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Aromapflege

Sonnenhaus-Institut e.V. |

Solarhaus gewinnt Tiroler Holzbaupreis

Ein Haus, das zu über 70 Prozent mit Solarenergie versorgt wird, hat den diesjährigen Tiroler Holzbaupreis in der Kategorie Gewerbliche Bauten gewonnen. Eine Kombination aus Solarfassade und Dachanlage sorgt für einen hohen solaren Deckungsgrad.

Mit dem neuen Firmensitz des österreichischen Naturkosmetikherstellers Aromapflege hat das Sonnenhausinstitut einen der fünf diesjährigen Tiroler Holzbaupreise gewonnen. In der Kategorie „Gewerbliche Bauten” setzte sich das Gebäude klar gegen die Konkurrenz durch.

Der Holzbaupreis wird jährlich von den Vereinen Pro Holz in Tirol und Salzburg vergeben. Mit ihm zeichnet eine Expertenjury herausragende Holzbauprojekte in der Region aus. Entscheidende Kriterien sind der Umgang mit Ressourcen, regionale Wertschöpfung, die handwerkliche Umsetzung und die Ästhetik der Gebäude. Mit seinem durchdachten Energiekonzept in Verbindung mit einer Gebäudekonstruktion, die komplett aus Holz besteht, konnte das neue Domizil von Aromapflege überzeugen.

Sonnenstrom komplett im Gebäude verbrauchen

Für die Energieversorgung sorgen eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hauses und eine solarthermische Anlage an der Südfassade. Der Sonnenstrom wird komplett im Gebäude genutzt. Nicht nur die Elektrogeräte werden damit betrieben, sondern auch zwei Heizpatronen, die die Solarthermie bei der Bereitstellung der Raumwärme unterstützen. Ein großes Speichersystem sorgt dafür, dass der gesamte Strom aus der Photovoltaikanlage im Gebäude verbraucht werden kann.

Eine detaillierte Beschreibung des Energiekonzepts und der Gebäudearchitektur finden Club Member von Solar Age in der Projektdatenbank. (su)

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Schweizer Solarpreis 2018

Neues Projekt in der Datenbank: Neubau solarer Mehrfamilienhäuser in der Schweiz

In Reichenburg wurden gleich zwei Mehrfamilienhäuser gebaut, die ihren Energiebedarf zu zwei Dritteln mit der Sonne abdecken.

Das Herz der gesamten Energieinfrastruktur sind zwei Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern der Gebäude. Sie sind relativ flach in Ost-West-Richtung aufgeständert, um den Eigenverbrauch zu erhöhen. Zusätzlichen Strom liefern Solarmodule auf einer Lärmschutzwand, die neben den beiden Mehrfamilienhäusern errichtet wurde. Außerdem bestehen alle Balkonbrüstungen aus monokristallinen Solarmodulen, die sich ästhetisch perfekt in die ansonsten backsteinrote Fassade einfügen.

Solarthermie und Wärmepumpe arbeiten zusammen

Die gesamte Warmwasserbereitung übernehmen zwei verglaste solarthermische Anlagen, die ihre Überschüsse im Sommer in Energiepfählen zwischenlagern. Diese dienen im Winterhalbjahr als Wärmequelle für die Wärmepumpen, die für die Raumheizung zuständig sind. Insgesamt kann die Solarwärme im Zusammenspiel mit den Wärmepumpen die den gesamten Wärmebedarf der Gebäude abdecken.

Ausgeklügeltes Energiekonzept

Nur für den Stromverbrauch reicht die von den Gebäuden produzierte Energie nicht aus. Das Gebäude erreicht dennoch einen hohen Autarkiegrad. Immerhin 66 Prozent der gesamten benötigten Energie produziert es selbst. Um den Eigenverbrauch des Solarstroms zu garantieren, sind zudem Ladesäulen für Elektroautos, E-Bikes und Scooter installiert. Aufgrund seines ausgeklügelten Energiekonzepts und der Kombination einer ästhetisch ansprechenden Solararchitektur mit nachhaltiger Energieversorgung wurde es im Jahr 2018 mit dem Schweizer Solarpreis ausgezeichnet. Eine detaillierte Beschreibung stehen für Club Member von Solar Age zum Download in der Projektdatenbank bereit.

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Heiko Schwarzburger

Solaxess |

BIPV: Neue farbige Module für Fassaden

Das diesjährige Forum BIPV in Bad Staffelstein ist zu Ende. Kleines Bonbon zum Abschluss: Die Präsentation von Solaxess, einem Schweizer Anbieter von speziellen Modulen für Fassaden.

Momentan treibt der Schweizer Mark die BIPV, ist der Motor der Architektur mit solaraktiven Fassaden. In einem Vortrag referierte Peter Roethlisberger von Solaxess seine Erfahrungen mit den Architekten und der Baubranche. Solaxess hat seinen Sitz in Neuchatel. Die Firma hat mittlerweile erste Projekte mit weißen Solarmodulen realisiert. „Das Problem ist, dass man diesen weißen Paneelen nicht ansieht, was sie können“, sagt Roethlisberger. Das sei jedoch der eigentliche Vorteil, weil auf diese Weise die Solarmodule zu ganz normalen Bauprodukten werden.

Elf Prozent Wirkungsgrad

Die kristallinen Module haben einen Wirkungsgrad von elf Prozent. Sie sind komplett weiß, niemand würde darin Solartechnik vermuten. Denn die Zellen bleiben völlig unsichtbar. Damit sind weiße Fassaden möglich, die zudem sauberen Strom liefern. „Die Einstiegsangst muss man den Architekten nehmen“, sagt Peter Roethlisberger. „Sie kennen die Photovoltaik nur als schwarze Scheiben oder kristalline Zellen, da stehen ihnen die Haare zu Berge.“

Weiße und farbige Module werden die BIPV deutlich beflügeln. „Aus diesen Fassaden kommt auf alle Fälle mehr Strom raus, als aus einer normalen, weißen Wand“, urteilt der Schweizer Experte. „Daraus kriegen sie nämlich gar keinen Strom.“

Zellen bleiben unsichtbar

Unsichtbarkeit ist für Roethlisberger ein entscheidendes Kriterium: „Die Solarzellen müssen unsichtbar bleiben.“ Solaxess entwickelt derzeit Module mit beiger, grauer und Terrakotta Farbgebung, in verschiedenen Helligkeitsstufen. Wichtig ist zudem, dass die Solarfassaden wenn möglich keine oder nur wenig Blendwirkung ausüben.

Ein weiterer Effekt: Strom produzierende Fassaden kühlen das dahinterliegende Gebäude. Denn ein Teil der Solarenergie wird als elektrischer Strom aufgefangen, heizt also nicht die Fassade auf. Dadurch sinkt der Strombedarf, um die Gebäude im Sommer zu kühlen. Das spielt vor allem in warmen Regionen eine wesentliche Rolle. (HS)

Solaxess wird seine Innovationen im Rahmen unserer PV Guided Tours BIPV in München präsentieren. Melden Sie sich hier an!

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Heiko Schwarzburger

Avancis GmbH, Aleo Solar |

BIPV-Forum: Neue Produkte treiben Wirtschaftlichkeit

Solare Fassaden rechnen sich nicht, sind viel zu teuer. Dieses Vorurteil ist unter Architekten, Bauherren und der Branche selbst nach wie vor weit verbreitet. Dabei gibt es durchaus Solarprodukte, die mit den klassischen Fassadenelementen konkurrieren können.

Denn eines sind Fassaden aus Glas, Stahl oder Aluminium ganz sicher nicht: billig. Die Quadratmeterpreise steigen, summieren sich angesichts der großen Fassadenflächen zu enormen Summen. Die Kosten für Solarfassaden müssen sich damit messen, nicht mit der Einspeisevergütung wie bei der Freilandanlagen oder Aufdachsystemen. Die BIPV rechnet in Quadratmeterpreise, nicht vordergründig in Eurocent pro Kilowattstunde.

Neu für die Architekten und ihre Kunden ist vor allem, dass das Gebäude mit seinen Flächen selbst zum Erzeuger von sauberem Strom und Wärme mutiert. Das muss erst einmal in Köpfe hinein: „Eine reine Glasfassade rechnet sich eigentlich nie“, sagt Wolfgang Willkomm, Architekturprofessor an der Hafen University in Hamburg. „Erst durch die Stromerzeugung kann man überhaupt eine Amortisationszeit berechnen.“

Mehrere Technologien sind aussichtsreich

Organische Solarzellen, Perowskite-Module oder Dünnschichtmodule aus Kupfer-Indium-Kompositen bereiten derzeit interessant Innovationen für die BIPV vor. Auch die Anbieter von Glas-Glas-Modulen mit kristallinen Siliziumzellen stellen sich auf den neuen Markt ein.

Denn langsam steigt die Nachfrage von spezialisierten Architekturbüros, Ingenieuren und Bauträgern. Zudem beginnen Energieversorger und Stadtwerke, sich für das Thema zu interessieren.

Semitransparentes Modul von Aleo

So zeigte Aleo Solar in Bad Staffelstein semitransparente Glas-Glas-Module Elegante, das Sonnenstrom erzeugt und teilweise lichtdurchlässig ist. Dadurch lassen sich dahinterliegende Räume abschatten, um sie vor sommerlicher Verschattung zu schützen.

Es wird aus teilvorgespanntem Verbundsicherheitsglas hergestellt, je vier Millimeter vorn und hinten. Die Anschlussdosen sind seitlich angeordnet, um die Optik nicht zu stören, auch nicht auf der Unterseite. Das spielt bei Überkopfverglasung eine wichtige Rolle. Aleo bietet ein eigenes Montagesystem an, das sich vielfältig anpassen lässt.

Das Elegante wird 2019 auch als Isolierglas angeboten, für Warmfassaden. Dieses Modul ist 33 Millimeter dick und hat einen U-Wert von 1,1 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Das entspricht durchaus gängigen Isolierglasfenstern.

Skala-Module in vielen Farben

Die Solarfassaden bringen vor allem für die Dünnschichtmodule neue Chancen. Wer eine solar aktive Fassade plant, muss Elektrik, Bauphysik und Optik zusammen denken. „Unsere CIGS-Module mit ihren Backrails zur Montage haben die bauaufsichtliche Zulassung bekommen“, erläutert Peter Borowski, Teamleitung für Produktcharakterisierung bei Avancis in München.

Avancis bietet seine Fassadenmodule unter dem Markennamen Skala an, in verschiedenen Farben. „Der Minderertrag beträgt maximal 15 Prozent gegenüber einem schwarzen Module“, analysiert Peter Borowski.

Diese Module lassen sich mit dem DC-Optimierer P405 von Solaredge anschließen, oder mit Stringwechselrichtern, die für die hohen Spannungen der Dünnschichtmodule zugelassen sind. Ein Problem ist immer, dass möglichst wenig Elektronik in der Fassade eingebaut werden sollte. Denn nach der Montage kann es sehr aufwändig sein, einzelne Module abzunehmen, um an die DC-Optimierer zu gelangen – falls diese schwächeln.

Allerdings bieten die DC-Optimierer einige Vorteile beim Brandschutz (Freischaltung bei Netztrennung) und beim Monitoring der Module. Die Auflösung der Betriebsdaten erfolgt modulgenau. Anders bei der klassischen Stringverschaltung: Hier kann der Wechselrichter lediglich Stringdaten auswerten.

Solibro bringt Systemlösung für die Fassade

Mit CIGS-Modulen befasst sich auch die Solibro Hi-Tech GmbH in Bitterfeld/Wolfen. Im doppelten Sinne: als Modulhersteller für Fassaden und als Lieferant für schlüsselfertige Modulfabriken. Bei seinem Vortrag in Bad Staffelstein präsentierte Mathias Fischer, Projektleiter für BIPV bei Solibro, eine Systemlösung an: aus Glas-Glas-Modulen mit elektrischem Anschluss je nach Anforderung des Gebäudes.

Das DIBt hat bereits genickt

Das Fassadenelement besteht hinten aus zertifiziertem Verbundsicherheitsglas (VSG) mit bauaufsichtlichzugelassener EVA-Folie mit dem proaktiven Substratglas nach vorn. Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) hat diese Version bereits abgenickt, als VSG mit appliziertem Funktionsglas. Denn das VSG verleiht dem Element ausreichend Stabilität, das Funktionsglas auf der Front ist dafür faktisch nicht notwendig. Die Montage erfolgt durch Backrails auf dem VSG. Allein dSie soll vorerst an Kaltfassaden zum Einsatz kommen.

Neuer Mikrowechselrichter für CIGS-Module

Der Anschluss erfolgt über den eigens entwickelten Invertino TF-300, den ersten netzgekoppelten Mikrowechselrichter für Dünnschichtmodule. Er wandelt die DC-Spannung direkt am Modul in Wechselspannung um, hat die automatische Abschaltung im Fehlerfall integriert und erhöht den Ertrag aus dem Solarfeld. Denn Verschattung, Mismatch oder andere Probleme können sich nicht auf einem String ausbreiten, sondern bleiben aufs Modul begrenzt.

Auch das Monitoring ist auf Modulebene möglich, war die Wartung und den Austausch sehr vereinfacht. Der Mikrowechselrichter ist komplett vergossen, um ihn gegen äußere Einflüsse zu imprägnieren.

Avancis will Ende Q3 oder Anfang Q4 damit in den Markt gehen, zunächst mit einer standardisierten Modulgröße. „Ab 2020 wollen wir alle Größen von 3,20 bis 1,60 Metern bedienen und die Frontglasdicken den spezifischen Lastfällen anpassen können.“ (HS)

Avancis wird seine Skala-Module im Rahmen unserer PV Guided Tours BIPV in München präsentieren. Melden Sie sich hier an!

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Heiko Schwarzburger

BIPV: Strategien aus der Nische

Im Kloster Banz bei Bad Staffelstein begann das diesjährige Fachsymposium zur Photovoltaik. Auftakt machte das Forum Bauwerkintegration. Tenor: Langsam kommt Bewegung in die solare Architektur.

Obwohl die Photovoltaikmärkte weltweit und in Europa auf starkes Wachstum eingestellt sind, kommt die bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV) kaum aus den Kinderschuhen. Maria Roos vom BSW Solar kritisierte, dass das Gebäudeenergiegesetz (GEG) der Bundesregierung weiterhin auf Eis liegt. „Die geplante externe Kommission wurde abgesagt, weil das Bundeswirtschaftsministerium eigene Kompetenz habe“, kommentierte Roos. „Man fragt sich aber, warum das Gesetz trotzdem nicht kommt.“ Das in Aussicht gestellte GEG soll es künftig zumindest erlauben, dass Photovoltaik mit Wärme verrechnet werden kann.

Leistung von Solarfassaden angerechnet

Die Anlagenleistung von Solarfassaden wird im Entwurf des neuen GEG mit den Dachanlagen gleichgestellt, auch wenn der Ertrag der vertikalen Module nur rund 70 Prozent von optimal ausgerichteten Dachgeneratoren. Das könnte den Solarfassaden einen gewissen Schub verleihen.

Klar ist: Die Fassaden solar zu aktivieren, wird immer dringender. Denn eigentlich braucht Deutschland im Jahr rund zehn Gigawatt Zubau, statt drei Gigawatt wie 2018. Diesen Zubau mit Solarparks auf der freien Fläche zu erreichen, dürfte sehr bald auf Akzeptanzprobleme stoßen.

Zwei Standbeine der BIPV

Rechtsanwalt Sebastian Lange von der Allianz für Bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV) e.V. mahnte an, dass sich die solare Architektur nicht zu sehr auf die Förderung durch den Staat verlassen soll. Anders als die Photovoltaik durch das EEG steht die BIPV nur mit einem Bein in der Energiewirtschaft, mit dem andern jedoch im Baugeschäft. Beide Branchen sind bislang strikt getrennt, haben kaum Berührungspunkte. „Anlagen der BIPV erzeugen Strom und sind damit Gegenstand des Energierechts“, erläuterte er in seinem Vortrag. „Das deutsche Energierecht ist so komplex, dass der Betrieb einer Photovoltaikanlage erheblichen rechtlichen Risiken unterliegt.“

Energierecht und Baurecht

Zum anderen sind die Anlagen auch bauliche Anlagen, die dem Bauplanungsrecht und dem Bauordnungsrecht unterliegen. Hinzu komme das Steuerrecht: Stromsteuer, Mehrwertsteuer, Abschreibungen und so weiter.

Das Energierecht liegt weitgehend bei der Europäischen Union und beim Bund. Das Steuerrecht und das Bauplanungsrechts liegt gleichfalls in Bundeshand. Das Bauordnungsrecht hingegen ist Sache der Bundesländer. Hinzu kommen die Gremien der technischen Normung in Europa und auf Bundesebene, beispielsweise VDI, VDE oder Deutsches Institut für Bautechnik (DIBt).

Er forderte, den Strom aus integrierten Anlagen (Solarfassaden oder Indachanlagen) von Umlagen zu befreien. Das würde den Vorgaben der EU entsprechen, die dezentrale Solaranlagen von Strafsteuerung und Umlagen entlasten will, um die Prosumer zu stärken.

Zudem gehe es bei den Solarfassaden nicht vorrangig um möglichst hohe Leistungen und Erträge, sondern in erster Linie um gestalterische Aspekte und die Schutzfunktionen der Fassadentechnik. Die Stromerzeugung ist demgegenüber nachrangig. (HS)

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Solar Age

Neu: Einstrahlungskarte auf Solar Age

Die Internetseite von Solar Age hat eine neue Funktionalität: Rechts neben den News finden Sie jetzt die Einstrahlungskarte von Metoetest. Anhand dieser können die Erträgen von Solaranlagen errechnet werden.

Solar Age und der Schweizer Datenspezialist Meteotest bieten eine interaktive Karte für Architekten und Gebäudeplaner. Dieser Service liefert den Interessenten die monatlichen Summendaten der Sonneneinstrahlung in Ihrer Region. Anhand farbiger Abstufungen werden die jeweiligen, monatlichen Einstrahlungswerte des vergangenen Monats angezeigt. Die Karte bleibt immer auf dem neusten Stand. Der Nutzer kann sich aber auch die vergangenen Werte anzeigen lassen, indem er über ein Eingabefeld monatlich zurückspringen kann – bis April 2015. So kann er seine eigene Zeitleiste für eine Region aufbauen.

Der Nutzer kann die Ansicht der Karte vergrößern und verkleinern, über Europa in eine andere Region springen, in der Sie oder Ihre Geschäftspartner möglicherweise arbeiten. Oder arbeiten wollen. Genauere Daten findet der Nutzer über einen Link direkt bei Meteotest.

Leser von Solar Age finden die neue Einstrahlungskarte im Newsroom von Solar Age recht neben den Neuigkeiten aus der Branche. Bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten Sie unseren wöchentlichen Useletter. Hier registrieren. (su)

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Velka Botička

Conexio |

BIPV-Forum: Architekten treffen auf Photovoltaik

Am 18. und 19. März 2019 lädt Conexio Architekten, Bau- und Solarindustrie nach Bad Staffelstein zum alljährlichen Symposium „Gebäudeintegrierte Photovoltaik“ ein.

Das BIPV Forum im Kloster Banz richtet sich an alle innovativen Marktakteure, die in Zukunft mit der Sonne bauen, aber auch an Planer, Wohnbaugesellschaften, Forschungsinstitute, Energiedienstleister und moderne Bauherrn.

Beispiele und Rahmenbedingungen

Die Teilnehmer erwartet ein informatives Programm rund um die Integration von Photovoltaikanlagen in die Gebäudehülle. So wird Maria Roos vom BSW Solar die aktuellen Rahmenbedingungen für die BIPV aufzeigen, bevor Sebastian Lange von der Allianz Bauwerkintegrierte Photovoltaik die energierechtlichen Fragen rund um die BIPV erläutert.

Im Anschluss daran stehen die gestalterischen Möglichkeiten von Solaranlagen in der Fassade und im Dach sowie die entsprechenden Systemlösungen auf dem Programm. Hier wird es auch um spezielle Herausforderungen und auch die Kosten einer solar aktiven Gebäudehülle im Vergleich zu herkömmlichen Materialien gehen. Die Referenten zeigen aber auch, welche technischen Möglichkeiten es inzwischen gibt, eine Photovoltaikfassade zu errichten – sei es mit herkömmlichen oder mit neuen Technologien wie die organische Photovoltaik.

Planung und Optimierung von Solarfassaden

In den weiteren Vorträgen werden die Referenten zeigen, wie Architekten und Fachplaner eine Solarfassade planen und optimieren können. Hier geht es nicht nur um Fragen der Elektrik und der Bauphysik, sondern auch um die konkrete Systemtechnik. Um Innovationen und die künftige Entwicklung geht es am zweiten Tag der Konferenz. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion, bei der es um die Bedeutung der BIPV für die Energiewende geht.

Das BIPV-Forum 2019 findet erstmals zweitätig im Vorfeld und parallel zum PV Symposium in Kloster Banz am 19. und 19. März statt. Club Member von Solar Age bekommen zehn Prozent Rabatt auf das Konferenzticket. (su)

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Fraunhofer ISE/Foto: Michael Eckmann

Empfehlungen für die europäische BIPV-Industrie vorgelegt

Damit nicht nur die gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) vorankommt, sondern sich die europäischen Unternehmen gut am Markt platzieren können, haben die Forscher des Fraunhofer ISE entsprechende Empfehlungen erarbeitet.

Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg sehen in der Gebäudeintegration die Zukunft für die Photovoltaik. Sie haben deshalb Empfehlungen vorgelegt, wie sich europäische Hersteller erfolgreicher am Markt positionieren können. Ein zentrales Element ist die industrielle Fertigung kundenspezifisch produzierter solarer Bauprodukte. Das ermögliche eine nachhaltige Wertschöpfung, da Produkte mit einheitlicher Größe und standardisiertem Design in vielen Fällen von Architekten häufig nicht verwendet werden können, betont Tilmann E. Kuhn, der Gruppenleiter Solare Gebäudehüllen am Fraunhofer ISE. „Aufgrund der engen Verflechtung mit dem Bauprozess und der individuellen Herstellung nach Kundenwunsch ist in diesem Markt eine Abwanderung der Produktion in das Ausland keine Gefahr“, prognostiziert er.

Solarfassaden leichter planen

Ein zweiter Baustein ist die die Integration in die Planungswerkzeuge und Prozesse der Architekten und Bauplaner – inklusive Wartung. „Planer und Architekten müssen solare Gebäudebestandteile in der alltäglichen Arbeit einfach nutzen können, im Zweifel mit wenigen Klicks“, betont Kuhn. Ein sieht den Schlüssel für die Marktentwicklung in digitalen Planungswerkzeugen wie der Bauwerksdatenmodellierung (Building Information Modelling – BIM). Das ist eine Methode der datenbasierten optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden und anderen Bauwerken mit Hilfe von Software.

Bisher ist der Anteil der Photovoltaikanlagen, die in Gebäude integriert sind, noch gering, was die Freiburger Forscher erstaunlich finden. Bietet doch die Photovoltaik im Vergleich zu den konventionellen Bauprodukten für Fassade und Dach einen Mehrwert: Sie übernehmen neben den eigentlichen Funktionen der Gebäudehülle wie Schallschutz, Wärmedämmung, Wind- und Wetterschutz auch einen Teil der Energieversorgung für die Gebäude. Dazu kommen noch weitere Vorteile. So ist Schneefall für die vertikal integrierten Fassadenanlagen kein Problem. Außerdem sind diese Anlagen ausgelegt für die Nutzung der tiefer stehenden Sonne im Winter und erwirtschaften im Vergleich zu den Dach- oder Freiflächenanlagen gerade dann bessere Erträge, wenn der Energieverbrauch am höchsten ist.

Der Markt wächst

Doch sie sehen den Markt wachsen. Sie verweisen dazu auf die schärferen gesetzlichen Vorgaben. So wirke sich die EU-Gebäuderichtlinie positiv auf die Nachfrage nach gebäudeintegrierten Anlagen aus, die ab 2021 nur noch Neubauten zulässt, die eine weitgehend ausgeglichene Energiebilanz vorweisen. Auch in Deutschland sehen sie klare Signale, will doch die Bundesregierung, dass bis 2050 der gesamte Gebäudebestand klimaneutral ist. „Vor diesem Hintergrund könnte BIPV von Architekten und Planern verstärkt eingesetzt werden und damit den großflächigen Einsatz von Photovoltaik bei hoher Nutzerakzeptanz ermöglichen“, betonen die Forscher des Fraunhofer ISE.

2.000 Gigawatt möglich

Denn das Potenzial ist riesig. Nach ersten Schätzungen der Freiburger Forscher können allein in Deutschland in Fassaden oder Dächer Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 2.000 Gigawatt integriert werden. Dabei werden nur die Gebäude berücksichtigt, die hinsichtlich Verschattung auch dafür geeignet sind. Zum Vergleich: Man geht davon aus, dass für den kompletten Umstieg auf erneuerbare Energien in Deutschland 150 bis 300 Gigawatt Photovoltaik notwendig sind. „Die bauwerkintegrierte Photovoltaik birgt nicht nur eine große Chance für den verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien im bebauten Raum, sie öffnet zugleich eine Nische für die europäische Photovoltaikproduktion“, sagt Andreas Bett, Leiter des Fraunhofer ISE.

Thomas E. Kuhn wird auf dem Forum „Bauwerkintegrierte Photovoltaik“ neuartige, teiltransparente Solarmodule für die Gebäudeintegration mit höherem Gestaltungsspielraum vorstellen. Club Member von Solar Age erhalten 10 Prozent Rabatt auf die Tagungsgebühr.

Jetzt anmelden: PV Guided Tours zur Intersolar und EES Europe in München zum Thema BIPV.

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Solar Age

So planen Sie Ihre Solarfassade

Solar Age hat ein Planungstool für Solarfassaden und Indachanlagen von Valentin Software in seine Internetseite integriert. Es ist in der rechten Spalte neben den News des Architekturportals zu finden.

Solar Age hat eine neue Funktionalität eingebunden. Zusammen mit Valentin Software ermöglicht das Architekturportal eine erste grobe Planung von Solarfassaden und solaren Dachanlagen. Über einen Link kommt der Planer und Architekt direkt zur Seite von PV Sol, dem Planungstool von Valentin Software.

Dort kann der Planer die Standortdaten des Gebäudes eingeben sowie die Ausrichtung der Solaranlage. Dadurch erhält er schon die Einstrahlungsdaten des gesamten Jahres. Nach der Eingabe des Verbrauchsprofils im Gebäude – hier sind unter anderem die standardisierten Lastprofile vom Einpersonenhaushalt bis zum Mehrfamilienhaus und Gewerbebetrieb hinterlegt – bekommt er den Lastgang im Gebäude angezeigt. Danach muss er noch den Modultypen eingeben, der für die Installation geplant ist und den Wechselrichter. Hier sind alle am Markt erhältlichen Produkte aufgeführt. Für die Indachanlage gibt der Planer dann die Neigung des Daches ein. Soll eine Solarfassade geplant werden, kann er den Neigungswinkel einfach auf 90 Grad setzen. Anschließen kann er das gesamte Photovoltaiksystem simulieren – inklusive der Stromproduktion und des Eigenverbrauchs im Gebäude.

Sie finden die entsprechende Funktionalität neben dem Newsroom auf der Internetseite von Solar Age.

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Solarwatt

Unsere neuen Produkte in der Datenbank

Das Easy In 60 M von Solarwatt ist mehr als nur ein Modul. Solid Power hat die nächste Generation seines Brennstoffzellen-BHKW auf den Markt gebracht. Axitec hat einen Lithium-Ionen-Speicher mit einer Kapazität von 5,4 Kilowattstunden entwickelt, der modular erweitert werden kann.

Das Easy In 60M Style von Solarwatt ist nicht nur ein Glas-Glas-Modul zur Dachintegration, sondern ein gesamten Indachsystem. Denn es bringt nicht nur das Montagesystem mit, sondern auch gleich eine Möglichkeit, die Abluft hinter der Anlage abzuführen. Dadurch ist es schnell und einfach installiert und der Dachstuhl ist sicher von zu hohen Temperaturen.

Hauskraftwerk mit Brennstoffzelle

Der Blugen BG15 von Solid Power ist die Weiterentwicklung des bisherigen BHKW mit Brennstoffzelle des Herstellers aus dem nordrhein-westfälischen Heinsberg. Das Hauskraftwerk hat eine elektrische Leistung von 1,5 Kilowatt und kann so, wenn es das ganze Jahr über durchläuft – mehr als 13.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Es läuft sowohl mit Erdgas als auch mit Bio-Erdgas (Methan). Die Wärmeleistung ist zwar niedriger als bei einem herkömmlichen BHKW mit Verbrennungsmotor. Aber es ist gut mit weiteren Wärmequellen wie Solarthermie und einer mit Photovoltaik angetriebenen Wärmepumpe kombinierbar.

Bis zu 259 Kilowattstunden speichern

Der Axistorage Li 7S des Böblinger Modul- und Speicherherstellers Axitec hat eine nutzbare Speicherkapazität von 5,4 Kilowattstunden. Er kann aber in 5,4-Kilowattstunden-Schritten modular erweitert werden. Netzgebunden können bis zu 48 einzelne dieser Geräte zusammengeschaltet werden. Das Gesamtsystem erreicht so ein maximales Speichervolumen von 259,2 Kilowattstunden. Der Gesamtwirkungsgrad liegt laut Hersteller bei 97 Prozent.

Weitere Details zu den hier vorgestellten Produkten lesen Club Member von Solar Age unserer Produktdatenbank.

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Jürgen Hüpohl

Sonnige Finca auf Mallorca

Ein deutscher Unternehmer erfüllt sich auf Mallorca einen Traum: Er baut zwei Fincas, beide energieautark. Mit Hilfe eines intelligenten Energiespeichers wurde der Dieselgenerator beinahe überflüssig.

Was die Finca in der hügeligen Inselmitte von Mallorca nahe der Ortschaft Sant Llorenc des Cardassar interessant macht, sind das Energiekonzept und die Haustechnik: Eigentümer Peter Sievers hat ein Energiespeichersystem von E3/DC an eine Photovoltaikanlage und den Dieselgenerator angeschlossen. Die stationäre Batterie besteht aus Lithium-Ionen-Akkus. Mit dem Speichersystem wird die gesamte Stromversorgung im Hausnetz der Finca automatisch geregelt. Auf der Sonneninsel ist dieses intelligente Inselsystem für den Eigenverbrauch ein Novum.

Das Herzstück der Haustechnik benötigt lediglich einen Quadratmeter Wandfläche und ist vierzig Zentimeter tief. Bis zu acht Kilowattstunden beträgt die Speicherkapazität der Akkus im Hauskraftwerk S10 E8-H, die Batterie leistet drei Kilowatt.

Wie Strom aus der Steckdose

In der Finca werden bis zu vier Personen versorgt. Drei Kilowatt sind dafür großzügig berechnet. Die Photovoltaikanlage wurde auf acht Kilowatt festgelegt, um auch bei schlechtem Wetter ausreichend Sonnenstrom zu ernten und den Autarkiegrad zu erhöhen.

Für Engpässe ist ein Dieselgenerator vorgesehen. Bisher kam er kaum zum Einsatz. „Für mich ist das Hauskraftwerk wie Strom aus der Steckdose“, sagt Peter Sievers, gibt aber zu: „Anfangs war ich schon etwas skeptisch. Doch inzwischen bin ich von diesem System überzeugt.“

Betriebsdaten immer im Blick – 1.500 Kilometer entfernt

Wenn Sievers in Deutschland weilt und die Fincas vermietet sind, kann er auf seinem Tablet-PC die Systemleistung abrufen, aus rund 1.500 Kilometer Entfernung. Der Hersteller E3/DC kann überdies bei Bedarf eine Fernwartung durchführen und die Software optimieren, oder bei Störungen eingreifen.

Bisher war das nicht nötig. Mit dem selbst erzeugten Strom werden alle wichtigen Verbraucher im neuen Haus versorgt. Dazu gehören die Waschmaschine, Beleuchtung und Fernseher. (HS)

Eine ausführliche Beschreibung dieses Objekts und weitere Referenzgebäude der solaren Architektur und Gebäudeversorgung finden Sie im Webportal Solar Age.

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CSEM

Schweizer Solartagung wirft Blick auf die Gebäudeintegration

Ein zentraler Schwerpunkt der diesjährigen Schweizer Photovoltaiktagung ist die Gebäudeintegration von Solaranlagen. Dabei kommen auch die Architekten und Planer zu Wort. Swissolar veranstaltet die Tagung am 26. und 27. März im Kursaal in Bern.

Am 26. und 27. März findet in Bern die diesjährige Photovoltaiktagung von Swissolar statt. Hier erfahren die Teilnehmer alles Neue über die Entwicklung rund um die Nutzung der Solarenergie in der Schweiz. Doch es wird nicht nur um neue Förderrichtlinien und administrative Vereinfachungen beim Bau von Photovoltaikanlagen gehen. Vor allem am zweiten Tag kommen die Architekten und Gebäudeplaner auf ihre Kosten. Denn an diesem Tag ist der Schwerpunkt die gebäudeintegrierte Photovoltaik.

Schweiz ist Vorreiter

So werden Francesco Frontini vom SUPSI und Cannobio Laure-Emmanuelle Perret vom CSEM über die Rolle der Schweiz bei der Entwicklung einer neuen BIPV-Industrie sprechen. Dass die Schweiz hier schon seit Jahren eine Vorreiterrolle einnimmt, zeigen nicht nur die viele BIPV-Projekte, die inzwischen realisiert wurden, sondern auch die technologischen Entwicklungen. So ist das Team um Francesco Frontini maßgeblich an der Entwicklung von Terracottamodulen beteiligt gewesen, wie sie in das Dach eines historischen Bauernhauses in der Schweiz integriert wurden. Perret hingegen hat die Spezialfolie mitentwickelt, mit der sogar weiße Solarmodule möglich werden. Ein erstes Projekt hat Solaxess – das Unternehmen, das die Markteinführung und den Vertrieb der Folie erfolgreich übernommen hat – in der Schweiz gebaut.

Die Sicht von Architekten und Planern

Aber auch die Architekten und Planer selbst kommen zu Wort. Die Sicht des Architekten erläutern Stefano de Angelis und Maria Mazza vom Architekturbüro Delta Zero anhand eines Gebäudes. Wie die Erfahrungen in der Praxis von Planern von BIPV-Projekten aussehen, beschreibt Christian Roeske, Geschäftsführer von Sundesign, einem unabhänigen Planungsbüro für Photovoltaikanlagen mit Sitz in Stallikon, Kanton Zürich. Der Geschäftsführer von 3S Solar Plus, Patrick Hofer-Noser, stellt die Frage, ob die BIPV eine Chance für die Schweizer Photovoltaikindustrie ist. 3S Solar Plus hat die BIPV-Sparte des Equipmentherstellers von Meyer Burger übernommen und verteibt vor allem das Indachsystem Megaslate, das schon mehr als 10.000 Mal in der Schweiz verbaut wurde. Einen Einblick in die Sicht der Immobilienwirtschaft auf die Photovoltaik bietet Martin Rauber, Abteilungsleiter Immobilienbuchhaltung bei der Livit AG Real Estate Management in Zürich. (su)

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Lang Consulting

Gebäude ohne Emissionen brauchen Erneuerbare

Ein möglichst niedriger Energieverbrauch in Gebäuden ist möglich und eine Voraussetzung für Städte ohne Ausstoß von Treibhausgasen. Aber ohne dezentrale Erzeugung von erneuerbaren Energien wird das nicht gehen.

Städte mit Gebäuden, die ohne den Ausstoß von Treibhausgasen auskommen, sind durchaus möglich. Dabei ist ein möglichst hoher Energiestandard der Gebäude nur ein Teil der Lösung. Es ist die Voraussetzung für die komplette Versorgung mit erneuerbaren Energien. Das zeigt eine Studie des österreichischen Beratungsinstituts Lang Consulting. Die Analysten haben sich dazu zwei Wohnquartiere in Wien und in Innsbruck vorgenommen und sich angesehen, wie ein besserer Energiestandard der Gebäude zunächst zur Senkung des Energieverbrauchs führen kann.

Wachsende Städte brauchen mehr Energie

Wie die Analyse des Quartiers in Wien gezeigt hat, führt zwar eine energetische Sanierung des Gebäudebestandes bis 2050 nur zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs der Gebäude um 39 Prozent, auch wenn dann alle Gebäude energetisch saniert und neue Gebäude ausschließlich mit dem Niedrigstenergiestandard errichtet werden. Danach pendelt sich der Energieverbrauch auf das erreichte Niveau ein. Zum einen weil der Niedrigstenergiestandard unzureichend ist. Zum anderen weil der Neubau von Gebäuden zu einem höheren Energieverbrauch im Quartier führt, durch den alle energetischen Sanierungsmaßnahmen wieder aufgefressen werden.

Energieverbrauch pendelt sich ein

In Innsbruck ist die Sanierungsrate zwar geringer, doch dafür die Energieeinsparung aufgrund des Passivhausstandards, mit dem dort gebaut wird, viel höher. So kann dort der Energieverbrauch der Gebäude bis 2050 um 52 Prozent gesenkt werden, obwohl bis dahin noch nicht alle Gebäude energetische saniert sind. Trotz der neu hinzukommenden Gebäudefläche kann in Innsbruck der gesamten Energieverbrauch der Gebäude auch danach noch weiter gesenkt werden, ehe er sich auf einem niedrigen Niveau einpendelt.

Gebäude brauchen weiterhin Energie

Das zeigt deutlich: alle Maßnahmen zur Energieeinsparung haben einen sogenannten abnehmenden Grenznutzen. Um die Quartiere vollständig zu dekarbonisieren, sind die erneuerbaren Energien notwendig. Anhand des Quartiers in Innsbruck gehen die Autoren der Studie davon aus, dass es vollständig mit Erneuerbaren versorgt werden kann. Ein hoher Energiestandard ist dabei die Voraussetzung für die dezentrale Energieerzeugung und Energienutzung ohne Belastung der bestehenden Versorgungsnetze. (su)

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Solargaps

Solarjalousien: Markteinführung in Mitteleuropa vereinbart

Die Solarjalousien von Solargaps sind in Zukunft auch in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz zu haben. Das ukrainische Unternehmen hat mit Plissee einen Vertriebspartner in diesen Ländern gefunden.

Der Anbieter von Verschattungssystemen Plissee Partner aus Düsseldorf wird die Solarjalousien von Solargaps in sein Portfolio aufnehmen. Der ukrainische Hersteller hat mit Plissee Partner eine entsprechende Vereinbarung getroffen, dass die Düsseldorfer den Import der Solarjalousien übernimmt und die Bestellungen für Handels- und Installationspartner zentral abwickelt. Plissee Partner wird auch die Garantieabwicklung und andere Leistungen für Solargaps in Deutschland, Österreich und in der Schweiz übernehmen. Damit ist die Lösung der Ukrainer in Zukunft auch in diesen Ländern erhältlich.

Diese besteht aus einer Jalousie, in deren Lamellen Solarzellen einlaminiert sind. Der Strom wird über ein Kabel innerhalb des Jalousienkastens abgeführt. Er wird teilweise für die Verschattungsautomatik verbraucht, kann aber auch direkt in das Hausnetz eingespeist oder in einem Speicher zwischengelagert werden. Nähere Informationen finden Club Member von Solar Age in der Produktdatenbank. (su)

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Linea Trovata

Solar power for the Flemish regional parliament

The Flemish regional parliament has been given a new domicile in Brussels. This not only looks fantastic, but also impresses with a ingenious energy system. Its heart is a gigantic solar system on the roof of the building complex.

With its new premises, the Flemish regional parliament in Brussels has implemented requirements that it has specified for other buildings. The parliament not only achieves the Passive House standard with the building, but also the highest score according to its own Office Building Valuation Handbook.

Even the impressive and well thought-out architecture ensures that the building with its beautiful brick façade consumes as little energy as possible. In addition, the new building complex impresses with its sophisticated energy system. The concrete walls are energetically activated and ensure a pleasant and constant interior climate. The active concrete cores are fed by a geothermal heat pump. This in turn uses the solar power supplied by two giant solar systems on the roof.

316 megawatt hours of electricity per year

A total of 1,268 modules from Panasonic Solar have been installed on the roof by Linea Trovata, the photovoltaic planners from Brussels. Some of the modules were inclined at an angle of 15 degrees to the southwest. The remaining panels were mounted by the installers on special substructures at an angle of three degrees. With an output of 412.2 kilowatts, the system thus delivers 316 megawatt hours of clean solar power every year, most of which is consumed by the building.

In this way, Neutelings Riedijk Architects from Rotterdam in the Netherlands, together with their colleagues from the Brussels architecture company Conix RDBM, have created what is currently largest passive house in Belgium. Club Members of Solar Age can read a detailed description of the architecture of the building and the energy concept in the project database. (su/mfo)

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Velka Botička

Neue Produkte in der Datenbank

Neu in der Produktdatenbank von Solar Age: Ein solarer Dachziegel von Nelskamp, ein Glas-Glas-Modul von CS Wismar und ein großer Stromspeicher mit Schnellladeanschluss von Kreisel Electric.

Der Solardachziegel G10 PV der Dachziegelwerke Nelskamp passt sowohl farblich als auch in Größe und Form perfekt zum konventionellen Flachziegel G10. Dabei ist er einfacher zu installieren und zu verschalten als herkömmliche solare Dachziegel. Denn der G10 PV kommt als schwarzes Modul mit monokristallinen Solarzellen auf die Baustelle. Das ist exakt so breit wie acht der konventionellen Flachziegel von Nelskamp. Beide Varianten können deshalb problemlos parallel auf einem Dach installiert werden.

Die Brillant-Serie des Modulhersteller CS Wismar ist vor allem als Verglasung entwickelt, die gleichzeitig als Verschattung dient. Es ist in zwei verschiedenne Varianten mit unterschiedlich vielen Solarzellen zu haben. Dadurch entsteht auch eine unterschiedlich hohe Semitransparenz der Module.

Eine Schnellladestation, die unabhängig von der Netzanschlussleistung oder vom Solarertrag funktioniert, hat Kreisel Electric entwickelt. Denn reicht die Leistung fürs schnelle Laden von Elektroautos nuich aus, springt der integrierte Lithium-Ionen-Akku ein. Damit kann auch schnell geladen werden, wenn die Photovoltaikanlagen auf dem Dach oder an der Fassade nicht genügend Strom liefern.

Detaillierte Informationen zu den Produkten finden Club Member von Solar Age in der Datenbank.

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Linea Trovata

Solarstrom fürs flämische Regionalparlament

In Brüssel hat das flämische Regionalparlament ein neues Domizil bekommen. Das sieht nicht nur phantastisch aus, sondern besticht auch mit einem ausgeklügelten Energiesystem. Dessen Herz ist eine riesige Solaranlage auf dem Dach des Gebäudekomplexes.

Mit seinem neuen Sitz hat das flämische Regionalparlament in Brüssel Vorgaben umgesetzt, die sie selbst auch an andere Gebäude legt. Das Parlament erreicht mit dem Gebäude nicht nur den Passivhausstandard, sondern auch die höchste Punktzahl nach den Vorgaben des eigenen Office Building Valuation Handbuchs.

Schon die eindrucksvolle und durchdachte Architektur sorgt dafür, dass so das Gebäude mit der schönen Klinkerfassade so wenig wie möglich Energie verbraucht. Zusätzlich besticht der neue Gebäudekomplex mit seinem ausgeklügelten Energiesystem. Denn die Betonwände sind energetisch aktiviert und sorgen für ein angenehmes und gleichbleibendes Raumklima. Die aktiven Betonkerne werden mit einer Erdwärmesonde versorgt. Diese wiederum nutzt den Solarstrom, den zwei riesige Solaranlagen auf dem Dach liefern.

316 Megawattstunden Strom pro Jahr

Insgesamt 1.268 Module von Panasonic Solar haben die Brüsseler Photovoltaikplaner von Linea Trovata auf das Dach montiert. Ein Teil der Module wurde mit 15 Grad nach Südwesten aufgeständert. Die restlichen Paneele haben die Installateure auf speziellen Unterkonstruktionen mit einem Anstellwinkel von drei Grad montiert. Dadurch liefert die Anlage mit ihrer Leistung von 412,2 Kilowatt jedes Jahr 316 Megawattstunden sauberen Solarstrom, der zum größten Teil im Gebäude verbraucht wird.

Auf diese Weise haben die Neutelings Riedijk Architekten aus dem niederländischen Rotterdam zusammen mit ihren Kollegen vom Brüsseler Architekturbüro Conix RDBM das derzeit größte Passivhaus in Belgien geschaffen. Club Member von Solar Age finden eine ausführliche Beschreibung des Gebäudes und des Energiekonzepts in der Projektdatenbank. (su)

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Solarimo

Solarimo baut Mieterstromprojekte in Herford

In der Herforder Straße in Herford stattet die WWS fünf Mehrfamilienhäuser mit Photovoltaikanlagen aus. Den Solarstrom verbrauchen die Mieter vor Ort. Den Bau und den Betrieb der Generatoren hat Solarimo übernommen. Damit bleibt der Hauseigentümer von zusätzlichem Arbeitsaufwand verschont.

Die Wohnungsbaugesellschaft WWS Herford wird gleich fünf Mehrfamilienhäuser in der westfälischen Hansestadt mit Solarstromanlagen ausstatten. Den Strom bietet die WWS den Mietern in den Gebäuden direkt zum Verbrauch an. Den Reststrom wird der Berliner Energiedienstleister Solarimo liefern.

Die Kosten für die gesamte Stromlieferung – Solarstrom vom Dach und Ökostrom aus dem Netz – soll so gering sein, dass sie für einen durchschnittlichen Haushalt, der an dem Mieterstromprojekt teilnimmt, um bis zu 140 Euro unter dem örtlichen Grundversorgertarif liegen wird. Dabei unterliegt nur der Netzstrom den üblichen marktbedingten Schwankungen. Der Preis für den Solarstrom bleibt über 20 Jahre hinweg konstant. „Denn wird der Sonnenstrom direkt im Haus verbraucht fallen dafür keine Netznutzungsgebühren an und er ist damit unschlagbar günstig“, sagt Franziska Ivens, Vertriebsleiterin von Solarimo. „Je höher der lokale Absatz, desto mehr können die Mieter sparen.

Mieterstrom ohne Risiko

Solarimo baut und betreibt auch die Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 48 Kilowatt in der Halberstädter Straße in Herford. Die WWS verpachtet die Dachflächen an die Berliner. Dadurch braucht die WWS auch nicht das wirtschaftliche Risiko zu übernehmen. Außerdem ist sie nicht mit den permanenten Aufgaben eines Energieversorger befasst, sondern kann sich voll auf ihr Kerngeschäft, der Vermietung von Wohnungen, konzentrieren. Sie kann aber gleichzeitig den energetischen Standard des Gebäudes ohne Aufwand drastisch erhöhen und auf diese Weise ihren Mietern zusätzlich auch umweltfreundlichen und kostengünstigen Strom anbieten, von dem der Mieter zumindest teilweise weiß, woher er kommt. „Dass Solarimo die gesamte Abwicklung für uns übernimmt, kommt uns natürlich sehr entgegen“, sagt WWS Geschäftsführer Magnus Kasner. „Wenn das Pilotprojekt in der Halberstädter Straße gut klappt, wollen wir auch noch weitere unserer Immobilien mit Photovoltaikanlagen ausstatten.” (su)

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My PV

Wiener Mehrfamilienhaus wird mit Solarstrom geheizt

Eine Photovoltaikanlage unterstützt die Fernwärmeversorgung eines neuen Mehrfamilienhauses in Wien. Denn der überschüssige Solarstrom wird komplett für den Betrieb von Elektroheizstäben genutzt. Dafür sorgen zwölf Leistungsregler im Keller des Hauses.

In Wien ist ein neue Mehrfamilienhaus mit einer elektrischen Heizungsunterstützung entstanden. Den Strom dafür liefert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Zusätzlich sind im Keller des Gebäudes zwölf Leistungssteller vom Typ AC Thor des österreichischen Herstellers My PV installiert. Jeder regelt stufenlos jeweils einen Elektroheizstab wenn überschüssiger Solarstrom vorhanden ist.

Weniger Material – niedrigere Baukosten

Für My PV ist es ein echtes Leuchtturmprojekt. Denn es sei das erste Mal, dass eine rein auf Solarstrom fußende dezentrale Warmwassererzeugung ein Fernwärmenetz in dieser Größenordnung unterstütze. „Das gemeinsam mit dem Unternehmen Kelag Energie und Wärme umgesetzte Projekt wird Schule machen“, sagt Gerhard Rimpler, Geschäftsführer von My PV. „Es bedeutet einen großen Erfolg für die ganze Sektorenkopplung, da der sinkende Preis für Solarmodule inzwischen weitere Power-to-Heat-Anwendungen wirtschaftlich macht.“

Er betont die Vorteile einer solchen Lösung. Denn gegenüber der Solarthermie, die bisher in der Regel als solare Unterstützung der Fernwärmeversorgung in Mehrfamilienhäusern eingesetzt wird, ist die solarelektrische Wärmetechnik viel einfacher zu installieren und zu bedienen. Außerdem sinkt der Materialverbrauch und damit auch die Baukosten. Denn die Verkabelung des gesamten Systems braucht 90 Prozent weniger Kupfer als die Anbindung einer Solarthermieanlage über Kupferrohre.

Kein Neubau ohne Photovoltaik mehr

Auch der Einsatz von Wärmepumpen zur Unterstützung von Fernwärmenetzen sei nicht immer möglich, da sie die hohen Temperaturen in den Netzen nicht erreichen können und in Kombination mit Solarstrom nicht stufenlos skalierbar sei, betont Rimpler.

Ungeregelte Heizstäbe wiederum scheitern im Vergleich zu den Einschraubheizkörpern und dem Leistungssteller AC Thor an der fehlenden linearen Leistungssteuerung, die für eine optimale Energienutzung im Fernwärmenetz notwendig ist. „Dank der exakten Leistungsregelung mehrerer kleinerer Wärmeerzeuger ist es aber möglich, mit den Überschüssen dezentraler Photovoltaiksysteme auch in größeren Systemen Wärme zu erzeugen“, sagt Rimpler. „So wird in dem Wiener Neubau 100 Prozent der Solarenergie vor Ort als Strom und Wärme genutzt.“ Das komme letztlich auch dem öffentlichen Netz zugute, das die Überschüsse aus der Solaranlage nicht mehr aufnehmen müsse. Rimpler fordert daher, dass die Photovoltaik ein integrierter Bestandteil beim Neubau von Wohnanlagen werden muss.

Eine detaillierte Beschreibung des Projekts finden Club Member von Solar Age in der Projektdatenbank. (su)

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E3/DC

Neue Produkte in der Datenbank

Solar Age hat seine Datenbank um drei neue Produkte erweitert. Dem Club Member stehen jetzt Produktinformationen über ein nagelneues Speichersystem von E3/DC, eine Komplettlösung für die Hausversorgung von Home Power Solutions und ein Einlegesystem für die Schrägdachmontage von IBC Solar zur Verfügung.

E3/DC hat seinen Speicher S10 um einen integrierten Solarwechselrichter und ein Energiemanagementsystem. Mit dem S10 Pro bekommt der Hauseigentümer komplette Notstromfunktionalität. Denn der Speicher ist in der Lage, ein eigenes Inselnetz selbständig aufzubauen und aufrecht zu erhalten.

Eine Komplettlösung für die Vollversorgung von Gebäuden hat Home Power Solutions entwickelt. Das Picea des Berliner Herstellers beinhaltet nicht nur einen Stromspeicher, sondern auch einen Elektrolyseur, einen Wasserstoffspeicher und ein Brennstoffzelle-BHKW. Damit ist es in der Lage, die komplette Stromversorgung über das ganze Jahr hinweg abzudecken.

Der fänkische Systemanbieter IBC Solar hat eine Lösung entwickelt, bestehende Schrägdächer mit ästhetisch anspruchsvollen Solaranlagen zu bestücken. Denn die neu entwickelte, schwarz eloxierte Einlegeschiene sorgt dafür, dass die Modulfläche homogener erscheint als das mit Montagesystemen möglich ist, bei denen die Module mit Klemmen befestigt werden. Die Schiene ist kompatibel mit den anderen Komponenten des Top Fix 200 von IBC Solar.

Diese und weitere Produkte finden Sie in der Datenbank von Solar Age. (su)

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Lichtblick

Ladestation macht Immobilien attraktiver

Für zwei Drittel der Deutschen steht der Aufbau einer Ladeinfrastruktur am Wohnhaus vor der Entscheidung, sich ein Elektroauto anzuschaffen. Auch das Laden am Arbeitsplatz wird nachgefragt. Nur wenige wollen von einem öffentlich zugänglichen Ladepunkt abhängig sein.

Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Prolytics im Auftrag des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat ergeben: 65 Prozent der Besitzer von Elektroautos wollen ihr Fahrzeug zu Hause laden. Die Nutzung von öffentliche Ladesäulen ist nur für 15 Prozent der Befragten eine Option. Sieben Prozent bevorzugen es, ihr Auto an der Arbeitsstelle zu laden. Die restlichen 13 Prozent sind noch unentschlossen.

Was im Eigenheim schon Gang und Gäbe ist, wird zum Hindernis der Verkehrswende in den Städten. Denn dort taucht immer wieder die Frage auf, wo man sein Elektroauto laden kann. Der einfache Zugang zur Ladeinfrastruktur vor dem Wohnhaus ist ein entscheidender Faktor bei der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs und damit auch für den Erfolg der Elektromobilität.

Dankbare Abnehmer für Solarstrom

Für die Eigentümer von Mehrfamilienhäusern ist dieses Ergebnis ein klares Zeichen: Ihre Immobilie wird attraktiver, wenn eine Ladestationen in oder vor der Immobilie installiert ist. Dazu kommt, dass sie dann einen dankbaren Abnehmer des Solarstroms vom Dach oder aus der Fassade des Gebäudes haben. Das gilt auch für Gewerbe- und Bürohäuser. Denn auch sie werden attraktiver, wenn die Mieter ihre Elektroautos während ihrer Arbeitszeit laden können.

Die Hürde ist derzeit aber noch die rechtliche Situation. Bisher haben Mieter oft keine Möglichkeit, eine eigene private Ladestation an ihrem Stellplatz zu installierten. Der BDEW fordert deshalb, die Hindernisse zu beseitigen und vor allem das Miet- und Wohneigentumsrecht entsprechend anzupassen. Zwar habe das Bundesjustizministerium bereits einen ersten Entwurf für eine entsprechende Novelle vorgelegt. Diesen gelte es nun aber auch zeitnah umzusetzen, betont der BDEW. (su)

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Sonnenhaus-Institut/Arno Witt

Sonnenhaus gewinnt Baupreis

Ein Gebäude aus Holz mit Strohdämmung, einer Solarthermiefassade und zwei dachintegrierten Photovoltaikanlagen hat im Holzbau-Plus-Wettbewerb als bestes Wohnhaus abgeschlossen. Die Wärmeversorgung ist komplett erneuerbar. Außerdem wird das Haus zu einem großen Teil mit Solarstrom versorgt.

Im schwäbischen Wurmlingen, einem Ortsteil von Tuttlingen, ist im vergangenen Jahr ein einzigartiges Gebäude entstanden. Es besteht komplett aus Holz, Lehm, Stroh und Glas – abgesehen von einem Betonfundament. Die Grundstruktur ist ein Holzständerbau mit Lehmwänden. Diese sind mit gepressten Strohballen gefüllt, die nicht nur für eine Wärmedämmung sorgen, sondern auch für ein angenehmes Raumklima.

Dachintegrierte Solaranlage liefert Strom fürs Gebäude

Sie speichern zudem die Wärme, die zur Hälfte von solarthermischen Kollektoren geliefert wird. Diese sind in die nach Süden ausgerichtete Giebelwand integriert. Die Spitzenlast deckt ein Naturholzvergaserofen ab. Einen Großteil der Stromversorgung übernehmen zwei dachintegrierte Photovoltaikanlagen. Das Energiekonzept stammt vom Sonnenhaus-Institut. Mit dem Gebäude hat Architekt Otto Merz beim diesjährigen Holzbau-Plus-Wettbewerb in der Kategorie Wohnungsbau den ersten Platz belegt. Zum vierten Mal hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den Wettbewerb ausgelobt.

Die Jury hat Preise in zehn Kategorien vergeben. Insgesamt wurden 137 Projekte eingereicht. „Der Wettbewerb zeigt herausragende Beispiele, die CO2mindernd, energiesparend und dennoch mit einer ansprechenden Optik ausgestattet sind“, sagt Otto Merz zum Wettbewerb.

Club Member von Solar Age finden eine ausführliche Beschreibung des Projekts in der Gebäudedatenbank. (su)

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Velka Botička

Österreichs Speicherförderung beginnt am 11. März

In Kürze startet die österreichische Abwicklungsstelle für Ökostrom die diesjährige Speicherförderung des Bundes. Die Interessenten sollten gut vorbereitet sein, wenn sie zum Zuge kommen wollen.

Am 11. März startet die Oemag, die österreichisches Abwicklungsstelle für Ökostrom, die diesjährige Bundesförderung von Speichersystemen. Sie nimmt an diesem Tag ab 17 Uhr Anträge entgegen. Interessenten sollten rechtzeitig ihre Tickets für die Förderung ziehen. Denn die Nachfrage ist groß.

Im vergangenen Jahr war das gesamte Kontingent in gut einer Minute ausgebucht. Nur elf Prozent der Antragsteller kamen zum Zuge. In diesem Jahr könnte der Andrang noch größer werden. Denn diejenigen, die im vergangenen Jahr leer ausgegangen sind, können einen neuen Antrag stellen. Dazu kommen noch Interessenten, die sich erst in den letzten zwölf Monaten für die Integration eines Speichers in ihre Solaranlage entschieden haben.

Anmeldung gut vorbereiten

Deshalb sollten die Antragsteller gut vorbereitet sein. Um ein Ticket zu bekommen, der erste Schritt auf dem Weg zum Investitionszuschuss, müssen sie die 31stellige Nummer des Zählpunktes bereit halten, an dem der Speicher angeschlossen wird. Diese muss mit der Zählpunktbezeichnung der Solaranlage übereinstimmen, in die der Speicher integriert wird. Außerdem muss schon im ersten Schritt die Leistung des geplanten Stromspeichers angegeben werden. Entscheidend ist hier die nutzbare Speicherkapazität. Der Antragsteller darf hier auf keinen Fall die Leistung einer bestehenden Solaranlage angeben, die er mit einem Speicher nachrüsten will.

Nachdem der Antragsteller seine Zustimmung gegeben hat, dass sein Speicher nach den Richtlinien des Ökostromgesetzes gefördert wird, kann er ein Ticket erzeugen. Danach hat er zehn Tage Zeit, seinen Förderantrag zu vervollständigen. Der Speicher muss innerhalb von zwölf Monaten errichtet werden. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Internetseite der Oemag.

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Solartektor

Webinar: PV-Fehlerortung mit Lasertechnik bei Tag und Nacht

Das Webinar erläutert die lasergestützte Fehlerortung in PV-Systemen und vertieft das Fachwissen anhand von Praxisbeispielen. Es zeigt die Vorteile des tageszeitunabhängigen Einsatzes von Lasertechnik für die Bestandsaufnahme und die Wartung. Zudem werden Fachfragen der Teilnehmer diskutiert.

Die Themen des Webinars im Überblick:
Orten der Module im String (Modulplan erstellen oder kontrollieren),
Orten von Leitungsunterbrechungen innerhalb des Moduls,
Orten von kurzgeschlossenen Bypass-Dioden,
Orten von Leitungsunterbrechungen zwischen den Modulen,
Orten der Polaritäten im String,
Orten von Isolationsfehlern.

Das Webinar richtet sich an Installateure, Architekten, Planer und PV-Gutachter.

Profitieren Sie vom Fachwissen unserer Experten! Es referieren:
Elektromeister Klaus Terlinden, Solartektor GmbH
Elektromeister Oliver Lenckowsi, Solartektor GmbH

Moderation:
Heiko Schwarzburger, Chefredakteur photovoltaik

Wann? 28.2.2019, 11 Uhr bis 12.30 Uhr
Kosten: kostenfrei

Das Webinar ist eine gemeinsame Veranstaltung der Conexio GmbH, der Solartektor GmbH, von photovoltaik und Solar Age.

Anmeldung bei Conexio hier.

Vorabinformationen:
Website von Solartektor (mit Video)
Video auf der Website des Fachmagazins photovoltaik
Video der PV Guided Tour DC-Solargenerator auf der Intersolar 2018

Webartikel: „Strings mit dem Laser messen

Interview: „Isofehler schnell finden“ (nur für Abonnenten der photovoltaik lesbar)

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Woche der Sonne

Neuer Wegweise durch den Förderdschungel erschienen

CO2online hat einen aktualisierten Ratgeber veröffentlicht, in dem die Fördermittel für die energieeffiziente Gestaltung von Gebäuden und die Ausstattung mit erneuerbaren Energien beschrieben sind. Es ist bereits die vierte Aktualisierung.

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft CO2online hat einen aktualisierten Wegweiser durch den Dschungel der Förderung für die Gebäudemodernisierung in Deutschland veröffentlicht. Sie richtet sich an Privathaushalte, Kommunen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, die ihr Gebäude Energieeffizient und mit erneuerbaren Energien ausstatten wollen.

In der Broschüre, die immerhin 100 Seiten umfasst, werden 47 Förderprogramme des Bundes zum Thema Energieeffizienz, Klimaschutz und erneuerbare Energien in und an Gebäuden beschrieben. Außerdem sind 240 regionale Angebote nach Bundesländern sortiert aufgelistet. Sie sollen es den Bauherren und Hauseigentümern erleichtern, einen schnellen Einstieg in die Thematik und vor allem rasch das passende Förderprogramm zu finden.

Auch online das richtige Förderprogramm finden

Die Broschüre wurde von Co2online komplett aktualisiert und gibt den Stand vom Januar 2019 wieder. Es ist bereits die vierte Auflage des Förderratgebers. Um dem Hauseigentümer und dem Bauherr den Weg noch einfacher zu machen, kann er auch online auf der Internetseite von CO2online direkt nach der passenden Förderung suchen. Auch hier findet er alle Unterstützungsprogramme, die auch im gedruckten Heft und in der digitalen Version beschrieben und aufgelistet sind. (su)

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Solaxess

Neues Projekt: Mehrfamilienhaus mit weißen Modulen

Das Schweizer Unternehmen Solaxess hat die erste Fassade mit weißen Solarmodulen ausgestattet. Installateure haben 32 diese Paneele an die weiße Putzfassade eines Mehrfamilienhauses montiert. Die Anlage fügt sich optisch perfekt in das Gesamtbild der Gebäudehülle ein.

Bisher galt es als physikalisch unmöglich, überhaupt Photovoltaik in weiß anzubieten. Doch die Entwickler des Forschungs- und Technologieinstituts CSEM in Neuchâtel haben in Zusammenarbeit mit Solaxess eine Folie entwickelt, die vor dem Laminieren auf das Modul gelegt und dann mit ihm verschmolzen wird.

Die Folie hat die Eigenschaft, nur das sichtbare Lichtspektrum zu reflektieren. Der infrarote Lichtanteil wird für die Stromproduktion genutzt. Denn er ist für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar und damit auch nicht verantwortlich für die Farbgebung des Moduls. Auf diese Weise kann das gesamte sichtbare Lichtspektrum von der Moduloberfläche reflektiert werden und es entsteht ein weißes Modul.

Nach Vorgaben des Architekten produziert

Vor wenigen Wochen haben Solarteure 32 speziell angefertigte Paneele an eine weiße Fassade eines Mehrfamilienhauses in Boudry, südwestlich von Neuchâtel, installiert. Der Freiburger Hersteller SI Module hat diese mit der Spezialfolie von Solaxess versehen und auf die Größenvorgabe des Architekten hin produziert. Da die Module ebenfalls in weißer Farbe erscheinen, fügen sie sich perfekt in die bestehende Fassade ein.

Die Module erzeugen jedes Jahr bis zu 2.900 Kilowattstunden Strom. Mit der Ausbeute werden die Wärmepumpe betrieben und die Gemeinschaftsräume sowie sämtliche Hauselektronik mit Strom versorgt. Dadurch erreicht das Gebäude nicht nur einen hohen Energiestandard, sondern auch die teilweise Unabhängigkeit von Versorger – inklusive Heizung.

 

Ein ausführliches Dossier über das Projekt finden Club Memeber von Solar Age in unserer Gebäudedatenbank.

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Meine Solar

Deutschland legt Energiewende im Gebäude auf Eis

Die Bundesregierung hat die Einsetzung einer Kommission für Klimaschutz in Gebäuden von der Tagesordnung gestrichen. Nicht nur die Opposition, sondern auch die Immobilienbranche ist entsetzt über die Ignoranz in Berlin.

Nachdem die Bundesregierung im ersten Aufschlag die Verabschiedung eines modernen Gebäudeenergiegesetzes vergeigt hat, sollte sich nun eine Expertenkommission dem Thema annehmen. Die Einsetzung der Kommission für Klimaschutz bei Gebäuden sollte vom Kabinett in der Sitzung am Mittwoch, 20. Februar 2019 beraten – und vielleicht auch beschlossen – werden. Jetzt hat die Bundesregierung dieses Thema aber kurzfristig von der Tagesordnung gestrichen.

Nicht nur der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (B90/Grüne) kritisiert dieses Nichthandeln der Bundesregierung. „Energieeffizienz und Energieeinsparung im Gebäudesektor sind ein Schlüssel für erfolgreichen Klimaschutz und um unsere Klimaschutzziele zu erreichen“, betont er. „Eine auch mit externen Experten besetzte Kommission hätte diesem Thema mehr Nachdruck verliehen. Jetzt droht die Gefahr, dass die dringend erforderlichen Fortschritte beim Klimaschutz im Gebäudesektor – wie in den vergangenen Jahren auch – bereits im Ansatz stecken bleiben.“

Unsicherheit bei allen Akteuren

Auch die Immobilienbranche ist entsetzt, dass sich die Bundesregierung beratungsresitent zeigt und sich statt dessen auf die eigenen Kompetenzen verlassen will. Ob diese im Beamtenstab der zuständigen Bundesministerium tatsächlich vorhanden sind, lässt sich schwerlich bestimmen. Dass es da mangelt, zeigt aber schon der erste Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes vom November 2018. „Wenn die Gebäudekommission nicht eingesetzt wird, würde komplett die Einbindung von Fachleuten und der Branche fehlen“, schimpft Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). „Nicht zuletzt sorgt dieses Vorhaben erneut für Unsicherheit bei allen beteiligten Akteuren“, warnt der Chef des Spitzenverbands der Immobilienwirtschaft. „Wenn wir die Klimaschutzziele im Gebäudesektor erreichen wollen, brauchen wir sinnvolle und wirtschaftsverträgliche Maßnahmen. Dies kann nur auf Basis des Dialogs geschehen. Mit der Energie- und Verkehrsbranche wurde dieser geführt – die Immobilienwirtschaft bleibt hier außen vor. So sieht keine verantwortungsvolle Politik aus.“

Ehrgeizige Ziele erreichen

Was mit derweil mit dem Gebäudeenergiegesetz passiert, weiß niemand. Es steht immerhin im Koalitionsvertrag und sollte im Januar dieses Jahres verabschiedet werden. „Jetzt erst recht braucht es die Einführung des Gebäudeenergiegesetzes und eine Fortführung der wichtigen Innovationspartnerschaft, in die die Vorschläge unserer Branche einfließen, um die ehrgeizigen CO2-Einsparungsziele zu erreichen“, fordert Mattner. „Zudem fehlt noch vollständig die gemeinschaftliche Erarbeitung einer CO2-Bepreisung auf internationaler Ebene. Da stecken wir noch in den Anfängen, obwohl dies dringend erforderlich ist“, kritisiert er.

„Die Hängepartie beim Klimaschutz im Gebäudesektor geht weiter“, sagt auch Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz. „Nach dem schwachen Entwurf für ein Gebäudeenergiegesetz werden mit der Absage der Gebäude-Kommission Klimaschutz und Energiewende mal wieder vertagt“, schimpft er. „Es bleibt zu hoffen, dass die große Koalition mit der Streichung der Kommission nicht auch das gesamte Thema gestrichen hat“, betont Franz Untersteller. (su)

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Calyxo

Dünnschicht: Die Nachfrage steigt

Die Dünnschicht hatte bisher einen stabilen Marktanteil. Doch die Hersteller spüren eine steigende Nachfrage. Das liegt am ästhetischen Anspruch der Kunden und den sinkenden Preisen.

Die Nachfrage nach Dünnschichtprodukten in Deutschland steigt. Das sagte Michael Bauer bei der Vorstellung der aktuellen Studie zum ökonomischen Potenzial der Dünnschichtphotovoltaik von DIW Econ im Auftrag PV Thin in Berlin. Bauer leitet beim Modulhersteller Calyxo TS im sachsen-anhaltinischen Thalheim das operative Geschäft. Calyxo ist im Jahr 2005 mit der Herstellung von Cadmium-Tellurid-Modulen gestartet und hat nach einer Insolvenz im vergangenen Jahr mit der Technologie einen Neustart hingelegt. Zwar sei der Anteil der Dünnschichtphotovoltaik am globalen Markt gering, aber gerade in Deutschland sei er in absoluten Zahlen gerechnet sehr groß, betont Bauer.

Produktionskosten reduziert

Das ist auch das Ergebnis der Studie von DIW Econ. Studienautor Anselm Mattes führt das auf drei Faktoren zurück. So sei die Technologie preisgünstig. Zwar liegen die Kosten für ein Dünnschichtmodul im Vergleich zum kristallinen Modul höher. „Wir sind im vergangenen Jahr bei einem Produktionspreis vom 50 Cent pro Watt gestartet“, erklärt Bauer. „Wir haben aber die Produktionskosten schon reduziert und streben bis Jahresende 20 Cent pro Watt an.“

Das zeigt, wie groß die Möglichkeiten der Preissenkung im Dünnschichtbereich sind. „Das geht vor allem über Innovationen“, weiß Michael Bauer. Schließlich ist der Anteil der Materialkosten bei der Herstellung höher als der Arbeits- und Personalkosten. Deshalb funktioniert die Preissenkung vor allem über Innovation und weniger über Aufskalierung der Produktion, wie es im Bereich der kristallinen Photovoltaik passiert. Dadurch ist auch eine Produktion in Europa wirtschaftlich möglich, da hier das Forschungspotenzial vorhanden ist, wie Andreas Wade, Präsident von PV Thin, betont.

Der Ertrag ist entscheidend

Außerdem entscheidet am Ende nicht der Modulpreis, sondern der Preis, zu dem die Module den Strom produzieren. Hier holt die Dünnschicht gegenüber der kristallinen Photovoltaik auf. Denn das bessere Schwachlichtverhalten führt dazu, dass mit dem Dünnschichtmodul mehr Strom mit der gleichen Leistung produziert wird. Bauer rechnet hier mit bis zu zehn Prozent Mehrertrag. Das ist vor allem für die Installation an der Fassade von Vorteil, da hier die Module nicht optimal zur Sonne ausgerichtet sind. Dazu kommt noch ein ästhetischer Vorteil. Denn mit der Dünnschicht erhält man eine homogene Fläche ohne dass die Technologie sichtbar ist. Das geht bei kristallinen Modulen nur mit farbigen Frontgläsern, die allerdings für Ertragsverluste sorgen. (su)

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Marzari Technik

Neues Produkt: Metalldachplatte für Solaranlagen auf Ziegeldächern

Die neue Metalldachplatte von Marzari Technik schützt die Ziegeldacheindeckung vor Schäden, wen eine Solaranlage installiert wird. Vor allem bei hohen Schnee- und Windlasten beugt sie möglichem Ziegelbruch vor.

Der Allgäuer Solartechnikhersteller Marzari hat eine Metalldachplatte für die Installation von Solaranlagen auf Ziegeldächern entwickelt. Diese ist vorgesehen für die Montage von Photovoltaikanlagen auf Schrägdächern. Sie wird statt eines Dachziegels auf dem Sparren befestigt. Dadurch erspart sich der Solarteur, aus den vorhandenen Dachziegel ein Stück heraus zu flexen, um Platz für den Dachhaken zu schaffen, der in der Regel für die Befestigung der Solaranlage genutzt wird.

Unnötige Kosten sparen

Beim Beschneiden des Ziegels ist das Risiko nicht ausgeschlossen, dass vor allem bei höheren Schnee- und Windlasten Ziegel brechen. Auch wenn nicht genügend Abstand zwischen dem Dachhaken und dem darunter liegenden Ziegel gelassen wird, besteht Bruchgefahr. Dadurch kann das Dach undicht werden. Regen- und Tauwasser können so bis in die Isolationsschicht des Gebäudes sickern und kostspielige Schäden anrichten. „Wie es unter der Solaranlage aussieht, bemerken viele Betreiber erst, wenn es schon zu spät ist“, sagt Geschäftsführer Siegfried Marzari. „Meist bleiben sie auf den unnötigen Kosten dann auch noch sitzen: Denn zum einen geben die Dachziegelhersteller für bearbeitete Ziegel keine Garantie mehr. Zum anderen achten die wenigsten Hausbesitzer darauf, Schäden durch Schneedruck mit ihren Wohngebäude- und Hausratsversicherungen abzudecken.“

Wie die Dachplatte montiert wird und welche Dacheindeckungen damit abgedeckt werden, lesen Club Member von Solar Age in der Produktbeschreibung, die jetzt verfügbar ist.

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Heiko Schwarzburger

„Es geht um ästhetische Dachprodukte“

Solare Dachziegel sind in unserer Branche schon länger als Produkte bekannt, werden aber nur selten verbaut. Ulrich Nelskamp von den Dachziegelwerken Nelskamp analysiert den Markt, seine Hürden und Chancen.

Solare Dachziegel sind in der Photovoltaikbranche schon länger bekannt, führen dennoch ein Nischendasein. Wie schätzen Sie das Interesse ein?

Ulrich Nelskamp: Wir haben das Suchverhalten von potenziellen Interessenten im Internet untersuchen lassen. Dabei zeigte sich, dass es ein sehr großes Interesse an solaren Dachziegeln gibt. Die Messungen ergaben, dass es etwa zehn Mal höher lag als bei unseren klassischen Dachprodukten. Anhand dieser Auswertung kann man zwar nicht abschätzen, wie viele Interessenten den konkreten Einbau planen oder ob dies ein reines Informationsinteresse ist. Gleichwohl kann man aber sagen, dass die Leute nach anderen als den klassischen zumeist aufgeständerten Solarkollekten suchen.

Worauf führen Sie das zurück?

Zum einen auf die Marketingkampagne von Tesla, die mit Solar City deren System mit photovoltaischen Bitumenschindeln übernommen haben und in den USA verbreiten wollen. Das hat Tesla großartig verkündet, aber in Deutschland schlecht umgesetzt. Die in Amerika üblichen Bitumenschindeln sind bei uns im Hausbau nahezu unbekannt. Das Produkt von Tesla wurde nicht an die Erfordernisse des deutschen Marktes angepasst. Zum anderen gibt es den Wunsch von Bauherren und Planern nach ästhetischen Solarsystemen, bei denen der Focus nicht allein auf der Wirtschaftlichkeit liegt.

Immerhin: Viele Menschen haben darüber geredet, oder tun es noch …

Klar, das war gut für uns, denn wir sind mit intelligenten Produkten im deutschen Markt und in Europa unterwegs. Für uns bietet sich nun die Lücke, um bei den Solarkunden mit ästhetischen Dachsystemen weiterzukommen. Unser G10PV-System erschließt uns neue Kundenkreise.

Wie groß ist der Anteil des Solargeschäfts an Ihrem Umsatz?

Wir haben ja verschiedene Systeme im Angebot, auch solarthermische oder gekoppelte Dachprodukte aus Photovoltaik und Solarthermie. Im Jahr 2000 haben wir uns erstmals mit solar befasst, 2008 haben wir dann das erste eigene Produkt gebracht. Heute machen die Solarsysteme vielleicht zwei oder drei Prozent unseres Umsatzes aus.

Weil wir gerade von Preisen sprechen: Wie viel muss der Kunde für ein Dach mit photovoltaischen Dachziegel von Ihnen einplanen?

Lassen Sie uns vom Endkunden sprechen, also vom Kunden des Solarteurs, Dachdeckers oder Zimmermeisters. Grob über den Daumen gepeilt kostet das Kilowatt Photovoltaik mit unseren G10PV rund 2.300 Euro netto. Das ist natürlich teurer als reine Aufdachsysteme, die Sie schon für 1.300 Euro das Kilowatt bekommen, wenn wir vom klassischen Endkundenmarkt reden. Aber: Sie haben die Optik eines fachgerechten Ziegeldaches und sie haben die Eindeckung gleich mit.

Wo haben Sie bislang die meisten Projekte gebaut?

Ganz klar in den Einfamilienhäusern, das waren alles Anlagen unter zehn Kilowatt. Nur wenige Ausnahmen waren anders gelagert. Wir vertreiben unsere G10PV vor allem in Deutschland und in Holland. In Alkmaar haben wir die Solarziegel an der Fassade eines Supermarktes installiert. Auf dem Flachdach stromt eine normale Aufdachanlage. Dem Bauherrn ging es vor allem darum, sein Engagement für die Umwelt zu zeigen, also sichtbar zu machen. In Alkmaar haben wir normale G10-Glattziegel und die Solarziegel an der Fassade kombiniert.

Bisher sind es vor allem Privatkunden, die sich ihre Dächer mit Solarziegeln decken lassen. Wie kann der Sprung in den Markt der Gewerbekunden gelingen?

Dazu brauchen wir die Architekten und die Wohnungsbaugesellschaften. Das sind für uns sehr wichtige Zielgruppen. In Holland zeichnet sich ein besonders starkes Interesse ab, weil dort andere Bauvorschriften gelten. Und die Baumessen in den Niederlanden sind mehr auf Design und Profikunden orientiert, als bei uns in Deutschland. Dort haben wir mit dem G10PV schon sehr gute Erfahrungen gemacht.

Das Gespräch führte Heiko Schwarzburger.

Ulrich Nelskamp ist Rechtsanwalt und seit 2014 Geschäftsführender Gesellschafter der Dachziegelwerke Nelskamp in Schermbeck. Er leitet den Vertrieb und das Marketing.

Eine große Auswahl von solaren Gebäuden finden Sie in der Datenbank von Solar Age.

Lesen Sie auch unser einführendes Dossier zu Solaren Ziegeleindeckungen und Schindeln.

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Jürgen Hüpohl

Sonnige Finca auf Mallorca

Ein deutscher Unternehmer erfüllt sich auf Mallorca einen Traum: Er baut zwei Fincas, beide energieautark. Mit Hilfe eines intelligenten Energiespeichers wurde der Dieselgenerator beinahe überflüssig.

Was die Finca in der hügeligen Inselmitte von Mallorca nahe der Ortschaft Sant Llorenc des Cardassar interessant macht, sind das Energiekonzept und die Haustechnik: Eigentümer Peter Sievers hat ein Energiespeichersystem von E3/DC an eine Photovoltaikanlage und den Dieselgenerator angeschlossen. Die stationäre Batterie besteht aus Lithium-Ionen-Akkus. Mit dem Speichersystem wird die gesamte Stromversorgung im Hausnetz der Finca automatisch geregelt. Auf der Sonneninsel ist dieses intelligente Inselsystem für den Eigenverbrauch ein Novum.

Das Herzstück der Haustechnik benötigt lediglich einen Quadratmeter Wandfläche und ist vierzig Zentimeter tief. Bis zu acht Kilowattstunden beträgt die Speicherkapazität der Akkus im Hauskraftwerk S10 E8-H, die Batterie leistet drei Kilowatt.

Wie Strom aus der Steckdose

In der Finca werden bis zu vier Personen versorgt. Drei Kilowatt sind dafür großzügig berechnet. Die Photovoltaikanlage wurde auf acht Kilowatt festgelegt, um auch bei schlechtem Wetter ausreichend Sonnenstrom zu ernten und den Autarkiegrad zu erhöhen.

Für Engpässe ist ein Dieselgenerator vorgesehen. Bisher kam er kaum zum Einsatz. „Für mich ist das Hauskraftwerk wie Strom aus der Steckdose“, sagt Peter Sievers, gibt aber zu: „Anfangs war ich schon etwas skeptisch. Doch inzwischen bin ich von diesem System überzeugt.“

Betriebsdaten immer im Blick – 1.500 Kilometer entfernt

Wenn Sievers in Deutschland weilt und die Fincas vermietet sind, kann er auf seinem Tablet-PC die Systemleistung abrufen, aus rund 1.500 Kilometer Entfernung. Der Hersteller E3/DC kann überdies bei Bedarf eine Fernwartung durchführen und die Software optimieren, oder bei Störungen eingreifen.

Bisher war das nicht nötig. Mit dem selbst erzeugten Strom werden alle wichtigen Verbraucher im neuen Haus versorgt. Dazu gehören die Waschmaschine, Beleuchtung und Fernseher. (HS)

Eine ausführliche Beschreibung dieses Objekts und weitere Referenzgebäude der solaren Architektur und Gebäudeversorgung finden Sie im Webportal Solar Age.

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VEGG

Verband Energieerzeugende Gebäude gegründet

Der Verband besteht aus Herstellern, Dienstleistern und Installationsbetrieben der Gebäudetechnik, die Energiekonzepte für Gebäude auf Basis regenerativer Quellen entwickeln wollen.

Mit dem Slogan „Mach dein Haus fit für die Zukunft – innovativ, unabhängig, bezahlbar“ haben verschiedene Gebäudetechnikhersteller, Energie- und Gebäudetechnikdienstleister sowie Installationsbetriebe den Verband Energieerzeugende Gebäude (VEEG) gegründet. Sie wollen die besten energetischen Gesamtkonzepte für energieeffizientes Bauen und Sanieren definieren und in der Bau- und Immobilienwirtschaft etablieren.

Gebäude erwirtschaften Vorteile

Im Mittelpunkt steht dabei neben die Entwicklung von dezentralen Konzepten auf Basis erneuerbarer Energien zur Strom-und Wärmeversorgung, die durch intelligente Vernetzung eine maximale Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und steigenden Energiepreisen im Neu- und Altbau garantieren. Schließlich lasse sich so nicht nur ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz realisieren, sondern über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes ein deutlicher wirtschaftlicher Vorteil darstellen.

Installateure setzen die Konzepte um

Der VEEG übernimmt in diesem Zusammenhang nicht nur die Aufgabe der Definition dieser Energiekonzepte, sondern vor allem auch die Verbreitung durch Publikationen, Podcasts, Veranstaltungen sowie die Zusammenarbeit mit Institutionen und Multiplikatoren in den entsprechenden Branchen. Die Realisierung dieser Konzepte erfolgt wiederum durch qualifizierte Installationsbetriebe, die durch die Einbindung in die Vereinsarbeit frühzeitig Ihre praktischen Erfahrungen einbringen können. (su)

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Matthias Oldani

BIPV-Weltmarkt wächst jährlich um 15 Prozent

Die Nachfrage nach gebäudeintegrierten Solaranlagen wird bis 2024 jedes Jahr um 15 Prozent wachsen. Markttreiber sind unter anderem die flexiblen Angebote der Solarbranche an die Architekten und die Nachfrage nach energieeffizienten Gebäuden.

Der globale Markt für gebäudeintegrierte Photovoltaik wird bis 2024 durchschnittlich um 15 Prozent jährlich bis auf ein Volumen von etwa sieben Milliarden US-Dollar wachsen. Das ist eines der Ergebnisse einer Marktanalyse von Reportlinker. Die amerikanischen Marktforscher haben vor allem die Treiber des Wachstums untersucht.

So haben sie herausgefunden, dass es unter anderem die üppigen Möglichkeiten sind, die die Solarbranche den Architekten inzwischen für die Solarfassade und die Dachintegration anbietet. Die Module erfüllen die Anforderungen der Architektur- und Baubranche nach einfach zu integrierenden Bauprodukten, die zudem die gesamte ästhetische Bandbreite abdecken.

BIPV-Anlagen werde preiswerter

Dazu kommt noch die Preisentwicklung der vergangenen Jahre und die Richtung, in die sich die Kosten für die Solarfassade in Zukunft hinbewegen – nach unten. Ein dritter Punkt sind die Kundenanforderungen. Denn immer mehr Bauherren werden auf ein effizientes Gebäude Wert legen – sei es durch die rechtlichen Vorgaben oder durch die Vorteile, die sie mit dieser Effizienz bekommen. Bei kleineren Gebäuden sorgt zudem noch der Eigenverbrauch des Solarstroms für ein Wachstum, das vor allem im Neubau auch die gebäudeintegrierte Photovoltaik vorantreiben wird. Auch die Weiterentwicklung von Smart-Home-Anwendungen werden sich positiv auf die Photovoltaik im Allgemeinen und die gebäudeintegrierte Photovoltaik im Besonderen auswirken.

Konventionelle Module werden immer mehr genutzt

Technologisch wird die gebäudeintegrierte Photovoltaik derzeit von den kristallinen Modulen dominiert. Nach Angaben der Marktanalysten von Reportlinker wurden 2018 größtenteils diese Modulen in den Projekten verbaut. In Zukunft wird die kristalline Technologie noch wichtiger für den Markt. Aber auch die Hersteller von Dünnschichtmodulen werden einen großen Teil des Marktes abdecken. Denn sie bieten ein hohes Maß an Flexibilität, das sich die Architekten wünschen. Ein interessanter Aspekt ist allerdings, dass die Bauherren immer stärker auf konventionelle Photovoltaikmaterialien setzen, wie die Marktanalysten prognostizieren.

Die bisher größte Zielgruppe für die BIPV sind die Investoren in Geschäftsgebäude. Bis 2024 wird diese Nachfrage um durchschnittlich 14 Prozent pro Jahr wachsen. Hier geht es vor allem um die Reduzierung des Netzbezugs von Strom. Dazu kommt noch die Integration von Solarmodulen in öffentlichen Gemeinschaftsbereichen wie Überdachungen in Parks, Beschattung von Bushaltestellen, landwirtschaftliche Gebäude, Beschattung von Parkplätzen, Fußgängerwege und Fußgängerüberwegen. (su)

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Generale du Solaire

HZB eröffnet Beratungsstelle für gebäudeintegrierte Photovoltaik

Das Helmholz-Zentrum Berlin will den Architekten, Bauherren und Stadtplanern die energetische Aktivierung der Gebäudehülle erleichtern. Dazu baut es eine Beratungsstelle in Berlin-Adlershof auf.

Das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) eröffnet im Frühjahr eine Beratungsstelle für Architekten, Bauherren und Stadtplaner, die Photovoltaik in ihre Bauwerke integrieren wollen. „Aus unseren Diskussionen mit Akteuren im Baubereich wissen wir, dass es vielen Architekturbüros schwerfällt, das dazu nötige Spezialwissen vorzuhalten“, begründet Björn Rau, stellvertretender Leiter am Kompetenzzentrum Dünnschicht- und Nanotechnologie für Photovoltaik (PV Com B) des HZB. Dort ist er für das Projekt verantwortlich.

Neutralität ist entscheidend

Das HZB-Institut wird zur neutralen Anlaufstelle, die aktuelle Informationen aufbereitet, bewertet und einordnet und eine unabhängige Beratung für Architekten, Planer, Bauherren, Investoren und Stadtentwickler anbietet. Dabei legt das HZB Wert auf Produktneutralität und finanzielle Unabhängigkeit. Schließlich ist genau das entscheidend für die Akzeptanz des Angebots.

Es geht um die Solarfassade

Ziel des Beratungsangebots ist es natürlich, die gebäudeintegrierte Photovoltaik voran zu bringen. Schließlich muss der Gebäudebestand bis 2050 nahezu klimaneutral sein, damit Deutschland seine Klimaschutzziele erreicht. Das sei ehrgeizig, aber möglich, sind sich die HZB-Forscher sicher. Dafür müssen die Gebäudehüllen aber möglichst energetisch aktiviert werden, wo es geht. Da Dachflächen in den Städten nur begrenzt zur Verfügung stehen, aber dort der höchste Stromverbrauch anfällt, wird es vor allem um Solarfassaden gehen, die für die Stromerzeugung aktiviert werden müssen.

Partner sitzen mit im Boot

Das HZB arbeitet im Rahmen der Architekten- und Bauherrenberatung unter anderem mit der Bundesarchitektenkammer, der Architektenkammer Berlin, der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB), dem Reiner Lemoine Institut, der Hochschule für Technik und Wirtschaft sowie der Allianz Bauwerkintegrierte Photovoltaik zusammen. Die Beratungsstelle wird am Campus Adlershof eingerichtet.

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Heiko Schwarzburger

Für Architekten: Mit uns finden Sie Innovationen für die solaraktive Gebäudehülle!

Neu: Zur Intersolar im Mai wird es erstmals geführte Rundgänge zur solaren Architektur geben. Wir bringen Sie zu den Brennpunkten der Innovation: solare Indachsysteme, Solardachziegel und solaraktive Fassadensysteme. Die Anmeldung im Internet ist ab sofort möglich.

Vier Fachmessen zur Energiewende: The smarter E Europe in München bietet im Mai vielfältige Innovationen zur Photovoltaik, Stromspeichern, Elektromobilität und komplexen Versorgungssystemen. Die Fachmesse Intersolar zeigt unter anderem Neuheiten für die Gestaltung und Nutzung von Fassaden, Dächern, Carports, Terrassenüberdachungen oder Balkone. Das führende Fachmedium PV Europe sowie The Smarter E Europe bieten Gebäudeplanern, Architekten und Immobilienexperten geführte Rundgänge an.

Teilnahme ist kostenfrei

Diese Rundgänge sind themenbezogen, die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Rundgänge zur solaren Gebäudeintegration (BIPV) werden in englischer Sprache am Mittwoch (15. Mai 2019) und am Donnerstag (16. Mai 2019) angeboten.

Denn langsam kommt die solare Energiewende auch in den Kommunen und Städten an. Für die Architekten sind Indachsysteme, solare Dachziegel und großflächige Fassadensysteme wichtig. Sie erweitern die gestalterische Vielfalt beim Gebäudeentwurf und senken die Betriebskosten der Gebäude. Wir stellen die wichtigsten Innovationen in diesem jungen, aber sehr spannenden Fachgebiet der Photovoltaik vor.

Geführt von Sven Ullrich, Chefredakteur von Solar Age

Unser Tourguide ist Sven Ullrich, Chefredakteur des Architekturportals Solar Age. An den Messeständen der Anbieter stehen Experten bereit, um die Innovationen vorzustellen und die Fragen der Teilnehmer zu beantworten. Jeder Rundgang dauert etwa zwei Stunden.

Start ist am Messestand von PV Europe (Halle B1, Stand 209). Die Teilnahme erfolgt nach vorheriger Anmeldung. Mit der Anmeldung verbunden ist der kostenfreie Zugang zu den vier Messen von The smarter E Europe. Für die Führungen stehen den Teilnehmern Headsets zur Verfügung.

Anmeldung unter: www.pveurope.eu/GuidedTours

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Stadtwerke Tübingen

Deutschland registriert Solaranlagen

Mit mehreren Jahren Verspätung ist in Deutschland das Marktstammdatenregister gestartet. Hier müssen alle Solaranlagen sowie alle Batteriespeicher eingetragen werden. Das gilt auch für Solarfassaden.

Deutschland wird in Zukunft alle Solaranlagen in einem Register listen. Das gilt auch für Solarfassaden und ins Dach integrierte Solaranlagen. Dazu hat die Bundesnetzagentur ein Marktstammdatenregister aufgebaut. Es enthält schon einen Großteil der Generatoren, die in Betrieb sind. So sind derzeit auch 1.728.779 Photovoltaikanlagen im Register eingetragen. Ob das tatsächlich alle Anlagen sind, die derzeit in Deutschland existieren, ist nicht klar.

Deshalb sollten Anlagenbetreiber auf jeden Fall nachschauen, ob sie im Register gelistet sind. Sie müssen sich ohnehin als Marktteilnehmer registrieren. Sollte ihr Generator noch nicht im Register stehen, haben sie bis zu zwei Jahre Zeit für eine Nachmeldung, also bis 31. Januar 2021. Anlagen, die bis zum 1. Juli 2017 ans Netz gegangen sind, müssen innerhalb eines halben Jahres nachgemeldet werden. Da die Bundesnetzagentur erwartet, dass das Onlineportal zu Beginn stark frequentiert ist, empfiehlt die Bonner Behörde den Anlagenbetreibern zunächst auf das Informationsschreiben des Netzbetreibers zu warten.

Einen Monat für die Registrierung

So viel Zeit haben die Betreiber neuer Anlagen nicht. Sie müssen ihre Generatoren innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahmen im Register eintragen. Dazu hat die Bundesnetzagentur eine eigene Plattform im Internet entwickelt. Zu finden sind im Marktstammdatenregister eine ganze Reihe von Angaben, die allerdings teilweise nicht veröffentlicht werden.So sind Standortdaten in der Regel bei kleineren Privatanlagen nicht öffentlich einsehbar. Allerdings muss der Standort der Anlage genauso gemeldet werden wie die installierte Leistung, die technischen Eingenschaften und die Daten zum Netz, an das die Anlage angeschlossen ist.

Auch Batteriespeicher melden

Batteriespeicher müssen separat als eigene Anlage im Stammregister eingetragen werden, wenn sie ausschließlich erneuerbare Energien laden. Dafür haben die Betreiber bestehender Speichersystem allerdings nur bis zum 31. Dezember 2019 Zeit, ihre Geräte nachzumelden. Für neue Speicher gelten die gleichen Registrierungsfristen wie für die Solaranlagen. Also einen Monat nach Inbetriebnahmen müssen sie eingetragen werden.

Änderungen werden erfasst

Das Marktregister erfasst auch Änderungen der Anlagendaten und Stilllegungen. So muss beispielsweise der Tausch von Modulen gemeldet werden, wenn sich dadurch die Anlagenleistung ändert. Auch ein neuer Wechselrichter muss registriert werden, wenn sich dadurch die technischen Eigenschaften der Anlage ändern.

Weitere Informationen zum Marktstammdatenregister finden Sie hier.

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Solargaps

Drei neue Produkte in der Datenbank

Die Produktdatenbank von Solar Age hat Zuwachs bekommen. Neben einem neuen Speichersystem stehen jetzt auch Produktbeschreibungen für ein weiteres Doppelglasmodul und eine Solarjalousie zur Verfügung.

Solargaps, ein ukrainisches Startup, das seine Produktionslinie in Amerika betreibt, hat eine Jalousie mit Doppelnutzen entwickelt. Denn neben dem herkömmlichen Zweck – der Verschattung von Räumen – produziert sie auch Solarstrom. Denn in die Lamellen sind monokristalliene Solarzellen einlaminiert.

Doppelglasmodul mit mehr Leistung

Für den Architekten interessant ist auch ein weiterentwickeltes Doppelglasmosu. Der schwäbische Hersteller Axsun hat nämlich seine Produktion komplett auf 5 Busbars umgestellt. Das heißt, die Leitungsbändchen, die den Strom durch das Modul zur Anschlussdose transportieren, sind dünner geworden, liegen aber dafür enger zusammen. Damit steigt nicht nur die Ästhetik, da die Modultechnologie besser versteckt wird, sondern auch die Leistung der Module.

Speicher zur Nachrüstung

Der Speicher- und Wechselrichterhersteller Solarmax hat zum Jahreswechsel ein neues Speichersystem auf den Markt gebracht. Das Gerät enthält nicht nur die Batterie, sondern auch die Leistungselektronik. Mit dem Batteriewechselrichter ist es geeignet für die Nachrüstung von bestehenden Solaranlagen mit einem Speicher.

Weitere Produktdetails erfahren Club Member von Solar Age in der Produktdatenbank des Architekurportals. (su)

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Team Rooftop

Solar Decathlon Europe 2021: Wuppertal wird Austragungsort

Die Auswahljury des Solar Decathlon Europe hat sich für die deutsche Stadt Wuppertal entschieden. Zudem soll der Schwerpunkt der Wettbewerbsbeiträge auf dem urbanen Raum liegen.

Der Solar Decathlon Europe wird 2021 in Deutschland stattfinden. Die Expertenjury, die sich jüngst in Paris getroffen hat, wählte die nordrhein-westfälische Stadt Wuppertal als Austragungsort für den Wettbewerb von Architekturstudenten um das schönste energieeffiziente Haus.

Im Mittelpunkt stehen Wohngebäude, die nicht nur so wenig wie möglich Energie verbrauchen, sondern auch diesen Energieverbrauch selbst mit Erzeugungsanlagen abdecken. Allerdings sollen auch die architektonischen Belange nicht zu kurz kommen. Deshalb bewertet die Jury auch das Design und die Funktionalität des Gebäudes. Am Ende gewinnt das architektonisch schönste Haus, das seinen Energiebedarf zum größtmöglichen Teil selbst abdecken kann.

Städtebaulicher Wettbewerb

Mit der Wahl von Wuppertal legt die Auswahljury den Schwerpunkt des Wettbewerbs im Jahr 2021 auf urbane Regionen. Denn bisher waren es vor allem Einfamilienhäuser, mit denen die Architektur- und Haustechnikstudenten angetreten sind. Die Aufgabe im Jahr 2021 wird es sein, nachhaltige Architektur für größere Städte zu entwickeln. Schwerpunkt wird vor allem die Ausstattung des Gebäudebestandes mit modernster Technik sein. Aber auch Auf- und Umbauten auf Brachflächen stehen im Mittelpunkt des Wettbewerbs. Dazu kommen noch Themen wie Ressourceneffizienz, Suffizienz und Klimaschutz, die die Bewerber um den Solar Decathlon Award beachten müssen.

Anders als in den vergangenen Jahren wird der Solar Decathlon Europe zu einem echten städtebaulichen Wettbewerb. Der Standort befindet sich mitten in der Stadt. Damit wird der Wettbewerb zu einem groß angelegte Reallabor. (su)

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ZSW Stuttgart

ZSW’s prize-winning solar façade

The ZSW in Stuttgart has been awarded for the energy concept at its new research and office building. At the heart of the system is a large solar façade that the people at the ZSW have designed entirely in-house.

The Centre for Solar Energy and Hydrogen Research (ZSW) in Stuttgart in Baden Wurttemberg has been awarded for its new building. The State Ministry for the Environment, Climate and Energy in Stuttgart has rewarded the ZSW for the development of climate-friendly technologies as well as the implementation of same in their own building.

Large parts of the outer shell of the research and office building are covered with solar modules. The solar system provides the majority of the building’s electricity needs. The Stuttgart-based company also uses solar power to provide heat, since it feeds directly a heat pump, which is served by 32 geothermal boreholes. Surplus warmth in the summer dissipates the heat pump back into the soil and to recharge the heat source. Additionally, the activation of the concrete core supports the air conditioning: It covers the heating and cooling requirements especially in the office and technical areas. The concrete core is charged at night when no additional loads accrue in the building.

Heat demand covered by regenerative sources

In total, the ZSW covers about half of the heat demand with renewable energy. The researchers also use geothermal energy to provide a large share of the process cooling required. Despite the high energy demand of the research laboratories, the building complies with the KfW55 standard according to the current Energy Saving Ordinance (Energieeinsparverordnung – EnEV) from 2016 and, thanks to its large solar façade, exceeds the legal requirements.

The ZSW was solely resonsible for the designing this façade. Modules in various sizes were used. Solar Age Club Members can download a dossier that includes detailed description of the solar installation. Also, this project will be presented at this year’s BIPV Forum in Bad Staffelstein on 18 and 19 March, 2019. Solar Age Club Members are egible for a discount on the admission fee. (su)

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ZSW Stuttgart

Solarfassade des ZSW ausgezeichnet

Das ZSW in Stuttgart wurde für das Energiekonzept seines neuen Forschungs- und Bürogebäudes ausgezeichnet. Das Herz des gesamten Systems ist eine große Solarfassade, die die Stuttgarter selbst projektiert haben.

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Württemberg (ZSW) wurde für sein neues Gebäude ausgezeichnet. Damit ehrt das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Stuttgart die Entwicklung klimaschonender Technologien und deren Einsatz im eigenen Gebäude.

Denn die Hülle des Forschungs- und Bürogebäudes ist zu einem großen Teil mit Solarmodulen eingekleidet. Diese decken den größten Teil des Strombedarfs im Haus. Auf für die Deckung des Wärmebedarfs nutzen die Stuttgarter den Solarstrom. Denn er fließt direkt in die Wärmepumpe, die von 32 Erdwärmesonden versorgt wird. Überschüssige Wärme im Sommer führt die Wärmepumpe wiederum ins Erdreich ab und lädt so die Wärmequelle wieder auf. Eine Betonkernaktivierung unterstützt die Klimatisierung: Sie deckt den Wärme- und Kühlbedarf vor allem in den Büro- und Technikbereichen. Der Betonkern wird nachts aufgeladen, wenn keine zusätzlichen Lasten im Gebäude anfallen.

Wärmebedarf regenerativ gedeckt

Insgesamt deckt das ZSW rund die Hälfte des Wärmebedarfs regenerativ. Auch einen guten Teil der benötigten Prozesskälte stellen die Forscher mit Hilfe der Geothermie bereit. Das Gebäude entspricht trotz des hohen Energiebedarfs der Forschungslabore dem KfW55-Standard nach der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2016 und liegt damit dank der großen Solarfassade über den gesetzlichen Anforderungen.

Die Solarfassade hat das ZSW selbst projektiert. Dabei kamen Module in verschiedenen Größen zum Einsatz. Club Member von Solar Age können eine detaillierte Beschreibung der Solaranlage als Dossier downloaden. Das Projekt wird zudem auf dem diesjährigen BIPV-Forum am 18. und 19. März in Bad Staffelstein vorgestellt. Club Member von Solar Age bekommen einen Rabatt auf das Tagungsticket.

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Felix Tarantik/Filsom

BIPV Boost: Die Preise für Fassadenmodule senken

Insgesamt 19 Partner aus sieben europäischen Ländern haben sich zusammengeschlossen, um im Rahmen eines Entwicklungsprojekts die Preise für Fassadenmodule zu senken. Unter anderem ist die Entwicklung einer flexiblen Produktionslinie geplant.

Wie das Webportal EE-News mitteilt, macht sich ein Konsortium aus 19 Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen aus sieben europäischen Ländern daran, die Angebote für Solarfassaden zu verbessern. Die Projektpartner nehmen dazu die gesamte Wertschöpfungskette unter die Lupe. Überall, wo es möglich ist, sollen Kostensenkungspotenziale gehoben werden. Damit wollen sie den Architekten eine Möglichkeit bieten, mit der Solartechnik die geforderten Nahezu-Nul-Energie-Gebäude zu entwerfen, wie sie die EU seit Anfang dieses Jahres fordert. (Was die vier Projektpartner vor haben, lesen Sie auf dem Architekturportal Solar Age.)

Alle Anforderungen unter einen Hut bringen

Grundlage des Projekts sei die Annahme, dass die BIPV-Industrie in den vergangenen Jahren kaum komplette Lösungen anbieten konnte, die den Ansprüchen der Kunden entsprechen. Dabei geht es vor allem um Ästhetik, flexible Modulgrößen und Modulgeometrien, aber auch um Wirtschaftlichkeit und einfache Anwendung. Deshalb wollen die Projektpartner eine Lösung finden, wie diese Anforderungen unter einen Hut gebracht und dann auch industriell umgesetzt werden können.

Am Ende des Entwicklungsprozesses soll ein multifunktionaler, energieerzeugender Baustoff heraus kommen, der sich am Markt gegen die konventionellen Baustoffe behaupten kann. Dazu wollen die Unternehmen zusammen mit dem SUPSI einen automatisierten, flexiblen und digitalisierten Fertigungsprozess für Module entwickeln. Dadurch sollen die Mehrkosten für BIPV-Module bis 2020 auf die Hälfte sinken. Bis 2030 ist eine Senkung der Mehrkosten um 75 Prozent angepeilt. (su)

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my-PV GmbH

New project: Wood-frame construction with an innovative energy concept

A single-family house in Upper Austria is completely heated only using electricity. The power comes from a solar array on the roof. An smart system distributes the energy throughout the building. This lowers construction costs considerably.

The new building in Ried in the Riedmark in Upper Austria is build with a modern wood-frame construction. But it is not only this hip, because inexpensive construction form that ensures minimal costs for both: the construction and the operation of the building. A solar array is installed on the roof. The solar power is almost completely used in the building. Because the residents heat with the electricity from the roof.

Self-consumption on its maximum

In this way, they increase their self-consumption. This is because a so-called power meter constantly analyses the electricity flows within the building. The meter send these datas to a photovoltaic performance manager, an AC Thor from My PV fomt the Austrian town Neuzeug. This power controller distribute the whole electricity to the device that need it. If there is too much solar power or too little consumption in the building, the power manager activates an electric boiler that supplies the residents with hot water. If there is still too much solar power left, it is fed into the grid during the summer months. In the winter, the power controller runs electric heating mats under the floor planks.

Construction and operating costs drastically reduced

Compared to the already low energy standard house achieved by the manufacturer of the prefabricated houses, who supplied the new domicile for the Upper Austrian family, the planners managed to achieve an additional operating cost saving of 30 percent. The construction costs are also lowered considerably. While the building technologies do not cost much more than a conventional heating system such as a heat pump, the building owner completely saves the pipe work of the building to heat it. The heat comes through thin electric cables.

Club members of Solar Age can download the complete description the project in Ried in der Riedmark „Wood-frame construction with an innovative energy concept“ at the website of the architecture portal.

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my-PV GmbH

Neues Projekt: Holzriegelbau mit innovativem Energiekonzept

Ein Einfamilienhaus in Oberösterreich wird vollständig elektrisch beheizt. Den Strom liefert eine Solaranlage vom Dach. Eine intelligente Steuerung verteilt ihn im gesamten Gebäude. Dadurch sinken die Baukosten drastisch.

Das neue Gebäude in Ried in der Riedmark in Oberösterreich besteht aus einem modernen Holzriegelbau. Doch nicht nur diese angesagt, weil preiswerte Bauform sorgt dafür, dass die Kosten sowohl für die Errichtung als auch den Betrieb des Gebäudes minimal blieben. Denn auf dem Dach in eine Solaranlage installiert. Der Solarstrom wird fast vollständig im Gebäude genutzt. Denn die Bewohner „verheizen“ den Strom.

Eigenverbrauch gesteigert

Auf diese Weise steigern sie den Eigenverbrauch. Denn ein sogenanntes Power Meter analysiert ständig die Stromflüsse im Gebäude. Diese Daten gibt es an einen Photovoltaik-Leistungsmanager weiter, einen AC Thor von My PV aus dem österreichischen Neuzeug. Dieser Leistungssteller schiebt den Strom dorthin, wo er gebraucht wird. Ist gerade zu viel Solarstrom im Angebot oder zu wenig Verbrauch im Gebäude, wirft der Leistungsmanager einen Elektroboiler an, der die Bewohner mit warmem Brauchwasser versorgt. Ist dann immer noch zu viel Solarstrom übrig, wird dieser in den Sommermonaten eingespeist. In den Wintermonaten betreibt der Leistungssteller elektrische Heizmatten, die unter den Fußbodendielen liegen.

Bau- und Betriebskosten drastisch gesenkt

Im Vergleich zum ohnehin schon niedrigen Energiestandard, den der Fertighaushersteller mit seinen Gebäuden erreicht, der das neue Domizil der oberösterreichischen Familie geliefert hat, schaffen es die Planer auf eine zusätzliche Betriebskosteneinsparung von 30 Prozent. Auch die Errichtungskosten sinken drastisch. Denn während die Haustechnik nicht sehr viel mehr kostet als eine herkömmliche Heiztechnik wie eine Wärmepumpe, spart sich der Bauherr komplett die Verrohrung des Gebäudes, um es zu beheizen. Die Wärme kommt durch dünne Stromkabel.

Das komplette neue Dossier „Moderner Holzriegelbau mit innovativem Energiekonzept“ über das Gebäude in Ried in der Riedmark steht Club-Mitglieder von Solar Age jetzt zur Verfügung. (su)

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Velka Botička

Energy transition: Construction research presents new results

At the second Congress "Energiewendebauen", the focus will be on the solar-active building skin. Researchers from the construction sector will also show how urban energy systems can be planned more easily. The congress will take place on 28th and 29th January 2019.

On 28th and 29th January 2019, Projektträger Jülich and scientists accompanying research into energy-optimised buildings and neighbourhoods will present their latest findings on cross-sector solutions in buildings and neighbourhoods. In the medium and long term, these will contribute to the transformation of energy supply in cities.

Solar activation of building envelopes

Among other things, the two-day congress will focus on the solar activation of building skins of residential high-rise buildings for decentralised energy generation. Further topics are the digitalisation of energy supply in buildings and its flexibilisation. The focus will be on how these two approaches can be used to achieve energy savings. However, the latest research results in the field of sector coupling will also be presented.
On the second day, the speakers will focus on the optimized analysis of urban energy systems with three-dimensional simulations. They will also explore the role of systemic approaches for energy system transformation in urban space. In addition, researchers will present the new key technologies of energy system transformation.
The event will also include presentations by startups from the energy sector. An accompanying poster exhibition with competition as well as various panel discussions round off the program. The second congress „Energiewendebauen“ will take place at Deutsche Telekom’s representative office in Berlin-Mitte. You can find the complete program here. (su)

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Velka Botička

American scientist developes switchable solar glass

Research scientists at NREL has developed a glass that provides shade and produces electricity. He is now working on improving his invention before it is available as a product.

American researchers have developed a glass that both provides shade and generates electricity – and only when the sun is actually shining. The group led by Lance Wheeler, a researcher at the National Renewable Energy Laboratory (NREL), has developed this solution based on the class of semiconductor materials called the perovskites. It is a hybrid of organic methylammonium compounds and inorganic lead halides, which can be made very thin and above all transparent. The perovskites also have the advantage that they can potentially achieve higher efficiencies than crystalline modules and also cope well with shading.

Glass darkens when the sun shines

Wheelers version of the switchable solar window also uses single-walled carbon nanotubes to capture the light, along with layers of titanium dioxide and tin oxide. When light hits this transparent glass, it prompts the release of molecules of methylamine. In turn, the glass darkens and as that happens, electricity is generated. When the sun isn’t shining, the molecules are reabsorbed, and the glass becomes clear again.

Commercial Skylines are the target market

Currently it is not yet available as a product. Wheeler will now improve his solar window. One part of his continuing research will center on better ways to make the switch from shading to transparent glass. He sees the biggest potencial for his switchable solar windows in big commercial buildings, particularly high-rises. The advantage for the archtitect by using such solar windows is to generate enough electricity to reach a high energy standard with the building. High buildings can‘t do that with generators on their roofs, because there‘s not enough space, but enough windows. (su)

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Velka Botička

BAU Munich: Solar manufacturers showcase what is possible

At the BAU trade fair in Munich, the manufacturers of solar components show their solutions for facades and in-roof systems. The main focus will be on different colours realized with different technologies.

In Munich, architects, planners and builders can currently inform themselves about the latest developments in building materials. At the BAU trade fair in the Bavarian provincial capital, manufacturers of components for solar facades and in-roof solar systems demonste what is already possible with their technologies.

Thus the roof tile manufacturer Nelskamp presents its solar roof tile, which is installed like a normal roof element and only must be wired. The module manufacturer Ertex Solar from the Austrian town Amstetten will be demonstrating all the possibilities of covering facades with crystalline solar technology. Here it is important to show that the standard module is not the last word when it comes to aesthetics. Thus, the individual solar cells can be integrated into the module according to customer requirements. In any case, all geometries and sizes are possible. There are hardly any limits to the colours either.

Metal optics for the power generator

A module in various colours with a metallic look has brought Avancis from Torgau in Saxony to Munich. The thin-film module with the CIGS semiconductor is available in various colours. The viewer can hardly see that it is a solar module. Only the thin ribbons that transport the power from the semiconductor to the junction box remind him that the facade component not only looks good, but also produces power.

Nice also relies on a wide variety of colors for the modules. The company from Schwäbisch Hall has already implemented a real flagship project. The huge office building in Basel towers above everything that surrounds it. The fact that the façade was built entirely with solar modules can no longer be seen at all.

Low-reflection module for urban space

In addition to other manufacturers presenting their solar solutions, the Swiss manufacturer Eternit has also brought its Swisspearl modules to Munich. The crystalline panels have a particularly low-reflection surface. One module even has such a dense coating that the solar cells under the Frontglas become invisible, creating a glass element in a matt dark grey.

Refined with organic solar elements

Organic photovoltaics also offers endless possibilities. In Munich, not only the two manufacturers Opvius and Heliatek are demonstrating the advantages of the technology, but also, in cooperation with project partners, what possibilities there are for refining surfaces with it. For example, Laukien is showing a lightweight construction element made of aluminium that is equipped with Heliatek’s organic solar foils. The dark blue photovoltaic elements blend aesthetically perfectly into the golden facade cassette. These were developed by Heliatek and Laukien together with colleagues from RWTH Aachen University as part of the Ilem project.

Solar shading equipped with power generators

Opvius will also be exhibiting another possibility to integrate organic solar foils into components at the chemical company Merck’s booth. The Kitzingen-based manufacturer has produced many round solar elements that match the Lisicon logo in color. This is the name of the organic semiconductor material that Merck developed and with which Opvius manufactures most of its products. These small solar elements are woven into a fibreglass net that serves not only as a sunscreen but also as a power generator. (su)

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Solar Age

Club Member sparen das halbe Abo

Club Member von Solar Age bekommen von unserem Partner Conexio einen Rabatt von 10 Prozent auf die Teilnahmegebühren am diesjährigen Forum Bauwerkintegrierte Photovoltaik im Kloster Banz.

Im fränkischen Bad Staffelstein treffen sich auch in diesem Jahr wieder Architekten, Bauherren und Planer mit der Solarindustrie, um sich über die neusten Entwicklungen der gebäudeintegrierten Photovoltaik zu informieren. Das IPV-Forum findet am 18. und 19. März im Kloster Banz statt. Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

Unsere Mitglieder bekommen einen Nachlass auf den Teilnahmepreis in Höhe von zehn Prozent. Das sind immerhin 44 Euro. Damit haben die Club Member von Soalr Age schon die Hälfte ihres Abopreises gespart. Die Vorteil gilt auch für neue Abonnenten. Weitere Informationen finden Sie auf der Startseite von Solar Age unter dem Button „10% Rabatt BIPV-Forum‘19“ (su)

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Velka Botička

Solarhersteller zeigen ihre Möglichkeiten in München

Auf der Messe BAU in München zeigen die Hersteller von Solarkomponenten ihre Lösungen für Fassaden und Indachanlagen. Im Mittelpunkt stehen vor allem verschiedene Farben, realisiert mit unterschiedlichen Technologien.

In München informieren sich derzeit können sich Architekten, Planer und Bauherren über die neusten Entwicklungen von Baumaterialien. Auf der Messe BAU in der bayerischen Landeshauptstadt zeigen auch die Hersteller von Komponenten für Solarfassaden, was alles schon mit ihrer Technologie möglich ist.

So präsentiert der Dachziegelhersteller Nelskamp seinen solaren Dachziegel, der wie ein normales Dachelement installiert wird und nur noch verkabelt werden muss. Der Modulhersteller Ertex Solar aus dem österreichischen Amstetten zeigt. sämtliche Möglichkeiten, mit kristalliner Technologie Fassaden zu belegen. Hier spielt vor allem eine Rolle zu zeigen, dass das Standardmodule nicht der Weisheit letzter Schluss ist, wenn es um Ästhetik geht. So können die einzelnen Solarzellen nach Kundenwünschen in das Modul integriert werden. Ohnehin sind sämtliche Geometrien und Größen möglich. Auch bei den Farben gibt es kaum Grenzen.

Metalloptik für den Stromerzeuger

Ein Modul in verschiedenen Farben mit einer metallischen Optik hat Avancis aus dem sächsischen Torgau mit nach München gebracht. Das Dünnschichtmodul mit dem CIGS-Halbleiter ist in verschiednen Farben zu haben. Dass es sich um ein Solarmodul handelt, sieht der Betrachter kaum. Nur noch die dünnen Leitungsbändchen, die den Straom aus dem Halbleiter zur Anschlussdose transportieren, erinnern daran, dass das Fassadenbauteil nicht nur gut aussieht, sondern auch Strom produziert.

Auf unterschiedlichste Farbgebung der Module setzt auch Nice. Das Unternehmen aus Schwäbisch Hall hat damit schon ein echtes Leuchtturmprojekt realisiert. Das riesige Bürogebäude überragt in Basel alles, was sich drum herum befindet. Dass die Fassade komplett mit Solarmodulen gebaut wurde, ist überhaupt nicht mehr zu sehen.

Reflexionsarmes Modul für den urbanen Raum

Neben weiteren Herstellern, die ihre Solarlösungen präsentieren, hat auch der schweizerische Hersteller Eternit seine Swisspearl-Module mit nach München gebracht. Die kristallinen Paneele sind mit einer besonders reflexionsarmen Oberfläche versehen. Ein Modul hat sogar eine so dichte Beschichtung, dass die darunter liegenden Solarzellen unsichtbar werden und dadurch ein Glaselement im matten Dunkelgrau entsteht.

Mit organische Solarelemente veredelt

Unendliche Möglichkeiten bietet auch die organische Photovoltaik. In München zeigen nicht nur die beiden Hersteller Opvius und Heliatek die Vorteile der Technologie, sondern in Kooperation mit Projektpartnern auch, welche Möglichkeiten es gibt, damit Oberflächen zu veredeln. So zeigt Laukien ein Leichtbauelement aus Aluminium, das mit den organischen Solarfolien von Heliatek versehen sind. Ästhetisch perfekt fügen sich die dunkelblauen Photovoltaikelemente in die goldene Fassadenkassette ein. Diese haben Heliatek und Laukien zusammen mit Kollegen der RWTH Aachen im Rahmen des Projekts Ilem entwickelt.

Sonnenschutz mit Stromerzeugern versehen

Auch Opvius zeigt auf dem Messestand des Chemieunternehmens Merck eine weitere Möglichkeit, organische Solarfolien in Bauelemente zu integrieren. Der Kitzinger Hersteller hat viele runde Solarelemente produziert, die farblich auf das Logo von Lisicon abgestimmt sind. Das ist der Name des organischen Halbleitermaterials, das Merck entwickelt hat und mit dem Opvius den größten Teil seiner Produkte herstellt. Diese kleinen Solarelemente sind in ein Netz aus Fiberglas eingewebt, das damit nicht nur als Sonnenschutz, sondern auch als Stromerzeuger dient. Das Fiberglasnetz kann je nach Kundenwünsche lockerer oder dichter gewebt werden, wobei die Dichte die Lichtdurchlässigkeit und damit die Stromproduktion beeinflusst. (su)

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Dennis Schroeder / NREL

California makes solar mandatory

The Californian Energy Commission has decided on a solar duty for new buildings from 2020. The new Californian Building Energy Efficiency Standard will effect the architecture in California.

In California, the new building energy standard came into force at the turn of the year. The central change compared to the previous building energy standard is the duty to build every new residential and commercial building with a solar system on the roof or facade. This solar obligation will apply from 2020 and will have an impact on the architectural design of buildings, as the solar façade will explicitly be required on higher buildings.
The regulation does not include an obligation to install an additional solar storage. However, the Energy Commission wants homeowners to opt for solar batteries, heat pumps and other technologies in order to increase their self consumption of the solar energy in the buildings.
At the same time, energy consumption in buildings has to be reduced. For this purpose, the new Building Energy Efficiency Standard defines lower values for the permissible exchange of heat with the environment. „With these new standards, buildings will perform better in terms of energy consumption and at the same time contribute to a stable grid“, said Andrew McAllister, responsible for energy efficiency in the Energy Commission. „The buildings the Californians buy and live in will work very efficiently while producing their own clean energy.“

Reduce energy consumption to zero – on balance

With the new standard, the Californian Energy Commission (CEC) wants to make a contribution to California’s goal of supplying half of its energy supply with renewables by 2030. In addition, the energy consumption of residential buildings has to be zero in 2020 on the balance sheet – considered over the year as a whole. The commercial buildings are expected to achieve the same goal in 2030. In addition, commercial enterprises should then obtain at least 50 percent of their energy consumption from renewable resources.

Plant pays for itself

Critics complain that real estate prices will continue to rise as a result of mandatory solar energy. But the CEC estimates an average of 9,500 dollars for a solar system. In addition, many studies have shown that high energy standards do not necessarily lead to higher real estate costs, as this is a free market driven by supply and demand. In addition, the solar system will pay for itself through lower operating costs for the house, because less energy is consumed and some of it is generated by the house itself.

Balance found

As a result of this and other efficiency measures, the energy consumption of new commercial buildings is reduced by 30 percent compared with a building built to the 2016 standard. The energy consumption of residential buildings will then even fall by 53 percent. The CEC stresses that the 9,500 dollars for the solar system must be offset by savings of 19,000 dollars – over a period of 30 years. „By adopting the new regulations, the CEC has struck a fair balance between reducing greenhouse gas emissions and limiting construction costs,“ says Dan Dunmoyer, president of the California Construction Industry Association. (su)

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Solar Heating & Cooling Programme/IEA

Interaktive Karte für solare Stadtplanung veröffentlicht

Eine neue, interaktive Karte präsentiert Vorzeigeprojekte moderner Stadtplanung mit Solarsystemen. Sie richtet sich an Stadtplaner und Architekten, die sich mit der Realisierung moderner Stadtteile beschäftigen.

Die internationale Forschungsplattform „Solar Energy in Urban Planning“ hat eine interaktive Karte mit 34 Vorzeigeprojekten nachhaltiger Stadtplanung entwickelt. Sie richtet sich an Stadtplaner und Energieberater, die vor der Aufgabe stehen, neue Ortsteile mit einem modernen Energiekonzept zu entwickeln oder bestehende Stadtteile entsprechend umzugestalten. Denn letztlich entstehen zwar die großen Erzeugungsanlagen erneuerbarer Energien vor allem auf preiswerten Flächen, die in der Regel weit weg von urbanen Zentren liegen. Doch die Städte und Gemeinden müssen eine Vorreiterrolle übernehmen, wenn es darum geht, diese Energie zu nutzen und die Solarenergie dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird.

Solarenergie in die Städte bringen
Deshalb haben Stadtplaner und Architekten die Aufgabe, Sonnenenergie in neue und modernisierte Stadtteile zu integrieren, um die Energiewende tatsächlich zu dem zu machen, was sie sein soll: Ein Umstieg von zentral mit großen Kraftwerken erzeugter, fossiler Energie hin zu einer dezentralen Erzeugung von Strom und Wärme dort, wo sie direkt genutzt werden. Das bedeutet auf der einen Seite, dass entsprechende Erzeugungsanlagen sinnvoll und ästhetisch ansprechend vor Ort installiert werden müssen. Aber auch auf der anderen Seite, dass die erzeugte Energie in das vor Ort existierende und an die Erneuerbaren angepasste Energiesystem integriert werden muss.

Architektonische Gestaltung berücksichtigt
Die Planung und Realisierung von CO2-armen Stadtteilen mit moderner Architektur ist hochkomplex. Deshalb können Stadtplaner und Architekten für jedes der 24 Projektbeispiele ein umfangreiches Dossier downloaden, in dem neben den verwendeten Technologien und wie diese in das Gesamtsystem eingebunden und architektonisch gestaltet wurden, auch die Realisierungsmöglichkeiten beschrieben sind. „Stadtplaner, Architekten und Beratungsunternehmen erhalten so durch unsere detailliert beschriebenen Fallstudien neue Ideen für mögliche Planungsprozesse und Entscheidungsstrategien“, sagt Maria Wall, Leiterin von Solar Energy in Urban Planning und Wissenschaftlerin am Fachbereich Energie- und Gebäudeplanung der Lund Universität in Schweden. (su)

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Fraunhofer ISE

Fraunhofer ISE |

Homogene Fassadenmodule weiterentwickelt

Wissenschaftler des Fraunhofer ISE in Freiburg im Breisgau haben eine neue Möglichkeit gefunden, sogenannte Schindelmodule herzustellen. Sie verkleben die Zellstreifen miteinander. Dadurch entstehen farblich homogene, kristalline Solarmodule.

Die Forscher des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) haben eine Möglichkeit gefunden, Solarzellen in Modulen überlappend anzuordnen und zu verschalten. Durch diese sogenannte Schindeltechnologie fallen die bisherigen Zellverbinder und sogenannten Busbars weg, die die Ästhetik von kristallinen Solarmodulen bestimmt haben. Damit ergibt sich eine farblich weitgehend homogene Moduloberfläche. Nur wer genau hinschaut, kann die Kanten, an denen die Zellen überlappen, noch erahnen. Außerdem werden dadurch die Verschattungsverluste durch die Zellverbinder verhindert, was zu einer erheblichen Steigerung der Modulleistung führt.

Zudem fallen die Zwischenräume zwischen den einzelnen Zellen komplett weg. Das hat nicht nur den Vorteil, dass mehr Zellleistung auf die gleiche Modulfläche passt. Vielmehr verändert sich der optische Eindruck, mit dem die kristallinen Solarmodule bisher daher kamen, komplett zugunsten einer ästhetisch ansprechenden Variante.

Zellstreifen werden verklebt

Um dies zu erreichen, werden nicht mehr einzelne Zellen nebeneinander platziert, sondern schmale Zellstreifen. Diese überlappen einander. Bisher war allerdings die Verschaltung der Zellstreifen eine Herausforderung. Denn sie lassen sich aufgrund der mechanischen Spannung nicht miteinander verlöten. Die Wissenschaftler des Fraunhofer ISE haben deshalb ein Verfahren entwickelt, um die Zellstreifen miteinander leitfähig zu verkleben. Der Kleber kann die thermische Ausdehnung des Modulglases bei wechselnden Umgebungstemperaturen ausgleichen und ist außerdem bleifrei.

Verschiedene Modulformate möglich

Die Freiburger Forscher haben auch schon ausgerechnet, dass die Moduleffizienz durch die Schindeltechnologie bei gleichem Zellwirkungsgrad um zwei Prozent steigt. Außerdem können mit den schmalen Zellstreifen verschiedene Modulformate realisiert werden, was viel Spielraum für unterschiedliche Designvarianten schafft. Die Forscher arbeiten jetzt an der Optimierung der Klebstoffmenge in der Massenfertigung und des Zelldesigns. Eine entsprechende Produktionstechnologie hat der Equipmenthersteller Teamtechnik Maschinen und Anlagen schon entwickelt. (su)

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Solargaps

Solargaps bringt Solarjalousien auf den deutschen Markt

Der amerikanische Hersteller von kundenspezifisch angefertigten Solarjalousien will auch auf dem Markt in Deutschland Fuß fassen. Dafür sucht das Unternehmen noch Partner vor Ort.

Der Hersteller von Solarjalousien Solargaps will seinen Vertrieb auf Deutschland ausdehnen. Bisher ist das amerikanische Unternehmen vor allem auf dem Heimatmarkt USA und in Spanien erfolgreich unterwegs. Die Solarjalousien aus San Francisco haben nach Angaben von Solargaps die Marktreife für Deutschland erreicht.

Solarzellen in die Lamellen laminiert

Das System besteht aus einer Jalousie, die nach Kundenmaß gefertigt werden kann. In die Lamellen sind kleine Solarzellen von Sunpower mit Sitz im kalifornischen San Jose einlaminiert. Diese werden mit dem selbst produzierten Solarstrom dem Lauf der Sonne nachgeführt und sammeln auf diese Weise das Maximum an Energie ein. Sie lassen sich zudem aus der Ferne steuern und sorgen auf diese Weise für eine optimale Abschattung der Räume und damit für eine Senkung des Kühlbedarfs.

Für den Markteintritt in Deutschland sucht das Unternehmen jetzt passende Partner für den Verkauf, die Beratung, die Importabwicklung und auch für die Installation. Die Unternehmen müssen in Deutschland ansässig sein. (su)

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Viridén + Partner

Fachkongress: Österreichs Architekten treffen auf Photovoltaik

Am 24. und 25. Januar dieses Jahres informiert die österreichische und schweizerische Solarbranche Architekten über herausragende Lösungen, Photovoltaikanlagen in Dächer und Fassaden zu integrieren.

Die österreichische Photovoltaik- und Baubranche lädt Architekten und Fachplaner zum Fachkongress „Energie aus der Gebäudehülle“ ein. Der Kongress findet in der Blumenhalle in St.Veit an der Glan statt. Dort informieren die Referenten in ihren Vorträgen unter anderem über herausragende Lösungen der Gebäudeintegration von Solaranlagen. Sie zeigen auf diese Weise, wie Solaranlagen in Fassaden und Dächer integriert werden können, mit welchen bautechnischen Lösungen sie ihre Projekte realisiert haben und vor allem, welche gestalterischen Möglichkeiten die Photovoltaik inzwischen für die Architekten bereithält.

Konkrete Lösungen zeigen

Es werden auch konkrete Produkte und Lösungen vorgestellt, mit denen Architekten und Fachplaner Solarfassaden und Indachsolaranlagen entwerfen und bauen können. Das Spektrum reicht über die Unterkonstruktion bis hin zu blendarmen Moduloberflächen, die speziell für Solaranlagen in Städten entwickelt wurden. Zwischen den einzelnen Vorträgen haben die Teilnehmer genügend Zeit, ihre Erfahrungen mit der Gebäudeintegration von Photovoltaikanlagen auszutauschen.

Der Fachkongress „Energie aus der Gebäudehülle findet am 24. und 25. Januar 2019 in der Blumenhalle in St. Veit an der Glan statt. Das gesamte Programm finden Sie hier. (su)

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Mainova

Patent für Leichtbauphotovoltaik widerrufen

Das Deutsche Patent- und Markenamt in München hat das Patent von Solartension für Leichtbaukonstruktionen mit Solarfolien einkassiert. Damit können solche architektonische Elemente einfacher errichtet werden.

Mit einer Entscheidung des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) können in Zukunft Solaranlagen mit Photovoltaikfolien ohne Patenteinschränkungen gebaut werden. Denn Solartension, ein Hersteller von Leichtbauphotovoltaik als Element der Architektur mit Sitz in Stuttgart, hat sein im Jahr 2015 erteiltes Patent für „Solaranlagen mit mehreren stromerzeugenden Folienelementen“ verloren.

Lösung ist nicht neu

Grund dafür war ein Einspruch des Herstellers organischer Photovoltaikfolien Opvius. Das Unternehmen mit Sitz in Kitzingen hatte bemängelt, dass die von Solartension zum Patent angemeldete Lösung bereits Stand der Technik ist. Vor allem die undefinierte Bezeichnung „stromerzeugende Folienelemente“ hatte Opvius kritisiert und damit das gesamte Patent angefochten. Tatsächlich hat das DPMA dies anerkannt. Mit Verweis auf eine ähnliche Lösung, die bereits seit 2006 in den USA beschrieben wurde, haben die zuständigen Prüfer im DPMA festgestellt, dass die von Solartension entwickelte Technologie keineswegs neu ist.

Solartension verliert Schutzrechte

Damit hat Solartension, nachdem am 5. Januar 2019 die Einspruchsfrist gegen die Entscheidung des DPMA abgelaufen ist, kein Schutzrecht mehr an seiner Entwicklung. Das Unternehmen kann das Patent nicht mehr dazu benutzen, anderen Anbietern den Bau von Solaranlagen mit solchen speziellen Befestigungen zu verbieten. Das wirkt sich wiederum auf Produzenten von Solarfolien wie Opvius sowie auf die Bauherren aus. Denn sie sind jetzt nicht mehr darauf angewiesen, dass Solartension die Befestigung der Module liefert, was die Umsetzung von Projekten einfacher macht. (su)

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Team Rooftop

Solar Decathlon Europe findet in Ungarn statt

Im Juli 2019 richtet Ungarn den diesjährigen Solar Decathlon Europe aus. Es ist der vierte Architekturwettbewerb dieser Art in Europa.

Im Juli 2019 wetteifern Architektur- und Technikstudenten beim Solar Decathlon Europe um den Titel für das energieeffizienteste, innovativste und dabei architektonisch schönste Gebäude. Der diesjährige Wettbewerb findet in Szentendre statt. In der Kleinstadt vor den Toren der ungarischen Hauptstadt Budapest entsteht in den kommenden Monaten das Solar Village, in dem alle 16 ausgewählten Teams europäischer Hochschulen ihre Gebäude errichten. Es ist auch jeweils ein Team aus den USA und aus Thailand mit im Wettbewerb.

Ästhetik gepaart mit Solarenergie
Danach müssen sie zehn Bewährungsproben überstehen. Dabei geht es unter anderem um die Ästhetik gepaart mit einer effizienten Nutzung von Energie, die möglichst selbst erzeugt und direkt verbraucht wird. Deshalb sind die Gebäude in der Regel mit Solaranlagen und effizienten Heiz- und Kühlanlagen ausgestattet. Der Energieverbrauch und die Energieerzeugung werden ständig gemessen und das Team, dessen Erzeugungskurve am nächsten an der Lastkurve lag, bekommt in dieser Disziplin die höchste Punktzahl.

16 Teams sind in Finale

In diesem Jahr nehmen Teams aus folgenden Hochschulen und Universitäten am Solar Decathlon Europe teil:
– Universität Brighton, Großbritannien
– Technische Hochschule für Bauingenieurwesen Bukarest, Rumänien
– Budapester Universität für Technologie und Wirtschaft, Ungarn
– Polytechnische Universität Katalaniens in Barcelona, Spanien
– Delfter Universität für Technologie, Niederlande
– Technische Universität Dänemark in Lyngby, Dänemark
– Universität Gent, Belgien
– Internationale Griechische Universität Thessaloniki, Griechenland
– Nationale Hochschule für Architektur und Landschaft Lille, Frankreich
– Universität Maryland, USA
– Polytechnikum Mailand, Italien
– Universität Miskolc, Ungarn
– Universität Sevilla, Spanien
– King Mongkut’s Universität für Technologie in Thonburi, Thailand
– Fachhochschule Utrecht. Niederlande
– Polytechische Universität València, Spanien

Der Solar Decathlon Europe findet in diesem Jahr bereits zum vierten Mal statt. Im Jahr 2010 und 2012 stand das europäische Solar Village jeweils in Madrid. Den dritten Solar Decathlon Europe hat Frankreich in Versailles ausgerichtet.

9,2 Millionen Euro kommen aus Budapest

Für die finanzielle Absicherung des Architekturwettbewerbs hat sogar die eher verschlossene ungarische Regierung Geld locker gemacht. Allein für Investitionen in die Infrastruktur rund um den Solar Decathlon Europe bringt Budapest fast 1,55 Milliarden Forint (fast 4,8 Millionen Euro) auf. Dazu kommen noch 1,25 Milliaden Forint (3,88 Millionen Euro) für die Durchführung der Veranstaltung. Für den laufenden Betrieb des Solar Village stehen 200 Millionen Forint (621.000 Euro) zur Verfügung. (su)

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Dieter Moor/Ertex Solar

Ertex Solar |

Ertex Solar liefert Riesenmodule fürs Solardach

Der neue Baumarkt von Hellweg in Fürstenfeld in der Steiermark wurde mit einer Solaranlage ausgestattet. Die hat gleich drei Funktionen.

Die semitransparenten Module, die den gesamten Kundenparkplatz überdachen, lassen noch genügend Sonnenlicht auf die darunter liegende Fläche durch, so dass die Besucher des Baumarkts ihre Einkäufe nicht im Dunkeln verstauen müssen. Im Sommer sorgen sie dafür, dass die Fahrzeuge im Schatten stehen und sich nicht aufheizen. Das spart viel Treibstoff, da dann die Klimaanlagen der Autos beim Losfahren die Temperatur nicht mühevoll wieder senken müssen.
An Regentagen schützen die Solarmodule die Kunden vor der ungemütlichen Nässe. Und natürlich erzeugt die Anlage Strom. Die Solarenergie wird zum größten Teil direkt im Baumarkt verbraucht. Sie fließt hauptsächlich in Wärmepumpen, die eine effiziente Fußbodenheizung beliefern.

Bis zu fünf Meter breit
Die Anlage war eine Herausforderung. Denn die Module mussten nach den Anforderungen der Architektin gestaltet werden. Zudem mussten sie groß genug sein, damit die Säulen, auf denen die gesamte Dachanlage steht, nicht zu eng stehen müssen. Denn nur so kommen auch die Autos noch zwischen ihnen hindurch. Die immerhin 3,67 und fünf Meter breiten Module hat der BIPV-Spezialist Ertex Solar aus dem niederösterreichischen Amstetten speziell für die Anlage in Fürstenfeld angefertigt.
Abonnenten lesen alle Einzelheiten über das neue Solardach in Fürstenfeld auf Solar Age.

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Velka Botička

Conexio |

Kloster Banz 2019: Architekten treffen auf Photovoltaik

Auch im kommenden Jahr findet das BIPV-Forum im Kloster Banz in Bad Staffelstein statt. Erstmals wird das Treffen der BIPV-Branche zwei Tage lang dauern. Bis 21. Januar 2019 gibt es noch einen Frühbucherrabatt.

Auch 2019 lädt Conexio Architekten, Bau- und Solarindustrie nach Bad Staffelstein zum alljährlichen Symposium „Gebäudeintegrierte Photovoltaik“ ein. Das BIPV Forum im Kloser Banz richtet sich an alle innovativen Marktakteure, die in Zukunft mit der Sonne bauen, aber auch an Planer, Wohnbaugesellschaften, Forschungsinstitute, Energiedienstleister und moderne Bauherrn.

Beispiele und Rahmenbedingungen
Die Teilnehmer erwartet ein informatives Programm rund um die Integration von Photovoltaikanlagen in die Gebäudehülle. Neben neusten Forschungsergebnissen unter anderem über die Wirtschaftlichkeit von Solarfassaden und Photovoltaikdächern, aber auch über deren Umsetzung werden auch innovative Projekte vorgestellt, die ganz im Zeichen des modernen Bauens stehen. Sie sollen den Architekten und innovativen Bauherren beispielhaft zu zeigen, das die Photovoltaikbranche mehr kann als nur Standardmodule. Die Teilnehmer erfahren in den Projektbeschreibungen, wie und vor allem mit welchen Produkten solche Anlagen umgesetzt werden und worauf der Bauherr und der Architekt dabei achten sollte. Die Erfahrungsberichte werden ergänzt durch eine Beschreibung der aktuellen Rahmenbedingungen für die BIPV. Das konkrete Programm stellt der Tagungsbeirat unter Leitung des Hamburger Architekturprofessors Wolfgang Willkomm, bei der Architektenkammer der Hansestadt für Aus- und Fortbildung verantwortlich, zusammen.
Das BIPV-Forum 2019 findet erstmals zweitätig im Vorfeld und parallel zum PV Symposium in Kloster Banz am 19. und 19. März statt. Wer sich bis 21. Januar für eine Teilnahme entscheidet, bekommt das gesamte Konferenzticket zu einem Frühbucherpreis. (su)

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Gewoba

Verbände fordern Anreize für energetische Sanierung

Deutsche Energie- und Umweltverbände kritisieren die Ankündigung der Wohnungswirtschaft, aufgrund der Mietrechtsnovelle die Sanierungsraten zu senken. Das Problem sind fehlende Anreize für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden.

Nachdem die deutsche Bundesregierung die Modernisierungsumlage für Vermieter drastisch gekürzt hat, droht die Wohnungswirtschaft damit, die Sanierungsraten zu drosseln. Das heißt, auch die energetische Modernisierung von Gebäuden – ein potenzieller Markt für die gebäudeintegrierte Photovoltaik – kommt noch langsamer voran als bisher. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Vermieter nicht mehr elf, sondern nur noch acht Prozent der Modernisierungskosten in Form von Mieterhöhungen auf die Mieter abwälzen können.

Flankierende Anreize fehlen
Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff), die Deutsche Umwelthilfe (DUH), der Bundesverband der Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerk (GIH), der Verband für Wärmelieferung (VfW), der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) und der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) unterstützen zwar grundsätzlich diese leichte Verbesserung für die Mieter. Doch sie kritisieren, dass die Bundesregierung bewusst hinnimmt, dass die energetische Modernisierung für Vermieter unattraktiver wird, aber keine flankierenden Maßnahmen ergreift, um die Senkung der Modernisierungsumlage durch bessere Anreize aufzufangen. Die Verbände schlage dazu eine steuerliche Förderung für Gebäudesanierungen vor. Diese sei weiter nicht in Sicht.

Nicht jede Sanierung steigert die Miete
Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der Deneff, befürchtet, dass allein im Bereich der Energieeffizienz dadurch 600.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Dabei bekämen eine ganze Reihe von Unternehmen in der Wohnungswirtschaft die energetische Sanierung sozialverträglich hin, wie Benjamin Weismann, Bundesgeschäftsführer des Energieberaterverbands GIH, weiß. „Diese Sanierungen müssen und können sowohl für Mieter als auch für Vermieter attraktiv sein“, sagt er. „Neben sozialpolitischen Erwägungen hat die Bundesregierung aber schlicht unterlassen, zu überlegen, wie sie die Förderung, steuerliche Anreize, Mietspiegel und andere Instrumente so gestalten kann, dass auch für die Vermieter ein Schuh daraus wird.“

Modernisierung attraktiv und sozialverträglich machen
Tobias Dworschak, Geschäftsführer des VfW, befürchtet, dass dadurch Vermieter auch von Maßnahmen absehen, die sich für Mieter warmmietneutral oder sogar direkt kostensenkend umsetzen lassen, wie etwa die Umstellung auf effiziente Wärmeerzeuger oder Mieterstrommodelle. Letztere werde zusätzlich durch die am 7. Dezember 2018 beschlossene Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzen (EEG) ausgebremst. „Die Ankündigungen aus der Wohnungswirtschaft, die Sanierungsquote senken zu wollen, verdeutlichen genau die Krux, vor der wir die Bundesregierung seit geraumer Zeit warnen: Das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestandes ist nur erreichbar, wenn es gelingt, auch anspruchsvolle Modernisierungen attraktiv und sozialverträglich zu machen“, betont Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des BuVEG. „Das gelingt nur mit einem Masterplan, bei dem sich auch die großen Wohnungsbaugesellschaften ihrer ökologischen Verantwortung stellen müssen. Zumal die energetische Sanierung nur eine geringe Prozentzahl der eigentlichen Investition ausmacht.“ (su)

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BAM Wonen

Solares Gebäude gewinnt niederländischen Baupreis

Ein Fünfgeschosser mit 48 Wohnungen in Best bei Eindhoven hat den niederländischen Cobouw-Award im Bereich Nachhaltigkeit bekommen. Denn es bezieht seinen Strom komplett aus den Solaranlagen an der Fassade und auf dem Dach.

Die Jury des niederländischen Cobouw-Awards hat ein Gebäude in Best, einer Kleinstadt vor den Toren Eindhovens, zum „Nachhaltigsten Projekt des Jahres 2018“ gekürt. Dabei handelt es sich um ein fünfstöckiges Appartementhaus mit 48 Wohnungen, das so viel Strom erzeugt, wie es verbraucht.
Um diesen niederländischen Nul-op-de-meter-Standard zu erreichen, hat die Wohnungsgesellschaft Woonstichting in Best die Gebäudehülle energetisch aktivieren lassen, und zwar sowohl das Dach als auch die Fassade. „Denn Photovoltaikmodule auf dem Dach liefern nur genügend Energie für zwei oder drei Stockwerke“, erklären die Experten von Eigenenergie, einem Anbieter von Montagesystemen für die fassadenintegrierte Photovoltaik mit Sitz in Gedrop bei Eindhoven. „Um ein höheres Gebäude auf den Nul-op-de-meter-Standard zu bringen, muss der Strom noch woanders her kommen, beispielsweise aus Fassadenmodulen.“

Solaranlagen versorgen Sozialwohnungen
In Best wurde die gesamte Fassade in den oberen vier Stockwerken mit vorgehängten hinterlüfteten Solarmodulen ausgestattet, die mit dem System von Eigenenergie angebracht wurden. Auf diese Weise schafft es das Gebäude als eines der ersten mehrstöckigen Wohnhäuser in den Niederlanden auf den Nul-op-de-meter-Standard. Das hat die Jury davon überzeugt, das Projekt zu prämieren. Vor allem auch, weil in dem Gebäude ausschließlich Sozialwohnungen entstanden sind.

Inspiration für andere Architekten und Bauherren
Dazu kommt noch das einzigartige Design der Gebäudehülle sowie die Nutzung des Regenwassers zur Wasserversorgung, was die Juroren überzeugt hat. „Wir sind sehr stolz auf unsere nachhaltigen, erschwinglichen Nul-op-de-Meter-Wohnungen“, sagt Olaf van Dijk, Projektmanager bei Woonstichting. „Dass unser Projekt als das nachhaltigste Projekt in den Niederlanden ausgewählt wurde, ist fantastisch.“
Das gesamte Gebäude wurde zusammen mit BAM Wonen und NB Architecten entwickelt. Harold van de Ven, Architekt und Inhaber von NB Architecten ist sich sicher, dass dieses Gebäude kein Einzelfall bleiben wird. „Die Welt ändert sich hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Viele werden sich von diesen guten Beispielen inspirieren lassen“, sagt er mit Blick auf das Konzept des Mehrgeschossers in Best. (su)

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Velka Botička

Energiewende: Bauforschung präsentiert neue Ergebnisse

Auf dem zweiten Kongress Energiewendebauen steht unter anderem die solar aktive Gebäudehülle im Mittelpunkt. Forscher aus dem Bausektor zeigen außerdem, wie urbane Energiesysteme einfacher geplant werden können. Der Kongress findet am 28. und 29. Januar 2019 statt.

Der Projektträger Jülich und Wissenschaftler, die die Forschung für energieoptimierte Gebäude und Quartiere begleiten, präsentieren am 28. und 29. Januar 2019 ihre aktuellen Ergebnisse zu sektorenübergreifende Lösungen im Gebäude- und Quartiersbereich. Diese tragen mittel- und langfristig zur Transformation der Energieversorgung in Städten bei.

Gebäudehüllen solar aktivieren

Auf dem zweitägigen Kongress geht es unter anderem darum, Gebäudehüllen von Wohnhochhäusern zur dezentralen Energieerzeugung solar zu aktivieren. Weitere Themen sind die die Digitalisierung der Energieversorgung in Gebäuden sowie deren Flexibilisierung. Dabei geht es unter anderem darum, wie mit diesen beiden Ansätzen Energieeinsparungen realisiert werden. Es werden aber auch die neusten Ergebnisse der Forschung im Bereich Sektorenkopplung präsentiert.
Am zweiten Tag widmen sich die Referenten der optimierten Analyse urbaner Energiesysteme mit dreidimensionalen Simulationen. Sie werden außerdem der Frage auf den Grund gehen, welche Rolle systemische Ansätze für die Energiewende im urbanen Raum spielen. Außerdem stellen Forscher die neuen Schlüsseltechnologien der Energiewende vor.
Im Rahmen der Veranstaltung finden zusätzlich Präsentationen von Startups aus der Energiebranche statt. Eine begleitende Posterausstellung mit Wettbewerb sowie verschiedene Podiumsdiskussionen runden das Programm ab. Der zweite Kongress Energiewendebauen findet in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom in Berlin-Mitte statt. Das komplette Programm finden Sie hier. (su)

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CS Wismar

Ernst Schweizer AG, CS Wismar |

CS Wismar: Kooperation mit Großhandel für Indachmodul gestartet

Der Modulhersteller Sonnenstromfabrik weitet sei Angebot für das Indachmodul in der Schweiz aus.

Der Modulhersteller Sonnenstromfabrik (CS Wismar) weitet sein Angebot für Indachanlagen in der Schweiz aus. Dazu kooperiert das Unternehmen aus Wismar dort mit den Photovoltaikgroßhändlern Krannich Solar, Solexis und Electro-Sol. Durch die Vertriebskooperation sind die neu entwickelten Glas-Glas-Indachmodule der Sonnenstromfabrik für das Solrif-Montagesystem der Ernst Schweizer AG ab sofort landesweit erhältlich.

Besserer Service für Kunden

Die Module sind komplett schwarz und so beschichtet, dass sie eine satinierte Oberfläche haben. Damit will CS Wismar die Kunden mit höchsten optischen Ansprüchen genügen. Der Vorteil ist aber auch, dass durch die satinierte Oberfläche die Module weniger blenden und damit auch in dichter besiedelten Ortschaften einsetzbar sind. CS Wismar liefert die Module in drei Formaten, um auch unterschiedliche Dachflächen gut abdecken zu können.
Die Paneele wurden ursprünglich exklusiv über Ernst Schweizer in der Schweiz vertrieben. Mit der Verfügbarkeit im Photovoltaikgroßhandel verspricht sich CS Wismar einen größeren Absatz der Module, was wiederum auch den Absatz der Solrif-Systeme von Ernst Schweizer beflügeln könnte. Durch die Vertriebspartnerschaft kann der Modulhersteller den Kunden, zu denen Architekten, Planer und Bauherren gehören, auch auch einen besseren Service bieten. (su)

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photo: Samuel Trümpy

Elektrizitätswerke Kanton Zürich (EKZ) |

Bifacial und Fassadenmodule sind perfekt für die Berge

Die Auswertung der Daten einer Testanlage in der Schweiz hat ergeben, dass Fassadenmodule im Winter einen höheren Ertrag bringen.

Eine Testanlage der Elektrizitätswerke des Katons Zürich (EKZ) hat gezeigt, dass in den Bergen der Solarstromertrag auch an kürzeren Wintertagen üppig ist. Zusammen mit den Kollegen der Züricher Hochschule für Angewandte Forschung (ZHAW) in Wädenswil haben die Entwickler bei der EKZ auf der Totalp im Rätikon auf über 2.500 Metern Höhe eine Solaranlage aufgebaut. Die Frage war, wie viel Solarstom produziert die Anlage und wie wirkt sich im Winter der sogenannte Aledoefekt aus. Dabei handelt es sich um die zusätzliche Nutzung des Sonnenlichts, das vom Schnee reflektiert wird.

Fassadenmodule vor allem im Winter besser
Sie haben dabei die 20 Solarmodule mit einer unterschiedlichen Neigung installiert. Damit wollten die Züricher herausfinden, welcher Neigungswinkel auch mit Blick auf die tiefer stehende Sonne und die Schneereflexion im Winter am besten geeignet ist, um den höchstmöglichen Ertrag zu erwirtschaften.
Das Ergebnis der Messung: Vor allem die Erträge der bifacialen und der steil aufgeständerten Module waren höher als der durchschnittliche Jahresertrag einer Photovoltaikanlagen im Mittelland. Das liegt vor allem an dem Albedoeffekt und an der besonders hohen Sonneneinstrahlung in den Bergen. „Diese ersten Ergebnisse bestätigen unsere Berechnungen und Simulationen vollumfänglich, was uns sehr freut“, sagt Danilo Grunauer, Projektleiter bei der EKZ. „Gerade der Winterstrom ist besonders wichtig“, ergänzt Jürg Rohrer, Leiter der Forschungsgruppe Erneuerbare Energien an der ZHAW. „Dann braucht es besonders viel Strom, und die Schweiz muss ihn zum Teil importieren.“

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Solarwatt |

Indachanlage von Solarwatt gewinnt Designpreis

Die Jury des German Design Award hat das Indachsystem von Solarwatt für den Preis in der Kategorie Excellent Product Design ausgewählt. Der Preis wird am 8. Februar 2019 verliehen.

Der Rat für Formgebung hat das Indachsystem Easy In von Solarwatt mit dem German Design Award in der Kategorie Excellent Product Design ausgezeichnet. Es besteht aus einem Glas-Glas-Modul, das normale Dachziegel ersetzt und direkt auf die Lattung der Dachkonstruktion geschraubt wird. „Immer mehr Hausbesitzer setzen auf das Besondere und legen zunehmenden Wert auf Ästhetik“, beschreibt Detlef Neuhaus, Geschäftsführer von Solarwatt, die Bedeutung des Awards für das Dresdner Unternehmen.

Gute Lösung für Neubauten und Dachsanierung

Es war aber nicht nur die Ästhetik des Moduls, die die Jury überzeugte. Entscheidend war auch der Zusatznutzen. Denn wie andere Indachanlagen auch ist das System von Solarwatt eine perfekte Alternative zur normalen Dacheindeckung mit einer zusätzlichen Dacheindeckung. Das gilt vor allem für Neubauten oder bei der Dachsanierung. Denn für den Teil des Daches, der mit der Anlage eingedeckt ist, braucht der Hauseigentümer keine Dachziegel anzuschaffen. „Unsere Indachmodule erzeugen außerdem für viele Jahrzehnte zuverlässig sauberen Solarstrom“, betont Neuhaus. „Wenn man dadurch gleichzeitig den Geldbeutel und die Umwelt schont – um so besser.“
Solarwatt bekommt den Preis am 8. Februar 2019 überreicht. Denn dann findet die feierliche Verleihung im Rahmen der Messe „Ambiente“ in Frankfurt am Main statt. (su)

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Solar Age |

Datenbank für solare Gebäude gestartet

Einen umfassenden Überblick über die große Vielfalt an Gebäuden mit PV-Anlagen bietet das neue Webportal www.solarage.eu. Das B2B-Portal für solare Architektur ging anlässlich des BIPV-Forums in Bad Staffelstein am 24.4.2018 an den Start. Architekten, Gebäudeplaner, Bauherren und die Immobilienwirtschaft können sich hier über neue Solarprodukte und beispielhafte Referenzobjekte der solaren Architektur informieren.

Einen umfassenden Überblick über die große Vielfalt an Gebäuden mit PV-Anlagen bietet das neue Webportal www.solarage.eu. Das B2B-Portal für solare Architektur ging anlässlich des BIPV-Forums in Bad Staffelstein am 24.4.2018 an den Start. Architekten, Gebäudeplaner, Bauherren und die Immobilienwirtschaft können sich hier über neue Solarprodukte und beispielhafte Referenzobjekte der solaren Architektur informieren.

Zum Start: 50 Solargebäude in der Datenbank

Im Mittelpunkt des Angebots steht eine Datenbank zu weltweit realisierten Beispielgebäuden aller Art mit Aufdachgeneratoren, Indachsystemen oder Solarfassaden. Zum Start des Webportals waren rund 50 Gebäude eingestellt. Jedes Gebäude wird mit einer Kurzbeschreibung und einem ausführlichen Dossier vorgestellt. Die Datenbank wird wöchentlich erweitert und ergänzt.

Bereits 320 Produkte zum solaren Bauen erfasst

Neben den Beispielgebäuden bietet das Portal den B2B-Zielgruppen auch eine Datenbank für Solarprodukte, in der bereits 320 Einträge vorhanden sind und die permanent gepflegt und weiterentwickelt wird.

Umfangreiche Dossiers zu integrierten Solargeneratoren, Blitzschutz, Brandschutz und Stromverbrauch im Gebäude ergänzen das Angebot.

B2B-Portal auf Deutsch und Englisch

Außerdem erhalten die Abonnenten zahlreiche Tipps, Hinweise, Planungstools und Checklisten. Der Branchendienst bietet seine Fachinformationen auf Deutsch und Englisch.

Verantwortlich für die Inhalte auf der Seite www.solarage.eu ist Chefredakteur Sven Ullrich. Herausgeber und Redakteur ist Heiko Schwarzburger aus Berlin. Beide sind ausgewiesene Fachjournalisten für Photovoltaik und Solararchitektur.

Starke Partner unterstützen Solar Age

Die Solar Promotion GmbH aus Pforzheim, die über ihre Tochtergesellschaft Conexio als Veranstalter unter anderem des BIPV-Forums in Bad Staffelstein aktiv ist, fungiert als Projektpartner von Solar Age. Unterstützt wird das Projekt auch vom Branchenverband Photovoltaic Austria und der Allianz BIPV.

Als Gold-Partner unterstützt die Firma Solarwatt GmbH aus Dresden das neue Portal. Sie bietet leistungsstarke Glas-Glas-Module, das Indachsystem Easy-In und DC-gekoppelte Stromspeicher für private und gewerbliche Gebäude an.

Silber-Partner ist die Firma SolarInvert GmbH aus Freiberg am Neckar. Das Unternehmen fertigt und vertreibt spezielle Niedervolt-Wechselrichter für Solarfassaden und Dachgeneratoren sowie Stromspeichersysteme.

Medienpartner von Solar Age sind die seit 2004 auf Energie- und Technologiethemen spezialisierte PR-Agentur Krampitz Communications aus Köln sowie die Fachmedien photovoltaik und PV Europe.

Zum neuen B2B-Portal

Kontakt:
Solar Age – Architect’s database for solar buildings
Dipl.-Pol. Sven Ullrich (Chefredakteur)
Telefon: 030/92252671,
E-Mail: su@solarage.eu
Wörther Straße 1, 10435 Berlin

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Intersolar Europe |

Intersolar Europe 2018 ausgebucht

München: Die Intersolar Europe 2018 sendet schon heute positive Signale in den Markt: Bereits drei Monate vor Veranstaltungsbeginn sind die Ausstellungsflächen ausgebucht - ein Spiegelbild der weltweiten Photovoltaik (PV)-Entwicklung. Rund um den Globus herrschen sonnige Aussichten. Allein für dieses Jahr wird weltweit ein PV-Zubau von rund 110 Gigawatt erwartet.

Wie die weitere Zukunft des PV-Markts aussieht und welche Potenziale noch ausgeschöpft werden können, beleuchtet die weltweit führende Fachmesse der Solarwirtschaft vom 20. bis 22. Juni 2018 in München.

Angetrieben durch den Boom des PV-Markts im vergangenen Jahr, erfreut sich die Intersolar Europe 2018 neben bereits etablierten Ausstellern auch einem hohen Zuwachs an Neuausstellern aus allen Bereichen der PV-Branche – von Wartung und Betrieb bis hin zur Zellproduktion. Daneben stehen moderne und dezentrale Energietechnologien im Fokus der Unternehmen. Die Branche befindet sich auf dem Weg in eine neue Energiewelt, in der künftig Vernetzung, Digitalisierung und Dezentralisierung eine zentrale Rolle einnehmen – und Technik nicht mehr isoliert, sondern im System betrachtet wird.

So veranlasste die gute Marktentwicklung die Aussteller neben einer frühzeitigen Buchung auch gleichzeitig zu einer Vergrößerung ihrer Ausstellungsflächen auf der Intersolar Europe 2018. Doch nicht nur hier spiegelt sich die ungebremste Entwicklung der Solarbranche wider – auch die Fachmesse selbst reflektiert die Veränderungen am Markt: Unter dem neuen Dach The smarter E Europe findet die Intersolar Europe neben der etablierten Speichermesse ees Europe erstmals zusammen mit zwei weiteren Energiefachmessen statt.

Zukünftig stellen die Power2Drive Europe und die EM-Power die Themen Elektromobilität sowie die intelligente Energienutzung in Industrie und Gebäuden in den Fokus. So präsentiert sich München mit dem neuen, umfassenden Messekonzept und mit der idealen PV-Marktsituation als weltweiter Treffpunkt der Solarwirtschaft in diesem Jahr mit 1.200 Ausstellern und einer Ausstellungsfläche von 86.000 m² noch erfolgsversprechender als je zuvor.

Als branchenweit internationalste Veranstaltung mit Besuchern und Ausstellern aus 150 Ländern ist die Intersolar Europe daher die ideale Plattform, um weltweite Kontakte zu knüpfen. „Die Geschwindigkeit mit der die Intersolar Europe in diesem Jahr ausgebucht war, bestätigt auch unsere Markteinschätzung. Wir freuen uns, 2018 wieder Teil der Veranstaltung zu sein und dort langjährige sowie auch neue Kontakte begrüßen zu dürfen“, bekräftigt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Solarwirtschaft e.V..

Link zur Intersolar Europe

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Solarwatt |

MyReserve Matrix ist „Produkt des Jahres 2018“

Wichtige Ehrungen für den Stromspeicher MyReserve Matrix von SOLARWATT: Die Leser des Fachmagazins elektrobörse smarthouse haben die modulare Speicherlösung in der Kategorie „Regenerative Energien“ zum „Produkt des Jahres 2018“ gewählt. Der Heim- und Gewerbespeicher landete vor den Einreichungen von Solar-Log und Weidmüller auf dem ersten Rang.

An der Leserwahl beteiligten sich insgesamt rund 1.400 Personen, vorrangig Elektrohandwerker, Planer und Einrichter. „Mit dem modularen Aufbau unseres Batteriespeichers der neuen Generation hatten wir neben dem Endverbraucher besonders auch die Handwerker im Blick. Hier geht es vor allem um eine gute Handhabbarkeit und eine schnelle Installation. Wir freuen uns sehr, dass unsere Speicherlösung im In- und Ausland so gut ankommt“, sagt Detlef Neuhaus, Geschäftsführer der SOLARWATT GmbH. Bereits im vergangenen Jahr war das Vorgängermodell des MyReserve Matrix zum Produkt des Jahres 2017 gekürt worden.

Neben der Auszeichnung von elektrobörse smarthouse schaffte es der SOLARWATT MyReserve Matrix auf die Bestenliste zum „Industriepreis 2018“. Die hochkarätige Auszeichnung wird seit mehr als einem Jahrzehnt vom Huber Verlag für Neue Medien im Rahmen der Hannover Messe verliehen.

Der Speicher des Dresdner Premiumherstellers überzeugte die Jury aus Professoren, Wissenschaftlern, Industrie-Branchenexperten und Fachjournalisten, weil er der weltweit erste Batteriespeicher ist, „der sich komplett dem individuellen Bedarf anpasst und nicht umgekehrt“.

Die Eigenversorgung mit Solarstrom ist für immer mehr Gewerbebetriebe eine lohnenswerte Möglichkeit, ihre Energiekosten zu senken. MyReserve Matrix eignet sich sowohl für den Einbau in eine neue PV-Anlage als auch als Ergänzung von Bestandsanlagen.

Link zu SOLARWATT

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SolarInvert |

Reparatur von Wechselrichtern

Bei Wechselrichtern gibt es Schäden, die häufiger auftreten: Überspannungen, unsachgemäßer Transport, Lötstellen. SolarInvert aus Freiberg am Neckar bietet die Reparatur solcher Geräte an. „Normalerweise handelt es sich bei Defekten im Wechselrichter um Schäden durch Überspannungen“, berichtet Andreas Armbrust. „Schnell wechselnde Netzspannungen verursachen hohe Ströme, dadurch steigt die thermische Belastung der Bauteile auf den Platinen.

Das passiert bei großen Trafos, oder wenn sich Wärmepumpen abschalten. Dann entstehen Spannungsspitzen.“ Er schätzt, dass Fehler durch Überspannungen, unsachgemäßer Transport und falsche Lötstellen die wichtigsten Schadensursachen bei Wechselrichtern sind.

Haarrisse und Austrocknung

Thermische Bewegungen im Innern der Wechselrichter können beispielsweise auch die Keramiken der Kondensatoren durch Haarrisse schädigen. Das ist eine Form der Alterung. Auch unentdeckte Schäden beim Transport und dem Einbau der Geräte können sich irgendwann auswirken. „Deshalb tauschen wir solche Bauteile bei reklamierten Wechselrichtern routinemäßig aus“, erklärt der Experte. „Früher haben wir stundenlang nach solchen Fehlern gesucht, das machen wir heute nicht mehr.“

So werden defekte Leistungs-ICs nicht mehr repariert, man tauscht die Leistungsblöcke gegen neue aus. Bei den Kondensatoren spielt neben dem thermischen Stress vor allem die Alterung eine Rolle. Kleine Elektrolytkondensatoren (Elkos) trocknen unter Umständen aus. Je weniger Elektrolyt sie haben, desto wärmer werden sie im Betrieb. „Auch diese Bauteile tauschen wir vorsichtshalber aus“, meint Armbrust. „Große Elkos haben dieses Problem nicht.“

Bauteile vorsorglich wechseln

Insgesamt rund 20 Bauteile werden auf den Platinen der Wechselrichter präventiv ausgewechselt, bevor die eigentliche Fehlersuche beginnt. „Wir hatten schon Geräte in der Reparatur, bei denen 24 Beine an den Mosfets abgerissen waren“, nennt der Ingenieur ein Beispiel. „Oder wenn die Leiterplatte aus mehreren Schichten besteht, also eine sogenannte Multilayer-Platine ist. Zwischen den Schichten verlaufen Leiterbahnen, sogenannte Kanäle. Wenn sie Luft enthalten, gerät das Material bei thermischen Spitzen unter Druck, können die Kanäle brechen.“

Deshalb prüft Solarinvert jeden seiner Wechselrichter mit Überlast von 20 bis 30 Prozent. Der Anbieter ist klein, die kleinen Wechselrichter verarbeiten sehr geringe Systemspannungen mit hohen Strömen. Die meisten Hersteller bieten ihre Solarwechselrichter als Multistringgeräte für 1.000 Volt DC an. Solarinvert kann 24 bis 96 Volt verarbeiten, ohne Hochsetzsteller. Die Geräte lassen sich parallel verschalten und sind besonders gut für Solarfassaden geeignet.

Aufgrund der geringen Spannungen sind diese Geräte leichter zugänglich, zudem lassen sich Speicherbatterien direkt anbinden. „Wegen der höheren Ströme stecken wir mehr Kupfer in die Geräte“, berichtet Tobias Schwartz, Geschäftsführer von Solarinvert. „Aufgrund der geringen Spannungen können wir die Elektronik sehr einfach halten, brauchen weniger Bauteile. Geringe Spannungen sind auch bei der Reparatur von Vorteil.“ Solarinvert baut und repariert Solarwechselrichter schon seit 20 Jahren. Insgesamt rund 15.000 Geräte wurden bislang in den Markt gebracht.

Link zu SolarInvert

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Photovoltaic Austria |

Österreichs erster BIPV-Award verliehen

Auf dem diesjährigen Frühjahrskongress von PV Austria hat die Technologieplattform Photovoltaik (TPPV) herausragende Projekte mit dem österreichischen Innovationsaward bauwerkintegrierte Photovoltaik prämiert. Von den 51 eingereichten Projekten wurden Gewinner in den drei Kategorien bestimmt.

Bei den Büroneubauten entschieden sich die Preisrichter für das Bürogebäude des Windkraftprojektierers Püspök in Parndorf. Die Jury hat die Kombination aus ästhetisch innovativer Lösung und dem stimmigen Gesamtenergiekonzept überzeugt.

In der Kategorie Sanierung gewann das Chemiehochhaus der TU Wien. Hier überzeugte die Kombination einer riesigen Solarfassade mit einem umfassenden energetischen Gesamtkonzept. Die Preisrichter hoben zusätzlich die Vorbildwirkung in der Sanierung mit Aspekten der Übertragbarkeit und Wiederholbarkeit hervor.

In der Kategorie Wohnneubau haben sich die Juroren für das erst jüngst fertiggestellte Wohnhaus Solaris in der Seestraße in Zürich entschieden. Für dieses Projekt hat Ertex Solar aus dem niederösterreichischen Amstetten 1.300 Module nach Anforderungen der Architekten von Huggenbergerfries hergestellt. Damit sich das Gebäude gut in die Umgebung einfügt, hat es Architekt Adrian Berger in ziegelrote Solarmodule gekleidet.

Link zur Technologie Plattform Photovoltaik

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EM-Power |

EM-Power 2018: Vielversprechende Potenziale der Kraft-Wärme-Kopplung

München: Dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) kommt auf dem Weg in eine moderne Energiewelt eine wichtige Rolle zu. Mit der hohen Effizienz der gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung und der gleichzeitig hohen Flexibilität mit Blick auf Einsatzart und Anlagengröße leistet die KWK auf Erzeugerseite einen hohen Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz.

Sowohl in Industrie als auch in Wohn- und Gewerbegebäuden bringt sie gleichzeitig ein großes Kostensenkungspotenzial mit sich. Mit welchen weiteren Potenzialen die KWK aufwarten kann, darüber informieren Experten auf der EM-Power, der Fachmesse für die intelligente Energienutzung in Industrie und Gebäuden. Zusammen mit drei weiteren Energiefachmessen findet die EM-Power auf der neuen Innovationsplattform The smarter E Europe vom 20. bis 22. Juni 2018 in München statt.

Deutschland soll zur energieeffizientesten Volkswirtschaft der Welt werden – so das Ziel der neuen Bundesregierung, wie es im Koalitionsvertrag festgehalten ist. Mit einer überarbeiteten Energieeffizienzstrategie hat sie sich das Ziel gesetzt, den Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 zu halbieren. Auch der Anteil erneuerbarer Energien soll bis 2030 auf 65 Prozent steigen.

Bei der Erreichung dieser Ziele kommt auch der KWK eine entscheidende Rolle zu: Denn eine aktuelle Studie, die der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) beim Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung (IFAM) beauftragt hat, zeigt: Mit der Kombination aus KWK und sauberem Strom lässt sich die Wärmewende im Vergleich zu einer reinen Stromlösung besser bewältigen. Damit würde die KWK nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz leisten, sondern gleichzeitig auch zur Ressourcenschonung sowie dem Umwelt- und Klimaschutz beitragen.

Link zur EM-Power

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