um die Ästhetik gepaart mit einer effizienten Nutzung von Energie, die möglichst selbst erzeugt und direkt verbraucht wird. Deshalb sind die Gebäude in der Regel mit Solaranlagen und effizienten Heiz- und Kühlanlagen ausgestattet. Der Energieverbrauch und die Energieerzeugung werden ständig gemessen und das Team, dessen Erzeugungskurve am nächsten an der Lastkurve lag, bekommt in dieser Disziplin die höchste Punktzahl.

16 Teams sind in Finale

In diesem Jahr nehmen Teams aus folgenden Hochschulen und Universitäten am Solar Decathlon Europe teil:
– Universität Brighton, Großbritannien
– Technische Hochschule für Bauingenieurwesen Bukarest, Rumänien
– Budapester Universität für Technologie und Wirtschaft, Ungarn
– Polytechnische Universität Katalaniens in Barcelona, Spanien
– Delfter Universität für Technologie, Niederlande
– Technische Universität Dänemark in Lyngby, Dänemark
– Universität Gent, Belgien
– Internationale Griechische Universität Thessaloniki, Griechenland
– Nationale Hochschule für Architektur und Landschaft Lille, Frankreich
– Universität Maryland, USA
– Polytechnikum Mailand, Italien
– Universität Miskolc, Ungarn
– Universität Sevilla, Spanien
– King Mongkut’s Universität für Technologie in Thonburi, Thailand
– Fachhochschule Utrecht. Niederlande
– Polytechische Universität València, Spanien

Der Solar Decathlon Europe findet in diesem Jahr bereits zum vierten Mal statt. Im Jahr 2010 und 2012 stand das europäische Solar Village jeweils in Madrid. Den dritten Solar Decathlon Europe hat Frankreich in Versailles ausgerichtet.

9,2 Millionen Euro kommen aus Budapest

Für die finanzielle Absicherung des Architekturwettbewerbs hat sogar die eher verschlossene ungarische Regierung Geld locker gemacht. Allein für Investitionen in die Infrastruktur rund um den Solar Decathlon Europe bringt Budapest fast 1,55 Milliarden Forint (fast 4,8 Millionen Euro) auf. Dazu kommen noch 1,25 Milliaden Forint (3,88 Millionen Euro) für die Durchführung der Veranstaltung. Für den laufenden Betrieb des Solar Village stehen 200 Millionen Forint (621.000 Euro) zur Verfügung. (su)

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Dieter Moor/Ertex Solar

Ertex Solar |

Ertex Solar liefert Riesenmodule fürs Solardach

Der neue Baumarkt von Hellweg in Fürstenfeld in der Steiermark wurde mit einer Solaranlage ausgestattet. Die hat gleich drei Funktionen.

Die semitransparenten Module, die den gesamten Kundenparkplatz überdachen, lassen noch genügend Sonnenlicht auf die darunter liegende Fläche durch, so dass die Besucher des Baumarkts ihre Einkäufe nicht im Dunkeln verstauen müssen. Im Sommer sorgen sie dafür, dass die Fahrzeuge im Schatten stehen und sich nicht aufheizen. Das spart viel Treibstoff, da dann die Klimaanlagen der Autos beim Losfahren die Temperatur nicht mühevoll wieder senken müssen.
An Regentagen schützen die Solarmodule die Kunden vor der ungemütlichen Nässe. Und natürlich erzeugt die Anlage Strom. Die Solarenergie wird zum größten Teil direkt im Baumarkt verbraucht. Sie fließt hauptsächlich in Wärmepumpen, die eine effiziente Fußbodenheizung beliefern.

Bis zu fünf Meter breit
Die Anlage war eine Herausforderung. Denn die Module mussten nach den Anforderungen der Architektin gestaltet werden. Zudem mussten sie groß genug sein, damit die Säulen, auf denen die gesamte Dachanlage steht, nicht zu eng stehen müssen. Denn nur so kommen auch die Autos noch zwischen ihnen hindurch. Die immerhin 3,67 und fünf Meter breiten Module hat der BIPV-Spezialist Ertex Solar aus dem niederösterreichischen Amstetten speziell für die Anlage in Fürstenfeld angefertigt.
Abonnenten lesen alle Einzelheiten über das neue Solardach in Fürstenfeld auf Solar Age.

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Velka Botička

Conexio |

Kloster Banz 2019: Architekten treffen auf Photovoltaik

Auch im kommenden Jahr findet das BIPV-Forum im Kloster Banz in Bad Staffelstein statt. Erstmals wird das Treffen der BIPV-Branche zwei Tage lang dauern. Bis 21. Januar 2019 gibt es noch einen Frühbucherrabatt.

Auch 2019 lädt Conexio Architekten, Bau- und Solarindustrie nach Bad Staffelstein zum alljährlichen Symposium „Gebäudeintegrierte Photovoltaik“ ein. Das BIPV Forum im Kloser Banz richtet sich an alle innovativen Marktakteure, die in Zukunft mit der Sonne bauen, aber auch an Planer, Wohnbaugesellschaften, Forschungsinstitute, Energiedienstleister und moderne Bauherrn.

Beispiele und Rahmenbedingungen
Die Teilnehmer erwartet ein informatives Programm rund um die Integration von Photovoltaikanlagen in die Gebäudehülle. Neben neusten Forschungsergebnissen unter anderem über die Wirtschaftlichkeit von Solarfassaden und Photovoltaikdächern, aber auch über deren Umsetzung werden auch innovative Projekte vorgestellt, die ganz im Zeichen des modernen Bauens stehen. Sie sollen den Architekten und innovativen Bauherren beispielhaft zu zeigen, das die Photovoltaikbranche mehr kann als nur Standardmodule. Die Teilnehmer erfahren in den Projektbeschreibungen, wie und vor allem mit welchen Produkten solche Anlagen umgesetzt werden und worauf der Bauherr und der Architekt dabei achten sollte. Die Erfahrungsberichte werden ergänzt durch eine Beschreibung der aktuellen Rahmenbedingungen für die BIPV. Das konkrete Programm stellt der Tagungsbeirat unter Leitung des Hamburger Architekturprofessors Wolfgang Willkomm, bei der Architektenkammer der Hansestadt für Aus- und Fortbildung verantwortlich, zusammen.
Das BIPV-Forum 2019 findet erstmals zweitätig im Vorfeld und parallel zum PV Symposium in Kloster Banz am 19. und 19. März statt. Wer sich bis 21. Januar für eine Teilnahme entscheidet, bekommt das gesamte Konferenzticket zu einem Frühbucherpreis. (su)

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Gewoba

Verbände fordern Anreize für energetische Sanierung

Deutsche Energie- und Umweltverbände kritisieren die Ankündigung der Wohnungswirtschaft, aufgrund der Mietrechtsnovelle die Sanierungsraten zu senken. Das Problem sind fehlende Anreize für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden.

Nachdem die deutsche Bundesregierung die Modernisierungsumlage für Vermieter drastisch gekürzt hat, droht die Wohnungswirtschaft damit, die Sanierungsraten zu drosseln. Das heißt, auch die energetische Modernisierung von Gebäuden – ein potenzieller Markt für die gebäudeintegrierte Photovoltaik – kommt noch langsamer voran als bisher. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Vermieter nicht mehr elf, sondern nur noch acht Prozent der Modernisierungskosten in Form von Mieterhöhungen auf die Mieter abwälzen können.

Flankierende Anreize fehlen
Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff), die Deutsche Umwelthilfe (DUH), der Bundesverband der Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerk (GIH), der Verband für Wärmelieferung (VfW), der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) und der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) unterstützen zwar grundsätzlich diese leichte Verbesserung für die Mieter. Doch sie kritisieren, dass die Bundesregierung bewusst hinnimmt, dass die energetische Modernisierung für Vermieter unattraktiver wird, aber keine flankierenden Maßnahmen ergreift, um die Senkung der Modernisierungsumlage durch bessere Anreize aufzufangen. Die Verbände schlage dazu eine steuerliche Förderung für Gebäudesanierungen vor. Diese sei weiter nicht in Sicht.

Nicht jede Sanierung steigert die Miete
Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der Deneff, befürchtet, dass allein im Bereich der Energieeffizienz dadurch 600.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Dabei bekämen eine ganze Reihe von Unternehmen in der Wohnungswirtschaft die energetische Sanierung sozialverträglich hin, wie Benjamin Weismann, Bundesgeschäftsführer des Energieberaterverbands GIH, weiß. „Diese Sanierungen müssen und können sowohl für Mieter als auch für Vermieter attraktiv sein“, sagt er. „Neben sozialpolitischen Erwägungen hat die Bundesregierung aber schlicht unterlassen, zu überlegen, wie sie die Förderung, steuerliche Anreize, Mietspiegel und andere Instrumente so gestalten kann, dass auch für die Vermieter ein Schuh daraus wird.“

Modernisierung attraktiv und sozialverträglich machen
Tobias Dworschak, Geschäftsführer des VfW, befürchtet, dass dadurch Vermieter auch von Maßnahmen absehen, die sich für Mieter warmmietneutral oder sogar direkt kostensenkend umsetzen lassen, wie etwa die Umstellung auf effiziente Wärmeerzeuger oder Mieterstrommodelle. Letztere werde zusätzlich durch die am 7. Dezember 2018 beschlossene Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzen (EEG) ausgebremst. „Die Ankündigungen aus der Wohnungswirtschaft, die Sanierungsquote senken zu wollen, verdeutlichen genau die Krux, vor der wir die Bundesregierung seit geraumer Zeit warnen: Das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestandes ist nur erreichbar, wenn es gelingt, auch anspruchsvolle Modernisierungen attraktiv und sozialverträglich zu machen“, betont Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des BuVEG. „Das gelingt nur mit einem Masterplan, bei dem sich auch die großen Wohnungsbaugesellschaften ihrer ökologischen Verantwortung stellen müssen. Zumal die energetische Sanierung nur eine geringe Prozentzahl der eigentlichen Investition ausmacht.“ (su)

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BAM Wonen

Solares Gebäude gewinnt niederländischen Baupreis

Ein Fünfgeschosser mit 48 Wohnungen in Best bei Eindhoven hat den niederländischen Cobouw-Award im Bereich Nachhaltigkeit bekommen. Denn es bezieht seinen Strom komplett aus den Solaranlagen an der Fassade und auf dem Dach.

Die Jury des niederländischen Cobouw-Awards hat ein Gebäude in Best, einer Kleinstadt vor den Toren Eindhovens, zum „Nachhaltigsten Projekt des Jahres 2018“ gekürt. Dabei handelt es sich um ein fünfstöckiges Appartementhaus mit 48 Wohnungen, das so viel Strom erzeugt, wie es verbraucht.
Um diesen niederländischen Nul-op-de-meter-Standard zu erreichen, hat die Wohnungsgesellschaft Woonstichting in Best die Gebäudehülle energetisch aktivieren lassen, und zwar sowohl das Dach als auch die Fassade. „Denn Photovoltaikmodule auf dem Dach liefern nur genügend Energie für zwei oder drei Stockwerke“, erklären die Experten von Eigenenergie, einem Anbieter von Montagesystemen für die fassadenintegrierte Photovoltaik mit Sitz in Gedrop bei Eindhoven. „Um ein höheres Gebäude auf den Nul-op-de-meter-Standard zu bringen, muss der Strom noch woanders her kommen, beispielsweise aus Fassadenmodulen.“

Solaranlagen versorgen Sozialwohnungen
In Best wurde die gesamte Fassade in den oberen vier Stockwerken mit vorgehängten hinterlüfteten Solarmodulen ausgestattet, die mit dem System von Eigenenergie angebracht wurden. Auf diese Weise schafft es das Gebäude als eines der ersten mehrstöckigen Wohnhäuser in den Niederlanden auf den Nul-op-de-meter-Standard. Das hat die Jury davon überzeugt, das Projekt zu prämieren. Vor allem auch, weil in dem Gebäude ausschließlich Sozialwohnungen entstanden sind.

Inspiration für andere Architekten und Bauherren
Dazu kommt noch das einzigartige Design der Gebäudehülle sowie die Nutzung des Regenwassers zur Wasserversorgung, was die Juroren überzeugt hat. „Wir sind sehr stolz auf unsere nachhaltigen, erschwinglichen Nul-op-de-Meter-Wohnungen“, sagt Olaf van Dijk, Projektmanager bei Woonstichting. „Dass unser Projekt als das nachhaltigste Projekt in den Niederlanden ausgewählt wurde, ist fantastisch.“
Das gesamte Gebäude wurde zusammen mit BAM Wonen und NB Architecten entwickelt. Harold van de Ven, Architekt und Inhaber von NB Architecten ist sich sicher, dass dieses Gebäude kein Einzelfall bleiben wird. „Die Welt ändert sich hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Viele werden sich von diesen guten Beispielen inspirieren lassen“, sagt er mit Blick auf das Konzept des Mehrgeschossers in Best. (su)

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Velka Botička

Energiewende: Bauforschung präsentiert neue Ergebnisse

Auf dem zweiten Kongress Energiewendebauen steht unter anderem die solar aktive Gebäudehülle im Mittelpunkt. Forscher aus dem Bausektor zeigen außerdem, wie urbane Energiesysteme einfacher geplant werden können. Der Kongress findet am 28. und 29. Januar 2019 statt.

Der Projektträger Jülich und Wissenschaftler, die die Forschung für energieoptimierte Gebäude und Quartiere begleiten, präsentieren am 28. und 29. Januar 2019 ihre aktuellen Ergebnisse zu sektorenübergreifende Lösungen im Gebäude- und Quartiersbereich. Diese tragen mittel- und langfristig zur Transformation der Energieversorgung in Städten bei.

Gebäudehüllen solar aktivieren

Auf dem zweitägigen Kongress geht es unter anderem darum, Gebäudehüllen von Wohnhochhäusern zur dezentralen Energieerzeugung solar zu aktivieren. Weitere Themen sind die die Digitalisierung der Energieversorgung in Gebäuden sowie deren Flexibilisierung. Dabei geht es unter anderem darum, wie mit diesen beiden Ansätzen Energieeinsparungen realisiert werden. Es werden aber auch die neusten Ergebnisse der Forschung im Bereich Sektorenkopplung präsentiert.
Am zweiten Tag widmen sich die Referenten der optimierten Analyse urbaner Energiesysteme mit dreidimensionalen Simulationen. Sie werden außerdem der Frage auf den Grund gehen, welche Rolle systemische Ansätze für die Energiewende im urbanen Raum spielen. Außerdem stellen Forscher die neuen Schlüsseltechnologien der Energiewende vor.
Im Rahmen der Veranstaltung finden zusätzlich Präsentationen von Startups aus der Energiebranche statt. Eine begleitende Posterausstellung mit Wettbewerb sowie verschiedene Podiumsdiskussionen runden das Programm ab. Der zweite Kongress Energiewendebauen findet in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom in Berlin-Mitte statt. Das komplette Programm finden Sie hier. (su)

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CS Wismar

Ernst Schweizer AG, CS Wismar |

CS Wismar: Kooperation mit Großhandel für Indachmodul gestartet

Der Modulhersteller Sonnenstromfabrik weitet sei Angebot für das Indachmodul in der Schweiz aus.

Der Modulhersteller Sonnenstromfabrik (CS Wismar) weitet sein Angebot für Indachanlagen in der Schweiz aus. Dazu kooperiert das Unternehmen aus Wismar dort mit den Photovoltaikgroßhändlern Krannich Solar, Solexis und Electro-Sol. Durch die Vertriebskooperation sind die neu entwickelten Glas-Glas-Indachmodule der Sonnenstromfabrik für das Solrif-Montagesystem der Ernst Schweizer AG ab sofort landesweit erhältlich.

Besserer Service für Kunden

Die Module sind komplett schwarz und so beschichtet, dass sie eine satinierte Oberfläche haben. Damit will CS Wismar die Kunden mit höchsten optischen Ansprüchen genügen. Der Vorteil ist aber auch, dass durch die satinierte Oberfläche die Module weniger blenden und damit auch in dichter besiedelten Ortschaften einsetzbar sind. CS Wismar liefert die Module in drei Formaten, um auch unterschiedliche Dachflächen gut abdecken zu können.
Die Paneele wurden ursprünglich exklusiv über Ernst Schweizer in der Schweiz vertrieben. Mit der Verfügbarkeit im Photovoltaikgroßhandel verspricht sich CS Wismar einen größeren Absatz der Module, was wiederum auch den Absatz der Solrif-Systeme von Ernst Schweizer beflügeln könnte. Durch die Vertriebspartnerschaft kann der Modulhersteller den Kunden, zu denen Architekten, Planer und Bauherren gehören, auch auch einen besseren Service bieten. (su)

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photo: Samuel Trümpy

Elektrizitätswerke Kanton Zürich (EKZ) |

Bifacial und Fassadenmodule sind perfekt für die Berge

Die Auswertung der Daten einer Testanlage in der Schweiz hat ergeben, dass Fassadenmodule im Winter einen höheren Ertrag bringen.

Eine Testanlage der Elektrizitätswerke des Katons Zürich (EKZ) hat gezeigt, dass in den Bergen der Solarstromertrag auch an kürzeren Wintertagen üppig ist. Zusammen mit den Kollegen der Züricher Hochschule für Angewandte Forschung (ZHAW) in Wädenswil haben die Entwickler bei der EKZ auf der Totalp im Rätikon auf über 2.500 Metern Höhe eine Solaranlage aufgebaut. Die Frage war, wie viel Solarstom produziert die Anlage und wie wirkt sich im Winter der sogenannte Aledoefekt aus. Dabei handelt es sich um die zusätzliche Nutzung des Sonnenlichts, das vom Schnee reflektiert wird.

Fassadenmodule vor allem im Winter besser
Sie haben dabei die 20 Solarmodule mit einer unterschiedlichen Neigung installiert. Damit wollten die Züricher herausfinden, welcher Neigungswinkel auch mit Blick auf die tiefer stehende Sonne und die Schneereflexion im Winter am besten geeignet ist, um den höchstmöglichen Ertrag zu erwirtschaften.
Das Ergebnis der Messung: Vor allem die Erträge der bifacialen und der steil aufgeständerten Module waren höher als der durchschnittliche Jahresertrag einer Photovoltaikanlagen im Mittelland. Das liegt vor allem an dem Albedoeffekt und an der besonders hohen Sonneneinstrahlung in den Bergen. „Diese ersten Ergebnisse bestätigen unsere Berechnungen und Simulationen vollumfänglich, was uns sehr freut“, sagt Danilo Grunauer, Projektleiter bei der EKZ. „Gerade der Winterstrom ist besonders wichtig“, ergänzt Jürg Rohrer, Leiter der Forschungsgruppe Erneuerbare Energien an der ZHAW. „Dann braucht es besonders viel Strom, und die Schweiz muss ihn zum Teil importieren.“

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Solarwatt |

Indachanlage von Solarwatt gewinnt Designpreis

Die Jury des German Design Award hat das Indachsystem von Solarwatt für den Preis in der Kategorie Excellent Product Design ausgewählt. Der Preis wird am 8. Februar 2019 verliehen.

Der Rat für Formgebung hat das Indachsystem Easy In von Solarwatt mit dem German Design Award in der Kategorie Excellent Product Design ausgezeichnet. Es besteht aus einem Glas-Glas-Modul, das normale Dachziegel ersetzt und direkt auf die Lattung der Dachkonstruktion geschraubt wird. „Immer mehr Hausbesitzer setzen auf das Besondere und legen zunehmenden Wert auf Ästhetik“, beschreibt Detlef Neuhaus, Geschäftsführer von Solarwatt, die Bedeutung des Awards für das Dresdner Unternehmen.

Gute Lösung für Neubauten und Dachsanierung

Es war aber nicht nur die Ästhetik des Moduls, die die Jury überzeugte. Entscheidend war auch der Zusatznutzen. Denn wie andere Indachanlagen auch ist das System von Solarwatt eine perfekte Alternative zur normalen Dacheindeckung mit einer zusätzlichen Dacheindeckung. Das gilt vor allem für Neubauten oder bei der Dachsanierung. Denn für den Teil des Daches, der mit der Anlage eingedeckt ist, braucht der Hauseigentümer keine Dachziegel anzuschaffen. „Unsere Indachmodule erzeugen außerdem für viele Jahrzehnte zuverlässig sauberen Solarstrom“, betont Neuhaus. „Wenn man dadurch gleichzeitig den Geldbeutel und die Umwelt schont – um so besser.“
Solarwatt bekommt den Preis am 8. Februar 2019 überreicht. Denn dann findet die feierliche Verleihung im Rahmen der Messe „Ambiente“ in Frankfurt am Main statt. (su)

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Solar Age |

Datenbank für solare Gebäude gestartet

Einen umfassenden Überblick über die große Vielfalt an Gebäuden mit PV-Anlagen bietet das neue Webportal www.solarage.eu. Das B2B-Portal für solare Architektur ging anlässlich des BIPV-Forums in Bad Staffelstein am 24.4.2018 an den Start. Architekten, Gebäudeplaner, Bauherren und die Immobilienwirtschaft können sich hier über neue Solarprodukte und beispielhafte Referenzobjekte der solaren Architektur informieren.

Einen umfassenden Überblick über die große Vielfalt an Gebäuden mit PV-Anlagen bietet das neue Webportal www.solarage.eu. Das B2B-Portal für solare Architektur ging anlässlich des BIPV-Forums in Bad Staffelstein am 24.4.2018 an den Start. Architekten, Gebäudeplaner, Bauherren und die Immobilienwirtschaft können sich hier über neue Solarprodukte und beispielhafte Referenzobjekte der solaren Architektur informieren.

Zum Start: 50 Solargebäude in der Datenbank

Im Mittelpunkt des Angebots steht eine Datenbank zu weltweit realisierten Beispielgebäuden aller Art mit Aufdachgeneratoren, Indachsystemen oder Solarfassaden. Zum Start des Webportals waren rund 50 Gebäude eingestellt. Jedes Gebäude wird mit einer Kurzbeschreibung und einem ausführlichen Dossier vorgestellt. Die Datenbank wird wöchentlich erweitert und ergänzt.

Bereits 320 Produkte zum solaren Bauen erfasst

Neben den Beispielgebäuden bietet das Portal den B2B-Zielgruppen auch eine Datenbank für Solarprodukte, in der bereits 320 Einträge vorhanden sind und die permanent gepflegt und weiterentwickelt wird.

Umfangreiche Dossiers zu integrierten Solargeneratoren, Blitzschutz, Brandschutz und Stromverbrauch im Gebäude ergänzen das Angebot.

B2B-Portal auf Deutsch und Englisch

Außerdem erhalten die Abonnenten zahlreiche Tipps, Hinweise, Planungstools und Checklisten. Der Branchendienst bietet seine Fachinformationen auf Deutsch und Englisch.

Verantwortlich für die Inhalte auf der Seite www.solarage.eu ist Chefredakteur Sven Ullrich. Herausgeber und Redakteur ist Heiko Schwarzburger aus Berlin. Beide sind ausgewiesene Fachjournalisten für Photovoltaik und Solararchitektur.

Starke Partner unterstützen Solar Age

Die Solar Promotion GmbH aus Pforzheim, die über ihre Tochtergesellschaft Conexio als Veranstalter unter anderem des BIPV-Forums in Bad Staffelstein aktiv ist, fungiert als Projektpartner von Solar Age. Unterstützt wird das Projekt auch vom Branchenverband Photovoltaic Austria und der Allianz BIPV.

Als Gold-Partner unterstützt die Firma Solarwatt GmbH aus Dresden das neue Portal. Sie bietet leistungsstarke Glas-Glas-Module, das Indachsystem Easy-In und DC-gekoppelte Stromspeicher für private und gewerbliche Gebäude an.

Silber-Partner ist die Firma SolarInvert GmbH aus Freiberg am Neckar. Das Unternehmen fertigt und vertreibt spezielle Niedervolt-Wechselrichter für Solarfassaden und Dachgeneratoren sowie Stromspeichersysteme.

Medienpartner von Solar Age sind die seit 2004 auf Energie- und Technologiethemen spezialisierte PR-Agentur Krampitz Communications aus Köln sowie die Fachmedien photovoltaik und PV Europe.

Zum neuen B2B-Portal

Kontakt:
Solar Age – Architect’s database for solar buildings
Dipl.-Pol. Sven Ullrich (Chefredakteur)
Telefon: 030/92252671,
E-Mail: su@solarage.eu
Wörther Straße 1, 10435 Berlin

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Intersolar Europe |

Intersolar Europe 2018 ausgebucht

München: Die Intersolar Europe 2018 sendet schon heute positive Signale in den Markt: Bereits drei Monate vor Veranstaltungsbeginn sind die Ausstellungsflächen ausgebucht - ein Spiegelbild der weltweiten Photovoltaik (PV)-Entwicklung. Rund um den Globus herrschen sonnige Aussichten. Allein für dieses Jahr wird weltweit ein PV-Zubau von rund 110 Gigawatt erwartet.

Wie die weitere Zukunft des PV-Markts aussieht und welche Potenziale noch ausgeschöpft werden können, beleuchtet die weltweit führende Fachmesse der Solarwirtschaft vom 20. bis 22. Juni 2018 in München.

Angetrieben durch den Boom des PV-Markts im vergangenen Jahr, erfreut sich die Intersolar Europe 2018 neben bereits etablierten Ausstellern auch einem hohen Zuwachs an Neuausstellern aus allen Bereichen der PV-Branche – von Wartung und Betrieb bis hin zur Zellproduktion. Daneben stehen moderne und dezentrale Energietechnologien im Fokus der Unternehmen. Die Branche befindet sich auf dem Weg in eine neue Energiewelt, in der künftig Vernetzung, Digitalisierung und Dezentralisierung eine zentrale Rolle einnehmen – und Technik nicht mehr isoliert, sondern im System betrachtet wird.

So veranlasste die gute Marktentwicklung die Aussteller neben einer frühzeitigen Buchung auch gleichzeitig zu einer Vergrößerung ihrer Ausstellungsflächen auf der Intersolar Europe 2018. Doch nicht nur hier spiegelt sich die ungebremste Entwicklung der Solarbranche wider – auch die Fachmesse selbst reflektiert die Veränderungen am Markt: Unter dem neuen Dach The smarter E Europe findet die Intersolar Europe neben der etablierten Speichermesse ees Europe erstmals zusammen mit zwei weiteren Energiefachmessen statt.

Zukünftig stellen die Power2Drive Europe und die EM-Power die Themen Elektromobilität sowie die intelligente Energienutzung in Industrie und Gebäuden in den Fokus. So präsentiert sich München mit dem neuen, umfassenden Messekonzept und mit der idealen PV-Marktsituation als weltweiter Treffpunkt der Solarwirtschaft in diesem Jahr mit 1.200 Ausstellern und einer Ausstellungsfläche von 86.000 m² noch erfolgsversprechender als je zuvor.

Als branchenweit internationalste Veranstaltung mit Besuchern und Ausstellern aus 150 Ländern ist die Intersolar Europe daher die ideale Plattform, um weltweite Kontakte zu knüpfen. „Die Geschwindigkeit mit der die Intersolar Europe in diesem Jahr ausgebucht war, bestätigt auch unsere Markteinschätzung. Wir freuen uns, 2018 wieder Teil der Veranstaltung zu sein und dort langjährige sowie auch neue Kontakte begrüßen zu dürfen“, bekräftigt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Solarwirtschaft e.V..

Link zur Intersolar Europe

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Solarwatt |

MyReserve Matrix ist „Produkt des Jahres 2018“

Wichtige Ehrungen für den Stromspeicher MyReserve Matrix von SOLARWATT: Die Leser des Fachmagazins elektrobörse smarthouse haben die modulare Speicherlösung in der Kategorie „Regenerative Energien“ zum „Produkt des Jahres 2018“ gewählt. Der Heim- und Gewerbespeicher landete vor den Einreichungen von Solar-Log und Weidmüller auf dem ersten Rang.

An der Leserwahl beteiligten sich insgesamt rund 1.400 Personen, vorrangig Elektrohandwerker, Planer und Einrichter. „Mit dem modularen Aufbau unseres Batteriespeichers der neuen Generation hatten wir neben dem Endverbraucher besonders auch die Handwerker im Blick. Hier geht es vor allem um eine gute Handhabbarkeit und eine schnelle Installation. Wir freuen uns sehr, dass unsere Speicherlösung im In- und Ausland so gut ankommt“, sagt Detlef Neuhaus, Geschäftsführer der SOLARWATT GmbH. Bereits im vergangenen Jahr war das Vorgängermodell des MyReserve Matrix zum Produkt des Jahres 2017 gekürt worden.

Neben der Auszeichnung von elektrobörse smarthouse schaffte es der SOLARWATT MyReserve Matrix auf die Bestenliste zum „Industriepreis 2018“. Die hochkarätige Auszeichnung wird seit mehr als einem Jahrzehnt vom Huber Verlag für Neue Medien im Rahmen der Hannover Messe verliehen.

Der Speicher des Dresdner Premiumherstellers überzeugte die Jury aus Professoren, Wissenschaftlern, Industrie-Branchenexperten und Fachjournalisten, weil er der weltweit erste Batteriespeicher ist, „der sich komplett dem individuellen Bedarf anpasst und nicht umgekehrt“.

Die Eigenversorgung mit Solarstrom ist für immer mehr Gewerbebetriebe eine lohnenswerte Möglichkeit, ihre Energiekosten zu senken. MyReserve Matrix eignet sich sowohl für den Einbau in eine neue PV-Anlage als auch als Ergänzung von Bestandsanlagen.

Link zu SOLARWATT

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SolarInvert |

Reparatur von Wechselrichtern

Bei Wechselrichtern gibt es Schäden, die häufiger auftreten: Überspannungen, unsachgemäßer Transport, Lötstellen. SolarInvert aus Freiberg am Neckar bietet die Reparatur solcher Geräte an. „Normalerweise handelt es sich bei Defekten im Wechselrichter um Schäden durch Überspannungen“, berichtet Andreas Armbrust. „Schnell wechselnde Netzspannungen verursachen hohe Ströme, dadurch steigt die thermische Belastung der Bauteile auf den Platinen.

Das passiert bei großen Trafos, oder wenn sich Wärmepumpen abschalten. Dann entstehen Spannungsspitzen.“ Er schätzt, dass Fehler durch Überspannungen, unsachgemäßer Transport und falsche Lötstellen die wichtigsten Schadensursachen bei Wechselrichtern sind.

Haarrisse und Austrocknung

Thermische Bewegungen im Innern der Wechselrichter können beispielsweise auch die Keramiken der Kondensatoren durch Haarrisse schädigen. Das ist eine Form der Alterung. Auch unentdeckte Schäden beim Transport und dem Einbau der Geräte können sich irgendwann auswirken. „Deshalb tauschen wir solche Bauteile bei reklamierten Wechselrichtern routinemäßig aus“, erklärt der Experte. „Früher haben wir stundenlang nach solchen Fehlern gesucht, das machen wir heute nicht mehr.“

So werden defekte Leistungs-ICs nicht mehr repariert, man tauscht die Leistungsblöcke gegen neue aus. Bei den Kondensatoren spielt neben dem thermischen Stress vor allem die Alterung eine Rolle. Kleine Elektrolytkondensatoren (Elkos) trocknen unter Umständen aus. Je weniger Elektrolyt sie haben, desto wärmer werden sie im Betrieb. „Auch diese Bauteile tauschen wir vorsichtshalber aus“, meint Armbrust. „Große Elkos haben dieses Problem nicht.“

Bauteile vorsorglich wechseln

Insgesamt rund 20 Bauteile werden auf den Platinen der Wechselrichter präventiv ausgewechselt, bevor die eigentliche Fehlersuche beginnt. „Wir hatten schon Geräte in der Reparatur, bei denen 24 Beine an den Mosfets abgerissen waren“, nennt der Ingenieur ein Beispiel. „Oder wenn die Leiterplatte aus mehreren Schichten besteht, also eine sogenannte Multilayer-Platine ist. Zwischen den Schichten verlaufen Leiterbahnen, sogenannte Kanäle. Wenn sie Luft enthalten, gerät das Material bei thermischen Spitzen unter Druck, können die Kanäle brechen.“

Deshalb prüft Solarinvert jeden seiner Wechselrichter mit Überlast von 20 bis 30 Prozent. Der Anbieter ist klein, die kleinen Wechselrichter verarbeiten sehr geringe Systemspannungen mit hohen Strömen. Die meisten Hersteller bieten ihre Solarwechselrichter als Multistringgeräte für 1.000 Volt DC an. Solarinvert kann 24 bis 96 Volt verarbeiten, ohne Hochsetzsteller. Die Geräte lassen sich parallel verschalten und sind besonders gut für Solarfassaden geeignet.

Aufgrund der geringen Spannungen sind diese Geräte leichter zugänglich, zudem lassen sich Speicherbatterien direkt anbinden. „Wegen der höheren Ströme stecken wir mehr Kupfer in die Geräte“, berichtet Tobias Schwartz, Geschäftsführer von Solarinvert. „Aufgrund der geringen Spannungen können wir die Elektronik sehr einfach halten, brauchen weniger Bauteile. Geringe Spannungen sind auch bei der Reparatur von Vorteil.“ Solarinvert baut und repariert Solarwechselrichter schon seit 20 Jahren. Insgesamt rund 15.000 Geräte wurden bislang in den Markt gebracht.

Link zu SolarInvert

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Photovoltaic Austria |

Österreichs erster BIPV-Award verliehen

Auf dem diesjährigen Frühjahrskongress von PV Austria hat die Technologieplattform Photovoltaik (TPPV) herausragende Projekte mit dem österreichischen Innovationsaward bauwerkintegrierte Photovoltaik prämiert. Von den 51 eingereichten Projekten wurden Gewinner in den drei Kategorien bestimmt.

Bei den Büroneubauten entschieden sich die Preisrichter für das Bürogebäude des Windkraftprojektierers Püspök in Parndorf. Die Jury hat die Kombination aus ästhetisch innovativer Lösung und dem stimmigen Gesamtenergiekonzept überzeugt.

In der Kategorie Sanierung gewann das Chemiehochhaus der TU Wien. Hier überzeugte die Kombination einer riesigen Solarfassade mit einem umfassenden energetischen Gesamtkonzept. Die Preisrichter hoben zusätzlich die Vorbildwirkung in der Sanierung mit Aspekten der Übertragbarkeit und Wiederholbarkeit hervor.

In der Kategorie Wohnneubau haben sich die Juroren für das erst jüngst fertiggestellte Wohnhaus Solaris in der Seestraße in Zürich entschieden. Für dieses Projekt hat Ertex Solar aus dem niederösterreichischen Amstetten 1.300 Module nach Anforderungen der Architekten von Huggenbergerfries hergestellt. Damit sich das Gebäude gut in die Umgebung einfügt, hat es Architekt Adrian Berger in ziegelrote Solarmodule gekleidet.

Link zur Technologie Plattform Photovoltaik

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EM-Power |

EM-Power 2018: Vielversprechende Potenziale der Kraft-Wärme-Kopplung

München: Dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) kommt auf dem Weg in eine moderne Energiewelt eine wichtige Rolle zu. Mit der hohen Effizienz der gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung und der gleichzeitig hohen Flexibilität mit Blick auf Einsatzart und Anlagengröße leistet die KWK auf Erzeugerseite einen hohen Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz.

Sowohl in Industrie als auch in Wohn- und Gewerbegebäuden bringt sie gleichzeitig ein großes Kostensenkungspotenzial mit sich. Mit welchen weiteren Potenzialen die KWK aufwarten kann, darüber informieren Experten auf der EM-Power, der Fachmesse für die intelligente Energienutzung in Industrie und Gebäuden. Zusammen mit drei weiteren Energiefachmessen findet die EM-Power auf der neuen Innovationsplattform The smarter E Europe vom 20. bis 22. Juni 2018 in München statt.

Deutschland soll zur energieeffizientesten Volkswirtschaft der Welt werden – so das Ziel der neuen Bundesregierung, wie es im Koalitionsvertrag festgehalten ist. Mit einer überarbeiteten Energieeffizienzstrategie hat sie sich das Ziel gesetzt, den Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 zu halbieren. Auch der Anteil erneuerbarer Energien soll bis 2030 auf 65 Prozent steigen.

Bei der Erreichung dieser Ziele kommt auch der KWK eine entscheidende Rolle zu: Denn eine aktuelle Studie, die der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) beim Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung (IFAM) beauftragt hat, zeigt: Mit der Kombination aus KWK und sauberem Strom lässt sich die Wärmewende im Vergleich zu einer reinen Stromlösung besser bewältigen. Damit würde die KWK nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz leisten, sondern gleichzeitig auch zur Ressourcenschonung sowie dem Umwelt- und Klimaschutz beitragen.

Link zur EM-Power

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